Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Sa 18. Jan 2020, 12:09

"Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" https://www.google.de/search?hl=de&sxsr ... dSQnD3uroU

Brad Pitt, irgendwie galt der halt immer als Mainstream, aber ich wurde das nie los, diesen Gedanke an ADHS bei Brad Pitt
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Nono » Sa 18. Jan 2020, 10:06

Viele Westernhelden...? Ich schaue ja keine Filme an, absr würden die Haudraufs, die Goetz George und dieser Bruce - Irgendwas spielen, passen?
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Sa 18. Jan 2020, 01:26

Der sehr kreative Plot von "Matrix"
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Sa 18. Jan 2020, 01:25

"Momo" von Michael Ende... da hab ich gerade dran gedacht, wo ich den Beitrag von Cassiopeia im anderen Thread gelesen habe...

Momo, das Straßenkind in Neapel oder Palermo, ich tippe nämlich, dass die Vorlage für die Stadt bei Momo Neapel oder Palermo war...
Zuletzt geändert von Overthesky am Sa 18. Jan 2020, 01:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Falschparker » Sa 18. Jan 2020, 00:45

In dieser Woche wurde/wird die 15. und vorläufig letzte Folge Deutschland hat keine Pferde mehr der WDR-Krimihörspielreihe Task Force Hamm gesendet. Vorläufig letzte, weil, äh na gut ich will lieber nichts verraten. Jedenfalls wird die Reihe, falls sie wirklich fortgesetzt werden sollte, was ich aber nicht glaube, nie wieder so sein wie bisher.

Sehr deutlich scheint zu sein, dass nicht nur Georg Latotzke, der typische ADHS-ler und gleichzeitig die symphatischste Figur der Serie, sondern mehr oder weniger alle Ermittler, Opfer und Zeugen ADHS-Symptome zeigen. Vorderbäumen "kämpft seit Jahren gegen das System", d. h. gegen seine Frühpensionierung, auch weit über das Alter der regulären Pensionierung hinaus. Ditters, "im falschen Körper geboren", was "aber sein kleinstes Problem ist", und nur in der allerersten Folge von 2010 Task Force Hamm und dieser mitspielend (damals als Mann, jetzt als Frau), ist die Frechheit in Person. Scholz, spielsüchtig und nicht nur in seiner Freizeit ein Zocker, taucht in dieser Folge gar nicht auf (er sei zur Kur in Bad Berleburg, heißt es). Auch das leider ein Indiz dafür, dass es nicht weiter gehen wird.

Schade, ich habe die Figuren richtig ins Herz geschlossen. Besonders Latotzke.

Alle Folgen kann man auf Youtube nachhören.
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Mi 15. Jan 2020, 00:44

Neulich auf dem Weihnachtsmarkt in Basel am Trödelstand in einem Buch von Karl May herum geblättert, dass ich als Jugendlicher gelesen hab ("Der Schut")... die nervige Deutschtümelei in Karl May's Büchern entsprach dem damaligen Zeitgeist... die Masse an Büchern und die kreativen und eben sehr wohl spannenden, fesselnden Plotlines in Karl May's Büchern, ohne ADHS geht das gar nicht...
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Di 14. Jan 2020, 20:36

letztes Jahr wurde eine Veröffentlichung des Psychiatrie-Professors Marco Catani von der Elite-Universität King´s College in London zu Leonardo da Vinci und ADHS medial aufgegriffen https://www.wissenschaft.de/gesellschaf ... inci-adhs/
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Di 14. Jan 2020, 20:33

Tom Sawyer und Huckleberry Finn natürlich auch nicht vergessen...
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Di 14. Jan 2020, 20:21

Nun stimme ich Neuhaus im Kern zu, wonach ADHSler die einzigen genuin kreativen und innovativen Menschen seien... mein Bruder ist auch ausgesprochen kreativ, hat aber kein manifestes ADHS, wohl aber Merkmale einer ADHS-Persönlichkeit, also mit der Aussage von Neuhaus, die mauss man differenziert betrachten... jemand komplett ohne ADHS ist glaube ich tatsächlich nicht zu genuiner Kreativität in der Lage, so jemand arbeitet als Schriftsteller dann oft nach dem Baukasten-Prinzip, Bewährtes wird zusammengebaut in einer neuen Geschichte... wer mir da noch einfällt mit ADHS gerade auch wegen dem gigantischen Nachhall, den sein kreatives Schaffen auf die Geschichte der Literatur gehabt hat , Shakespeare , zu Shakespeare habe ich unter dem Pseudonym Nightshadow mal einen Artikel bei Steemit verfasst, ich nehme mir die Chuzpe heraus und verlinke hier darauf https://steemit.com/adhs/@nightshadow12 ... ir-treffen
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Falschparker » Di 14. Jan 2020, 10:42

Overthesky hat geschrieben:
So 12. Jan 2020, 17:02
Schiller von dem, was biographisch über ihn überliefert ist, ist sogar noch auffälliger als der hinischtlich ADHS eher subtil erkennbare Goethe. Auch was das Wesen und die Inhalte der Literatur von Schiller angeht wie "Die Räuber", "Kabale und Liebe" , das ist auch passion and power, nichts anderes als ADHS im Grunde.
Das sehe ich auch so. Schiller hat den Unterschied zwischen Karl und Franz Mohr ja gut herausgearbeitet, der eine intrigiert geplant gegen seinen Bruder, der andere rebelliert impulsiv, und schließt sich einer Räuberbande an, wo er auf andere Impulsive trifft.

