Umgang mit Stress

Alles, was AD(H)S spezifisch bei Erwachsenen betrifft, sofern es nicht besser in den medizinischen Bereich passt (z.B. Diagnose). Dieses Forum ist auch für NIchtmitglieder lesbar.
MelaMela
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von MelaMela » Fr 14. Feb 2020, 12:14

The Work kenne ich.
Eine gute geistige Methode
Ich bin nur in dem Moment auch körperlich zu sehr außer Rand und Band , dass rein geistig erst wieder etwas machbar ist, wenn ich beruhigter bin.
Ich versuche es mit Atmen...nur muss ich mir noch was überlegen, was ich tun kann, wenn ich im Stressmoment nicht aus der Situation kann..bin heute zum Beispiel bei der Arbeit total unkonzentriert und down.Dazu noch Spezialaufgaben und Neues...Kollege ist heute nervig da ironische Bemerkungen,die ich in so Zuständen nicht ab kann.
Jetzt hab ich Pause über Mittag und gehe spazieren.
Liebe Grüße
Elementary
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von Elementary » Do 13. Feb 2020, 20:16

Danke für die tollen Tipps, auch für die Mitleser wertvoll.

@MelaMela In solchen Situationen "ausgeliefert im eigenen Gefühlssturm" könnten vielleicht auch die vier Fragen von Byron Katie (The work) helfen. Kennst Du vielleicht schon: https://thework.com/wp-content/uploads/ ... heWork.pdf.

Manchmal erreiche ich mich damit auch noch ganz gut, wenn ich hochgeschaukelt bin, vor allem
mit der sog Umkehrung nach den Fragen. Denn "absolut sicher wissen" kann man ja selten, was man sich dann so als "Der Kollege hätte mich ansprechen sollen" in Dauerschleife erzählt. Und eine testweise Umkehrung könnte dann sein "Er hätte mich nicht ansprechen sollen." oder "Ich hätte ihn ansprechen sollen. Könnte das genauso wahr sein?"

Funktioniert v.a. vorsichtig und in Verbindung mit Selbstakzeptanz, weil es ja nicht um Schuldumverteilung geht, sondern nur um ein kleines bisschen Loslösen (3, 4 Prozent) von solchen unangenehm festen 110 %-Schwarz-Weiß-Überzeugungen. Schlüsseltrick manchmal: "Wer wärst Du ohne den Gedanken?". Dann hättest Du die unfreiwillige Sabine-Auszeit... vielleicht in mehr Frieden mit Dir erlebt. Aber Vollmilch hilft auch. ;-) Einschlafen auch manchmal. Wie ein Reboot.
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Nono
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von Nono » Do 13. Feb 2020, 19:49

... ich wollte nicht nur den Buddhism Guide empfehlen aus dem Insight Timer, da sind noch unendlich viele andere gute Sachen dabei und auch viele, die sehr ähnliche Übungen haben wie seine. Ich kann mir nur von vielen anderen nicht die Namen merken.

Ekram Bsiri gefällt mir auch, Caren Egger, Frank Cibulski... aber wie gesagt... es gradezu überwältigend.

Ich finde leider manche gute Sachen nicht mehr wieder, die ich mal markiert hatte, bevor ich mich leider, als ich gezahlt hatte, dann mit einer andern Email angemeldet habe.
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Nono
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von Nono » Di 11. Feb 2020, 16:21

Dreamy hat geschrieben:
Di 11. Feb 2020, 10:40
@Nono Wenn ich Atemmeditation ausprobiere, komme ich schwer aus der Anspannung raus und kriege sowas wie Angstgefühle (oder die sind eh da und ich nehme sie dann richtig wahr). Kennst du das und lässt das nach, wenn man es öfters tut?

Womit ich keine Probleme habe, ist Schlafmeditation und eine bestimmte Body Scan-Meditation, auch die letztgenannte mache ich im Liegen.

Ich glaub, das Sitzen ist das Schwerste für mich, ich sitze immer sehr angespannt und im Liegen kann ich viel besser entspannen, wenn ich aber Achtsamkeit auf den Atem im Alltag lernen will, muss ich es im Sitzen lernen, da kann ich mich ja nicht überall einfach hinlegen.

