Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Alles was Kinder und Jugendliche betrifft, sofern es nicht besser in den medizinischen bereich passt. .
Addy Haller
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Di 14. Apr 2020, 00:32

Hier bei adxs.org sieht man es übrigens so (Zitat):

2.1. ADS: ADHS-I – vorwiegend unaufmerksamer Typ

2.1.1. weitere Namen des ADHS-I Typs:

ADS (der von uns verwendete Begriff)
ADD (international)
Hypoaktiv (Prof. Simchen)
Träumerle (umgangssprachlich beschreibend)
Unteraktiviert (Ablenkbar aufgrund Langeweile)
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Andromache » Di 14. Apr 2020, 03:32

Addy Haller hat geschrieben:
Di 14. Apr 2020, 00:02
Ich finde es einfach schwierig, mit einem Begriff wie Hypoaktität umzugehen, wenn er a) in den offiziellen Kriterien gar nicht vorkommt und b) wenn er dennoch benutzt wird, obwohl offenbar gar nicht klar ist, was damit genau gemeint ist.
Lieber Addy,
scheinbar beißt du dich gerade vollkommen an der ICD-10 und dem DSM-IV fest. Dazu solltest du aber wissen, dass AD(H)S sehr viele Facetten und Ausprägungen hat und dazu gehört nun einmal auch die Hypoaktivität.
Wenn du den Begriff Hypoaktivität mal gegoogelt hast, sollte dir eigentlich aufgefallen sein, dass es zu diesem Begriff eine Definition gibt... Hypoaktivität bedeutet nämlich nichts anderes als Aktivitätsverminderung (https://www.dr-wolschner.de/ads-adhs/definition-adsadhs) oder Unteraktivität (https://lexikon.stangl.eu/14851/hypoaktivitaet/)

Ergo: Der Begriff existiert also und wird im Zusammenhang mit AD(H)S auch gaaaar nicht soooo selten genannt. Es wird lediglich angemerkt, dass er in wissenschaftlichen Abhandlungen nur selten benutzt wird.

Und wenn du dir unter Unteraktivität bzw. Aktivitätsverminderung nichts vorstellen kannst, dann kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen. Außerdem ist Hypoktivität auch kein von mir erfundenes Konstrukt als Gegensatz zur Hyperaktivität, sondern ....die griechischen Silben Hypo und Hyper bezeichnen nun einmal zwei Extreme ein und derselben Sache...ganz unabhängig von AD(H)S.
Auch daraus leitet sich zumindest für mich ein Teil der Bedeutung dessen ab, was für dich nicht besonders klar erscheint.
Und da ich in der Pubertät ja von Hyper zu Hypo gewechselt bin, kann ich bestätigen, dass es wirklich ein Wechsel von einem Extrem ins andere war.

Vielleicht löst du dich einfach mal ein wenig von den wissenschaftlichen Abhandlungen und vertraust etwas mehr auf Erfahrungsberichte aus der Praxis.
Denn es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Hypos in wissenschaftlichen Abhandlungen gerne unterschlagen oder unter das Symptom "Unaufmerksamkeit" subsumiert werden.
So wirklich hat sich nämlich noch niemand mit dem äußerst interessanten Phänomen auseinandergesetzt, dass im Kindesalter bei Jungen fünfmal so häufig ADHS diagnostiziert wird wie bei Mädchen, während im Erwachsenenalter es nur noch doppelt so viele sind (Quelle: Baer/Kirsch: Alles nach Plan, ADHS im Erwachsenenalter meistern, S. 40)

HUCH, wo kommen denn so plötzlich nur die vielen erwachsenen AD(H)Slerinnen her????
Das sind dann wohl die vielen weiblichen Träumerle und Hypoaktiven, die einfach nicht so auffällig sind wie die Hyperaktiven. Außerdem werden meiner Ansicht nach viele Frauen erst jetzt nach und nach im fortgeschrittenen Alter diagnostiziert, weil "Unteraktivität" gesellschaftlich nicht geduldet wird und diese introvertierten Frauen oft gar keine Wahl hatten, als sich den elterlichen Erziehungsmaßnahmen unterzuordnen und sich in Copingstrategien zu flüchten, die sie irgendwann in die Erschöpfung oder schlimmsten Falls in den Burnout treiben.

