NFP und Medikamente

AD(H)S hat geschlechtsspezifische Komponenten. Hormone, insbesondere Östrogene, haben eine Auswirkung auf das Dopaminsystem. *Dieses Forum ist für Gäste lesbar.
zorayazia
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » Mo 13. Apr 2020, 14:45

Hibbelanna hat geschrieben:
So 12. Apr 2020, 15:15
Addy Haller hat geschrieben:
So 12. Apr 2020, 11:44
dass der Wunsch, schwanger zu werden, bei Frauen mit ADHS unbewusst mit Wunsch korreliert, eine Zeit mit geringerer Symptonausptägung wiederzuerleben und sich dadurch besser zu fühlen.
Das ist sicherlich im Einzelfall möglich... aber ich nehme an, dass es dazu nur Vermutungen gibt.
Zumal - mal realistisch gesehen weiß das Frau ja erst, wenn sie schon einmal schwanger gewesen war. Und dann weiß sie auch, dass Kinder HABEN mit einer eher erhöhten Symptomausprägung korreliert, wenn nicht bei ihr so doch dann beim Kind, oder bei beiden und bei der Umgebung erst recht.
Ich denke, du sprichst aber nicht von einer Frau, die medikamentiert ist. Unmedikamentiert mit mittlerer bis starker Ausprägung ist das wohl schwer möglich, was du voraussetzt.
Ok, und das mit den Kindern die diagnostiziert werden, das kommt auch erst später. Es gibt Kinder, die werden erst mit 8 oder 12 Jahren diagnostiziert oder eben überhaupt nicht, so wie einige hier wohl.
Wenn die Frau die Diagnose nicht offiziell hat, dann hat sie nur so eine Ahnung, so ein Gefühl, dass es irgendwie besser lief, als sie schwanger war und möchte das wieder erleben (Die Entscheidung kann auch unbewusst getroffen werden, was wohl sogar wahrscheinlicher ist wie bewusst). Unmedikamentiert ist es schwer, so einen bewussten Rückblick und Planung zu haben. Sich selbt bewusst sein, also die Kontrolle. In dem einen Buch (Neuropsychotherapie der ADHS)
ist das aufgeführt, dieser Hirnteil, der einem ermöglicht sich selbst zu Überwachen und dieses Vergleichen der Situationen ist ja auch schlecht möglich, weil vieles vergessen wird. Dieses ist bei ADHS (manchmal, oft oder immer, das scheint wohl auf die Ausprägung anzukommen) nicht in Betrieb.
Der Hirnteil ist der Präfrontale Cortex. Zu dem kann man ja alles auf adxs.org nachlesen :) Zuständig laut Buch für Arbeitsgedächtnis: organisiert und strukturiert, bewahrt ein Selbstbild für die Zukunft, schätzt Folgen ab, verhindert die Verschleppung langfristiger Ziele

Schätzt die Zeit ab, verarbeitet Einzelheiten

überwacht verhalten, Selbstgepräche, Beobachter

Also tatsächlich schwer, wenn das abgeschaltet ist, das Verhütungsmittel richtig zu benutzen oder überhaupt - Ausser man hat den Fehler vlt schonmal gemacht :lol: :shock: Weshalb ich 5 Jahre lang total übervorsichtig war und trotzdem Panik hatte :lol:

----------------------------
Sorry wenn der Text zu lang war, oder niemanden interessiert :? Für mich ist es eine gute Repetition, ich möchte wirklich alles verstehen über ADHS. ;)
zorayazia
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » Mo 13. Apr 2020, 14:26

Hibbelanna hat geschrieben:
So 12. Apr 2020, 10:17
Addy Haller hat geschrieben:
So 12. Apr 2020, 07:39
Vielleicht ist ja einfach so, dass du jetzt total auf das Thema Schwangerschaft fokussiert bist?
Ich kann das voll nachvollziehen, was Zorayazia schildert. ADHS stellt sich äußerst hormonabhängig dar, von daher wundert mich das gar nicht.
Mal abgesehen davon, dass auch ohne ADHS weibliche Geschlechtshormone einen starken Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit hat - man denke nur an Stilldemenz, PMS etc....
Von daher sag ich einfach mal: Das muss Mann jetzt nicht in Zweifel ziehen....
Ja oder auch diese Depressionen, die immer nur in der zweiten Zyklushälfte auftreten. Diese ist offiziell auch aufgeführt als rezividierende Depression oder sowas. Das kann sicherlich ein Nebeneffekt von ADHS sein. Ich kenne tatsächlich so einen Fall.
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Hibbelanna
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Hibbelanna » Mo 13. Apr 2020, 14:24

