Zukunftsprobleme

Hallo!

Ich habe zurzeit große sorgen mir um meine Zukunft gemacht. Bin 25 studiere noch und habe gemerkt, die beste motivation mein leben in den griff zu kriegen sind andere menschen.
Ohne andere menschen kann ich nichts machen.
Das macht mir dann nun sorgen um die zukunft. Wenn ich im arbeitsleben stehe, könnte ich zurück zu meine eltern ziehen und sie helfen mir aus dem bett zu kommen. Denn das ist mein größtes problem. Ich wache püntklich auf und liege dann noch im bett für 1 stunde und komme nicht raus. Das blockiert mich total. Kam heute nur knapp zur arbeit, obwohl ich 2 stunden frpher wach war. Das aus dem bett gehen klappt bei mir einfach nicht.
Was soll ich dann aber machen, wenn meine eltern totd sind? Die haben nur noch so 20 jahre, wenn ich glück habe 30 jahre. Wie komme ich aus dem bett?
Wenn ich was neues anfange klappt das meistens für so 1 jahr. Meinen teilzeitjob habe ich zeit nem jahr und ich habe immer ohne probleme alle termine einhalten können. Jetzt muss meine mutter mich zur arbeit fahren, sonst schaff ich es meistens nicht aus dem haus.
Gibt es tipps und strategien, dafür? Oder bin ich verloren? Bürgergeld für immer beziehen, keine lebenslust haben, haus meiner eltern dadurch ans amt verlieren… ich habe das gefühl so sieht meine zukunft aus.
Das macht einen natürlich nicht wirklich… motiviert. Ich brauche einfach hilfe und tipps. Denkt ihr ich könnte jemand 5 euro täglich bezahlen, mich aus dem bett zu werfen? Haha

Liebe Kartoffel,

ich rate dringend davon ab, zurück deinen Eltern zu ziehen. Denn erstens ist das wie du selbst sagst nicht nachhaltig - sie werden nicht immer da sein - und zweitens tut es nicht gut, sich im Erwachsenenalter nicht von seinen Eltern zu lösen, gerade für uns ADHS-ler ist das sehr wichtig.

Zumal ich mich an Stelle deiner Eltern schön bedanken würde. Mit 25 oder älter würde ich dich im Bett lassen, wenn du nicht aufstehst. Also wenn du unser Kind wärest und eine schwere Behinderung hättest und die Lebenshilfe-Werkstatt besuchen würdest, würden meine Frau und ich dich vermutlich morgens wecken und schauen dass du ordentlich angezogen wärest und so weiter, wie eben bei einem Grundschulkind. Aber ich nehme mal an, so siehst du dich nicht?

Na ja, wäre es anerkanntermaßen Teil deiner ADHS und auch nicht durch Medikamente (nimmst du welche?) und andere Maßnahmen zu beheben, könntest du Eingliederungshilfe bekommen. Also jemand, der oder die dich morgens besucht und dafür sorgt dass du zu deinem Arbeitsplatz fährst. Natürlich für mehr als 5 €. So wie Rollstuhlfahrer oder Blinde auch Dinge bezahlt bekommen, um am (Arbeits-)Leben teilzuhaben.

Interessant ich habe noch nie von der eingliederungshilfe gehört. Das ist gut zu wissen.

Nein ich nehme noch keine medikamente. Studiere lehramt, da mir die arbeit mit kinder spaß macht und das unterrichten auch.
Ich habe angst das durch mein ads später nicht verbeamtet werde. Weswegen ich keine medikamente mehmen möchte bis ich ein beamter auf lebenszeit bin.

Weist du was so eine Einngliederungshilfe im durchschnitt kostet, oder wird das von person zu person unterschiedlich berechnet?

Ja ich bin sehr dankbar für meine eltern. Lebe auch nicht bei ihnen, weswegen ich dieses nicht aus dem bett kommen mich so belastet. Ich will aus dem kommen. Ich will mich waschen anziehen und frühstücken. Und dann zur Uni oder arbeit. Ich kann aber nicht.

Das ist nicht vernünftig. Wenn du Lehrer sein möchtest und AD(H)S hast, solltest du die optimale Behandlung in Anspruch nehmen, und dazu gehören oft auch Medikamente.

Damit zu warten, bis du verbeamtet bist, verhindert dass du dein Potenzial nutzt. Und das Ergebnis kann sein, dass es gar nicht zur Verbeamtung kommt, weil du gar nicht soweit kommst. Außerdem ist es sehr stressig, als ADHS-ler auf Behandlung zu verzichten. Du brauchst immer viel mehr Energie als andere, und das Leben ist sehr unangenehm.

