Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Alles, was AD(H)S spezifisch bei Erwachsenen betrifft, sofern es nicht besser in den medizinischen Bereich passt (z.B. Diagnose). Dieses Forum ist auch für NIchtmitglieder lesbar.
Drei
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Drei » So 16. Feb 2020, 23:20

Bastelfreak hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 07:12
Irgendetwas muss während deines Studiums passiert sein, dass sich das mit deiner Konzentrationsfähigkeit so plötzlich verändert hat. Gab es dort vielleicht ein traumatisches Schlusselerlebnis?
In der Zeit von so 20-25 verändert sich bei vielen Menschen die AHDS-Symptomatik. Bei manchen verschwindet sie, andere werden statt z.B. hyperaktiv cholerisch. So erging es leider auch mir. Meine Partnerin kann heute noch beschreiben, wie ich meine Hyperaktivität verlor und stattdessen Wutausbrüche bekam. Das war auch die Zeit meines Studiums und die Zeit, als mein ADHS zum ersten Mal für mich ein richtiges Problem wurde. Ich hatte da dann auch das erste Mal das Gefühl, dass die von außen gestellten Ansprüche für mich zu viel sind usw. Ich glaube ihm sofort, wenn er sagt, dass ihm sein ADHS zum ersten Mal im Studium wirklich aufgefallen ist.
toastbrot hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 16:41
Nein, dummes Psychogeschwätz hilft nicht gegen ADHS. Wer etwas anderes meint soll das bitte belegen.
Da wäre @UlBre wahrscheinlich der richtige Ansprechpartner. Seine Materialsammlung (https://www.adxs.org/adhs-behandlung-th ... -bei-adhs/) ist rein wissenschaftlich orientiert und mit Belegen gespickt. Was mir besonders gut gefällt ist sein Ratingsystem für die verschiedenen Methoden (von --- bis +++). Dafür müssen wir uns aber erst einmal über die Definition von "Psychogeschwätz" einig sein. Meine Erachtens fällt darunter:

Tiefenpsychologie (-)
Psychoanalyse (--)
Gesprächstherapie (-)

Tatsächlich scheint "Psychogeschwätz" im Normalfall bei ADHS wenig bis gar nicht zu helfen (ich will damit aber niemandem absprechen, dass es individuell nicht doch sehr gut geholfen hat, es scheint nur allgemein nicht so wirksam zu sein).

Jetzt ein paar Dinge, die helfen, und die kein "Psychogeschwätz" sind:

Audauersport (+++) -> Mache ich auch und mein Tipp an dich: mach das auf jeden Fall. Ganz egal was du sonst noch gegen dein ADHS unternimmst, Ausdauersport setzt dem ganzen die Krönung auf.

Neurofeedback (+++) -> Nachdem du die größten Probleme mit der Konzentration zu haben scheinst, dürfte Neurofeedback genau das richtige für dich sein. Mir hat es auch geholfen, meine Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Meine Empfehlung: Mit Medikation kombiniert wirkt es nochmal besser.

Verhaltenstherapie (+++) -> Da wird nicht gelabert, sondern angepackt. Würde ich aber erst empfehlen, wenn du medikamentös gut eingestellt bist.

Ulbre hat die Therapieformen auch nach Effektstärke sortiert, da kannst du noch weiter stöbern mit vielen guten Links zu Studien:

Sport (Ausdauertraining): ca. 0,8 bis 1
Neurofeedback: 0,8 (0,39 bis 1,2)
Verhaltenstherapie: 0,69 bis 1 (zusammen mit Medikamenten 1,7)

Zum Vergleich:
Methylphenidat: 0,9 bis 1,1
Amphetaminmedikamente: 1,1 bis 1,5

PS: @toastbrot fühle dich bitte nicht angegriffen, wenn du "Labertherapien" ablehnst und dir eine "Verhaltenstherapie" empfohlen wird. Es sind einfach unterschiedliche Dinge.
PPS: Die Einstellung von ADHS-Medikamenten ist leider hakelige Angelegenheit. Da musst du einen Arzt finden, der geduldig ist und verschiedene Substanzen und Dosierungen mit dir durchprobiert.
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von hannes » So 16. Feb 2020, 19:18

