Wie viel Ehrlichkeit ist sinnvoll beim Psychiater?

Moin meine Lieben ,

ich habe inzwischen die „re“ Diagnose bekommen (Kinder Diagnose war schon da). Ich habe nächste Woche ein Psychiater Termin als Selbstzahler(yay…), nun die Frage wie viel Ehrlichkeit ist dort grade im Bezug auf Substanz Gebrauch sinnvoll oder nicht sinnvoll. Weil grundsätzlich strebe ich schon eine LDX Einstellung an.

Seit 1,5 Jahren etwa ist es halt phasenweise Cannabis (etwa 2,5 Jahre), und 2-3x im Monat! Amphetamin zum Haushalt usw. erledigen bevor es sich massiv aufstaut. Dosis Steigerung co. gibt’s seit Anbeginn nicht sowie ich ein Auge auf Puls und Blutdruck habe. Rauchen , oder trinken tue ich halt gar nix genau so wie Substanzen kombinieren.

Deshalb die Frage schieße ich mir mit zu viel Ehrlichkeit eher selbst ins Bein oder nicht. Grade weil mich jeder Termin beim Psychiater etwa 130€ kostet will ich da eigentlich nicht öfter hin als nötig , denke das kann man nachvollziehen. Und ja das Amphetamin war bewusst gewählt als Übergangslösung bis zur Medikation.

Wie sind da eure Erfahrungen, Tipps ?

Ich danke euch und bin gespannt was ihr sagt. :3

a) kennst du die Antwort sonst würdest du nicht fragen.

b) weißt du überhaupt azf wen du stößt?
Wenn du den Arzt null kennst bleibt im Zweifel ausschließlich dein Bauchgefühl

c) bist du dir bewußt das es dann aktenkundig ist. Tut das Not. Probleme könnten durch Akten wenns notiert isr durch andere Psychiater die ggf mal warum auch immer weiterbehandeln.
Wenn du Pech hast wird es ins Gutachten aufgenommen und wenn du irgendwann einen Kassenpschiater bezüglich Medikation anstrebsr und es steht im Gutachten weißt du nicht wie es dann dort selbst mit fertig eingestellten Medikation aufgefasst wird

d) die wunderbare Gesundheitsreform ist beschlossen und so gut wie vollzogen, aktuell sind kassenärztliche Termine schon ein Problem, doch wie alle Praxen in einem Jahr reagiert haben und ggf. wie viel weniger Arztwahl man zu aktuell noch hat kann man wirklich nicht abschätzen oder ableiten => entsprechend schwieriger könnte das Problem Ärzte die Adhs Medikamente verordnen werden, da ich hier schon einige male gelesen habe, daß nach Praxisübernahmen der neue Praxisinhaber eröffnet keine Adhs Medikamente zu verordnen… und so kann sich einfach alles begrenzen und wenns halt irgendwo steht bekommt man es nicht weg und könnte die Ehrlichkeit dann dark bereuen.

Du solltest bei allem was du tust einfach durch diese Punkte einmal bedacht haben und ggf. für dich einige Gedankenszenarien einfach durchspielen und ein Bewusstsein für vieles entwickeln dann findest du für dich aus deinem tiefen Inneren die für dich richtigen Antwort mit denen du dann auch immer gut leben kann.

Leider weiß nieman was kommt und was wird und viele verrückte Dinge passieren ja real, wie bei absolutem Mangel an Psychotherapeutenplätzen einfach mal fix Psychotherapeuten an ihr Honorar eine spürbare Kürzung anzusetzen, Bedarfe an Frauenhäusern, an Frauenangeboten und auch Sozialangeboten die dringenst weil sie so wertvoll sind ausgebaut werden sollten und entsprechend unlogische Kürzungen bis komplette Mittelstreichungen erdulden müssen, wodurf für vieles mehr Mangel, Wartezeiten oder Versagungen von gesetzlichen Ansprüchen entstehen.