Selbstverständlich sind nicht alle ADSler hypoaktiv und ja, alle ADHSler haben Probleme mit der Motivation, aber die Hypos wohl leider extrem. Da es ja bei allen Symptomen verschiedene Ausprägungen gibt, ist die "Unteraktivität" dann scheinbar eine extreme Ausprägung der Motivationsproblematik. Meine Erfahrungen in Selbsthilfegruppen und anderen Foren zeigen, dass ich nicht alleine bin und sich die Hypos ganz besonders in den Diagnosefragebögen zum Teil gar nicht wiederfinden. Aber ich wiederhole mich...

Trotz meiner sicheren ADS-Diagnose hatte ich im ersten Augenblick, als ich das erste Mal über SCT laß, auch an eine Fehldiagnose gedacht. Aber da ich mich sehr rasch orientieren kann, auch meine Umgebung sehr wachsam wahrnehme und mittlerweile nur noch selten lethargisch bin, kann ich SCT für mich sicher ausschließen.
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Andromache » Di 14. Apr 2020, 04:01

Addy Haller hat geschrieben:
Di 14. Apr 2020, 00:32
Unteraktiviert (Ablenkbar aufgrund Langeweile)
????
Welch komische Erklärung!
Wer läßt sich nicht sofort von Langeweile ablenken?
Nichts tun heißt nicht automatisch Langeweile zu haben! Nennt man das nicht mittlerweile "Chillen"???
Wenn ich chille, lass ich mich von nichts ablenken! ;-)
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Nelumba_Nucifera » Di 14. Apr 2020, 07:40

Also
Andromache hat geschrieben:
Mo 13. Apr 2020, 22:03
Nochmal zum Mitschreiben: WAS BITTE HABEN AUFMERKSAMKEITSPROBLEME DAMIT ZU TUN, MIT SACHEN, DIE MAN EIGENTLICH ERLEDIGEN MÜSSTE, GAR NICHT ERST ANZUFANGEN,WEIL MAN SICH EINFACH DAZU NICHT AUFRAFFEN KANN????

Es wäre nett, wenn einer von euch mir das endlich mal erklären könnte!!!
Wir reden bzw. schreiben scheinbar vollkommen aneinander vorbei, weil ihr überhaupt nicht versteht, welches Symptom ich eigentlich beschreibe, weil ihr eine andere Symptomatik habt.
Mhmm ? Ich hoffe ich schreibe nichts falsches???!!!! Ich will nicht recht haben oder das du dich nicht verstanden fühlst!!!!!!!! Ich denke nur einfach laut, ok.!!!

Also wir habe gemeinsam die drei Buchstaben ADS egal um welches H in der Suppe es sich dreht.
ADS heißt Aufmerksamkeit Defizit Syndrom . Hat man in der Aufmerksamkeit ein Defizit ist man halt in gewisser Weise Unaufmerksam.
In allen Test wird man zig Sachen befragt und es zielt im wesentlichen darauf um herauszufinden wie weit sich unsere Aufmerksamkeit von "neurotypischer" Aufmerksamkeit unterscheidet.
Es gibt zig Merkmal an denen sich dann unser Aufmerksamkeits Defizit ablesen lässt, zig Merkmale wo wir nunmal "unaufmerksam" sind.