Ironischerweise hat mein Psychiater das erste mal aufgehorcht, als ich im erzählte alles sei wie ein Kampf gegen Windmühlen. Daraus entstand seine Idee mich überhaupt erstmal auf ADHS zu testen. Die Metapher wird wahrscheinlich in irgendeinem Lehrbuch als Beispiel genau so verwendet worden sein.
Jedenfalls erkannte mein Arzt als Reaktion auf diese Beschreibung, dass ich mich typisch für ADHS nicht verstanden fühlte und meine Frustschwelle viel geringer ist. Man sammelt und multipliziert das Negative. Das wirst du an ganz vielen Stellen hier im Forum finden. Und bei dir hört sich das eben auch genau so an. Nicht falsch verstehen, mir geht es ganz oft genauso. Ist halt schwer guten Rat zu finden, wenn man ihm nicht traut.
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Nono » So 16. Feb 2020, 19:16

Andromache hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 18:18
Nono hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 17:55

Liebe Foristinnen und Foristen, wir können nicht immer einer Meinung sein und nicht jeder kann jeden Rat jederzeit brauchen. Vielleicht auch das erstmal hinnehmen...
Nein, liebe Nono, wir müssen auch nicht immer einer Meinung sein. Das wäre ja langweilig und würde uns auch nicht weiter bringen. Toastbrot hat jedoch hier konkret um Rat gebeten.
Scheinbar legt er aber vorher schon fest, was er hören bzw. lesen will und was nicht. Das macht jeden Rat obsolet.
Ja wir kennen Toastbrot ja schon... aber vielleicht ist es dann doch zu irgendwas gut, wenn er sein Schicksal hier ein wenig teilen kann. Vielleicht trifft er auf irgendjemanden, der doch noch eine Idee hat... oder auch nicht...

Toastbrot sollte uns natürlich auch nicht vorwerfen, dass wir keinen neuen Rat für ihn haben...
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Andromache » So 16. Feb 2020, 18:18

Nono hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 17:55

Liebe Foristinnen und Foristen, wir können nicht immer einer Meinung sein und nicht jeder kann jeden Rat jederzeit brauchen. Vielleicht auch das erstmal hinnehmen...
Nein, liebe Nono, wir müssen auch nicht immer einer Meinung sein. Das wäre ja langweilig und würde uns auch nicht weiter bringen. Toastbrot hat jedoch hier konkret um Rat gebeten.
Scheinbar legt er aber vorher schon fest, was er hören bzw. lesen will und was nicht. Das macht jeden Rat obsolet.
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Nono » So 16. Feb 2020, 17:55

Hey Toastbrot, es ist bei dir schon irgendwie eine besondere Situation und das tut mir echt leid zu lesen!

Liebe Foristinnen und Foristen, wir können nicht immer einer Meinung sein und nicht jeder kann jeden Rat jederzeit brauchen. Vielleicht auch das erstmal hinnehmen...

Immerhin ist Toastbrot jetzt wieder bei uns und so kann man ja immer mal abchecken, was jeder so denkt und weiß.

Ich finde es ja gut, dass Du, Toastbrot, jetzt wenig Elvanse nimmst und eine gewisse Wirkung hast!

Wie wenig ist denn deine Dosis, das würde mich mal interessieren. Ich habe schon bei 5mg was gemerkt, bin dann bis 15 mg hoch. Ab da bekam ich unangenehme Nebenwirkungen...
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Windtänzerin » So 16. Feb 2020, 17:16

Es geht doch bei einer "Labertherapie" nicht darum, ADHS zu beseitigen, sondern sein ADHS zu akzeptieren und neue Wege für sich zu finden. Meinem Freund hat seine "Labertherapie" auch sehr gut geholfen. Sein Psychologe ist mit ihm sein ganzes Leben durchgegangen, wodurch meinem Freund manch bis dato unbewusster Zusammenhang klarwurde, er sich und seine Macken endlich selbst annehmen konnte und er sich nach und nach innerlich "aufgeräumt" und von einigen "unguten" Angewohnheiten getrennt hat. Die "Labertherapie" hat ihm neue Wege aufgezeigt und sein Psychologe hat ihm manch guten Tipp für den Alltag gegeben. Früher war mein Freund ein völlig chaotischer und aufbrausender Messie, der sich von niemandem helfen lassen wollte, aber heute ist er viel ruhiger, hat sich Hilfe in Form von ambulant betreutem Wohnen organisiert, kriegt seinen Alltag geregelt und seine Wohnung ist fast immer sauber und aufgeräumt. Und das ganz ohne irgendwelche Medikamente.
Ich bin Verdachts-ADSlerin und diagnostizierte Asperger-Autistin.
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Andromache » So 16. Feb 2020, 16:57

