ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Leben, lieben, leiden, lachen... Was AD(H)S mit einem macht und was man mit AD(H)S machen kann.
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Bastelfreak » Mi 29. Jan 2020, 22:02

Schließe mich an! Mich nervt auch dieses Greta-Bashing. Das tun die nur, um vom Thema abzulenken.
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Mi 29. Jan 2020, 21:37

UlBre hat geschrieben:
Mi 29. Jan 2020, 21:34
Dieses Greta-Bashing geht mir auf die Nerven.
Danke, UlBre, vollste Zustimmung! :)
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UlBre
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von UlBre » Mi 29. Jan 2020, 21:34

Dieses Greta-Bashing geht mir auf die Nerven.
Bloss weil eine Jugendliche das sagt, was sie denkt und meint und versucht, das einigermassen konsequent zu leben,
und die Weltöffentlichkeit deshalb ne große Show drum macht (offenbar, weil es unüblich ist, dass man sagt was man denkt und meint und versucht das einigermassen konsequent zu leben),
kriegen die ganzen alten Säcke die Krise und meinen, noch viel wichtiger zu sein als die, über die sie herziehen.

Von Storch kenne ich nicht. Klingt auch nicht so, also ob ich viel verpasst hätte.
Fischer hat schon so viel Mist erzählt in seinem überheblichen Sendungsbewusstsein, da kommts auf einen Großkommentar mehr auch nimmer an.
Und die beiden, muss man ihnen immerhin lassen, machen wenigstens ihr Ding.
Alle anderen, die sie bashen, sollen doch mal bitte kurz überlegen, was von dem, was sie denken und meinen, sie sich wirklich zu sagen trauen, ohne "das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen" hinterherschieben zu müssen.

Prost, ihr Neider...
Bin gerade beeindruckt, wie human der homo sapiens in der Not werden kann. Danke dafür, Deutschland !
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Falschparker » Mi 29. Jan 2020, 21:33

Overthesky hat geschrieben:
Mi 29. Jan 2020, 21:10
"I want you to panic!"
(...)
„verbissene“ Rede
(...)
toxische Eigendynamik
(...)
nehmt Greta raus aus der Öffentlichkeit!
Ja, das hätten Viele gerne.

Natürlich ist es dumm, in Panik zu geraten. Natürlich reagiert sie auch schon mal emotional.

Schaut man allerdings, unter welchem medialen Druck sie steht, agiert sie erstaunlich kühl und beherrscht. Fast alle ihrer deutlich älteren Gegner lassen sich viel schneller provozieren als sie.

Sie ist nicht fehlerlos, und Idole zu haben ist ohnehin gefährlich, aber sie gehört zu den Menschen die ich bewundere. Wie unreif war ich mit 17, ach du liebe Güte. :o

Übrigens sollten wir ADHS-ler ihr im Besonderen dankbar sein, welchen besseren Botschafter für die Akzeptanz psychischer Störungen könnte es denn geben? :D
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Bastelfreak » Mi 29. Jan 2020, 21:30

Ich weiß, schließlich bin ich schon seit der Kindheit Vegetarier. Beides ist natürlich am effektivsten. Vor allem, da es beim Fleisch auch um Methan geht, das viel klimaschädlicher ist als CO2. Aber nicht jeder ist zu dem Verzicht bereit. Ich wollte nur sagen, dass der Hebel größer wäre.
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Andromache » Mi 29. Jan 2020, 21:24

Bastelfreak hat geschrieben:
Mi 29. Jan 2020, 21:15
Wenn man überlegt, dass ein Flug in die USA pro Person soviel CO2 freisetzt, wie durchschnittlich in einem Jahr beim Autofahren, so sollte das eigentlich der sinnvollste und wirkungsvollste Verzicht für Privatpersonen sein. Vor allem, da das CO2 dort direkt in die Atmosphäre geblasen wird und 100 Jahre dort bleibt. Am Boden ist es viel weniger klimaschädlich. Zieht man das in Betracht, so kommt man auf ca. 5 Jahre Autofahren für einen Flug in die USA.

Das bringt viel mehr, als z.B. der Verzicht auf Fleisch.
Der Verzicht auf Flugreisen schließt ja einen Verzicht auf Fleisch nicht aus. Beides gemeinsam würde einen noch größeren Effekt erzielen.
Die Fleischindustrie ist ebenfalls extrem klimaschädlich.
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Bastelfreak » Mi 29. Jan 2020, 21:15

Flugreisen, vor allem diese Urlaubsfliegerei, sollte man massiv verteuern. Familienbesuche oder Dienstreisen kann ich ja noch nachvollziehen, aber zum Urlaubmachen muss man wirklich nicht weit weg. Selbst beim Dienstlichen kann man es reduzieren: Wir leben in Zeiten der Webkonferenzen, da muss man sich nicht zwangsläufig immer persönlich treffen.