Von daher wäre es viel besser, du lässt dich bestmöglich behandeln, und wenn es sich als Hindernis bei der Verbeamtung herausstellt, kannst du immer noch dafür kämpfen. Es gibt auch Leute, die mit gut eingestellter ADHS Beamte werden. Aber falls nicht, ist es immer noch besser, ein guter Lehrer ohne Verbeamtung zu sein als ein schlechter mit Beamtenstatus.

Eingliederungshilfe ist eine Leistung, die nur für Menschen mit starker Beeinträchtigung gewährt wird. Selbst bezahlen muss man die nicht, oder nur bei großem Vermögen. Ich würde mal sagen, da wäre dann die Verbeamtung noch ungewisser als bei ADHS mit „nur“ Medikamenten.

Aber auch hier: Besser so, als gar nicht berufstätig.

Du könntest natürlich das Glück haben und eine Freundin bzw. Ehefrau finden, die den Part des Aus-dem-Bett-Werfens übernimmt. Aber für die Partnersuche ist das natürlich eine sehr schlechte Motivation. :adxs_grins:

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Ja ich würde mich freuen einen partner zu finden, der mich sozusagen aus dem bett wirft. Ist jetzt nicht wo als würde ich im Alltag nichts auf die kette bekommen.
Aber das nicht aus dem bett kommen ist das schwerste.
Das heist ich kann natürlich auch etwas zurück geben.

Die verbamtung ist aber auch eine berufsabsicherung. Das wenn mein ads mir mal zu viel wird, ich pausieren kann, mir hilfe hole und wieder in den job starte kann ohne das ich keinen job mehr habe. Ich weis es wäre besser jetzt mir hilfe zu suchen, aber noch ist das mit verbeamtung und ads ein sehr schwammiges thema und ich habe so schon genug angst um meine berufliche zukunft. Jetzt noch diese letzte absicherung uu verlieren wäre hart.

Einatmen und ausatmen und keine 20 oder 30 Jahre im Voraus planen… Sondern von einem Abend zum nächsten Morgen, wäre meine Idee.

Für mich klingt es gerade wie negativer Hyperfokus mit dem Nebeneffekt, sich erst recht um den Schlaf zu grübeln vor lauter Jahrzehnteplanung im Voraus.

Ist z.B. hier (Link) von einem ADHSler sehr schön bebildert.

Ich kann den Verbeamtungsgedanken nachvollziehen. Wenn Du aus dem negativen Hyperfokus rauskommst, werden aber vielleicht andere Optionen sichtbar von Tageslichtlampe bis zu anderem Schlafrythmus, Melatonin, WG, telefonischer Weckdienst, Haustier, Koffeintabletten oder was auch immer zur Überbrückung.

Schlaf ist ein Riesenthema mit vielen Stellschrauben. Zudem gibt es zur Not auch Möglichkeiten im Graubereich auf Selbstzahlerbasis als Zwischenlösung…

Alles realistischer als ungelegte Eier 30 Jahre im Voraus. Vielleicht ist es schon in 25 Jahren klimatisch so warm, dass alle dann noch Lebenden nur noch nachts arbeiten können…

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Es könnte gar sein dass eine Medikation, die du direkt morgens nimmst dir in den Tag hilft .
Ich habe auch viele Jahre damit gekämpft morgens in die Pötte zu kommen . Ist irgendwann besser geworden.
Abgesichert bist du auch wenn du nicht verbeamtet bist . War 2x ein halbes Jahr raus.

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Ich finde, da machst du eine Milchmädchenrechnung auf. Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du ohne Medikamente wahrscheinlich gar nicht die Chance erhälst, verbeamtet zu werden, weil du schon vorher scheiterst?

Ich hatte mal einen guten Freund, der während des Studiums totale Probleme mit seiner Selbstmotivation hatte. Als ich ihm riet, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, entgegnete er mir immer, dass er das nicht könne, weil ihm das später den Weg in die private Krankenversicherung versperren würde. Das war Jahre lang sein Mantra.