toastbrot hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 16:41
Wenn das einzige was noch kommt jetzt noch ist dass ihr mir einredet dass ich an meiner Krankheit selbst schuld bin dann werde ich es so halten wie mit der Anderswelt und meinen Account hier löschen.
Wer bitte hat behauptet, dass du an deiner Krankheit selbst schuld bist?
NIEMAND!

Aber du trägst schon Verantwortung für dich selbst und deine Probleme und wirst keine Besserung erzielen, wenn du nicht an dir arbeitest. Und dein Kommentar zeugt davon, dass du daran kein Interesse daran zu haben scheinst. Du bist scheinbar nicht in der Lage, eine andere Sicht der Dinge zu akzeptieren. Deine Ansicht scheint für dich die einzig wahre zu sein.
Und interessant, dass du uns hier schon die Worte in den Mund legen willst. Du hast dich wirklich ziemlich verrannt.

Da fällt mir nur ein Spruch ein: Wenn man der Ansicht ist, dass man es nur mit Idioten zu hat, sollte man mal darüber nachdenken, ob man nicht selbst der größte Idiot von allen ist. Aber Selbstreflektion ist eben nicht jedem gegeben...

Es ist schon tragisch, zu sehen, wie jemand lieber auf seiner eigenen (ja auch nicht belegten) Meinung beruht und EU-Renter bleibt, anstatt nicht jede Möglichkeit therapeutischer Hilfe (in Kombination mit Medikation) zumindest einmal auszuprobieren...
Zuletzt geändert von Andromache am So 16. Feb 2020, 17:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » So 16. Feb 2020, 16:50

Findest du es nicht seltsam, dass du mit deiner Meinung offenbar zum wiederholten Mal allein dastehst?
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toastbrot
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von toastbrot » So 16. Feb 2020, 16:41

Das gleiche dumme Geschwätz dass ich aus der Anderswelt kenne. Nein, dummes Psychogeschwätz hilft nicht gegen ADHS. Wer etwas anderes meint soll das bitte belegen. Anekdoten helfen da nicht weiter. Es gibt massenhaft Leute die felsenfest an Homöopathie glauben. Die felsenfest davon überzeugt sind dass Homöopathie wirkt und die jedem Kritiker vorwerfen dass er selbst schuld sei dass sie ihm nicht geholfen hat. Nur eines gibt es nicht: Placebokontrollierte Studien über die wirksamkeit in der Homöopathie.

Wenn das einzige was noch kommt jetzt noch ist dass ihr mir einredet dass ich an meiner Krankheit selbst schuld bin dann werde ich es so halten wie mit der Anderswelt und meinen Account hier löschen.
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Elementary » So 16. Feb 2020, 15:27

Was wäre denn eine Antwort hier im Forum, die Dir weiterhelfen würde, @toastbrot?

"Reiß Dich einfach mal mehr zusammen" gehört vermutlich (selbst in den sehr gut gemeinten Versionen) nicht dazu, oder? ;-) Sonst hätte ich nämlich wirklich Zweifel, dass das hier der richtige Club ist.

Du warst in der Anderswelt auch schon mit -brot-Nickname unterwegs, oder?

Falls ich damit richtig liege: Schön, dass Du hergefunden hast! Ich finde, Deine Postings klingen im Moment schon bedeutend "stabiler" und "aufgeräumter" als damals. Vielleicht geht es schon etwas bergauf. Es klingt zB super, wie Du aus dieser Elvanse-Spirale ausgestiegen und das für Dich analysiert hast.