Wenn man überlegt, dass ein Flug in die USA pro Person soviel CO2 freisetzt, wie durchschnittlich in einem Jahr beim Autofahren, so sollte das eigentlich der sinnvollste und wirkungsvollste Verzicht für Privatpersonen sein. Vor allem, da das CO2 dort direkt in die Atmosphäre geblasen wird und 100 Jahre dort bleibt. Am Boden ist es viel weniger klimaschädlich. Zieht man das in Betracht, so kommt man auf ca. 5 Jahre Autofahren für einen Flug in die USA.

Das bringt viel mehr, als z.B. der Verzicht auf Fleisch.
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Mi 29. Jan 2020, 21:10

der seriöse Wissenschaftler von Storch sagt ja nicht, dass der Klimawandel kein Problem wäre... er sagt aber, dass der Klimwandel nicht gleich zu setzen ist mit der Apokalypse (de facto macht auf der anderen Seite Greta Thunberg mit "I want you to panic!" nichts anderes)... Greta Thunberg kommt aus der heilen Welt in Schweden, Schweden profitiert sogar von einem milderen Klima und auch Deutschland proftiert in Aspekten vom Klimawandel... Heizkosten, Krankschreibungen wegen Erkältungen in den Wintermonaten weniger, keine verschneiten, unpassierbaren Straßen mehr im Winter und noch viel mehr...

...trotz ihrer persönlichen Integrität wirkt Greta Thunberg immer stärker als beispielloser gesellschaftlicher Spaltpilz, so ihre „verbissene“ Rede bei der UN https://youtu.be/bW3IQ-ke43w , dort hat Greta Thunberg der Weltöffentlichkeit höchstselbst präsentiert, dass sie krank ist… und seither bröckelt der gesellschaftliche Rückhalt für die 16-Jährige immer stärker… https://www.deutschlandfunk.de/intervie ... id=1056607 , „Eine – Zitat – bedauernswerte Jugendliche, die bei ihrer Rede in Tränen ausbreche und bisher nur für Unfrieden sorge, wäre kein Fortschritt, sagte er im Deutschland Funk“…, oder auch der Kommentar des ehemaligen BGH-Richters Thomas Fischer zu Thunberg https://m.spiegel.de/panorama/justiz/di ... 88751.html ,… spätestens seit dieser den psychischen Zustand von Greta Thunberg offensichtlich machenden Rede in New York kann Greta Thunberg nicht mehr als Aushängeschild der Klimaschutz-Bewegung und genauso wenig als Aushängeschild für das neurodiverse Spektrum im Sinne von Autismus und ADHS hoch gehalten werden, und der anfänglich ihr positiv ausgelegte Satz, für sie gebe es nur schwarz und weiß, der wird jetzt zum Bumerang… bei näherer Betrachtung ist die Welt eben gerade nicht schwarz oder weiß…. die Kontroverse um Greta Thunberg, um diese 16-jährige, hochintelligente, aber jegliche Lebenserfahrung missende Jugendliche hat mittlerweile eine so toxische Eigendynamik erreicht, dass man sowohl an deren Eltern als auch an die Medien nur appellieren kann: nehmt Greta raus aus der Öffentlichkeit!

https://www.merkur.de/politik/greta-thu ... 96691.html
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Falschparker » Mi 29. Jan 2020, 20:38

Unter aller Kanone ist zutreffend. Zumal er sich ja gar nicht als Klimaforscher äußert, d. h. er sagt nicht dass die klimawissenschaftlichen Erkenntisse, die Fridays For Future verbreitet, falsch wären. Sondern er äußert sich philosophisch, indem er die Konsequenzen kritisiert.
Ein rigoroser Verzicht auf Flugreisen zum Beispiel beinhaltet nach seiner Auffassung erhebliche Gefahren für den kulturellen Austausch. Problematisch sei, dass man nicht mehr mit „wirklich anderen Kulturen“ etwa in Tansania, China, Vietnam oder Südamerika konfrontiert werde, sagte er im Deutschlandfunk (Audio-Link). „Das meine ich, ist ein Verlust, der tatsächlich gravierend ist, und den wir uns nicht leisten können.“

(...)

