Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Alles was Kinder und Jugendliche betrifft, sofern es nicht besser in den medizinischen bereich passt. .
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Nelumba_Nucifera
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Nelumba_Nucifera » So 12. Jul 2020, 12:42

Thorsten hat geschrieben:
Do 9. Jul 2020, 10:40
Inzwischen haben wir ihm einfach erlaubt darüber zu sprechen. So what - man muss ja kein Geheimbis draus machen.
Thorsten hat geschrieben:
Sa 11. Jul 2020, 12:07
Ich denke wir werden die Schule informieren... Es hängt letzten endes sowieso soooo vieles von den Lehrern ab...
Ich finde es gut, dass er nun ohne Druck so reden kann wie es ist. Denn er muss ja auch seinen Weg mit den Medikamenten finden.

Was die INformation an die Schule betrifft, bin ich da auch immer hin und her gerissen, aber da eure Sohnemann das ja auch dann selbst erwähnen könnte oder wird, das er Medikamenten nimmt, wäre dann doch ein Vorabinformation nicht schlecht, damit der Lehrer vielleicht nicht wie "Pöttchen Doof" in der Situation steht. Wie dann damit umgegangen wird, wird man eh sehen.
Thorsten hat geschrieben:
Do 9. Jul 2020, 10:40
Alleine das, und natütlich die Tatsache dass es normaler wird hat diesen Druck nun vollkommen genommen. Wo er vorher echt gekämpft hat, ist er jetzt einfach entspannt. In der Familie gab es wie erwartet Diskussion. Bei meinem Schwager und seiner Frau haben wir nun vollends versagt, aber da stehen wir drüber. Das beruht so ein wenig auf Gegenseitigkeit - sie sollen ihrer Tocher ruhig weiter mit Omega3 und Globuli versorgen.
Lass sie ihren Weg gehen , ich war auch von der Fraktion, wobei aber ehr gegen zu schnelle Diagnose und Medikamentengabe also nicht komplett dagegen.
Und ich musste mich ja auch selbst vom Gegenteil überzeugen und mich drauf einlassen :? :lol: ;)
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Nelumba_Nucifera
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Nelumba_Nucifera » So 12. Jul 2020, 12:33

Da die Medikation ja wirkt, würde ich vielleicht zunächst abwarten, wobei es natürlich sein kann das Sohnemann
Hedwig hat geschrieben:
Do 9. Jul 2020, 11:25
Aus meiner Erfahrung sind viele Anhänger von Globuli und Impfgegner sehr intolerant gegenüber anderen Meinungen.
Und auch eher schulmedizinisch ausgerichtete Eltern scheuen, zumindest in meinem Bekanntenkreis, die Gabe von Medikamenten bei Krankheiten, die aus ihrer Sicht eher etwas mit der Psyche zu tun haben.

Gegen Erkältung, Heuschnupfen und quersteckenden Furz werden gleich Medikamente gegeben; bei Selbstmordgedanken (gerade im Bekanntenkreis ein Fall), epileptischen Anfällen oder ADxS sieht man die Gabe von Medikamenten hingegen total kritisch.
Der gute Homöopath hat immer die Schulmedizin mit im Blick.
Mein Homöopathin unterstütz mich gar im Bezug zur Medikation.

Sie ist Impfgegenerin und kann es trotzdem akzeptieren wenn sich jemand impfen lässt und hält es dann im Bezug zur ihrer Behandlung mit im Blick.

Sie würde sich dann aber wünschen wenn es um Babys geht einfach etwas länger zu warten, bis man sich und sein Kind besser kennt um dann ggf. eine Nebenwirkung der Impfung schneller nachvollziehen zu können.
Am schlimmsten findet sie es das so kleine Babys gleich mit Mehrfachimpfungen vollgempumpt werden und denn Eltern nicht die Wahl gegeben wird dem Umfeld entsprechend nach und nach impfen zu können. Kritisch sieht sie ebenfalls die Trägerstoffe für die Impfung.

Das ist meines Erachtens die Schulmedizin zu intolereant der Naturmedizin gegenüber. Gewissenhaftes impfen mit dem Wissen der Homoöpathie das wäre der gesundere Weg.

Aber du hast auch Recht dass die meisten Menschen zwar für Schulmedizin sind aber im Falle von Psyche da auch wiederum Abstriche machen.