Ich habe Riesenrespekt vor dem Teufelskreis-Potential von ADS: https://www.adhspedia.de/wiki/ADHS-Teufelskreis

Viele von uns - ich auch - hatten an manchen Stellen "einfach" Glück im Unglück... weil sie Responder sind oder im richtigen Moment den richtigen Arzttermin bekommen haben oder, oder...

Wenn man solches Glück bisher noch nicht hatte... kann ich an meinen eigenen Erlebnissen hochrechnen, dass es sicher immer härter und nervender wird, gegen den Treibsand zu strampeln.

Aber nach so viel Arschkarten hast Du vielleicht beim
nächsten oder übernächsten Termin auch mal ... mehr Glück, einen guten Tag ... bessere Karten. Vor allem, wenn Du Dir und dem Gegenüber mit großem Mut einen Neuanfang erlaubst, trotz und gerade wegen der jahrelangen Expertise, was alles nicht klappt.

Neu anfangen kann man mit dem letzten Atemzug. Und ein Stehaufmännchen zu sein und zu bleiben... ist vielleicht der beste Beleg, dass die Diagnose stimmt und Dir geglaubt wird.
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » So 16. Feb 2020, 14:56

Den Begriff Labertherapie finde ich hier völlig fehl am Platz.

Von Tiefenpsychologie bzw. Psychoanalyse halte ich bei ADHS auch nix, aber eine Verhaltenstherapie kann durchaus helfen, auch wenn sie gerade bei ADHS schwer fällt. Eine wirksame Medikation ist aber in der Regel die Voraussetzung für Therapiefähigkeit.

Möglicherweise ist eine geringe Dosis Elvanse bei dir genau richtig, bei Erwachsenen reichen ja oft deutlich niedrigere Dosen als bei Kindern.
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Andromache » So 16. Feb 2020, 14:22

toastbrot hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 13:50
Erstens: Nein, ich habe keine andere Krankheit. Ich habe ADHS und nur ADHS. Ich wünschte auch es wäre was anderes, dann könnte ich damit zum Arzt/ Psychotherapeut gehen und bekäme Hilfe. Mit ADHS werde ich nur ausgelacht.
Sorry, aber vielleicht liegt es gar nicht direkt am ADHS, sondern nur indirekt. ADHSler neigen zuweilen dazu, alles besser zu wissen und Probleme mit Autoritäten zu haben. Vielleicht liegt es ja eher an deiner Art, dass weder Ärzte noch andere ADHSler in Selbsthilfegruppen mit dir und deiner Art klar kommen...
Wenn du dich hier im Forum "umschaust", wirst du erfahren, dass es sehr wohl Ärzte und Psychotherapeuten gibt, die ADHS ernst nehmen und Betroffenen sehr wohl helfen, aber das geht nur dann, wenn die Betroffenen sich auf diese Hilfe einlassen und auch an sich arbeiten wollen.
toastbrot hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 13:50
Zum Thema Labertherapie: Nein, die hilft nicht gegen ADHS.
Das ist ebenfalls DEINE Behauptung, die auch du belegen solltest.
Nur zu deiner Information: Du bist nur einer unter vielen Tausenden ADHSlern. Und vielen von ihnen wird in Therapien geholfen. Wenn du dich hier eingehend informierst, wirst du Belege dafür finden.
toastbrot hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 13:50
Es wäre schön wenn die Verfechter von Psychotherapie gegen ADHS einmal Belege für ihre Behauptung anbringen würden: Wenn Psychotherapie tatsächlich gegen ADHS hilft sollte es schließlich möglich sein dies in einer Wissenschaftlichen Studie anhand objektiver Tests zu belegen.
Nochmals zu mitschreiben:
Medikamente alleine helfen oft nicht, da sich durch das ADHS schädliche Verhaltensweisen und Denkmuster etabliert haben, die man sich wieder abtrainieren muss und dabei unterstützen die Medikamente. Medikamente allein sind nicht in der Lage, alle Probleme zu lösen, sondern sie unterstützen dabei, die Probleme anzugehen und zu lösen.
Das bedeutet: DU musst mithelfen. Ohne deinen Willen und dein Engagement geht es nicht! Aber das willst du scheinbar nicht wahrhaben. Und genau darin liegt dein Problem!
Dein ADHS wird dir sicherlich geglaubt, aber auf Ablehnung stößt du überall dort, wo du dich aus der Verantwortung für deine Probleme stehlen willst und die Behauptung aufstellst, ausschließlich Medikamente würden dir helfen. Darauf wird sich kein Arzt einlassen.
toastbrot hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 13:50
Deshalb will ich keine Experimente mehr wenn nicht Jemand dabei ist der sich damit auskennt.
Viel hilft bei ADHS oft nicht viel, sondern bei Erwachsenen ist oft das Gegenteil der Fall! Und auch hier habe ich eine schlechte Nachricht für dich: die medikamentöse Einstellung bei ADHSlern ist meistens ein einziges Experiment. Die einen haben Glück und finden ihr Medikament und die korrekte Dosierung recht zügig, bei anderen dauert es manchmal Jahre!