@zorayazia Dann hast Du mal alle guten Wünsche - falls Du denn schwanger bist - dass das diesmal besser wird!
Ich mag mir das gar nicht vorstellen, bei mir liefs immer gut und dafür bin ich immer noch sehr dankbar...
Gut, dass Du das schon im Vorfeld angehen möchtest!
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » Mo 13. Apr 2020, 14:04

Nelumba_Nucifera hat geschrieben:
So 12. Apr 2020, 15:43

@zorayazia
Ja man hört es immer wieder, das Schwangerschaft was innerlich verändern kann. Viele schaffen es ja auch plötzlich mit dem rauchen aufzuhören.
Ich habe nicht so viel Ahnung , aber ich könnte mir vorstellen das hormonell beim stillen auch positive Effekte bestehen bleiben.

Hab auch ein junge Frau gekannt was von heute auf morgen wegen der Schwangerschaft Medikinet Adult absetzte und damit klar kam.

Du hast ja jetzt reintheoretisch Zeit dich in dem Geschenk von einem klaren Modus auf das Elterndasein im Sinne von ADHS und wie du dich darin kennst vorzubereiten .
Vielleicht kannst du da auch irgendwo gezielt Hilfe bekommen. Prävention ist nunmal alles.

Ich wünsche dir da ganz viel Glück und habe da echt Respekt vor dir
Hi danke, nein, in der Stillzeit denke ich nicht, ich war ja schonmal schwanger und der Absturz kam direkt nach der Geburt im Geburtshaus. Weil dann der Östrogenspiegel sinkt. Das war so nach einem Tag. Deshalb ja auch der Babyblues und die postnatale Depression, an denen viele ADHS Mütter erkranken. Deshalb gibt es ja auch Frauen, die Schwangerschaftssüchtig sind, ob das auch bei anderen vorkommt, weiss ich nicht, aber bei ADHS gibt es das. Diese Frauen sind schwanger gleich nachdem sie das vorherige geboren haben. Ich kenne zwei solche Frauen.


Die Veränderung der Wahrnehmung hatte ich damals bemerkt in der Schwangerschaft, konnte aber nichts damit anfangen, weil ich die Diagnose nicht hatte. Also ich hatte den Übergang nicht wirklich gespürt und konnte es nicht vergleichen mit vorher. Es war nur anders - alles intensiver.

Nach der Geburt hatte ich die Veränderung zurück nicht wahrgenommen, bzw. ich schob alles auf die neue Situation.

Ich werde dann nochmals mit dem FA darüber sprechen, wie die Hormone für eine spätere Behandlung eingestellt werden können - weil es ja so eine drastische Verbesserung dadurch gibt.
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » So 12. Apr 2020, 16:18

Hibbelanna hat geschrieben: Wobei idR. meist doch noch zwei dazugehören und ich mich frage, warum die Verantwortung für die Verhütung immer noch bei der Frau liegt, selbst im Falle diagnostizierter und selbst erlebter Verpeiltheit.
Na, weil der Partner häufig eben auch betroffen ist. ;)

Ich meinte natürlich Frauen, die schon eine Schwangerschaft hinter sich und die Zeit als positiv in Erinnerung haben.

Aber du hast recht, es gibt sicherlich auch andere Gründe. Sehr naheliegend finde ich z.B. auch, eine Auszeit zu bekommen und sich ganz darauf konzentrieren zu können, eine neue Herausforderung, sein „Ding“ machen können usw.
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Nelumba_Nucifera » So 12. Apr 2020, 15:43

Um nochmal allgemein auf das Thema Verhütung bei uns zu kommen.

Pille war mir inc. damals Schichtdienst zu unsicher, hab ne Zeit mit dem Nuvaring verhütet. Dann habe ich damit wegen Urlaub meine Zyklus etwas verschoben und das hat mich jahrelang immer etwas durcheinander gebracht. Also dachte ich immer ich bekomme meine Tage, das war zum alten Zyklus, aber sie kamen nun halt versetzter. Das war eines meiner größten Eigentore im Leben.