Dafür bin ich sicher das du für dich gute Antworten finden wirst

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Ich danke dir für die Antwort :face_with_hand_over_mouth: und ja wahrscheinlich besser einfach nix zu sagen. Auch wenn „Lügen“ beim Arzt eigentlich so bekloppt is. Aber ja macht es wahrscheinlich am Ende einfacher.

Lügen geht gar nicht. Schlechte Vertrauensbasis denn wenn es später bekannt wird, bist du womöglich untendurch. (Bei allen Folgeärzten) (Am Anfang wirst du eh häufiger gehen müssen. ist einfach so.

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Bringt aber auch Nix wenn ich mir den Stimulanzien Weg verbaue… grade wenn jeder Besuch kostet und das nicht wenig.

Besser ein Arzt akzeptiert das nicht als alle Ärzte

Red erstmal mit dem und schau. Ich glaube Privatärzte sehen dich eher als Kunde als an „einem zum abfertigen“

(Ich bin auch Privatärztlich unterwegs) (Übrigens meiner macht auch Onlinetermine D-Weit( Ich geh persönlich öpnv ist gut ) falls es mit deinem nicht klappt)

B) Psychiater können einen Menschen der lügt /vertuscht 500m gegen den Wind riechen. Wenn später rauskommt,dass du soetwas wichtiges vertuscht hast würde ich sagen dass ist ein sehr viel gravierenderes Problem. (Aka salopp gesagt bist du dann am Mors)

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Gab jetzt elvanse 30mg 90st direkt , ich soll 3-4 Tage 30mg testen wenn’s mir nicht reicht soll ich auf 60mg gehen 3h versetzt. Dieser Arzt jetzt hat gar nichts gefragt oder gemessen. Das war ein Vlt 5min Gespräch. In meinem Fall finde ich das zwar gut aber trotzdem krass.

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Spannend. Ich würde davon abraten von 30 auf 60mg zu springen.

Die pauschale Anweisung es zeitversetzt zu nehmen find ich ebenfalls unsinnig.

Anscheinend hat er dir nun erlaubt bis 60mg zu nehmen. Da würd ich lieber nach Vorschrift alle 5-7 Tage um 10mg erhöhen.

Du kannst die 30mg auch in Wasser auflösen und mit 10ml Spritze dosieren.

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Jor ich hatte heute 30mg drin die hatten kaum eine wirkung auf mich auch Körperlich wenig also sei es Puls , Blutdruck oder sonst welche „Nebenwirkugen“. Denke ich werde 60mg einfach mal testen umbringen wirds mich nicht im schlimmstenfall sinds paar doofe stunden :smiley:

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Vielleicht liest du mal bissel im Forum über die Eindosierung mit Elvanse und steady state usw.

Ich würde dir empfehlen mindestens eine Woche lang bei den 30 mg zu bleiben und dich währenddessen zu informieren und Erfahrungsberichte zu lesen.

Viel Erfolg! :four_leaf_clover:

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Ist mir durchaus bewusst das sich nach 2-3 Tagen ein erhöhtes minimal Level einstellt. Allerdings auch nur bis ~25% etwa. Aber wie gesagt 30mg hatten effektiv keine Wirkung zumindest nichts was ich oder mein gegenüber gemerkt hätte :sweat_smile:.

Was steht denn dazu im Befund? Normalerweise wird bei der Diagnose eine Suchtanamnese gemacht und die diagnostizierende Person gibt eine Empfehlung ab, falls Suchtkriterien gegeben sind.

PS: wenn du Amphetamine genommen hast? Wie war da die Dosis in Gramm? Wie häufig? Wann zuletzt vor Elvanse?

Auch wenn ich es in der Diagnose erwähnt habe so taucht es nicht im bericht auf und der Psychiater hatte auch nicht danach gefragt. Es war allerdings 2-4x im Monat aber nur ein Tag die Woche und da dann 3-4 dosen je 20mg im versatz von 4h etwa. Ja war schon relativ starke Wirkung aber noch nicht übermäßig und sinnvoll produktiv. Allerdings kenne ich natürlich nicht die genaue reinheit von dem aber ich schätze mal 70-85% so etwa. Aber war halt keine Sucht dahinter.