Zwar würde es nichts schaden, weniger zu fliegen – insbesondere die Praxis des „Zum-Saufen-Fliegen“ nach Mallorca könnte man einstellen. Aber die Wirksamkeit solcher Maßnahmen wäre nach Ansicht von Storch gering.
Storch sagt, Flugverkehr führe zu kulturellem Austausch und dürfe daher nicht reduziert werden. Zum Saufen fliegen nach Mallorca könne man einstellen. Aha. :shock:

Wir leben allerdings in einer Welt, in der sich kulturellen Austausch durch Fliegen in andere Erdteile eh nur die (weltweit gesehen) Superreichen leisten können. Die dann aber die Umwelt für alle verderben.

Ich finde auch, dass das Praktikum von meiner Frau und mir in Südostasien* unseren Horizont sehr erweitert hat. Nur, das muss man doch nicht jedes Jahr haben, noch nicht mal jedes Jahrzehnt. Und wenn man es nicht hat, kann man auch Anteil an anderen Kulturkreisen nehmen, ohne sich dort aufzuhalten.

Wir sind seit 1997 nicht mehr geflogen. Klar, wenn wir nahe Verwandte in Amerika oder Japan hätten, wäre das anders, dann will man sich auch treffen. Aber auch das nicht alle paar Wochen, sondern einmal im Jahr oder seltener reicht auch aus.

Ob man provinziell und engstirnig wird, hängt nicht von der Zahl der Fernreisen ab. Dieser Klimaforscher wirft Nebelkerzen, weil er seinen Lebensstil nicht ändern will.

Greta Thunberg provoziert, aber nicht weil sie sagt was viele Andere auch sagen. Aber dass sie konsequent ist und auf Fleisch verzichtet und weite Strecken mit der Bahn fährt**, das erregt Anstoß, weil sie vorlebt dass es auch anders geht. Ein Klimaforscher, der zwar sagt dass sich alles ändern muss, aber zu jeder Konferenz selbst mit Flugzeug anreist, stellt seine Mitmenschen ja viel weniger in Frage.

Es entspricht der Radikalität junger Menschen im Allgemeinen und Asperger-Betroffener im Besonderen, konsequent zu sein. Und dass ältere Menschen daher kommen und sagen, tja die werden auch noch vernünftig, das gab es immer. Ob es gut ist in diesem Sinne vernünftig zu sein, ist aber eine ganz andere Frage.

* (übrigens unter Regie einer fundamentalistisch-evangelikalen Organisation, siehe oben 8-) )

** (das mit der Segeltour nach Amerika ist kein gelungenes Beispiel, das sagt sie aber auch selbst)
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Mi 29. Jan 2020, 20:04

Ehrlich gesagt finde ich das, was der Herr von Storch da von sich gibt, unter aller Kanone. :x
„Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch sieben Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe.“ - Eckart von Hirschhausen
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Mi 29. Jan 2020, 20:01

Bastelfreak hat geschrieben:
Di 28. Jan 2020, 08:05
Ich denke, dass generell chronisch kranke Menschen (ob jetzt körperlich oder psychisch) nicht unbedingt anfälliger gegenüber Heilsbringern (Esoterik, Wunderheiler) sind, sondern halt mehr deren Zielgruppe. Ich finde es ethisch sehr verwerflich, z.B. aus krebskranken Menschen noch Geld zu schröpfen, nur weil die halt sonst nicht mehr weiter wissen und hoffen, dass es ihnen vielleicht was bringt.
Und wenn man heute sieht, wie viele Menschen an Homöopathie glauben, Vitaminpillen und Mineralien nehmen oder - anderes Thema - den Klimawandel verneinen, obwohl alles, wissenschaftlich gesehen, grober Unfug ist, dann denke ich nicht, dass ADHSler da unbedingt anfälliger sind.