NFP hatte ich drüber nachgedacht, aber auch wegen damals Schichtdienst davon von abgesehen und nach der ADHS-Diagnose erst recht nicht in Erwägung gezogen. Das zuverlässig und Gewissenhaft immer zu beobachten hätte ich nie gewährleisten können und zugleich hätte ich immer Angst gehabt doch schwanger zu werden. Auch die Pille und zugleich Methylphenidat machte mir kein gutes Gefühl.

Also entweder lässt mein Partner was machen oder halt Kondome .

@zorayazia
Ja man hört es immer wieder, das Schwangerschaft was innerlich verändern kann. Viele schaffen es ja auch plötzlich mit dem rauchen aufzuhören.
Ich habe nicht so viel Ahnung , aber ich könnte mir vorstellen das hormonell beim stillen auch positive Effekte bestehen bleiben.

Hab auch ein junge Frau gekannt was von heute auf morgen wegen der Schwangerschaft Medikinet Adult absetzte und damit klar kam.

Du hast ja jetzt reintheoretisch Zeit dich in dem Geschenk von einem klaren Modus auf das Elterndasein im Sinne von ADHS und wie du dich darin kennst vorzubereiten .
Vielleicht kannst du da auch irgendwo gezielt Hilfe bekommen. Prävention ist nunmal alles.

Ich wünsche dir da ganz viel Glück und habe da echt Respekt vor dir
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Hibbelanna » So 12. Apr 2020, 15:15

Addy Haller hat geschrieben:
So 12. Apr 2020, 11:44
dass der Wunsch, schwanger zu werden, bei Frauen mit ADHS unbewusst mit Wunsch korreliert, eine Zeit mit geringerer Symptonausptägung wiederzuerleben und sich dadurch besser zu fühlen.
Das ist sicherlich im Einzelfall möglich... aber ich nehme an, dass es dazu nur Vermutungen gibt.
Zumal - mal realistisch gesehen weiß das Frau ja erst, wenn sie schon einmal schwanger gewesen war. Und dann weiß sie auch, dass Kinder HABEN mit einer eher erhöhten Symptomausprägung korreliert, wenn nicht bei ihr so doch dann beim Kind, oder bei beiden und bei der Umgebung erst recht.

Die Vermutung, dass Frauen mit ADHS ungeplant schwanger werden weil sie zu verpeilt sind zu verhüten oder die Bedienungsanleitung für ihr Verhütungmittel nicht gründlich gelesen haben, finde ich deutlich naheliegender (man braucht sich ja nur mal unseren Humor-Thread durchzulesen...) .... Wobei idR. meist doch noch zwei dazugehören und ich mich frage, warum die Verantwortung für die Verhütung immer noch bei der Frau liegt, selbst im Falle diagnostizierter und selbst erlebter Verpeiltheit.
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » So 12. Apr 2020, 11:44

Im Gegenteil, ich meine, mal irgendwo gelesen zu haben, dass der Wunsch, schwanger zu werden, bei Frauen mit ADHS unbewusst mit Wunsch korreliert, eine Zeit mit geringerer Symptonausptägung wiederzuerleben und sich dadurch besser zu fühlen. Kann die Quelle aber nicht finden, daher ohne Gewähr.
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » So 12. Apr 2020, 11:02

Um Gottes Willen, natürlich nicht! :)
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Hibbelanna
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Hibbelanna » So 12. Apr 2020, 10:17

Addy Haller hat geschrieben:
So 12. Apr 2020, 07:39
Vielleicht ist ja einfach so, dass du jetzt total auf das Thema Schwangerschaft fokussiert bist?
Ich kann das voll nachvollziehen, was Zorayazia schildert. ADHS stellt sich äußerst hormonabhängig dar, von daher wundert mich das gar nicht.
Mal abgesehen davon, dass auch ohne ADHS weibliche Geschlechtshormone einen starken Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit hat - man denke nur an Stilldemenz, PMS etc....
Von daher sag ich einfach mal: Das muss Mann jetzt nicht in Zweifel ziehen....
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » So 12. Apr 2020, 07:39

Vielleicht ist ja einfach so, dass du jetzt total auf das Thema Schwangerschaft fokussiert bist?
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » So 12. Apr 2020, 02:00