Kann ich mich zu nichts aufraffen, kann ich die Aufmerksamkeit einfach nicht auf das richten was zu tun wäre.
Kann ich mich zu nichts aufraffen, kann ich die Aufmerksamkeit einfach nicht auf das richten was was mir helfen könnte die nächsten Schritte zu gehen.
Kann ich mich nicht aufraffen, obwohl ich die Konsequenzen kenne ,
obwohl ich alles weiß was ich tun müsste ,
obwohl ich weiß dass ich mich danach besser fühle,
obwohl ich gerade ein Buch darüber lese und lerne was ich tun könnte
obwohl ich weiß das mir "nur" mein neuronales Netzwerk Gehirn mir die Handlung nicht ermöglicht ,
dann bin ich nicht in der Lage meine Aufmerksamkeit auf mein Wissen und meine vorhanden Handlungsfähigkeit zu richten um mich endlich aufzuraffen.
Das Wissen ist ja vorhanden, ich kann nur nicht drauf zugreifen und es umsetzen und mich endlich aufraffen. Ich kann es nicht in Handlungschritte die ich weiß umsetzen.
Kann ich mich zu nichts aufraffen oder verschwinde in Tagträumerei kann ich die Aufmerksamkeit einfach nicht auf das richten was zu tun wäre.

Kann ich mich zu nichts aufraffen obwohl ich mir Timer gestellt habe, Erinnerung auf das iPhone, Erinnerungen an den Spiegle geschrieben habe,
Zettel zur Erinnerung, die überall verteilt sind . Mein Tag im Kalender und Bullet Journal geplant habe und alles einfach nur Buchstaben sind.

Es könnte überall stehen das ich mir 1 Mille Lottogewinn abholen muss, weil der letzte Tag zum abholen ist, doch kann es sein das ich es in dem Moment nur als eine ToDo so wie putzen müssen wahrnehme und ich mich nicht aufraffen kann. Ich sehe nur eine ToDo und erfasse in meiner "Unaufmerksamkeit" nicht das es sich um 1. Mille handelt.

Schaue ich in meine Familie wo AD(D)S vorliegen könnte glaube ich dass mein zweit ältester Bruder ADS mit Hypoaktivität hatte, ich war die Hyperaktive.
Graue Haare haben meine Eltern von uns Beiden bekommen und unsere Beiden Zimmer waren beides Sauställe. Ich beseitigte das Chaos nicht, weil ich immer auf Trebe war oder beim aufräumen einfach was anders tat und mein Bruder der wenig wegging , saß mitten in seinem Chaos und war mit anderen Gedanken beschäftigt .

Ich weiß nicht ob da Wort "unaufmerksam" für den ein oder anderen auch im Sinne von sozialer Komponente negativ behaftet ist? Mein Partner ist aufmerksam weil er mir Blumen mitbringt, weil es mir nicht so gut geht oder er ist voll unaufmerksam weil er nicht sieht das es mir schlecht geht.

Ist das Hyperaktive vielleicht eine "Überaufmerksamkeit" weil man jeden Impuls wahrnimmt ?

Aber wenn ich in den Begrifflichkeiten bleibe wie man nun was bezeichnet finde ich Hyper und Hypo noch am hilfreichsten.
Ich finde beides je nach dem was bei mir gerade ausgeprägt ist extrem einschränkend kann nicht sagen worunter ich mehr leide.
Mit Rückblick in die Kindheit war es wohl besser für mich Hyperaktiv zu sein, so war ich aktiver um aus meinem Elternhaus zu flüchten und außerhalb meine Erfahrungen zu sammeln.

Fakt ist Hypoaktivität gehört schneller gesehen und das Leiden darunter ebenso ernst genommen und ja in der Therapie bestimmt anders bedacht und behandelt.
Wenn nicht gar müssten ADS Selbsthilfegruppen bestenfalls in Hyper und Hypo aufgeteilt sein, weil die Einschränkungen sich im Alltag vielleicht anders ausprägen.
Aber wohin mit mir als Mischtypen ;-)

Aber nun genug nicht zu anderen Dingen aufgerafft jetzt wird hier zu Hause weitergeschafft.
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Di 14. Apr 2020, 08:58

Liebe Andromache,

ich versuche doch einfach nur zu verstehen, was Hypoaktivität genau bedeuten soll - und stelle fest, dass es da nichts Einheitliches gibt, wenn ich mich im Netz umsehe.