Was ich eher glaube, ist, dass viele Volkskrankheiten eine sehr starke psychische Komponente haben und deswegen auch gut mit Placebo oder Psychotherapie behandelt werden können.
Ein Beispiel wären hier auch Rückenschmerzen in der LWS als Folge eines TMS-Syndroms. In den wenigsten Fällen gibt es da eine rein körperliche Ursache.
PS: den Klimawandel verneinen... es gibt notorische Klimaleugner wie bei der AfD und es gibt eine andere Version von Sekte... die Weltuntergangssekten... Stichwort "Extinction Rebellion" und das selbstgerechte, anmaßende Gehabe des 17-jährigen Kindes Greta Thunberg bei "Fridays for Future", zu Greta Thunberg der mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete Hamburger Klimaforscher Hans von Storch, der ein fast schon vernichtendes Urteil über "Greta" fällt:
https://www.focus.de/wissen/natur/panik ... 73034.html
https://www.spiegel.de/wissenschaft/kli ... 0166490227
https://www.stern.de/panorama/wissen/na ... 50822.html
https://magazin.spiegel.de/SP/2019/15/1 ... index.html
https://www.deutschlandfunk.de/umwelt-k ... id=1095549

...ich glaube übrigens, dass bei "Fridays for Future" recht viele ADHSler aktiv sind... Angst ist unter Umständen ein guter Ratgeber, Panik generell ein schlechter Ratgeber...
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Di 28. Jan 2020, 20:42

Bastelfreak hat geschrieben:
Di 28. Jan 2020, 08:05
Ich denke, dass generell chronisch kranke Menschen (ob jetzt körperlich oder psychisch) nicht unbedingt anfälliger gegenüber Heilsbringern (Esoterik, Wunderheiler) sind, sondern halt mehr deren Zielgruppe. Ich finde es ethisch sehr verwerflich, z.B. aus krebskranken Menschen noch Geld zu schröpfen, nur weil die halt sonst nicht mehr weiter wissen und hoffen, dass es ihnen vielleicht was bringt.
Und wenn man heute sieht, wie viele Menschen an Homöopathie glauben, Vitaminpillen und Mineralien nehmen oder - anderes Thema - den Klimawandel verneinen, obwohl alles, wissenschaftlich gesehen, grober Unfug ist, dann denke ich nicht, dass ADHSler da unbedingt anfälliger sind.

Was ich eher glaube, ist, dass viele Volkskrankheiten eine sehr starke psychische Komponente haben und deswegen auch gut mit Placebo oder Psychotherapie behandelt werden können.
Ein Beispiel wären hier auch Rückenschmerzen in der LWS als Folge eines TMS-Syndroms. In den wenigsten Fällen gibt es da eine rein körperliche Ursache.
wobei allerdings, wenn diese Personen-Gruppen nicht anfälliger wären als der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung, dann wären sie ja auch keine Zielgruppe...

"Bis nichts mehr bleibt" https://www.youtube.com/watch?v=mFgIJpIbw_4 , die männliche Hauptfigur dort erinnert irgendwie an den Langzeitstudenten mit ADHS, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt, der dann den Versprechungen bestimmter Psycho-Techniken erliegt, laut denen er durch ihre Praktizierung vom Loser zum Superman wird...

oder auch die Doku "Going Clear" ist recht anschaulich... https://www.google.de/search?source=hp& ... ljXTSQM98Q

plus: "Mantra" von "Bring Me The Horizon" https://www.youtube.com/watch?v=VAXg78MKJcM "...Do you wanna start a cult with me?
I’m not vibrating like I oughta be
I need a purpose, I can't keep surfing
Through this existential misery..."

Oli Sykes ist übrigens mit ADHS diagnostiziert...

der emotionale Nebel bei ADHS, die Orientierungslosigkeit und so abgedroschen es sein mag, die "Suche nach dem Sinn des Lebens"...
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Bastelfreak » Di 28. Jan 2020, 08:05

Ich denke, dass generell chronisch kranke Menschen (ob jetzt körperlich oder psychisch) nicht unbedingt anfälliger gegenüber Heilsbringern (Esoterik, Wunderheiler) sind, sondern halt mehr deren Zielgruppe. Ich finde es ethisch sehr verwerflich, z.B. aus krebskranken Menschen noch Geld zu schröpfen, nur weil die halt sonst nicht mehr weiter wissen und hoffen, dass es ihnen vielleicht was bringt.
Und wenn man heute sieht, wie viele Menschen an Homöopathie glauben, Vitaminpillen und Mineralien nehmen oder - anderes Thema - den Klimawandel verneinen, obwohl alles, wissenschaftlich gesehen, grober Unfug ist, dann denke ich nicht, dass ADHSler da unbedingt anfälliger sind.