Ich denke einfach es hängt damit zusammen das man bei schulmedizinischen Medikamenten wo man körperlich die Wirkung sieht oder spürt , z. B. Durchfall, Kopfweh, Zahnweh, Erkältung, Wundheilung etc... die Leute das besser nachvollziehen und glauben können.
Humpelnd, mit Verband oder schniefender Nase ist es es ja auch für die Leute nachvollziebarer wenn man krank geschrieben ist , wie bei einer Depression.

Globuli und Medikamente für die Psyche sind einfach auch nicht so konkret greifbar und sichtbar. Bei Medikation im Bezug zur Psyche besteht ja auch immer noch der Mhytos, wenn man sich "anstrengt oder gesunder denkt oder Sport macht", dann benötigt man keine Medikamente.
Psychische Krankheiten innerhalb der Familie anzuerkennen bedeutet auch das man sich selbst reflektieren muss ob man ggf. da auch den Teil anerkennen muss wo man vielleicht dazu beigetragen hat.
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Hedwig » So 12. Jul 2020, 11:51

Ich würde mir die Lehrerin (den Lehrer) in aller Ruhe anschauen.
Die Hochbegabung und dass Euer Sohn schon so viel kann, wird wahrscheinlich nicht zu übersehen sein, so dass die pädagogische Fachkraft da schon früh differenzieren und Euren Sohn gut beschäftigen muss.

Ich würde - wenn überhaupt nötig - erst mal darauf rumreiten.
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Zingaro » So 12. Jul 2020, 11:45

Das finde ich auch total schwer zu beurteilen was gut ist.
Sämtliche Lehrer die ich privat kenne meinen dass es gut wäre etwas zu sagen weil man dann den Schüler besser einschätzen und besser mit den Eltern zusammenarbeiten kann.
Von jemandem der in der Sonderpädagogischen Beratung für Schulen tätig ist weiß ich wiederum dass die Lehrer „schwierige“ Schüler am liebsten weg hätten.
Vielleicht findet ihr ja irgendwie noch heraus wie eure zukünftige Klassenlehrerin so tickt?
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Sa 11. Jul 2020, 15:18

Warum wollt ihr die Schule informieren? Und würdet ihr ADHS beim Namen nennen oder die Besonderheiten eher konkret beschreiben, z.B. schnelles Gelangweiltsein?

Ich finde, die Frage ist wirklich schwer zu beantworten, ob man der Schule konkret sagen soll, dass das eigene Kind ADHS hat oder nicht.

Mit offenen Karten zu spielen kann ein Vorteil sein, aber das Label ADHS birgt auch immer die Gefahr von Stigmatisierung und Vorverurteilung.
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Thorsten » Sa 11. Jul 2020, 12:07

Gut, wir haben Stufe 1 gemeistert... Jetzt muss es dann erstmal weitergehen - wir sind gespannt und aufgeregt...

Ich denke wir werden die Schule informieren... Es hängt letzten endes sowieso soooo vieles von den Lehrern ab...
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Zingaro » Fr 10. Jul 2020, 17:03

Dass sind doch super Nachrichten! Ich bin direkt neidisch dass das mit den Medis so gut zu laufen scheint.
Werdet ihr die Schule über die Diagnose eigentlich informieren? Ich habe das öfters schon gelesen dass es dazu unterschiedliche Meinungen gibt.
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Thorsten » Do 9. Jul 2020, 15:46

Absolut recht habt ihr...

Mit der Schule habe ich noch Bauchschmerzen... Er kann halt lesen, schreiben, rechnen... Gut, vermutlich nicht auf dem Niveau, das er braucht... Trotzdem habe ich dort massive Bedenken bezüglich Langeweile... Es wird so mega auf die Lehrer ankommen! Aber das kennen wir ja...
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Hedwig » Do 9. Jul 2020, 11:25

Aus meiner Erfahrung sind viele Anhänger von Globuli und Impfgegner sehr intolerant gegenüber anderen Meinungen.
Und auch eher schulmedizinisch ausgerichtete Eltern scheuen, zumindest in meinem Bekanntenkreis, die Gabe von Medikamenten bei Krankheiten, die aus ihrer Sicht eher etwas mit der Psyche zu tun haben.

