NFP und Medikamente

AD(H)S hat geschlechtsspezifische Komponenten. Hormone, insbesondere Östrogene, haben eine Auswirkung auf das Dopaminsystem. *Dieses Forum ist für Gäste lesbar.
Maya18Max
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Maya18Max » Fr 13. Mär 2020, 17:38

Die Symptome kamen vom MPH. Als ich auf Elvanse umgestellt hatte, wurde es besser, dann den Beta Blocker wg. Puls abgesetzt und dann die Pille. Seit dem ist nahezu Ruhe.
zorayazia
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » Fr 13. Mär 2020, 14:24

O
Maya18Max hat geschrieben:
Fr 13. Mär 2020, 10:33
Sie haben nicht geglaubt, dass die heftigen NW, insbesondere Herzrasren mit Ruhepuls von bis zu 140 und Schwierigkeiten mit Kohlenhydraten nach dem essen (Schwindel, Benomenheit) vom Absturz des Tshs kommen.

Wert vermutlich vorher zwischen 4 bis 5 und nachher bei 1. Und der Absturz war innerhalb 3 bis 4 Wochen.

Als ich die Pille weggelassen hatte, ging es mir deutlich besser. Weil ich hatte echt Schwierigkeiten in der 2. Zyklushölfte. Da waren die o.g. Probleme am schlimmsten. Kann dir aber jetzt nicht genau sagen, was für eine art Pille (Belara) meine war.
Das ist dieselbe Dosierung wie meine.
Ohje das tönt danach, dass die Pille dieADHS Symptomatik eher verschlimmert.

Das war als Jugendliche auch mein Eindruck, aber ich habe angenommen, dass ich dort eine niedrigere Dosierung hatte, oder ohne Östrogen, da ich noch so jung war.

Mein Eindruck ist heute schon, dass es sich total verschlimmert hat. Morgens konnte ich gar nicht denken, kein Antrieb, nichtmal zum aufstehen.

Mit der Medikation wurde es leicht besser.

Aber die Baustelle ist so laut, wie ganz vor der Medikation. Uninteressantes kann ich 0 dabei bleiben, Dysphorie bei Inaktiviät, etc etc.
Vorgestern hatte ich eine tolle Tabelle erstellt, wo ich ankreuzen kann mit Zeitverlauf. Gestern hatte ich fast alle Symptome durchgehend, nur nach der Medikation 2-3h weniger.
Heute sind die Symptome aber auch nach der Medikation sehr stark.

Die körperlichen Symptome, die du beschrieben hast, können von Anspannung kommen, wenn das Medikament nicht richtig wirkt.
Maya18Max
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Maya18Max » Fr 13. Mär 2020, 10:33

Sie haben nicht geglaubt, dass die heftigen NW, insbesondere Herzrasren mit Ruhepuls von bis zu 140 und Schwierigkeiten mit Kohlenhydraten nach dem essen (Schwindel, Benomenheit) vom Absturz des Tshs kommen.

Wert vermutlich vorher zwischen 4 bis 5 und nachher bei 1. Und der Absturz war innerhalb 3 bis 4 Wochen.

Als ich die Pille weggelassen hatte, ging es mir deutlich besser. Weil ich hatte echt Schwierigkeiten in der 2. Zyklushölfte. Da waren die o.g. Probleme am schlimmsten. Kann dir aber jetzt nicht genau sagen, was für eine art Pille (Belara) meine war.
zorayazia
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » Fr 13. Mär 2020, 10:26

Maya18Max hat geschrieben:
Fr 13. Mär 2020, 10:15
Ich wäre mit Hormonen zusätzlich zu den Adhs Medikamenten sehr vorsichtig.

Mir selbst hat es alles zerschossen mit Schilddrüsen Medikamenten und MPH. Das MPH hat sich dermaßen auf den Wert der Schilddrüse ausgewirkt, dass ich schnell von einer Unterfunktion in eine Überfunktion kam. Keiner hat es bemerkt und auch lange nicht geglaubt.

Das war über Jahre kein Spass... richtig übel und heftig.
Warum nicht geglaubt?
Wie waren dann die Blutwerte?
Edit: das ist doch normal, dass man von der Unterkunft in in die Überfunktion kommt?

Laut Martin Winkler soll sich die Verhütungspille mit Östrogen stabilisierend auf ADHS und die Problematik der zweiten ZH auswirken.
Aber er ist die einzige Quellenangabe, bei allen Texten, wo das so steht.