Was ich eher glaube, ist, dass viele Volkskrankheiten eine sehr starke psychische Komponente haben und deswegen auch gut mit Placebo oder Psychotherapie behandelt werden können.
Ein Beispiel wären hier auch Rückenschmerzen in der LWS als Folge eines TMS-Syndroms. In den wenigsten Fällen gibt es da eine rein körperliche Ursache.
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Falschparker » Mo 27. Jan 2020, 23:07

Ich! Also ich bin seit 1990 überzeugter wiedergeborener evangelikaler fundamentalistischer Christ. Nur als abgerutscht würde ich das nicht bezeichnen, es ging und geht mir sehr gut dabei. ;)

Ich bin außerdem Mitglied einer Partei und wie ihr wisst seit vielen Jahren Teilnehmer eines ADHS-Forums.

Also bin ich in schon drei Szenen abgerutscht. Mindestens. 8-)
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Andromache » So 26. Jan 2020, 19:24

Overthesky hat geschrieben:
So 26. Jan 2020, 19:01
und kommt auch ursprünglich nicht von mir sondern nicht von einer, sondern im Verlauf gleich 4 oder 5 Fachpersonen zu ADHS... wer mir nicht glaubt, er kann ja mal an ADHS Deutschland eine E-Mail schreiben und fragen, wie die das dort sehen...
Nicht der Leser muss recherchieren, ob stimmt, was er liest, sondern der Verfasser hat seine Thesen und Behauptungen durch Zitate und Fußnoten zu belegen. Das ist nicht nur im Wissenschaftsbetrieb gängige Praxis.
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Nono » So 26. Jan 2020, 19:10

Overthesky hat geschrieben:
So 26. Jan 2020, 19:01
Selbst bei ADHS-Deutschland, wo man nun Schnellschüssen gänzlich abgeneigt ist, sieht man das so, daß ADHSler als potentielle Kunden im Visier von Sekten wie S. und Co. sind...

...abseits davon bin ich jetzt erst mal raus aus dem Thread.
Auch hier wäre es besser, erstmal zu warten mit dem Post und erstmal eine zitierfähige Quelle zu suchen.

Ich wäre sehr gespannt, das zu lesen.
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Overthesky » So 26. Jan 2020, 19:01

Selbst bei ADHS-Deutschland, wo man nun Schnellschüssen gänzlich abgeneigt ist, sieht man das so, daß ADHSler als potentielle Kunden im Visier von Sekten wie S. und Co. sind... und wer hat bitte gesagt, dass das bei allen ADHSlerns so wäre... bei diagnostizierten ADHSlern hier im Forum eher nicht, bei den unzähligen undiagnostizierten Personen mit ADHS, die ohne Orientierung im emotionalen Nebel durch die Welt irren, bei dem einen oder anderen darunter dann schon eher... die Sache mit Sekten und ADHS ist mir persönlich seit ungefähr 15 Jahren bekannt und kommt auch ursprünglich nicht von mir sondern nicht von einer, sondern im Verlauf gleich 4 oder 5 Fachpersonen zu ADHS... wer mir nicht glaubt, er kann ja mal an ADHS Deutschland eine E-Mail schreiben und fragen, wie die das dort sehen...

...abseits davon bin ich jetzt erst mal raus aus dem Thread.
Zuletzt geändert von Overthesky am So 26. Jan 2020, 19:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von UlBre » So 26. Jan 2020, 14:31

Unter den vielen AD(H)S-Betroffenen, die ich kenne, ist keiner, der irgendeine Sektenaffinität hätte.
Würde mir deutlich auffallen, weil ich einen ausgesprochene Sektenallergie habe...
Bin gerade beeindruckt, wie human der homo sapiens in der Not werden kann. Danke dafür, Deutschland !
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Windtänzerin » So 26. Jan 2020, 13:45

Sekten? Heilsbringer? Aber ohne mich! Ich verstehe gar nicht, wie ein halbwegs intelligenter Mensch denen auf den Leim gehen kann.

Übrigens: Die Zeugen Jehovas kommen bei uns schon seit Jahren nicht mehr (die Nachbarn werden zweimal jährlich von denen belästigt). Das letzte Mal waren die mit zwei Kindern bei uns und ich glaube, ihnen hat nicht gefallen, dass ich dann so begeistert vom Buddhismus erzählt habe... :lol:
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Re: ADHSler anfällig für Sekten und vermeintliche Heilsbringer

Ungelesener Beitrag von Andromache » So 26. Jan 2020, 13:02

Bei mir haben weder Verschwörungstheorien noch "Heilsbringer" eine Chance. Im Gegenteil: Wenn ich gut drauf bin und Zeit habe, lass ich mich zum Spaß auf eine Diskussion ein und schlage sie mit ihren eigenen Waffen. 😆
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