Auch meine Antwort wird dir nicht gefallen:
Beschäftige dich mit dir und deinen Problemen, überdenke mal deine Glaubenssätze und gehe einfach nochmal auf Anfang! Dann wird dir sicherlich auch geholfen, denn mit deiner jetzigen Art verhinderst du selbst, dass dir überhaupt jemand helfen kann.
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von toastbrot » So 16. Feb 2020, 13:50

O.K. das sind ja einige Rückmeldungen und ich sehe schon, meine Antwort wird euch nicht gefallen.

Erstens: Nein, ich habe keine andere Krankheit. Ich habe ADHS und nur ADHS. Ich wünschte auch es wäre was anderes, dann könnte ich damit zum Arzt/ Psychotherapeut gehen und bekäme Hilfe. Mit ADHS werde ich nur ausgelacht.

Zum Thema Labertherapie: Nein, die hilft nicht gegen ADHS. Da es aber nichts bringt wenn wir uns gegeseitig anschreien meine Bitte: Es wäre schön wenn die Verfechter von Psychotherapie gegen ADHS einmal Belege für ihre Behauptung anbringen würden: Wenn Psychotherapie tatsächlich gegen ADHS hilft sollte es schließlich möglich sein dies in einer Wissenschaftlichen Studie anhand objektiver Tests zu belegen.

Zum Thema Medikamente vom Hausarzt: Ich nehme im Moment eine winzige Menge Elvanse. Das Problem ist dass Amphetamin bei mir nicht so wirkt wie es soll (Wirkdauer 6h, im Beipackzettel steht aber 12h) und dieses Missverhältnis schlimmer wird je mehr ich nehme. Ich war schon mal bei einer irren Tagesdosis, hatte dann nur noch 1,5h Wirkung, bekam damit zwar mehr auf die Reihe aber hatte ein Wahnsinniges Auf und Ab. Also insgesamt auch kein Zustand der Erstrebenswert ist. Deshalb will ich keine Experimente mehr wenn nicht Jemand dabei ist der sich damit auskennt.
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Sayo » So 16. Feb 2020, 12:42

Ich habe das Tatsächlich früher und auch heute noch dass mir jemand nicht glaubt mein Tipp ist auch wenn es hart klingt: Hör auf deine Probleme mit ADHS zu verbinden oder es auf die Krankheit zu schieben steh auf und kämpfe du weißt genau das es wahr ist wenn dir jemand nicht glaubt dann akzeptiere einfach dass es so ist dann brauchst du der Person es auch nicht weiter zu erklären es wird immer so menschen geben die dir dass nicht glauben
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Windtänzerin » So 16. Feb 2020, 10:05

Bastelfreak hat geschrieben:
So 16. Feb 2020, 07:12
Warum kannst du kein Buch zu Ende lesen, aber hier einen ellenlangen Artikel von deiner Leidensgeschichte schreiben? Dafür braucht es doch auch viel Konzentration, an der es dir generell also nicht mangelt. Ich vermute eher, dass es an deiner Motivation liegt, die, aus welchen Gründen auch immer, im Keller ist.
Das muss nicht unbedingt an mangelnder Motivation liegen. Mein Freund kann auch kein Buch zuende lesen (und er hat sogar ein Dutzend Bücher liegen, die er liebend gern lesen würde, aber seine Konzentration macht da einfach nicht mit), aber er kann problemlos mehrere Dutzend Seiten einer seiner Geschichten in einem Rutsch schreiben. Ich denke, der Unterschied liegt darin, dass das eine "nur" Output von dem ist, was eh schon im Kopf vorhanden ist, während das andere Input von etwas ist, dass noch nicht im Kopf vorhanden ist und das daher weitaus mehr Konzentration braucht.
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Bastelfreak » So 16. Feb 2020, 07:12

