Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

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Nono
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Nono » Do 5. Mär 2020, 18:56

Ja, aber er saugt am liebsten mit ausrangierten, extra lauten Modellen, sonst machts keinen Spaß... am besten im Keller und in der Werkstatt im Kartoffelkeller ;)
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Cassiopeia » Do 5. Mär 2020, 18:05

@Nono

Hm. Einen Sohn, der ausgiebig staubsaugt würde ich mir gefallen lassen - kann man den ausleihen gegen geringe Gebühr ;) ?

LG,
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zorayazia
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von zorayazia » Do 5. Mär 2020, 12:32

Addy Haller hat geschrieben:
Fr 28. Feb 2020, 17:24
julai hat geschrieben:
Fr 28. Feb 2020, 11:41
jemand, der Chaos nicht abkann aber ständig Chaos produziert...
Ist das nicht eines der vielen typischen Paradoxa bei ADHS? Etwa wie:

- jemand, der gern provoziert, aber Provokationen selbst nicht abkann

- jemand, der selbst sehr laut ist, aber selbst Lärm nicht gut aushält

- jemand, der Grenzen überschreitet, aber wehe, das macht jemand bei ihm

- jemand, der gern Ratschläge verteilt, aber selbst keine hören will

- jemand, der nicht zuhört, aber immer die volle Aufmerksamkeit beansprucht

To be Continued...

Ich habe den Eindruck, in Familien mit mehreren Betroffenen drehen sich Konflikte oft genau darum.
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Nono » Mi 4. Mär 2020, 22:10

Mein Sohn auch, dazu kommt lautes Reden, wegen ob man zwanzigmal sagt, bitte sprich leise, xx versucht zu schlafen... dazu gerne lautes Werkeln in der Werkstatt oder im Garten, ausgiebiges Staubsaugen...
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Mi 4. Mär 2020, 19:44

julai hat geschrieben:
Mi 4. Mär 2020, 18:12
Singen und Geräusche machen
Bei mir auch. Ständig. Ich weiß, es nervt alle, aber ich kriegs einfach nicht weg. Und das seit Jahrzehnten.

Wie auch, wenn ich doch als letzter merke, dass ich es überhaupt mache. ;)
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von julai » Mi 4. Mär 2020, 18:12

Addy Haller hat geschrieben:
Fr 28. Feb 2020, 17:24
Ist das nicht eines der vielen typischen Paradoxa bei ADHS? Etwa wie:
- jemand, der selbst sehr laut ist, aber selbst Lärm nicht gut aushält

- jemand, der gern Ratschläge verteilt, aber selbst keine hören will

- jemand, der nicht zuhört, aber immer die volle Aufmerksamkeit beansprucht
haaach wie wahr.
Ich denke mir manchmal, dass ich echt taktlos und selbstbezogen sein kann und das Ding mit dem Lärm ist ein ständiges Thema bei meiner Mutter und mir: Ich kann ihre Geräusche nicht ab und sie nicht mein Singen und Geräusche machen :) (bin aber auch bei niemandem sonst so Lautäußerungs-freudig).

Aber meine Freunde habe ich zum Glück nicht verschreckt durch meine Unperfektheiten...
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Fr 28. Feb 2020, 17:24

julai hat geschrieben:
Fr 28. Feb 2020, 11:41
jemand, der Chaos nicht abkann aber ständig Chaos produziert...
Ist das nicht eines der vielen typischen Paradoxa bei ADHS? Etwa wie:

- jemand, der gern provoziert, aber Provokationen selbst nicht abkann

- jemand, der selbst sehr laut ist, aber selbst Lärm nicht gut aushält

- jemand, der Grenzen überschreitet, aber wehe, das macht jemand bei ihm

- jemand, der gern Ratschläge verteilt, aber selbst keine hören will

- jemand, der nicht zuhört, aber immer die volle Aufmerksamkeit beansprucht

To be Continued...