Auch der Gegensatz zwischen Schiller und Goethe ist aufschlussreich- Schiller wollte sich nicht anpassen und ging lieber ins Exil.
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Overthesky » So 12. Jan 2020, 17:02

Addy Haller hat geschrieben:
Sa 11. Jan 2020, 21:02
Overthesky hat geschrieben:
Sa 11. Jan 2020, 20:06
und nicht zu vergessen: Goethe und Schiller mit Sturm und Drang
Schiller eher nein, Goethe defintiv ja - würde ich sagen.

Nicht umsonst schrieb Goethe: "Alles in der Welt lässt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen!"

Wenn daraus mal nicht die ADHS-typische Grundgereiztheit spricht... ;)
Schiller von dem, was biographisch über ihn überliefert ist, ist sogar noch auffälliger als der hinischtlich ADHS eher subtil erkennbare Goethe. Auch was das Wesen und die Inhalte der Literatur von Schiller angeht wie "Die Räuber", "Kabale und Liebe" , das ist auch passion and power, nichts anderes als ADHS im Grunde.
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Falschparker » So 12. Jan 2020, 02:26

Overthesky hat geschrieben:
Sa 11. Jan 2020, 15:09
RIP Wolfgang Herrndorf... beim Gedanke an "Tschick" bekomm ich Bock, mal wieder loszufahren ;) (war über Weihnachtsferien 3300 km durch Frankreich gefahren)... und zwar Richtung Walachei... und dann von da noch weiter bis Athen... wer sich ständig nur über die Unzulänglichkeit des eigenen Lebens beklagt, der vergisst angesichts dessen Endlichkeit zu leben... la vie est belle, raus aus den eigenen 4 Wänden und hinaus in die Welt!
Ja, aber auf die Quantität an Kilometern kommt es nicht an, so furchtbar weit waren Maik und Tschick ja auch nicht gekommen. ;)
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Sa 11. Jan 2020, 21:02

Overthesky hat geschrieben:
Sa 11. Jan 2020, 20:06
und nicht zu vergessen: Goethe und Schiller mit Sturm und Drang
Schiller eher nein, Goethe defintiv ja - würde ich sagen.

Nicht umsonst schrieb Goethe: "Alles in der Welt lässt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen!"

Wenn daraus mal nicht die ADHS-typische Grundgereiztheit spricht... ;)
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Sa 11. Jan 2020, 20:09

sieht auch Winkler jetzt nicht komplett anders btw https://adhsspektrum.com/2019/08/18/neu ... entdecken/
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Sa 11. Jan 2020, 20:06

und nicht zu vergessen: Goethe und Schiller mit Sturm und Drang
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Sa 11. Jan 2020, 15:11

Plus: angesichts der unermüdlichen Masse an Phantasy-Literatur, die er erschaffen hat: Wolfgang Hohlbein , ich glaube, so viele Romane zu schreiben, ohne ADHS schafft man das gar nicht...
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Overthesky » Sa 11. Jan 2020, 15:09

Falschparker hat geschrieben:
Fr 10. Jan 2020, 00:13
Nicht zu vergessen die Titelfigur in Tschick.
RIP Wolfgang Herrndorf... beim Gedanke an "Tschick" bekomm ich Bock, mal wieder loszufahren ;) (war über Weihnachtsferien 3300 km durch Frankreich gefahren)... und zwar Richtung Walachei... und dann von da noch weiter bis Athen... wer sich ständig nur über die Unzulänglichkeit des eigenen Lebens beklagt, der vergisst angesichts dessen Endlichkeit zu leben... la vie est belle, raus aus den eigenen 4 Wänden und hinaus in die Welt!
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Falschparker » Fr 10. Jan 2020, 00:13

Nicht zu vergessen die Titelfigur in Tschick.
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Andromache » Do 9. Jan 2020, 22:55

@Nono
Ja, das kann ich nur bestätigen. Man sieht uns spürt es überall...das Aussergewöhnliche und Unangepasste, modisch wie geistig.
Man denke nur an Monty Python...einfach genial schräger und pöser Humor! ;-)
"Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit."
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Re: Offene und verdeckte ADHS-Spektren in Filmen

Ungelesener Beitrag von Nono » Do 9. Jan 2020, 22:25

Andromache hat geschrieben:
So 15. Dez 2019, 17:10
...
Aber abgesehen von Krimis wird auch in Familienfilmen das Anderssein behandelt. Heute habe ich mal wieder Paddington geschaut, die Geschichte eines Bären, der in London eine neue Heimat sucht. Und zum ersten Mal fiel mir das wunderbare Statement am Ende des Films auf:

"Mrs. Brown sagt, dass in London jeder anders ist, und das bedeutet, dass jeder anders sein darf. Ich denke, sie muss Recht haben - denn obwohl ich nicht wie jemand anderes aussehe, fühle ich mich wirklich zu Hause. Ich werde nie wie andere Leute sein, aber das ist in Ordnung, weil ich ein Bär bin. Ein Bär namens Paddington."

Ein wundervolles Statement, welches das eigene Annehmen des Anderssein und auch dessen Akzeptanz durch das Umfeld thematisiert. Und jetzt weiß ich endlich, warum ich mich in London so wohl gefühlt habe. ;-)
Tony Attwood sagt in seinem Buch "Ein ganzes Leben mit Asperger", dass in Großbritannien Exzentriker gesellschaftlich akzeptiert sind und sogar bewundert werden... das habe ich schon vor drei, vier Jahren gelesen und es ist mir tagtäglich im Kopf... ich hatte schon immer Freunde, die irgendwie "anders" waren oder irgendwie "einen Schuss" hatten, auch als Kind, und damals war mir das in der Grundschule schon ganz bewusst, ich erinnere mich noch gut an mehrere "besondere" Freunde... und als ich das erste Mal in England war, fand ich es absolut cool, dieses teilweise echt Schrullige...
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