Das Problem war später dann nur, dass er als ewiger Student und gescheiterte Existenz nie auch nur annähernd so viel verdiente, dass er in den Genuss einer privaten Krankenversicherung kam. Hätte er früher psychologische Hilfe in Anspruch genommen und hätte er Zugang zur Medikation erhalten, hätte er vielleicht noch die Kurve bekommen. Jetzt ist es dafür leider zu spät. Zum Glück stammt er aus einer wohlhabenden Familie, aber es gibt eben auch kein gutes Gefühl, immer von der Familie abhängig zu sein…

Du kannst dich nicht immer auf andere verlassen. Das ist eine Flucht aus der Verantwortung. Ich komme morgens auch extrem schwer aus dem Bett und komme immer zu spät zur Arbeit, aber ich habe zum Glück gelernt, Verantwortung für mich zu übernehmen und quäle mich ohne fremde Hilfe aus dem Bett.

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Ja, aber nur wenn du soweit kommst. Wenn du im Referendariat oder in der Zeit, bevor du Beamter wirst, scheiterst, kommt es zu der Verbeamtung gar nicht.

Bis dahin, und eigentlich auch danach, ist eine angemessene Behandlung der ADHS die Berufsabsicherung. Darauf bewusst zu verzichten ist nicht verantwortungsvoll, und es wäre ein schlechtes Vorbild für deine Schüler und ihre Eltern.

Ein abgesichertes Leben gibt es (außer bei Jesus) ohnehin nicht. Du kannst morgen vor einen Lkw laufen und bist vielleicht tot oder pflegebedürftig. Und das passiert mit größerer Wahrscheinlichkeit, wenn man verpeilt und in Gedanken ist, weil man kein ADHS-Medikament nimmt.

Naja, Möglichkeiten der Krankschreibung und beruflichen Reha gibt es im Angestelltenverhältnis auch, da ist unser System der Kranken- und Rentenversicherung schon nicht schlecht.

Anders als wenn man wie ich selbstständig ist und wegen ADHS leider auch keine Berufsunfähigkeitsversicherung gekriegt hat. :adxs_grins:

Wieder in den Job starten - Lehrer sind heute schon sehr knapp, ich glaube in 30 Jahren wird man jeden sehr gerne nehmen, der nach einer Pause wieder arbeiten will, auch blind und 80-jährig.

PS: Lass auch mal Eisen und Vitamin D usw. checken… Gerade in lernintensiven Abschluss- und Ausbildungsphasen kippt man da schnell mal in einen Mangel, der sich ähnlich anfühlen könnte wie von Dir beschrieben; jedenfalls ein Fass zum Überlaufen bringen kann in kritischen Situationen.

Wenn Du in einem Nahrungsergänzungsmittel-Forum gepostet hättest, wäre das vermutlich der erste Rat gewesen. Wir sehen eben zum Teil auch einen Nagel in allem, weil wir Hammer-Personen sind. Aber unsere Morgens- und Tagesmüdigkeit muss nicht Deine sein. Als Symptom ist das viel zu unspezifisch.

Zumal eine permanente Müdigkeit / Erschöpfung auch noch andere Ursachen haben kann.
Und damit meine ich jetzt nicht zwingend „nur“ Depressionen…

Hast du denn die Möglichkeit dich ausreichend zu bewegen / Sport zu machen?

Das wäre, neben Medikamenten, ein zusätzlicher positiver Punkt.

Wobei Medikamente definitiv positiv zu bewerten sind.
Würde ich an deiner Stelle ernsthaft in Betracht ziehen :wink:

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Ja, das hab ich sofort auch gedacht! Kann ja alles sein, Schlafapnoe zB auch. Ein Rundum-Check wäre mMn definitiv sinnvoll

Absolut!
Bin ich definitiv bei dir.

Und bis dahin, auch wenn das hier kein Ernährungsforum ist, schauen wie die Ernährung aussieht, evtl. hier schon einmal an „Stellschrauben“ erste Anpassungen vornehmen.
Heißt, nur um ein paar Beispiele zu nennen: Weniger Fast Food dafür mehr frisch gekocht, weniger Kaffee / Energy Drinks / Softdrinks stattdessen mehr Wasser / Wasser mit Minzblättern / frischen Früchten, zwischendurch kleine Pausen einlegen und 5min. spazieren gehen usw…

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Und das alles sagen wir, obwohl Dir die blöde Situation kennen… Ganz genau sogar. Erschöpft in der Tinte sitzen, sich nur noch Katastrophenszenarien in 30 Jahren ausmalen können - und dann kommen die Tanten und der Onkel und sagen: Geh doch mal mehr raus, beweg Dich an der Luft und der Sonne und iss einen Apfel. Und atme, aber nicht zu tief und länger aus als ein. Und mach Pausen und koch ausgewogen, obwohl Du wahrscheinlich glaubst, keine 5 Minuten Luft zu haben… Dann klappt es auch mit dem Nachbarn und dem Aufstehen.