Der überwiegende Teil der Erklärungen - und das kannst du nicht abstreiten, wenn es dir genauer ansiehst -, sagt lapidar, dass Hypoaktivität einfach nur ein anderes Wort für den „vorwiegend unaufmerksamen Subtypen“ von ADHS ist. Auch hier auf der Seite.

Das Problem scheint mir nun zu sein, dass du diese Erklärung vehement ablehnst, während ich mich eben immer wieder darauf berufe.

Bei allem anderen, dass der Subtyp ohne bzw. wenig Hyperaktivität weiterhin ein Schattendasein fristet, sind wir einer Meinung. Darüber brauchen wir wirklich nicht zu streiten.
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Andromache » Di 14. Apr 2020, 09:57

@Addy Haller
Ok, ich gebe auf!
Meine aufgeführten Links sowie die ganz allgemeine Definition von Hyper und Hypo scheinen dir nicht zu genügen.
Dann ist für dich Hypoaktivität eben eine Form von Unachtsamkeit.
Seis drum! Ich habe keine weiteren Erklärungen mehr.
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Di 14. Apr 2020, 10:12

Andromache hat geschrieben:
Di 14. Apr 2020, 09:57
Dann ist für dich Hypoaktivität eben eine Form von Unachtsamkeit.
Für mich ist zunächst einmal gar nichts, im Gegenteil, ich versuche einfach zu verstehen.

Schade finde ich, dass du auf die von mir zitierten Textstellen zum Thema Hypoaktivität und unaufmerksamer Subtyp gar nicht eingehst. Es wäre ja ein erster Schritt, dass du anerkennst, wie Hypoaktivität in der Regel definiert wird, nämlich synonym zum unaufmerksamen Subtypen. Wie gesagt, auch hier auf der Seite. Dafür kann ich nichts, das habe ich nicht entschieden.

Ich habe auch nie behauptet, dass Hypoaktivität eine Form der Unachtsamkeit ist, sondern, dass der Begriff als Bezeichnung für einen bestimmten ADHS-Subtypen (eben: vorwiegend unaufmerksam) verwendet wird. Das ist etwas völlig anderes, aber du ingnorierst das, obwohl ich - und auch andere Mitforisten - darauf schon mehrmals hingewiesen haben.

Schade finde ich auch, dass du mir absprichst, mich mit etwas etwas auszukennen, nur weil ich Dinge hinterfrage. Tatsächlich ist Motivations- und Antriebslosigkeit eines meiner größten Probleme. Trotzdem erlaube ich mir zu hinterfragen, ob Hyperaktivität automatische Gegenteil von Hypoaktivität ist. Denn dann hätte ich beides und frage mich, wie das zusammengeht.

Wie auch immer: Für mich ist die Sache hier jetzt auch zu Ende, ich denke, es ist alles gesagt.
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Andromache » Di 14. Apr 2020, 11:36

Addy Haller hat geschrieben:
Di 14. Apr 2020, 10:12
Andromache hat geschrieben:
Di 14. Apr 2020, 09:57
Dann ist für dich Hypoaktivität eben eine Form von Unachtsamkeit.
Für mich ist zunächst einmal gar nichts, im Gegenteil, ich versuche einfach zu verstehen.

Schade finde ich, dass du auf die von mir zitierten Textstellen zum Thema Hypoaktivität und unaufmerksamer Subtyp gar nicht eingehst. Es wäre ja ein erster Schritt, dass du anerkennst, wie Hypoaktivität in der Regel definiert wird, nämlich synonym zum unaufmerksamen Subtypen. Wie gesagt, auch hier auf der Seite. Dafür kann ich nichts, das habe ich nicht entschieden.
Noch ein allerletztes Mal:
Ich gehe die ganze Zeit auf nichts anderes ein. Nur versuche ich dir den Unterschied zwischen der wissenschaftlicher Unterteilung (Theorie) und meinen praktischen Erfahrungswerten zu verdeutlichen. Denn die theoretische Unterteilung ergibt für mich keinen Sinn, weil die praktischen Fälle eine andere Sprache sprechen.