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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von julai » Fr 28. Feb 2020, 11:41

Andromache hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 15:46
Kontrollzwang bedeutet ja nicht zwangsläufig Kontrolle von externen Komponenten, sondern auch die Kontrolle des eigenen Körpers. Das spielt ja auch eine wesentliche Rolle bei Bulemie und Magersucht. In diesem Zusammenhang sei auch die Reha-Klinik Lüneburger Heide genannt, in der nichts anderes behandelt wird als ADHS und Essstörungen. Zufall??
Und du sagst ja selbst, dass du nicht so sein willst wie deine Mutter. Deshalb willst du dich scheinbar mit allen Mitteln unter Kontrolle bringen...schwer bis unmöglich bei ADHS.
Wie gesagt, Küchenpsychologie mit psychologischem Grundstudium... aber es könnte ein Ansatz sein... Du fragst, wir antworten. 😉
Ein lieber Freund aus der Schweiz hat immer eine schöne Redewendung zum Abschied für mich parat:
SCHAU GUT ZU DIR!
Okay - ich bin einfach ziemlich pedantisch, was Fachbegriffe angeht ;)
Diese Zusammenhänge machen für mich auf Anhieb erstmal Sinn. Auch mit der Essstörung: vom Gedanken her hätte ich am liebsten gar nichts essen wollen, aber dafür hätte es Selbstkontrolle gebraucht in einem Maß, was kaum ein ADSler hat. Das ergab in der Summe die Bulimie.
Ich hab mir schon öfters gedacht, vielleicht bin ich jemand, der Chaos nicht abkann aber ständig Chaos produziert...

Mir fällt auch ein Zitat ein, das mir sehr gefällt: "Die Persönlichkeit ist das Instrument, auf der wir die Melodie unseres Lebens spielen müssen - ob wir wollen oder nicht." (Ludger Tebarzt van Elst, Psychiater).
Wir haben nur eine Persönlichkeit mitbekommen und müssen ihre Eigenarten und Grenzen akzeptieren (bei all den Entwicklungsmöglichkeiten durch Therapie usw. die es da gibt - gänzlich umgestalten lässt sie sich durch Willenskraft und Selbstkontrolle nicht).

Das fällt mir manchmal nicht so leicht, weil ich z.B. gerne zuverlässiger und für andere aufmerksamer sein würde, also manche meiner Persönlichkeitseigenschaften gerne anders hätte. Ich kann mich sehr anstrengen, in diesen Bereichen besser zu werden, aber nie den hohen Anspruch an Perfektion in diesen Bereichen erreichen. Das ist irgendwie schade...
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Elementary » Do 27. Feb 2020, 16:29

julai hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 15:04
Wow, hier geht es aber ab!
Elementary hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 10:13
Was mit 20/30 noch geht, geht mit 40 evtl. nicht mehr. Und Deine 40-jährige Version wird Dir danken, wenn Du Selbstfürsorge und Fürsorge anderer für Dich nicht nur in der Phantasie zulässt.
Ich weiß gerade nicht ganz, wie ich das deuten soll, ich vermute, es ist eine Aufforderung zu Self-Care.
Ja, sogar noch mehr Anregung als Aufforderung. Mehr hätte ich mir gar nicht angemaßt. Wollte Dich auch nicht überrollen mit meinem Input.

Viel Spaß mit der Nono-App. Ich bin auch schon infiziert, gerade von den Self Compassion-Tracks.

Es gibt ein so wunderschönes Zitat von Thich Nhat Hanh... Er vergleicht "anger" und "compassion" und sagt (so leicht Star Wars-mäßig / The force is strong in this one...)

"The energy of compassion is very strong." (https://www.youtube.com/watch?v=NJ9UtuWfs3U, ungefähr bei 14:10)

Ich wüsste nicht, warum das für Self Compassion nicht auch und erst recht gelten sollte. Dann würde die "self-compassionate Dr. Julai" sogar schneller und stärker hier vorbeikommen als die angry version. Willkommen sind natürlich beide.
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Andromache » Do 27. Feb 2020, 15:46