Ich bin wirklich kaum in der Lage, entspannt zu sitzen, muss immer die Beine hochnehmen oder verknoten oder sonstwas. Am liebsten würd ich in einer Art Zwangs-Anzug sitzen, der mich so richtig schön zusammen hält.

Hast du dazu einen Tipp oder wie war es bei dir am Anfang?
Zu deiner Frage bezüglich der Atmung würde ich raten, die Atmung nicht zu stark über mehrere Atemzüge hinweg aktiv zu steuern. Wichtig ist eigentlich, dass man erstmal eine natürliche Atmung beibehält. Ich kriege auch Probleme, wenn ich über längere Zeit den Atem irgendwie beeinflusse.

Ich habe in der Insight Timer App gute Erfahrung gemacht mit dem Buddhism Guide, das ist ein britischer Lehrer, der Mönch ist in Indien und ganz nette kurze Übungen anleitet. Bei ihm ist es so: er lässt einen dreimal tief ein und ausatmen und danach soll man wieder natürlich atmen und den Atem nicht irgendwie steuern. So kenne ich es auch von vielen anderen geleiteten Übungen, die ich im Insight Timer oder anderswo gemacht habe.

Zum Sitzen - ich mache grundsätzlich alle Übungen im Liegen, anders kann ich persönlich es nicht und es tut dem auch keinen Abbruch.

Im Alltag bei der Arbeit ist es ja immer nur kurz das Üben... ich denke, man kann das schon von Liegen auf das Sitzen übertragen.

Alles Gute Dir!
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von Dreamy » Di 11. Feb 2020, 10:40

@Nono Wenn ich Atemmeditation ausprobiere, komme ich schwer aus der Anspannung raus und kriege sowas wie Angstgefühle (oder die sind eh da und ich nehme sie dann richtig wahr). Kennst du das und lässt das nach, wenn man es öfters tut?

Womit ich keine Probleme habe, ist Schlafmeditation und eine bestimmte Body Scan-Meditation, auch die letztgenannte mache ich im Liegen.

Ich glaub, das Sitzen ist das Schwerste für mich, ich sitze immer sehr angespannt und im Liegen kann ich viel besser entspannen, wenn ich aber Achtsamkeit auf den Atem im Alltag lernen will, muss ich es im Sitzen lernen, da kann ich mich ja nicht überall einfach hinlegen.

Ich bin wirklich kaum in der Lage, entspannt zu sitzen, muss immer die Beine hochnehmen oder verknoten oder sonstwas. Am liebsten würd ich in einer Art Zwangs-Anzug sitzen, der mich so richtig schön zusammen hält.

Hast du dazu einen Tipp oder wie war es bei dir am Anfang?
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Nono
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von Nono » Di 11. Feb 2020, 07:50

Mich versetzt die Medikation in die Lage, mit den Apps zu üben. Ich muss das zweimal am Tag machen, besser wäre, zwischendurch zusätzliche mini Pausen zu machen. An die könnte Insigt Timer erinnern. Es gibt auch ein oder zweiminütige kurze Übungen oder Relaxmusik.

Wichtig ist, dass man sich das entspannte Gefühl beim üben gut einprägt und sich dieses Gefühl vorstellt, wenn man beim nächsten Mal übt. Dann stellt es sich schneller ein und man übt allmählich mit zunehmender Wirkung. Am Anfang darf man sich noch nicht viel erwarten, aber nach ein paar Tagen merkt man schon dieses "Gefühl" und dann heißt es dranbleiben! 😀
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Di 11. Feb 2020, 07:05

Nein. So einfach ist das leider nicht. Aber ich setze darauf, dass es mir damit langfristig besser gelingen wird, den Stresslevel insgesamt abzusenken, so dass solche Situationen, die ich natürlich auch kenne, nicht so heftig ausfallen.
„Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch sieben Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe.“ - Eckart von Hirschhausen
MelaMela
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von MelaMela » Mo 10. Feb 2020, 23:55

Was mich vor allem mal interessieren würde: durch die ganzen Dinge, die ihr tut oder nehmt, merkt ihr das, dass ihr die Symptome von Stress bei ADS oder ADHS nicht mehr habt?
MelaMela
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von MelaMela » Mo 10. Feb 2020, 23:54