Zusätzliches Phytoöstrogen hat mir jedenfalls geholfen.
Maya18Max
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Maya18Max » Fr 13. Mär 2020, 10:15

Ich wäre mit Hormonen zusätzlich zu den Adhs Medikamenten sehr vorsichtig.

Mir selbst hat es alles zerschossen mit Schilddrüsen Medikamenten und MPH. Das MPH hat sich dermaßen auf den Wert der Schilddrüse ausgewirkt, dass ich schnell von einer Unterfunktion in eine Überfunktion kam. Keiner hat es bemerkt und auch lange nicht geglaubt.

Das war über Jahre kein Spass... richtig übel und heftig.
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » Fr 13. Mär 2020, 10:10

Hibbelanna hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 20:26
zorayazia hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 18:10
NFP und Kondome in der unsicheren Zeit sind sehr sicher, sicherer als die Pille. Höherer PI.
Woher hast Du diese Info?
Lt. Pro Familia:
https://www.profamilia.de/themen/verhue ... hmung.html
"Wer nicht schwanger werden will, darf in den fruchtbaren Tagen kein Vorejakulat und Samen in die Scheide bringen. Das sind bei 24 bis 32 Tage langen Zyklen meist 10 bis 18 Tage."
"Wer in der fruchtbaren Zeit Kondom oder Diaphragma benutzt, hat nur deren Sicherheit (Pearl Index 2 – 5) "
Auf gut Deutsch: das ist in der fruchtbaren Zeit russisch Roulette.

In der unsicheren Zeit würde ich Teetrinken. Also nicht davor oder danach - sondern anstatt. Und wenn dem Partner ein Gummi nicht kommod ist - naja, dann hat er halt Pech. Muss Mann sich halt was ausdenken.
zorayazia hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 18:10
Und ich würde das unmedikamentiert gar nicht auf die Reihe bringen.
Eben.
zorayazia hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 18:10
Und man wird dann ja auch anders...
Das kann u.U. ein Vorteil sein. Deutlich weniger PMS, alles ein wenig berechenbarer....
Voraussetzung ist, dass man das Rauchen lässt. Ist die Frage, wieviel Du rauchst.

Klar, ist alles Dein Ding. Ich als altes ADHS-Muddi nehm mir aber einfach mal den Rat raus...
Der PI ist laut dieser Info j dann gleich viel, wie wenn man nur mit Kondom verhütet. Und das machen ja auch viele.

Also es ist nun eindeutig, dass die Medikamente bei mir in der zweiten ZH wenig bis gar nicht und kürzer wirken (auch bei Dosis Erhöhung) und meine ADHS Symptome stärker sind (war auch vor der Medikation).
Viele körperliche Symptome die ich hatte kommen von der starken körperlichen Anspannung. Die PDMS Symptome passen auch dazu.


Habe gestern mit der Pille angefangen Östrogen 30mikro und Levonorgestrel.

Der FA sagt durch die Gestagene kommt die Körpereigene Produktion von Sexualhormonen zum erliegen.

Wenn es nun nicht besser würde und ev dauerhaft wie in der zweiten ZH Wäre, musste man das Östrogen erhöhen oder?

Heute noch keine Verbesserung der ADHS, eher noch schlimmer.

Der FA hat gezögert wegen dem rauchen, aber ich rauche nur, weil die Medis nicht wirken. Z.b. kann ich nicht einschlafen wegen der Gedanken und die Zigarette hilft dann.

Priorität ist für mich die ADHS behandeln, dann kann ich aufhören zu rauchen. Das Tromboserisiko finde ich der Einschränkung der ADHS gegenübergestellt nun weniger schlimm.
Zuletzt geändert von zorayazia am Fr 13. Mär 2020, 10:21, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Hibbelanna » Di 10. Mär 2020, 20:26

zorayazia hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 18:10
NFP und Kondome in der unsicheren Zeit sind sehr sicher, sicherer als die Pille. Höherer PI.
Woher hast Du diese Info?
Lt. Pro Familia:
https://www.profamilia.de/themen/verhue ... hmung.html
"Wer nicht schwanger werden will, darf in den fruchtbaren Tagen kein Vorejakulat und Samen in die Scheide bringen. Das sind bei 24 bis 32 Tage langen Zyklen meist 10 bis 18 Tage."
"Wer in der fruchtbaren Zeit Kondom oder Diaphragma benutzt, hat nur deren Sicherheit (Pearl Index 2 – 5) "
Auf gut Deutsch: das ist in der fruchtbaren Zeit russisch Roulette.