Ich stand gestern phasenweise neben mir und derweil an der Supermarktkasse und kaufte junkie-artig hochkalorisch Verdichtetes, über das ich mich heute natürlich ärgere, aber von dem ich gestern sicher war, Zucker hilft mir akut weiter. So verengt sich der Blick eben bei „Zukunftsproblemen“.

Titelvorschlag für Star Wars IX: „Zurück in die unproblematische Zukunft der zurückschlagenden Ratschläge“…

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Ich habe auch Lehramt studiert und dann im Referendariat gemerkt, dass ich permanent extrem erschöpft bin, va. durch den Stress, die ständige Reizüberflutung, meine Unorganisiertheit usw. Das mit dem Lehramt habe ich dann gelassen, bin aber erst Jahre später darauf gekommen, dass ich ADHS habe. Hätte ich mich früher damit auseinandergesetzt, auch mit Therapie und Medikation, hätte mir das viel Leid erspart…
Und ganz ehrlich, Verbeamtung ist auch nicht das Nonplusultra. Wenn du nach zehn Jahren im Beruf merkst, dass du nicht mehr kannst, kann sie auch eher ein Hemmnis sein. Kündigung, Schulwechsel, weniger Arbeitszeit ist durchaus schwierig - wenn man z.B. kündigt, hat man keinen Anspruch mehr auf die Pension.
Ich würde lieber schauen, was du hier und jetzt tun kannst, damit du im Alltag zurecht kommst und dafür ggf. auch Therapie in Anspruch nehmen. In den Lehrberuf einzusteigen ist echt anstrengend und das bekommt man mMn nur hin, wenn man sein Leben gut im Griff und eine stabile Beziehung zu sich selbst hat. Die Leute, die einen versuchen, mit ihren äußeren Sicherheiten wie Verbeamtung zu beeinflussen, denken da wie ich finde sehr einseitig.

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Hallo Kartoffel,

wenn ich das lese wird mir irgendwie komisch bei dem Gefühl, dass du jungen Menschen dabei helfen möchtest ihren Weg ins Erwachsenen leben zu finden, da du dich so abhängig machst und dich damit irgendwie ein bisschen zum Opfer der Umstände. Klar jeder hat seine Schwierigkeiten und manches fällt einfach schwerer und wird vielleicht immer schwerer bleiben, nur dennoch, denke ich, sind wir für uns selbst verantwortlich und können Schritte auf die beste Version von uns zugehen.
Der Beamtenstatus bringt dir auch nichts, wenn du auf dem Weg dahin scheiterst und so ein Beamtenstatus kann auch ziemlich unfrei machen.
Du kannst jeden Tag Entscheidungen treffen, in welche Richtung es gehen soll. Manchmal wird es eine falsche Entscheidung gewesen sein, dann kannst du es am nächsten Tag nochmal anders machen. Schlussendlich kann dir als Erwachsener allerdings niemand mehr die Entscheidungen abnehmen oder es wird auch niemand mehr für deine Entscheidungen gerade stehen. Dafür darfst du aber auch noch Nachts Süßigkeiten essen wenn dir danach ist. Wenn du dich entscheidest pünktlich zur Arbeit zu kommen musst du dann eben aufstehen. Wenn du nicht pünktlich aufstehst hast du dich dagegen entschieden, was ja auch ok ist. Nur die Konsequenzen sind dann auch allein deine.
So mit dem ganzen gelaber wollte ich einfach nur sagen: wenn dein Ziel ist ein selbständiges leben zu führen und du an dem Punkt angekommen bist, dass du die Erreichung dieses Ziels nicht mehr ohne Hilfe schaffst, dann hole dir alle Hilfe die Nötig ist, um ein selbständiges Leben in Zukunft führen zu können. Wenn dein Ziel ist den Weg in die Selbstständigkeit nicht gehen zu wollen, dann ist das auch ok und deine Entscheidung, dafür gibt es dann sowas wie betreutes Wohnen und so. Also Hilfe findest du bestimmt.
PS: gegen das Aufsteh Problem hilft es dir vielleicht mehrer Wecker zu stellen die überall im Zimmer verteilt stehen. Dann musst du aufstehen, denn ich denke das gebimmel überall wird dich auch nerven.