Warum kannst du kein Buch zu Ende lesen, aber hier einen ellenlangen Artikel von deiner Leidensgeschichte schreiben? Dafür braucht es doch auch viel Konzentration, an der es dir generell also nicht mangelt. Ich vermute eher, dass es an deiner Motivation liegt, die, aus welchen Gründen auch immer, im Keller ist.
Ich kann nachvollziehen, dass die Ärzte Probleme haben, dir ADS zu diagnostizieren. Häufig zeigen sich die Probleme bereits in der Kindheit, da ADS ein Persönlichkeitsmerkmal ist und unsere Art zu denken anders ist, als die von "normalen" Menschen. Zur Krankheit wird es erst, wenn man dadurch zu sehr in seinem Alltag eingeschränkt ist.

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Wenn du wirklich willst, dass es besser wird: Such dir eine/n guten Therapeuten/in und bearbeite die Ursache deiner Störung in einer "Labertherapie". Ohne, dass du die Ursache kennst, kommst du nicht weiter. Verbirgt sich ein Trauma dahinter, kann man das z. B. mit EMDR lösen. Die Methode ist zwar sehr effektiv, kann aber auch sehr heftig sein.
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Drei » Fr 14. Feb 2020, 22:42

Deine Geschichte kommt mir bekannt vor. AHDSler lernt ein wirksames Medikament kennen (z.B. MPH), hätte gerne mehr davon und plötzlich gibt es nur noch Ärger. Ein paar Fragen habe ich aber trotzdem:

MPH hat ja anscheinend bei dir gut funktioniert - warum kriegst du keines mehr? In der Theorie könnte es Dir sogar Dein Hausarzt verschreiben.

Zur Diskussion Therapie vs. Medikamente. Für mich ist eine Kombination aus beidem der Königsweg. Therapie ohne Medikamente war bei mir äußerst anstrengend bei marginaler Wirkung. Medikamente ohne Therapie würde ich hingegen als vertane Chance sehen.

Und noch etwas ganz anderes - warum solltest du eine stationären Drogenentzug machen, du nimmst doch gerade gar keine Medikamente?
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Andromache » Fr 14. Feb 2020, 18:29

Hallo!
Dir wird hier sicherlich jeder glauben, dass du ADHS hast und eine gute Behandlung verdienst.

Aber:
die Symptome, die du beschreibst, wie z.B. TV-Zapping, Bücher nicht zu Ende lesen können, etc. ...darunter leiden zig andere ADHSler auch! Denn das sind gängige Probleme.
Du machst den Eindruck, als seist du auf der Suche nach dem Heiligen ADHS-Gral, den dir jemand in die Hand drückt, du daraus einen Schluck nimmst und mit einem Mal bist du alle Symptome und Probleme los.
So einfach ist das aber leider nicht!!!

Du scheinst dich bisher weder mit deiner ADHS noch mit Therapieformen eingehend auseinandergesetzt zu haben, denn sonst wüsstest du, dass Therapie nicht nur "Labern", sondern auch arbeiten heißt. Ergotherapien helfen häufig sehr gut gegen Prokastination und Desorganisation. Aber darauf muss man sich eben auch einlassen wollen und nicht nur auf seiner Meinung beharren und meinen, es gäbe irgendwo die Wunderpille.

Würde es die geben, wären wir alle nicht in diesem Forum, sondern würden ein wesentlich entspannteres Leben führen mit weitaus weniger Problemen.

Mich würde mal interessieren, wie du durchs Studium gekommen bist.
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Re: Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Fr 14. Feb 2020, 16:32

Hallo!

Vielleicht hattest du zu hohe Erwartungen an Medikamente? Du schreibst ja, dass dir durchaus was geholfen. Aber Medikamente sind nur eine Unterstützung, z.B. auch bei einer Psychotherapie, sie befähigen einen, neue Wege zu gehen, aber sie lösen keine Probleme.