julai hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 15:04
Wow, hier geht es aber ab!
Zunächst mal...
Andromache hat geschrieben:
Mi 26. Feb 2020, 23:17
Kann es sein, dass du einen Kontrollzwang hast?
Wenn ich das hätte, würde ich z.B. 20 mal checken, ob ich den Herd ausgemacht habe und 10 mal am Türgriff ziehen, ob auch wirklich zu ist. Das ist zum Glück nicht der Fall. Mich selbst unter Kontrolle haben, vielleicht. Andererseits, wie weit kommt man mit diesem Ziel, wenn man ADS hat?
Kontrollzwang bedeutet ja nicht zwangsläufig Kontrolle von externen Komponenten, sondern auch die Kontrolle des eigenen Körpers. Das spielt ja auch eine wesentliche Rolle bei Bulemie und Magersucht. In diesem Zusammenhang sei auch die Reha-Klinik Lüneburger Heide genannt, in der nichts anderes behandelt wird als ADHS und Essstörungen. Zufall??
Und du sagst ja selbst, dass du nicht so sein willst wie deine Mutter. Deshalb willst du dich scheinbar mit allen Mitteln unter Kontrolle bringen...schwer bis unmöglich bei ADHS.
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von julai » Do 27. Feb 2020, 15:04

Wow, hier geht es aber ab!
Zunächst mal...
Andromache hat geschrieben:
Mi 26. Feb 2020, 23:17
Kann es sein, dass du einen Kontrollzwang hast?
Wenn ich das hätte, würde ich z.B. 20 mal checken, ob ich den Herd ausgemacht habe und 10 mal am Türgriff ziehen, ob auch wirklich zu ist. Das ist zum Glück nicht der Fall. Mich selbst unter Kontrolle haben, vielleicht. Andererseits, wie weit kommt man mit diesem Ziel, wenn man ADS hat? Da kenne ich andere, die wirklich ein Problem damit haben und ausrasten würden, wenn ihnen so viel verpeilter Blödsinn passieren würde wie mir.
Ich weiß es nicht, was es bei mir ist. Eine Vermutung habe ich: Ich möchte anders sein als meine Mutter, die auch ADS hat und oft viel Chaos anstellt und manche Dinge "nicht auf die Reihe bekommt". In manchen Punkten bemühe ich mich schon sehr radikal, nicht wie sie in Punkto Chaos zu sein. Ist natürlich auch ziemlich anstrengend.
Addy Haller hat geschrieben:
Mi 26. Feb 2020, 16:30
Dass sowas bei ADHS entsteht, ist naheliegend, funktionieren doch in der Kindheit oft viele Dinge nicht wie gewünscht und das Geliebt-werden wird dann schnell mit dem Thema Leistung verknüpft.
Ich möchte auch gerne klarstellen, dass es bei mir in der Kindheit genug Zuwendung gab, auch unabhängig von Leistung. Meine Eltern sind enorm liebe Menschen und ich habe sie sehr gern :) Ich bin mir ziemlich sicher, dass es bei mir eine Gen x Umwelt - Interaktion gibt im Sinne einer Kombination von sehr deutlichen AD(H)S-Spektrum-Symptomen in der Verwandtschaft, die ich auch abbekommen habe, und pränatalem Stress. Meine Umwelt war eher unterstützend und ich finde, dass ich an die richtigen Leute geraten bin größtenteils. Aber im Großen und Ganzen ist die Gesellschaft nicht wirklich für neurodiverse Menschen gemacht.
Addy Haller hat geschrieben:
Mi 26. Feb 2020, 16:30
„Gutes Tun“ (frei nach Funny van Dannen) setzt andererseits sicher auch Dopamin frei...
Definitiv! Ich meine, alle unsere Handlungen sind durch das dopaminerge Belohnungssystem bestimmt, so auch altruistische.
Elementary hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 10:13
Was mit 20/30 noch geht, geht mit 40 evtl. nicht mehr. Und Deine 40-jährige Version wird Dir danken, wenn Du Selbstfürsorge und Fürsorge anderer für Dich nicht nur in der Phantasie zulässt. Auch wenn es vielen anderen auf der Welt noch schlechter geht. Und selbst wenn Du es nur machst, "um Dich funktionsfähig zu halten" und dann in Bestform die Welt zu retten und die Klimakrise abzuwenden oder aus welchen Motiven auch immer es sich lohnt, das Seelenhaus weiterzubauen.
Ich weiß gerade nicht ganz, wie ich das deuten soll, ich vermute, es ist eine Aufforderung zu Self-Care. Danke, da kann man immer dran erinnert werden :)
Gerade denke ich auch langfristig in dem Sinn, dass ich es mir erlaube, ein Jahr länger zu studieren... es ist sonst einfach krass stressig! Aber sich das einzugestehen ist gar nicht so einfach... ich weiß nicht, eigentlich ist es super cool länger Studentin zu bleiben (habe schon ein abgebrochenes) - vielleicht bin ich einfach etwas ungeduldig und will mich endlich "Dr. julai" nennen können 8-) (ich will tatsächlich promovieren irgendwann).