Gegen Erkältung, Heuschnupfen und quersteckenden Furz werden gleich Medikamente gegeben; bei Selbstmordgedanken (gerade im Bekanntenkreis ein Fall), epileptischen Anfällen oder ADxS sieht man die Gabe von Medikamenten hingegen total kritisch.
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Do 9. Jul 2020, 11:14

Von Versagen kann keine Rede sein, im Gegenteil: Ihr habt sehr verantwortlich gehandelt, indem ihr den Tatsachen ins Gesicht geschaut habt, anstatt die Augen davor zu verschließen, was los ist.

Das Schlimmste was Eltern mit einem ADHS-Kind passieren kann sind zusätzliche Vorwürfe, für die Probleme ihres Kindes selbst verantwortlich zu sein, obwohl die Ursachen woanders liegen.

Wer den Eltern den Schwarzen Peter zuschiebt, ist einfach ahnungslos - und kann geflissentlich ignoriert werden.
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Hedwig » Do 9. Jul 2020, 11:02

Thorsten hat geschrieben:
Do 9. Jul 2020, 10:40
Inzwischen haben wir ihm einfach erlaubt darüber zu sprechen. So what - man muss ja kein Geheimbis draus machen.

Alleine das, und natütlich die Tatsache dass es normaler wird hat diesen Druck nun vollkommen genommen. Wo er vorher echt gekämpft hat, ist er jetzt einfach entspannt. In der Familie gab es wie erwartet Diskussion. Bei meinem Schwager und seiner Frau haben wir nun vollends versagt, aber da stehen wir drüber. Das beruht so ein wenig auf Gegenseitigkeit - sie sollen ihrer Tocher ruhig weiter mit Omega3 und Globuli versorgen.

Wir freuen uns, wenn wir den nächsten Termin in zwei Wochen haben, und dann mit der Dosis (und wenn es nach mir geht, auch der Einnahmefrequenz - 1x retard scheint mir zu wenig, wir hätten gerne den Nachmittag noch abgedeckt, zumindest selektiv) spielen können. Bisher keine großartigen Nebenwirkungen feststellbar. Ich freue
Ich hab grad Gänsehaut bekommen, freue mich für Euch!


Vor allem auch den Schritt, kein Geheimnis draus zu machen, finde ich gut.
Sch... drauf, was die Leute sagen. So oder so macht man als Eltern immer in den Augen von irgendjemand etwas verkehrt.
Würdet ihr ihm jetzt keine Medikamente geben, dann wären mit 15 die Drogen/ Alkohol/ Zigaretten/ Schulversagen Eure Schuld.

So ist das Ende des Kindergartens/ Anfang der Schule für ihn mit dieser positiven Veränderung verknüpft und ich wette, er wird die Schule mögen.
Ich bin nicht schuld.
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Thorsten » Do 9. Jul 2020, 10:40

Inzwischen haben wir ihm einfach erlaubt darüber zu sprechen. So what - man muss ja kein Geheimbis draus machen.

Alleine das, und natütlich die Tatsache dass es normaler wird hat diesen Druck nun vollkommen genommen. Wo er vorher echt gekämpft hat, ist er jetzt einfach entspannt. In der Familie gab es wie erwartet Diskussion. Bei meinem Schwager und seiner Frau haben wir nun vollends versagt, aber da stehen wir drüber. Das beruht so ein wenig auf Gegenseitigkeit - sie sollen ihrer Tocher ruhig weiter mit Omega3 und Globuli versorgen.

Wir freuen uns, wenn wir den nächsten Termin in zwei Wochen haben, und dann mit der Dosis (und wenn es nach mir geht, auch der Einnahmefrequenz - 1x retard scheint mir zu wenig, wir hätten gerne den Nachmittag noch abgedeckt, zumindest selektiv) spielen können. Bisher keine großartigen Nebenwirkungen feststellbar. Ich freue mich aufs Wochenende, wenn ich ihn wieder tagsüber erleben darf, da er aktuell ja die meiste Zeit mit Medi im KaGa verbringt.

Noch 3 Wochen, dann sind Sommerferien, und wir haben alle Zeit der Welt die richtige Dosierung zu finden.
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Nono » Do 2. Jul 2020, 23:11

Ich freue mich total für euch, @Thorsten !