Danke für Eure Antworten

MBSR..da hab ich noch nie was davon gehört und klingt interessant.Oft höre ich Podcasts mit positiven Gedanken, aber natürlich die Ruhe im Stress bringt es auch nicht
Ich schaue mir das jetzt auch an diese App ,kann ich jetzt gleich auch mal machen, so eine Entspannung

Sertralin :habe ich es nicht mehr genommen, und das Zittern ist nun weg. Der Arzt meinte damals zu mir, dass es Elvanse nur in der Dosierung von 30 mg allgemein gibt und andere gibt es nicht
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Nono
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von Nono » Mo 10. Feb 2020, 22:53

Also eigentlich fällt mir jetzt dazu für dich ein MBSR Kurs ein... die Krankenkassen sponsorn die, weil das System der Kurse standardisiert ist.

Einerseits übt man Body scan, Atem-Meditation, offenes Gewahrsein. Andererseits spricht man über Stress, die Auslöser, die Kommunikationstheorie und dass man Gefühle auch verbal von sich trennen lernen kann und wie das geht.

Das könnte wahrscheinlich sehr hilfreich für dich sein... dann hast du was an der Hand, wenn du wieder mal abdrehst und Schoki futterst.

Ich habe vor einem Jahr so einen Kurs gemacht und muss sagen, es war genial. Ich zehre bis heute davon. Es ist ein bisschen wie eine Therapie, aber man ist nicht so eng drin. Vieles kann und sollte man, aber man fliegt nicht wie einer Therapie raus, wenn man irgeindwo blockiert.

Schau mal auf die Homepage deiner Kasse oder frag mal nach. Es ist eine sehr anerkannte Methode, die auch in Kliniken vermittelt wird.

ES gibt auch die App Die Achtsamkeit die etwas ähnlich ist und auch die App Insight Timer, in der man sich aber als Anfänger nicht ganz so leicht zurechtfindet, da ist einfach zu viel drin. Aber es gibt auch Kurse, die toll sind. Kann aber sein, dass man da erstmal zahlen muss. Vielleicht aber auch nicht...

Wirklich, das ist was, das du tun kannst, das die jederzeit zur Verfügung steht! Probier vielleicht zuerst die App Die Achtsamkeit aus, das ist ein guter Weg für Anfänger und von Profis gemacht!
Anders
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von Anders » Mo 10. Feb 2020, 22:50

MelaMela hat geschrieben:
Mo 10. Feb 2020, 21:54
ich hab mich wirklich zu geknallt mit Schokolade und viel viel Fernsehen, aber das hat mich jetzt runter gebracht.Dieses so genannte -ich nenne es abschießen-,
Wenn Glotze und Schoki da was taugt, ist doch okay.. da kenne ich schlimmere Möglichkeiten, sich abzuschießen ;)
Aber schön, das du dich beruhigt hast!
MelaMela hat geschrieben:
Mo 10. Feb 2020, 21:55
Zum Thema Dosierung: ich habe wieder mal einen Arzt, der mir zwar etwas Neues verschreibt, aber gemeint hat, es gibt nur 30 mg davon, was überhaupt nicht stimmt. D.h., entweder suche ich mir wieder einen neuen Arzt aber das hat wie immer keine Hoffnung, weil die selber überhaupt keinen Plan haben. Und dann denke ich ich muss wieder selber in der Dosis herum spielen. Aber ob ich jetzt mehr oder weniger nehmen soll das ist eine gute Frage
Ach ja, das Thema hatten wir ja erst.. kann es nicht sein das er sich blöd ausgedrückt hat und das ein Missverständnis war? Weil 30mg die Dosis ist mit der idR gestartet wird, und nicht höher.. also das für dich, zum damaligen Zeitpunkt nur die 30er in Frage kommen!? Nimmst du das Sertralin noch?
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von MelaMela » Mo 10. Feb 2020, 22:01