Mich beschäftigt wirklich nur die Frage, wie sehr kann ich von mir sagen, ich bin ADSlerin. Ich mag es sehr, mich mit Neurodiversität zu identifizieren, aber in letzter Zeit bin ich so normal, da frage ich mich fast, ob das gerechtfertigt ist. Außer wenn ich meine "Anfälle" bzw. "Ausfälle" habe und ultra seltsam bin. Keine Ahnung, das ist auch eine Veränderung - plötzlich mehr Normalität - die man irgendwie verarbeiten muss. Ein Verlust des Symptomgewinns, psychisch gestört zu sein. Ich vermisse diesen Symptomgewinn manchmal.
Aber wie gesagt, das ist nicht mein Hauptmotiv für das Kloster-Experiment, es geht auch viel ums Amisulprid.
Hibbelanna hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 11:31
Da beziehst Du Dich auf das Ritzen? Da wüsste ich gerne von @julai, ob sie die Ursache wie von Dir beschrieben so sieht. Ich kenne selbstverletzendes Verhalten als "Blitzableiter" für unerträgliche Spannungszustände als direktes Symptom von ADHS. Darauf deuten auch diese Heißhungerattacken hin.
Spannungszustände trifft es eher. Ich fühle mich davor meist etwas "abgehoben" bzw. alles erscheint mir etwas fern und unreal. Außerdem habe ich so ein seltsames Gefühl im Kopf, irgendwie ruhig, irgendwie auch total gestresst, und ich bin dann nicht zu logischem Denken fähig oder irgendwelchen Argumenten zugänglich. Kenne ich tatsächlich auch so von den Essanfällen (ich hatte Bulimie). Es ist, als bräuchte ich unbedingt eine Pause, bin aber innerlich zu aufgewühlt, um eine machen zu können. Ein radikaler Blitzableiter (das Wort passt irgendwie) ist dann die einfachste Lösung.
Danach bin ich dann viel ruhiger (war nach dem Erbrechen auch so) und kann mich gut um mich kümmern. Echt seltsames Phänomen.

@Nono ich probiere die App mal aus, wenn du so davon schwärmst macht mich das echt neugierig ;)

Zum Thema Epigenetik könnte ich was aus der Biopsychologie-Vorlesung beisteuern... aber ja, besser einen neuen Thread machen dafür.
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Nono » Do 27. Feb 2020, 12:59

Ich hätte einen neuen Absatz anfangen müssen, meinte, was man hier in Deutschland und größtenteils Mitteleuropa vor ein-, zweihundert Jahren so als "normal" im Sinne von "neurotypisch" definiert hat, allen Traumata etc zum Trotz...

A propos Neurodiversität... ich da mache ich nochmal einen neuen Thread auf. Zur Epigenetik sollten wir das auch noch nachholen.
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Andromache » Do 27. Feb 2020, 12:05

Nono hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 11:51

Aber es gab ja auch den ersten Weltkrieg und unzählige andere gewaltsame Situationen früher und überall auf der Welt... eigentlich komisch, wie sich genau in Deutschland auch so eine enge Sicht dessen, was "normal" ist, herausbilden konnte. Ist wohl auch viel (klassische/antike) Idealisierung mit im Spiel gewesen... wobei ich das nur grade erfinde, dazu habe ich noch nichts gelesen...
Die Idealisierung von Krieg und Gewalt war weltweit ein epochales Thema. Erst mit Gründung des Völkerbundes 1920 und den Genfer Konventionen wurde eine Bewusstseinsänderung angestoßen. Wie stark die Gewalt jedoch auch noch in den Köpfen der Europäer verankert ist, hat der Balkankrieg gezeigt. Und zeigt sich gerade jetzt wieder im aufkeimenden Nationalismus Europas.