Es ist so, als wäre in meinem Kopf ein Super-Computer. Extrem schnell, klar und präzise. Als hätte ich plötzlich viel mehr RAM und eine grössere Festplatte im Gehirn.
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » So 12. Apr 2020, 01:34

Addy Haller hat geschrieben:
Mi 8. Apr 2020, 11:27
Wozu brauchst du eine Autismusdiagnose? Was du zur Reizüberflutung sagst, passt perfekt zu ADHS. Ich bin täglich überfordert von zu vielen Reizen und denke, dass ein Leben in der Pampa vieles leichter machen würde. Wenn nicht...😉
Ja da hast du Recht, danke :) Ich meinte ja nur die Abklärung, nicht das ich eine Diagnose brauche.

Ich Frage mich gerade, ob alle Schwangeren eine erhöhte Aufmerksamkeit und Reizempfindlichkeit haben und das bei ADHS Frauen einfach die ADHS ausgleicht und das gar nicht ADHS spezifisch ist.

Und ob man dann diese Formel auch auf die Medikation übertragen kann : erhöhte Aufmerksamkeit = stärkere Reizintensität.

Sicher weiss ich es erst nächste Woche, ich werd wohl gleich zum FA. Bin mir aber 99.9 Prozent sicher, oder ich bin sonst irgendwie geheilt worden :D
Der Unterschied ist phänomenal und ich merke, dass ich teilweise meine volle Gehirn Kapazität nutzen kann.

LG Zoraya
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Mi 8. Apr 2020, 11:27

Wozu brauchst du eine Autismusdiagnose? Was du zur Reizüberflutung sagst, passt perfekt zu ADHS. Ich bin täglich überfordert von zu vielen Reizen und denke, dass ein Leben in der Pampa vieles leichter machen würde. Wenn nicht...😉
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » Mi 8. Apr 2020, 09:25

Wenn ich mir vorstelle hier ein Baby zu bekommen, wird es mir schon übel und nervös.
Was mir auch klar geworden ist, dass ich wirklich ein Umgebungswechsel brauche.
Ich muss irgendwohin, wo es weniger Reize gibt.
Als Kind war ich in den Bergen, da gibt es weniger bis keinen StrassenVerkehr.
Man kann da einfach zum Fluss und Feuerchen machen, oder durch den Wald spazieren, ohne vorher durch Strassenlärm gehen zu müssen und ein Verkehrsmittel benutzen müssen.
Da möchte ich wieder hin. Sonst geht es gar nicht.

Deshalb möchte ich die Autismus Abklärung machen, weil es für mich soooo schwer ist mit den Reizen und das Elvanse nicht soviel gebracht hat. Dann hätte ich die 9 Monate Zeit zu überlegen mit den Ärzten welche Medikamente mir helfen wurden.

Mein Freund nimmt mich nicht so ernst, erst wenn der SST wirklich positiv ist.

LG
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » Mi 8. Apr 2020, 09:12

Maya18Max hat geschrieben:
So 5. Apr 2020, 11:18
Mhm, ich hab deinen Beitrag gelesen. Und bin mir unsicher, wie ich damit umgehen soll.

Du schreibst du fühlst dich schwanger?! Hast du einen SST gemacht? Du schreibst auch nicht, was das mit dir macht. Und deshalb ist es für mich so schwierig dir zu antworten.

Vielleicht magst du noch ein paar mehr Worte dazu schreiben wie es dir geht...?
Ach danke für deine Gedanken.
Es geht mir gut Stimmungsmässig. Ich achte total auf mich und versuche mich nicht zu vielen Reizen auszusetzen und bin deshalb gar nicht gestresst und nervös und komme so gar nicht in diese krassen emotionalen Krisenzustände.
Ja das schwanger fühlen kommt daher, weil mir oft übel ist, ich müde bin Unterbauchschmerzen, spannende Brüste etc. Die Wahrnehmung ist wirklich anders, ich bin ruhiger, aber sehr Reizempfindlich.
SST ist noch leicht zu früh. Ich weiss das tönt doof, in der 1. SS hab ich's auch schon total früh bemerkt konnte die Symptome aber nicht einordnen.
Der Ablauf war auch irgendwie derselbe. Ich hatte so den Eindruck, dass ich keine Kontrolle darüber hatte. Das ich noch mehr durcheinander war wie sonst. Das sind vlt die Hormone und Instinkte.