Beste Grüße und alles gute Dir

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Finde ich total interessant. In dem Thread Für den Morgen oder besser für die nächste Woche - Mitgliederbereich - nichtöffentliches Forum / Tagebücher - ADHS-Forum von ADxS.org klingt es eigentlich, als kennst Du die Situation auch selbst ziemlich gut, aufgrund von Exekutivproblemen nicht 1:1 entsprechend der Einsichtsfähigkeit zu können?

In diesem Beitrag finde ich das nicht ganz wieder.

Vielleicht sind Lehrkräfte, die ein solches Auseinanderfallen von Einsicht und Exekution selbst von sich kennen, sogar besonders gut geeignet, junge Menschen wirklich zu erreichen und ihnen beim Erwachsenwerden zu helfen. Solche, die das nicht kennen und nicht können, gibt es schon genug.

Natürlich kenne ich das und kämpfe jeden Tag mit diesen Problemen und dennoch bin ich Erwachsen und treffe Entscheidungen und muss auch immer wieder die Konsequenzen tragen. Nur bin ich deswegen kein Opfer der Umstände und egal welche Beeinträchtigung ich habe hilft es mir nicht die Umstände dafür verantwortlich zu machen. Ich muss gucken wie ich dennoch meine Ziele erreiche oder meine Ziele anpassen. Manchmal braucht man Hilfe um seine Ziele zu erreichen und das kann man eben aber auch nur wenn man die Verantwortung übernimmt und sich Hilfe sucht. Natürlich kann man Lehrer werden mit ADHS, wenn man es allerdings nie schafft aufzustehen um zu lehren ist man irgendwann kein Lehrer mehr. Hier kann man sich dann überlegen, entscheide ich mich Hilfe anzunehmen und zu lernen pünktlich aufzustehen oder entscheide ich mich dafür liegen zu bleiben und kein Lehrer zu sein. Und natürlich besteht die Möglichkeit zu der Erkenntnis zu kommen, so stark beeinträchtigt zu sein, dass man die eigenen Lebensbereiche, nie allein wird meistern können so dass es für ein selbstständiges Leben reicht. Nur was vermittelt man jungen Menschen, wenn man sich selbst, ohne Möglichkeiten genutzt zu haben, der Hilflosigkeit hingibt ohne die eigene Selbstwirksamkeit zu entdecken.

Hallo @Kartoffel bist Du noch da?, hast Du das mit dem morgens aufstehen inzwischen im Griff?. :grinning:

Mir ist übrigens aufgefallen das Dich, trotz aller guten Tipps die Du schon bekommen hast, noch niemand gefragt hatte um wieviel Uhr Du eigentlich für gewöhnlich so ins Bett gehst, könnte es also eventuell der Fall sein das Du generell zu wenig Schlaf hast, heisst zu spät ins Bett gehst?. :sleeping_bed:

Falls das so ist, dann würde es mich persönlich nicht erstaunen wenn Du morgens nicht aus dem Nest raus kommst. :joy:

Von daher mein Tipp an Dich: Achte unbedingt auf genügend Schlaf!.

Melatonin Spray wurde im Forum ja auch schon des öfteren empfohlen, es geht aber auch mit Melatonin in Tabletten Form, ich glaube es gibt auch welche mit Baldrian kombiniert, ansonsten gibt es auch noch anderes pflanzliches Zeugs wo beim einschlafen helfen soll, findet man meist in Drogerie Shops und so, musst Du halt selbst mal googeln, und wenn Du schon dabei bist, gleich mal generell nach Einschlaf Tipps googeln. :wink:

Der Tipp mit dem Wecker aufstellen hilft normalerweise auch ziemlich gut, besonders dann wenn der Wecker NICHT auf dem Nachttisch steht sondern an einem Ort wo Du wirklich aufstehen MUSST!.

Ausserdem sollte/n der Wecker, oder die Wecker, je nach dem wieviele Du brauchst, (meiner Meinung nach sollten 2-3 locker reichen), so PENETRANT, LAUT, LANG, und so extrem NERVIG wie möglich läuten, so das Du das unmöglich „überhören“ kannst. :alarm_clock:
Und dann lause mich der Affe wenn Du das mit dem aufstehen NICHT schaffst. :monkey:

Jedenfalls Toi Toi Toi mit Deinem Traum vom Beamtentum, hoffentlich klappt es damit, ganz fest Daumendrück.