Wie lange permanente Gewalt und Ausgrenzung Menschen aus der Bahn werfen kann, zeigt z.B der Zustand der Ureinwohner in den USA. Dort vegetieren die "Indianer" in Reservaten vor sich hin...
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Nono » Do 27. Feb 2020, 11:51

Andromache hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 11:36
Nono hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 10:53

A propos Krieg... die Epigenetik hat ja herausgefunden, dass es Veränderungen an den Genen gibt, etwas dass sich darauf setzt und entsprechend auswirkt... ich habe angefangen, etwas dazu zu lesen... ich glaube, es läuft darauf hinaus, dass sich Traumen bis in die dritte Generation genetisch weitergeben... muss ich noch verifizieren, ob das mit dem Artikel zusammen passt, das mit den Generationen hatte ich von einer Ärztin gehört...

Aber wenn es eine Epigenetik durch Trauma gibt, dann wäre es meiner Meinung nach auch denkbar, eine allmähliche Heilung/Auflösung durch Meditation oder Akupunktur zu bewirken...
Ja, das habe ich auch schon mehrfach gelesen und eine Doku darüber im TV gesehen. Es ist mittlerweile erwiesen, dass sich Gewalttraumata genetisch manifestieren und so zumindest an die nächste Generation weitergegeben werden. Auch diesbezüglich hat das Hitlerregime "ganze Arbeit" geleistet. Die Folgen "dürfen" wir jetzt tagtäglich live erleben.
Aber es gab ja auch den ersten Weltkrieg und unzählige andere gewaltsame Situationen früher und überall auf der Welt... eigentlich komisch, wie sich genau in Deutschland auch so eine enge Sicht dessen, was "normal" ist, herausbilden konnte. Ist wohl auch viel (klassische/antike) Idealisierung mit im Spiel gewesen... wobei ich das nur grade erfinde, dazu habe ich noch nichts gelesen...
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Andromache » Do 27. Feb 2020, 11:36

Nono hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 10:53

A propos Krieg... die Epigenetik hat ja herausgefunden, dass es Veränderungen an den Genen gibt, etwas dass sich darauf setzt und entsprechend auswirkt... ich habe angefangen, etwas dazu zu lesen... ich glaube, es läuft darauf hinaus, dass sich Traumen bis in die dritte Generation genetisch weitergeben... muss ich noch verifizieren, ob das mit dem Artikel zusammen passt, das mit den Generationen hatte ich von einer Ärztin gehört...

Aber wenn es eine Epigenetik durch Trauma gibt, dann wäre es meiner Meinung nach auch denkbar, eine allmähliche Heilung/Auflösung durch Meditation oder Akupunktur zu bewirken...
Ja, das habe ich auch schon mehrfach gelesen und eine Doku darüber im TV gesehen. Es ist mittlerweile erwiesen, dass sich Gewalttraumata genetisch manifestieren und so zumindest an die nächste Generation weitergegeben werden. Auch diesbezüglich hat das Hitlerregime "ganze Arbeit" geleistet. Die Folgen "dürfen" wir jetzt tagtäglich live erleben.
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Hibbelanna » Do 27. Feb 2020, 11:31

Elementary hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 10:13
die eigenen Grenzen physisch zu öffnen/verletzen, ist ein ziemlich gutes Zeichen dafür, dass sie überschritten wurden
Da beziehst Du Dich auf das Ritzen? Da wüsste ich gerne von @julai, ob sie die Ursache wie von Dir beschrieben so sieht. Ich kenne selbstverletzendes Verhalten als "Blitzableiter" für unerträgliche Spannungszustände als direktes Symptom von ADHS. Darauf deuten auch diese Heißhungerattacken hin. Ich habe Jahrzehnte gebraucht um auf den Zusammenhang zu kommen, aber es ist sehr hilfreich, weil hier ja auch die Medikation ansetzt. In Kombination mit MBSR für die rechtzeitige Wahrnehmung (das ist auch wichtig im Umgang mit stressigen Kindern!), Borderline-Skills zum Runterkommen (die aber nur frühzeitig und meist auch nur in Kombi mit Medikamenten helfen).
Dieses "Öffnen von Grenzen" ginge ja eher in den Bereich des Sensation Seeking, verstehe ich das recht?