Ja, das stimmt, die Leute können gar nicht nachvollziehen, was da emotional mit mir vorgeht. Das ist mir früher auch schon passiert, zum Beispiel wenn ich mich mit dem Auto verfahren habe und völlig ausgerastet bin. Ich denke, mit dem Kollegen, das stimmt schon, er hat wahrscheinlich gedacht er hätte mir indirekt einen Gefallen getan und ich hab jetzt einen schönen freien Tag.
Ich nimm das alles viel zu ernst, ich weiß. Leider weiß ich es nicht in dem Augenblick sondern immer erst hinterher und das ist das Problem, dass es vorher besser ist, dass nicht in diesem Gefühlsrausch mit irgend jemand zu sprechen, weil es dann eskalieren kann
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von MelaMela » Mo 10. Feb 2020, 21:55

Zum Thema Dosierung: ich habe wieder mal einen Arzt, der mir zwar etwas Neues verschreibt, aber gemeint hat, es gibt nur 30 mg davon, was überhaupt nicht stimmt. D.h., entweder suche ich mir wieder einen neuen Arzt aber das hat wie immer keine Hoffnung, weil die selber überhaupt keinen Plan haben. Und dann denke ich ich muss wieder selber in der Dosis herum spielen. Aber ob ich jetzt mehr oder weniger nehmen soll das ist eine gute Frage
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von MelaMela » Mo 10. Feb 2020, 21:54

Danke für eure Antworten. Das hilft mir sehr, auch über mich selbst nachzudenken. Alleine, da kreise ich immer um den gleichen Kram und komme nicht weiter.
Jetzt habe ich mich wieder etwas beruhigt, ich muss dazu sagen, ich hab mich wirklich zu geknallt mit Schokolade und viel viel Fernsehen, aber das hat mich jetzt runter gebracht.Dieses so genannte -ich nenne es abschießen-, brauche ich manchmal um wieder“ normal“ zu werden also einfach wieder runter zu kommen.Jetzt versuche ich wieder ein bisschen erwachsener und sachlicher an die Sache heran zu gehen: Ich vermute, der Kollege hat einfach seinen Trott, und er versteht das überhaupt nicht, was ich da denke.Ich finde, ich sollte es nicht ansprechen, weil es ja meine Erwartungshaltung ist, und das darf man nicht an andere herantragen, höchstens wenn ich eine Beziehung mit ihm hätte.
Es war sehr gut, dass es heute nicht mehr mit der Arbeit geklappt hatte, ich glaube, das wäre nicht gut gewesen, weil ich selbst das nicht verbergen hätte können, wie ich mich gefühlt hätte. Man hätte es mir angemerkt. Diese Gefühlsausbrüche, die kommen in letzter Zeit immer wieder, ich habe so Phasen, da bin ich viel relaxter. Aber momentan ist es sehr sehr schwierig- da ist es unheimlich schwer, entweder den Mund zu halten, oder bei sich und entspannt und in der Mitte zu sein. Ich hab momentan das Gefühl, ich spüre mich selber kaum, aber weiß auch nicht so wirklich, wie ich da wieder hinkomme. Das schlimme ist, dass ich manchmal denke quasi :Irgendwas macht etwas mit mir und nicht ich mit mir als ob irgendwas passiert was ich nicht lenken kann. Und das ist das blöde, diese mangelnde Kontrolle über sich selbst und nicht in der inneren Ruhe zu sein.
Anders
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von Anders » Mo 10. Feb 2020, 21:49

MelaMela hat geschrieben:
Mo 10. Feb 2020, 15:03
Das jetzt, ist nicht optimal aber es ist das einzige was ein bisschen entspannt
Vielleicht kannst du noch was an der Dosierung verbessern.. hast du schon viel damit rumprobiert?
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Nono
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von Nono » Mo 10. Feb 2020, 21:20

Oh nicht schön... über solche Fragen kann ich mich auch ewig und endlos wahnsinnig aufregen und ärgern... fresse es in mich hinein und so ein Gedanke kann mich auch wochen- und manchmal jahrelang beschäftigen...