Wirklich toll, was dein Sohn so für Gedanken und Beschreibungen hat!
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Nelumba_Nucifera » Do 2. Jul 2020, 17:12

Ist ja voll süß und herzerweichend wie dein Sohn das Wahrnimmt und beschreibt
und ich finde es gut das du ebenfalls diesen Rebound erlebst, denn so kannst du ihn besser verstehen.

Und du hast leider voll recht , du kannst dich hier Austauschen und er nicht.

Ich weiss noch das in einem ADHS- Forum ein Kinderbereich entstehen sollte , damit die auch einen Raum bekommen.
Weiß gar nicht ob das da noch Thema ist, aber ich hake mal nach.

Er kann uns ja ein Bild malen, was uns alle hier bestimmt interessiert.

Ja und ist voll schwierig ihm nun klarzumachen dass er es nicht offen erzählen soll, ist schon fast traurig .

Könnt ihr noch für ein paar Tage wegfahren?, dann wird es für ihn viellleicht normaler.??

und es kann gar sein , dass ja sogar 5mg reichen.
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Thorsten » Do 2. Jul 2020, 15:04

Das ist meines Erachtens auch das, was die wissenschaftliche Studienlage sagt... Und was für mich auch Sinn macht.

ADHS ohne Medikamente -> höhere Gefahr für Drogenkonsum aufgrund Selbstmedikation
ADHS + Medikamente -> weniger Grund für Selbstmedikation
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Rocco » Do 2. Jul 2020, 14:54

Thorsten hat geschrieben:
Do 2. Jul 2020, 14:20
Ich weiß echt noch nicht wie wir hier weitermachen. Ich weiß, das wir selbst in der engen Familie damit heftig anstoßen. Leider haben wir dort sehr wehemente Gegner der Schulmedizin. Die haben leider eine 10 Jährige Tocher - total verträumt. Da habe ich mir vor einigen Jahren mehr als 1x den Mund verbrannt. Und es tut mit in der Seele weh, wenn ich meine Nicht so aufwachsen sehen muss! Aber sie wissen ja aus etlichen Studien, dass erwiesernermaßen Kinder die Ritalin nehmen meistens drogenabhängig werden...
Den Stoff kriegst du ja leider an jeder Ecke und es gibt nie eine Garantie, nicht mit Drogen in Kontakt zu kommen.
Erst recht nicht im Jugendalter.
ADHSler haben allgemein die Gefahr Drogenabhängig zu werden. Die Frage ist, ob die Gefahr der Drogenabhängigkeit bei weiterer Einnahme des Wirkstoffes immernoch gegeben ist.
Weil in diesem Zuge muss man die Drogenabhängigkeit als Dysfunktionale Selbstmedikation betrachten.

Ich denke bei einer optimalen Einstellung der Medikation minimiert man die Gefahr zum Drogenmissbrauch.
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Thorsten » Do 2. Jul 2020, 14:52

Hedwig hat geschrieben:
Do 2. Jul 2020, 14:33
Da macht man sich Sorgen und kann es nicht ändern. Menschen, die gegen Schulmedizin sind, die haben da ja eine Art Ersatzreligion und dagegen kommt man nie an.
Oh ja... Waren in K*uhe bei diesem Dr. B*th. Der meinte alles gut, Globuli, Omega3 und ansonsten alles normal. Sie verstehen gar nicht was ich habe. Der wäre deutschlandweit annerkannter ADHS Experte und es dauer Ewig da einen Termin zu bekommen.

Hedwig hat geschrieben:
Do 2. Jul 2020, 14:33
Euer Sohn würde es gerne erzählen und es ist in dem Alter schwer, so etwas zu "verbieten". Vielleicht braucht Ihr einfach ein dickes Fell. Es geht doch keinen anderen etwas an und keiner steckt in Eurer Haut. Das Ergebnis der Behandlung spricht ja auch eigentlich für sich, odeR? Jeder sollte sich doch mit dem Kind freuen, wenn es ihm besser geht. Wer da noch meckert - was wollen diese Menschen damit bezwecken?
Ja, bisher soll er noch ruhig sein. Weist, mit deiner Dosis ist er sicher noch nicht optimal eingestellt... Dann kommt: jetzt zappelt der trotz den Pillen weiterhin, ... Ich denke auch, es geht keinen etwas an. Daher dachte ich auch erst, wir machen es stillschweigend - was auch der Rat der Kinderpsychiaterin war; die durchblicken lies, dass auch sie vorsichtig sein muss mit ihrem Ruf was Verschreibung von MPH angeht. Ich will halt nicht dass er durch den KiGa rennt, und rumschreit: Ich nehme jetzt Tabletten gegen mein ADHS...