In der unsicheren Zeit würde ich Teetrinken. Also nicht davor oder danach - sondern anstatt. Und wenn dem Partner ein Gummi nicht kommod ist - naja, dann hat er halt Pech. Muss Mann sich halt was ausdenken.
zorayazia hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 18:10
Und ich würde das unmedikamentiert gar nicht auf die Reihe bringen.
Eben.
zorayazia hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 18:10
Und man wird dann ja auch anders...
Das kann u.U. ein Vorteil sein. Deutlich weniger PMS, alles ein wenig berechenbarer....
Voraussetzung ist, dass man das Rauchen lässt. Ist die Frage, wieviel Du rauchst.

Klar, ist alles Dein Ding. Ich als altes ADHS-Muddi nehm mir aber einfach mal den Rat raus...
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » Di 10. Mär 2020, 18:10

Hibbelanna hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 14:31
Öhm.. ganz echt: mit ADHS solltest Du Dir möglichst eine Dreimonatsspritze verpassen lassen.... :oops: :mrgreen:

Unerwünschte Schwangerschaften sind bei Frauen mit ADHS überstatistisch häufig. https://www.adhspedia.de/wiki/ADHS_bei_Frauen
wenn's dann mit dem Schlafrhythmus nicht klappt, würde ich definitv eine andere, sicherere Methode wählen.
Grade wenn man auch für Stress sehr anfällig ist, stelle ich mir das sehr riskant vor.
Aber klar: für eine Zeit mal messen schadet sicherlich nicht - dann weiß frau, wie sie tickt.
Ja das weiss ich.
NFP und Kondome in der unsicheren Zeit sind sehr sicher, sicherer als die Pille. Höherer PI.
Mein Freund findet Kondome so unangenehm, dass dann auch der Sex nicht toll ist, weswegen ich mir ein Dia anfertigen hab lassen, aber das ist mir eigentlich zu riskant.

Ich hab die Pille als jugendliche auch nicht vertragen.
Mein Arzt halt immer noch nichts davon, dass die Hormone die Mediwirkung beeinflussen.

Ich werd mal messen, das ist das normale Vorgehen bei NFP, zuerst ein Testlauf um die Störfaktoren herauszufinden und zu sehen, ob man die Kurve auswerten kann.

Nach erfolgreicher Eindosierung wird es wohl eine Konstante geben, ich hatte nur die Befürchtung, dass die Medis im Allgemeinen die Temperatur erhöhen.
Mein Arzt hat nun auch geraten zweimal täglich dieselbe Dosierung zu nehmen, also es wird wohl bald Konstanz sein.

Über die Pille habe ich nun schon einige Monate nachgedacht. Ich rauche aber zurzeit wieder und die Medis machen doch auch die Durchblutung schlechter und mit der Pille steigt doch dann das Trombose Risiko.

Und man wird dann ja auch anders...

Also irgendwie weiss ich auch nicht.
Die Belastung wäre schon sehr hoch mit noch einem kleinen ADHSler hier...
Und ich würde das unmedikamentiert gar nicht auf die Reihe bringen.
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Maya18Max » Di 10. Mär 2020, 15:41

Ich hab es nicht getestet, weil es mir zu unsicher ist. Habe Jahrelang die Pille genommen, die mir sehr geschadet hat. Das schwierige ist, dass die Hormone UND die Medis aufeinander Auswirkungen haben und der komplette Stoffwechsel durcheinander kommt.

Ich würde aber dennoch auch keine andere Hormonelle Verhütung nehmen, weil das den Körper dermaßen durcheinander bringt.
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Re: NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von Hibbelanna » Di 10. Mär 2020, 14:31

Öhm.. ganz echt: mit ADHS solltest Du Dir möglichst eine Dreimonatsspritze verpassen lassen.... :oops: :mrgreen:

Unerwünschte Schwangerschaften sind bei Frauen mit ADHS überstatistisch häufig. https://www.adhspedia.de/wiki/ADHS_bei_Frauen
wenn's dann mit dem Schlafrhythmus nicht klappt, würde ich definitv eine andere, sicherere Methode wählen.
Grade wenn man auch für Stress sehr anfällig ist, stelle ich mir das sehr riskant vor.
Aber klar: für eine Zeit mal messen schadet sicherlich nicht - dann weiß frau, wie sie tickt.
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NFP und Medikamente

Ungelesener Beitrag von zorayazia » So 8. Mär 2020, 09:56

Kennt ihr NFP zur Verhütung?
Für die Tempi messung sollte man ja regelmässig und tief schlafen, das ist mit den Medis nicht mehr so gegeben.

Werd mal messen und schauen, ob's geht.

Macht sonst noch jemand NFP?
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