Ja wenn du den Kollegen nicht mal irgendwann fragst, wird es dich noch im hohen Alter beschäftigen, wieso er dich nicht mitgenommen hat, wer weiß... das wäre ja auch wieder bescheuert...
Anders
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von Anders » Mo 10. Feb 2020, 19:59

MelaMela hat geschrieben:
Mo 10. Feb 2020, 12:56
Aber das kann ich echt nicht verstehen, das wäre nicht mal 15 Minuten Fahrzeit gewesen, mich abzuholen, dann hätte er nicht alleine arbeiten müssen, das verstehe ich einfach nicht, er hätte mich doch abholen können mit dem Auto.
Da kann ich auch nur mutmaßen. Ich zum Beispiel habe morgens oft mehr als genug damit zu tun, selbst pünktlich auf die Arbeit zu kommen.. eine viertel Stunde hab ich da eigentlich für garnichts 'über', was viele auch nicht verstehen können :?

Vielleicht wollte er bei einem Sturm, wo sogar der Bahnverkehr ausgesetzt wird.. auch einfach selbst kein Risiko eingehen und nur soviel wie unbedingt nötig fahren!?

Der Kollege konnte ja auch garnicht wissen, was es für dich für ein Gefühlschaos bedeutet, nicht zur Arbeit zu können!
In seiner Welt hattest du heute äähm.. 'Sturmfrei' ;) Und er meint vielleicht dir einen Gefallen getan und deshalb, nen Kaffee gut zu haben, wieauchimmer..

Am Ende ist jeder selbst dafür Verantwortlich, wie er oder sie zur Arbeit kommt. Heute war eben 'Sabine' los, dafür kannst du nichts- aber dein Arbeitskollege eben auch nicht.. :idea: Das soll nicht heißen, dass ich deine Enttäuschung nicht nachvollziehen könnte, aber die Sache mit dem sich in Sachen reinsteigern ist, das man oft nur die eigene Situation vor Augen hat, viel zu emotionalisiert für einen Perspektivwechsel ist.. und seine Emotionen dann auch schnell mal an der falschen Adresse 'abläd'! Also, hab ich mal irgendwo gelesen- nicht, das mir sowas auch schonmal passiert wäre.. *räusper* :roll:

Beruhigende Grüße
Dreamy
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von Dreamy » Mo 10. Feb 2020, 16:59

@MelaMela Du hast dich total reingesteigert, das kenne ich nur zu gut. Was mich auch nicht loslassen würde, ist diese Unlogik des Kollegen: er holt dich trotz deiner Bitte nicht ab, sagt dann aber, er hätte einen Kaffee bei dir gut, weil er soviel arbeiten musste. ??? Daher meine Frage: hat er begründet, warum er dich nicht abholt?
Wenn nicht: kannst du ihn das beim nächsten Mal fragen, damit du das für dich klären kannst und das nicht zwischen euch steht?
MelaMela
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von MelaMela » Mo 10. Feb 2020, 15:03

Ich hab schon sämtliche Medikamente durchprobiert, entweder wirkt es nicht oder macht todmüde, dass man wie ein Zombie durch die Gegend läuft. Das jetzt, ist nicht optimal aber es ist das einzige was ein bisschen entspannt
Drei
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Re: Umgang mit Stress

Ungelesener Beitrag von Drei » Mo 10. Feb 2020, 15:00

MelaMela hat geschrieben:
Mo 10. Feb 2020, 09:17
Heute Morgen wo ich nicht fahren konnte habe ich fast geheult und war völlig durch den Wind ,ich komme mir vor wie Rumpelstilzchen und Krieg mich nicht mehr ein, mich wühlt das so auf.Also die Punkte, ich komme nicht zur Arbeit, und dann die Enttäuschung über die Kollegen. Kennt auch jemand diese Reaktion, dass man dann so kopflos wird und durch den Wind ist? Ich zitter die ganze Zeit und bin völlig k.o., am liebsten würde ich jetzt die Arbeit kündigen und diese Leute nie wieder sehen, geht ja natürlich nicht. Liebe Grüße
Ja, das kenne ich von früher zur Genüge. Gerade diese extremen emotionalen Ausbrüche, häufig verbunden mit Wut und Aggressionen, die haben mich am ADHS am meisten belastet. Daher bin ich auch sehr froh, dass ich eine Medikation gefunden habe, die gerade bei diesem Thema sehr gut hilft.
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