Ansonsten kann ich dem Satz:
Elementary hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 10:13
Je früher man sich erlaubt, dass man sich Medikation wert sein darf und auch sonst die allerbeste zu findende Behandlung ... und/oder auch mal zwei Wochen Klosterruhe, um sich wieder zu spüren, desto besser...
nur mit einem "Amen, Sister!" zustimmen
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Nono » Do 27. Feb 2020, 11:02

Zum Thema Meditation lese ich auch grade dies und das, es ist für mich sehr beeindruckend, was da möglich wird.

Da schließt sich für mich der Kreis, bei psychischen Belastungen unbedingt an MBSR zu denken und sogar noch mehr an MSC, Mindfulness Self Compassion.

Dazu habe kurz gegoogelt und gesehen, dass grade die Übungen aus dem Insight Timer zum Thema Selbstmigefühl, die mir grade so extrem viel bringen, genau aus dem MSC Programm kommen. Und das MSC Programm samt Insight Timer hat mir wer empfohlen? Meine ADS Psychiaterin!

Also liebe ADxS Community egal was euer Problem ist, probiert es aus!!! Es ist kostenlos und keine Wartezeit! Selbst ist der Mensch/die Menschin!! Wer sich jetzt noch beklagt, keine Hilfe zu bekommen, probiere diesen Weg aus! <*PredigerInnenmodus off*>

Ok, sorry, off topic hier, ich tue das nochmal in einen eigenen anderen Thread rein...
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Nono » Do 27. Feb 2020, 10:53

Addy Haller hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 10:39
Elementary hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 10:13
Beides auch deshalb, weil sich mir derzeit immer mehr "aufdrängt", dass meine Eltern "nicht anders konnten", weil sie eben selbst auch betroffen sind/waren. Und manche Überreaktion, die heute noch im Inneren Kritiker fortlebt, erschließt sich mir heute dadurch, dass sie Veranlagungen in mir erkannt haben, die sie von sich selbst kannten (ohne Wissen um die Ursache) und panisch auf die Zukunft "hochgerechnet" haben. Ob und wie schwer damit Versöhnung möglich ist, hängt vermutlich auch am individuellen Komorbiditäten-Cocktail der Familienmitglieder.
Das sprichst du einen sehr wunden Punkt bei mir an: Was alles kaputt gehen kann, wenn Eltern und Kinder über Generationen betroffen sind. Ich sehe es selbst bei meinen eigenen Eltern und jetzt bei meinen Kindern: Was tun, wenn einen die Kinder in den Wahnsinn treiben, man selbst aber aus seiner Haut nicht kann und nur allzu oft falsch/impulsiv reagiert? Leider scheint mit dieser Aspekt in der Literatur völlig unterrepräsentiert... :cry:
Ja wirklich... ich sehe in dem ganzen Durcheinander in den Familien meiner beiden Eltern, also auch Großeltern, Onkels, Tanten, Cousins Cousinen... allmählich etwas, was es irgendwie ein wenig erklären könnte... nicht nur ADxS, sondern auch autistische Züge und entsprechende Komorbiditäten... eine Nichte von mir hat diese Doppeldiagnose wie auch mein einer Sohn... ansonsten ist man sich in vorhergehenden Generationen alleine überlassen worden... und dazu dann noch die Kriegswirren...

A propos Krieg... die Epigenetik hat ja herausgefunden, dass es Veränderungen an den Genen gibt, etwas dass sich darauf setzt und entsprechend auswirkt... ich habe angefangen, etwas dazu zu lesen... ich glaube, es läuft darauf hinaus, dass sich Traumen bis in die dritte Generation genetisch weitergeben... muss ich noch verifizieren, ob das mit dem Artikel zusammen passt, das mit den Generationen hatte ich von einer Ärztin gehört...