Rational gesehen, wollte ich das nicht, aber die Rationalität ist nun nicht mehr da, es ist für mich okay und ich kann mich arrangieren. Ich kann einfach die Gegebenheit annehmen, wenn's so ist.
Es wäre auch anders wie beim ersten Mal, weil mein Freund ist da und würde jedenfalls versuchen sein Bestes zu geben. Das beruhigt mich ungemein.

Klar um sicher zu sein, muss ich eh erst abwarten.

LG Zoraya
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Maya18Max » So 5. Apr 2020, 11:18

Mhm, ich hab deinen Beitrag gelesen. Und bin mir unsicher, wie ich damit umgehen soll.

Du schreibst du fühlst dich schwanger?! Hast du einen SST gemacht? Du schreibst auch nicht, was das mit dir macht. Und deshalb ist es für mich so schwierig dir zu antworten.

Vielleicht magst du noch ein paar mehr Worte dazu schreiben wie es dir geht...?
zorayazia
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » Sa 4. Apr 2020, 11:06

Ich war jetzt die letzten 2 Wochen so durcheinander, vlt hat das Medikament wegen dem Virus nicht gewirkt.
Ich hatte in diesem Durcheinander ungeschützten GV mit meinem Freund und denke mal dass ich jetzt schwanger bin.
Ich fühle mich so extrem wach. Ohne Medikament.
Das kommt wohl vom vielen Östrogen.
Es ist aber erst anfangs, ich kann es noch nicht mal testen.
Ziepen im Bauch hab ich und das Gefühl den Bauch warm halten wollen.
Bin mir schon sehr sicher aber Grad am Anfang kann es ja noch so schnell weggehen.

Wenn die Befindlichkeit so bleibt brauche ich kein Medikament in der SS aber nach der Geburt kommt der grosse Absturz, das kenne ich ja schon...

Aber mit Elvanse hat's ja nicht wirklich geklappt. Ich müsste wohl mal in die Klinik für die Einstellung mit Elvanse.

Lg
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Maya18Max » Fr 13. Mär 2020, 17:38

Die Symptome kamen vom MPH. Als ich auf Elvanse umgestellt hatte, wurde es besser, dann den Beta Blocker wg. Puls abgesetzt und dann die Pille. Seit dem ist nahezu Ruhe.
zorayazia
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » Fr 13. Mär 2020, 14:24

O
Maya18Max hat geschrieben:
Fr 13. Mär 2020, 10:33
Sie haben nicht geglaubt, dass die heftigen NW, insbesondere Herzrasren mit Ruhepuls von bis zu 140 und Schwierigkeiten mit Kohlenhydraten nach dem essen (Schwindel, Benomenheit) vom Absturz des Tshs kommen.

Wert vermutlich vorher zwischen 4 bis 5 und nachher bei 1. Und der Absturz war innerhalb 3 bis 4 Wochen.

Als ich die Pille weggelassen hatte, ging es mir deutlich besser. Weil ich hatte echt Schwierigkeiten in der 2. Zyklushölfte. Da waren die o.g. Probleme am schlimmsten. Kann dir aber jetzt nicht genau sagen, was für eine art Pille (Belara) meine war.
Das ist dieselbe Dosierung wie meine.
Ohje das tönt danach, dass die Pille dieADHS Symptomatik eher verschlimmert.

Das war als Jugendliche auch mein Eindruck, aber ich habe angenommen, dass ich dort eine niedrigere Dosierung hatte, oder ohne Östrogen, da ich noch so jung war.

Mein Eindruck ist heute schon, dass es sich total verschlimmert hat. Morgens konnte ich gar nicht denken, kein Antrieb, nichtmal zum aufstehen.

Mit der Medikation wurde es leicht besser.

Aber die Baustelle ist so laut, wie ganz vor der Medikation. Uninteressantes kann ich 0 dabei bleiben, Dysphorie bei Inaktiviät, etc etc.
Vorgestern hatte ich eine tolle Tabelle erstellt, wo ich ankreuzen kann mit Zeitverlauf. Gestern hatte ich fast alle Symptome durchgehend, nur nach der Medikation 2-3h weniger.
Heute sind die Symptome aber auch nach der Medikation sehr stark.

Die körperlichen Symptome, die du beschrieben hast, können von Anspannung kommen, wenn das Medikament nicht richtig wirkt.
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