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Wie ist es denn mittlerweile? Merkst du Veränderungen in Bezug auf deine ADHS Symptome? Elvanse wird sich vermutlich durch die Retardwirkung völlig anders anfühlen als Amphetamin. Kein Kick, weshalb manche Menschen am Anfang denken „ich merke nichts“, da hilft beobachten und auch Menschen im Umfeld befragen.

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Muss sagen rein von der Wirkung her nimmt es sich sehr wenig von dem wirk Gefühl. Lediglich der an und Abfall ist langsamer. Das plato ist fast 1:1 vergleichbar tatsächlich. Was ich mir stand jetzt nur noch nicht erklären kann ist das Elvanse gefühlt ein „schlechteres“ Kognitiv/Körper Verhältnis hat im Vergleich zum normalen Amphetamin. Auch wenn es total unlogisch ist bzw. Sogar Gegenteilig sein soll.

Die 30mg start Dosis war deutlich merklich aber war eher hilfreich wenn man eh schon bereits produktiv war auch dabei zu bleiben.Aber etwas zu starten war weiterhin ein Kampf wie immer. Bin jetzt nach 1,5 Wochen etwa bereits bei 30+30mg im Versatz von 3h etwa. Dies funktioniert kognitiv sehr gut! Allerdings steigt Puls und Blutdruck schon relevant-kritisch an besonders nach dem Essen! oder auch bei Körperlicher Anstrengung. Habe selbst 11h nach der letzen Einnahme nach dem Essen ein Ruhepuls von 85-90 und teilweise ein Blutdruck von 150/90 kurzfristig (für 1-2h).

Direkte Menschen im Umfeld haben wenig bis keine Änderung festgestellt bis auf minimal langsamer reden sonst ist ihnen nichts aufgefallen selbst nach dem Hinweis das man „auf Medikation“ ist.

Was mich derzeit akut am meisten nervt ist dieses Tief von 2h etwa was ich Richtung letztes drittel habe. Dann ist 2h eine gefühlte weinerliche Stimmung nach diesen 2h setzt aber sogar eher nochmal eine produktive Phase ein. Dachte zu Beginn es liegt eher am zu wenig gegessen da ich festgestellt habe eine Dose Cola langsam in diesen 2h trinken hilft deutlich. Allerdings habe ich die gleiche Problematik und Wirkung der Cola wenn ich definitiv genug gegessen habe im Tagesverlauf.

Also ich glaube grundsätzlich ist es das passende Medikament für mich allerdings bedarf es noch bisschen „experimentieren“ mit der Tages Dosis und Einnahme im Sinne gucken ob 2x30 wirklich sinnvoller ist als zb. 1x50mg am Tag.

Trage derzeit etwa 16-18h am Tag ein Puls Gurt der 1x pro Sekunde aufzeichnet. Und messe den Blutdruck 2-3x um da noch Erkenntnisse und Muster für mich zu erkennen.

Viel mehr habe ich nach ~14 Tagen noch nicht zu berichten.

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Hab das Amphetamin „damals“ aber auch schon klassisch oral genommen und selbst in Kapseln gefüllt. Dementsprechend war meine Erfahrung vlt auch nicht vergleichbar mit dem typischen „Schnupfer“

Hallo Arkenangel, ich finde das Einnahmeschema von deinem Arzt etwas ungewöhnlich. Wieso denn versetzt nehmen, hat er das erklärt? Und der Sprung von 30 auf 60 ist auch ziemlich groß. Koffein wird in der Regel am Anfang empfohlen wegzulassen – damit man beobachten kann, wie es dem Körper mit dem Medikament geht.

Der Versatz vermutlich damit man etwas zumindest den Peak rausnimmt. Und ja der Sprung auf 60mg ist relativ groß allerdings muss ich sagen für mich passt es eigentlich ziemlich gut. Vlt 50mg als Einzel Dosis auch alternativ. Glaube weniger wäre mir dann zu wenig. Also kein vom subjektiven erleben geht es mir mit 60mg „Tagesdosis“ ja gut. Fühle mich nicht aufgedreht oder ähnliches.