Daher meine These:
Da die AD(H)S-Forschung noch nicht sehr ausgereift ist, wird sich in dieser Hinsicht sicherlich noch etwas ändern. Darum beiße ich mich nicht, wie du es tust, an wissenschaftlichen Unterteilungen fest, sondern orientiere mich an meinen Erfahrungen und Berichten aus der Praxis.
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Di 14. Apr 2020, 13:33

Es gibt wohl kein psychiatrisches Krankheitsbild, das besser erforscht ist als ADHS. Wenn du meinst, es besser zu wissen, als Leute, die sich seit Jahrzehnten damit auseinandersetzen, bitte. Wie schon beim Thema Hochsensibilität ist für dich offenbar nur gültig, was du wahrnimmst und was dir logisch erscheint, und nicht, was die dazu Wissenschaft sagt. So hat es keinen Sinn zu diskutieren.
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Nelumba_Nucifera » Di 14. Apr 2020, 13:57

Addy Haller hat geschrieben:
Di 14. Apr 2020, 10:12
Trotzdem erlaube ich mir zu hinterfragen, ob Hyperaktivität automatische Gegenteil von Hypoaktivität ist. Denn dann hätte ich beides und frage mich, wie das zusammengeht.

Wie auch immer: Für mich ist die Sache hier jetzt auch zu Ende, ich denke, es ist alles gesagt.
Ich finde diese Diskussion hier schon sehr hilfreich, weil ich beides kann Hyper und Hypo, mich beides schon auch einschränkt und ich für beides nach Lösungen suche.
Wenn man beides hat, ist man dann nicht der Mischtyp wo vorwiegend dann das Hyperaktive oder halt Hypoaktive benannt wird ???

Aber ich habe mal aus Spass statt Hyperfokus Hypofokus gegoogelt, da gab es nicht viel aber vielleicht einfach mal ein Bild zum schmunzeln ;)


Quelle: https://www.redbubble.com/de/i/fotodruc ... 5062.6Q0TX
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Andromache » Di 14. Apr 2020, 14:19

Addy Haller hat geschrieben:
Di 14. Apr 2020, 13:33
Es gibt wohl kein psychiatrisches Krankheitsbild, das besser erforscht ist als ADHS.
Ah ja, wer sagt das?
Dann wundere ich mich aber, warum wir hier so intensiv als Betroffene über die richtige Medikation und die vollkommene Unterversorgung mit Therapieplätzen bei wirklichen Experten auf dem Gebiet ADHS diskutieren. Irgendwas stimmt dann nämlich nicht.

Und warum diskutiert man dann immer noch, ob Neurofeedback wirklich etwas bewirkt und SCT zu ADS gehört, eine Komorbidität oder gar ein eigenes Krankheitsbild ist?
Es gibt noch viel zu viele offene Fragen. Und die Tatsache, dass ADHS in Deutschland noch gar nicht so lange überhaupt als Krankheitsbild bei Erwachsenen anerkannt ist, spricht ja wohl gegen ein fundiert erforschtes Krankheitsbild.
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Andromache » Di 14. Apr 2020, 14:50

@Nelumba_Nucifera

Die Darstellung des Hypofokus ist der Hammer!
You made my Day! :D
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Nelumba_Nucifera » Di 14. Apr 2020, 17:06

Wenn das Biergläser sind, dann hätte ich natürlich lieber den Hyperfokus :lol: ;)
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Re: Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv

Ungelesener Beitrag von Andromache » Di 14. Apr 2020, 18:18

Nelumba_Nucifera hat geschrieben:
Di 14. Apr 2020, 17:06
Wenn das Biergläser sind, dann hätte ich natürlich lieber den Hyperfokus :lol: ;)
Bei mir wäre es Wein. :D
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