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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Do 27. Feb 2020, 10:39

Elementary hat geschrieben:
Do 27. Feb 2020, 10:13
Beides auch deshalb, weil sich mir derzeit immer mehr "aufdrängt", dass meine Eltern "nicht anders konnten", weil sie eben selbst auch betroffen sind/waren. Und manche Überreaktion, die heute noch im Inneren Kritiker fortlebt, erschließt sich mir heute dadurch, dass sie Veranlagungen in mir erkannt haben, die sie von sich selbst kannten (ohne Wissen um die Ursache) und panisch auf die Zukunft "hochgerechnet" haben. Ob und wie schwer damit Versöhnung möglich ist, hängt vermutlich auch am individuellen Komorbiditäten-Cocktail der Familienmitglieder.
Das sprichst du einen sehr wunden Punkt bei mir an: Was alles kaputt gehen kann, wenn Eltern und Kinder über Generationen betroffen sind. Ich sehe es selbst bei meinen eigenen Eltern und jetzt bei meinen Kindern: Was tun, wenn einen die Kinder in den Wahnsinn treiben, man selbst aber aus seiner Haut nicht kann und nur allzu oft falsch/impulsiv reagiert? Leider scheint mit dieser Aspekt in der Literatur völlig unterrepräsentiert... :cry:
„Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch sieben Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe.“ - Eckart von Hirschhausen
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Re: Mal zwei Wochen ohne alle Medis ausprobieren - wo kann man das?

Ungelesener Beitrag von Elementary » Do 27. Feb 2020, 10:13

Bei mir auch beides (und auch sonst ist die Beschreibung von @Hibbelanna ein ziemlicher Homerun bei mir).

Beides auch deshalb, weil sich mir derzeit immer mehr "aufdrängt", dass meine Eltern "nicht anders konnten", weil sie eben selbst auch betroffen sind/waren. Und manche Überreaktion, die heute noch im Inneren Kritiker fortlebt, erschließt sich mir heute dadurch, dass sie Veranlagungen in mir erkannt haben, die sie von sich selbst kannten (ohne Wissen um die Ursache) und panisch auf die Zukunft "hochgerechnet" haben. Ob und wie schwer damit Versöhnung möglich ist, hängt vermutlich auch am individuellen Komorbiditäten-Cocktail der Familienmitglieder.

@julai, Ich habe selbst nicht zehnmal zu dem von Dir beschriebenen Ausweg gegriffen, aber ein paar Mal war es bei mir ultima ratio, um aus einem Zustand, den ich heute Dissoziation nennen würde, asap in die Gegenwart zu kommen. Sei es durch das reine Spüren der eigenen Außenhülle als Grenze oder durch das Ausschütten von körpereigenem Schmerzmittel.

Und dieses Herbeiwünschen/-phantasieren eines fürsorglichen, wohlwollenden Gesprächspartners kenne ich auch. In der Phase habe ich mal alle Staffeln von "In Treatment" geguckt, um dafür Material zu bekommen. Inzwischen deute ich solche Signale eher so, dass mein Unbewusstes damit was bei mir bestellt: jemanden, der sich um mich kümmert.

Ich finde "im Rückblick unkende ältere Frauen" immer ganz schrecklich und möchte selbst keine sein und werden... Einen Erfahrungswert trotzdem, wenn ich darf, weil ich ihn meinem jüngeren Selbst gerne geben würde:

Je früher man sich erlaubt, dass man sich Medikation wert sein darf und auch sonst die allerbeste zu findende Behandlung ... und/oder auch mal zwei Wochen Klosterruhe, um sich wieder zu spüren, desto besser... Ein bisschen ist das mit einem Haus vergleichbar: Wenn wir in der Phase von Fundament und Erdgeschoss an die eigenen Grenzen und darüber hinausgehen... (und die eigenen Grenzen physisch zu öffnen/verletzen, ist ein ziemlich gutes Zeichen dafür, dass sie überschritten wurden), mag das immer noch "gerade so gut gehen" und sich teilweise sogar ziemlich cool und edgy anfühlen, aber auf das Fundament und das Erdgeschoss soll ja auch noch eine tolle 1. Etage, mit Balkon und Blick bis zum Horizont. Vom Dachgeschoss gar nicht zu reden.

Weniger blumig: Was mit 20/30 noch geht, geht mit 40 evtl. nicht mehr. Und Deine 40-jährige Version wird Dir danken, wenn Du Selbstfürsorge und Fürsorge anderer für Dich nicht nur in der Phantasie zulässt. Auch wenn es vielen anderen auf der Welt noch schlechter geht. Und selbst wenn Du es nur machst, "um Dich funktionsfähig zu halten" und dann in Bestform die Welt zu retten und die Klimakrise abzuwenden oder aus welchen Motiven auch immer es sich lohnt, das Seelenhaus weiterzubauen.
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