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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Hedwig » Do 2. Jul 2020, 14:33

Thorsten hat geschrieben:
Do 2. Jul 2020, 14:20
Ja, das ist noch unser Problem. Wir haben bisher die Großeltern eingeweiht, damit er zumindest mit jemandem drüber reden kann. Das ist wichtig für ihn, er redet ja so gerne und viel. Ich sehe (bereits nach wenigen Tagen) wie es ihn förmlich zerreist, dass er nicht darüber reden darf. Ich sehe es ja an mir, ich rede hier ja auch viel :D

Ich weiß echt noch nicht wie wir hier weitermachen. Ich weiß, das wir selbst in der engen Familie damit heftig anstoßen. Leider haben wir dort sehr wehemente Gegner der Schulmedizin. Die haben leider eine 10 Jährige Tocher - total verträumt. Da habe ich mir vor einigen Jahren mehr als 1x den Mund verbrannt. Und es tut mit in der Seele weh, wenn ich meine Nicht so aufwachsen sehen muss! Aber sie wissen ja aus etlichen Studien, dass erwiesernermaßen Kinder die Ritalin nehmen meistens drogenabhängig werden...
Da macht man sich Sorgen und kann es nicht ändern. Menschen, die gegen Schulmedizin sind, die haben da ja eine Art Ersatzreligion und dagegen kommt man nie an.

Euer Sohn würde es gerne erzählen und es ist in dem Alter schwer, so etwas zu "verbieten". Vielleicht braucht Ihr einfach ein dickes Fell. Es geht doch keinen anderen etwas an und keiner steckt in Eurer Haut. Das Ergebnis der Behandlung spricht ja auch eigentlich für sich, odeR? Jeder sollte sich doch mit dem Kind freuen, wenn es ihm besser geht. Wer da noch meckert - was wollen diese Menschen damit bezwecken?
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Thorsten » Do 2. Jul 2020, 14:20

Ja, das ist noch unser Problem. Wir haben bisher die Großeltern eingeweiht, damit er zumindest mit jemandem drüber reden kann. Das ist wichtig für ihn, er redet ja so gerne und viel. Ich sehe (bereits nach wenigen Tagen) wie es ihn förmlich zerreist, dass er nicht darüber reden darf. Ich sehe es ja an mir, ich rede hier ja auch viel :D

Ich weiß echt noch nicht wie wir hier weitermachen. Ich weiß, das wir selbst in der engen Familie damit heftig anstoßen. Leider haben wir dort sehr wehemente Gegner der Schulmedizin. Die haben leider eine 10 Jährige Tocher - total verträumt. Da habe ich mir vor einigen Jahren mehr als 1x den Mund verbrannt. Und es tut mit in der Seele weh, wenn ich meine Nicht so aufwachsen sehen muss! Aber sie wissen ja aus etlichen Studien, dass erwiesernermaßen Kinder die Ritalin nehmen meistens drogenabhängig werden...
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Re: Kurz vor Schuleintritt (warten und nichts tun?)

Ungelesener Beitrag von Hedwig » Do 2. Jul 2020, 13:49

Wie goldig, welche Gedanken er sich macht!

Es ist wirklich traurig, wie über ADHS oft auch im privaten Rahmen geredet wird und wie viel (Familien-)Leid erspart werden könnte.

Grad neulich hatte ich die Diskussion mit einem Bekannten, der seinem Sohn kein Medikament geben möchte, wegen der Schäden, die es verursachen könnte.
Ich fragte dann, ob er bei Diabetes auch nur auf weniger Kohlenhydrate und mehr Bewegung setzen würde. Er meinte dann, bei einer Krankheit wäre das ja etwas anderes!

Nach dem Hinweis auf die Komorbiditäten von ADHS hat er sich dann nicht mehr gemeldet. Er ist ein intelligenter Mann und wir sind und nicht so nah, so dass ich den Kontaktabbruch in Kauf genommen habe in der Hoffnung, dass er mal drüber nachdenkt.
Ich bin nicht schuld.
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