Mein Tipp wäre, die Medikation wieder aufzunehmen und eine Psychotherapie zu machen bzw. mich im Selbststudium psychoedukativ weiterzubilden.

Beste Grüße!
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Was tun wenn einem Niemand glaubt?

Ungelesener Beitrag von toastbrot » Fr 14. Feb 2020, 16:12

Erst mal sorry für die lange Tirade. Ich brauche einfach Rat und ich denke ich muss meine Geschichte etwas ausführlicher darstellen in der Hoffnung dass es für Andere verständlich ist.

Bei mir wurde ADHS erst im Studium festgestellt. Ich war in der Schule immer gut und merkte erst an der Uni dass ich mich einfach nicht konzentrieren kann. Nach einigen Versuchen mit Antidepressiva vom Hausarzt und seltsamen Erlebnissen mit der Beratungsstelle der Uni geriet ich durch Zufall an einen Psychiater der ADHS kannte. Ich bekam sofort Stimulanzien die mir auch geholfen haben. Nach und nach bemerkte ich aber dass mir die Krankheit noch viel mehr Probleme bereitete als nur beim Lernen: Ich verstand auf einmal dass ich auch keinen Film zu ende schauen, kein Buch zu ende lesen und nicht aufräumen kann. Ich wollte daher mehr Medikamente um den ganzen Tag ab zu decken was mir der Psychiater verweigerte.

Also ging ich an eine Spezialambulanz, sprach dort mehrmals mit einem guten Psychologen der die Diagnose bestätigte. Nur behandeln wollte man mich nicht weil der Chefarzt nein sagte.

Also ging ich zur „Spezialistin“ meines Bundeslandes. Dort probierten wir Amphetamin. Das half auch gut, aber nur kurz (6h). Ich wollte dann zwei Dosen am Tag. Dadurch verkürzte sich die Wirkdauer und es reichte wieder nicht. Also drei Dosen. Wieder etwas mehr Wirkung aber trotzdem zu kurz. Als ich vier Dosen wollte nannte sie mich einen Junkie und warf mich raus.

Also ging ich zur nächsten Expertin. Dort machten wir ein Experiment mit Concerta das gar nichts bewirkte (ich habe generell nie gute Erfahrungen mit retardiertem MPH gemacht. Diese Präparate sind bei mir alle unberechenbar). Dann gab sie mir zusätzlich Bupropion was mir nur Unruhe und Schlafstörungen bescherte und als ich das ansprach fühlte sie sich plötzlich persönlich angegriffen. Eine weitere Zusammenarbeit war jedenfalls nicht mehr möglich.

Inzwischen war ich auf dem Pfad in die Arbeitslosigkeit: Meine einzige Stelle nach dem Studium konnte ich nicht halten weil ich nichts auf die Reihe kriegte. Ich habe mich dann an einer der Schön-Kliniken angemeldet weil diese in Internetforen immer in den höchsten Tönen gepriesen wurden. Meine Erfahrung mit denen war ernüchternd: Man erklärte ADHS zu einer Psychischen Störung die Psychotherapeutisch zu behandeln sei. Medikamente hätte ich zwar mitbringen dürfen doch man war überzeugt dass diese nicht helfen. Es ging statt dessen darum die Krankheit „an zu nehmen“ und „Wege zu finden damit um zu gehen“. Als ich sagte dass mir das nicht hilft weil ich gegen meine Konzentrationsstörungen nichts tun kann gab man mir zu verstehen dass ich selbst Schuld sei und warf mich raus.

Das war 2011. Seither ist nicht mehr viel geschehen. Ich habe vielfach versucht noch irgend einen Arzt zu finden, habe bei allen möglichen Stellen um Hilfe gefragt (Krankenkasse, ADHS-Deutschland-eV, Zentrales Kompetentnetzwerk ADHS, „Unabhängige“ Patientenberatung, Ärztekammer u.s.w. aber nie einen vernünftigen Rat bekommen. Die Grundhaltung ist wohl dass ein Querulant wie ich selbst an seiner Krankheit schuld ist und es nicht anders verdient hat als von Ärzten wie der letzte Dreck behandelt zu werden.

Ich war immer mal wieder bei neuen Ärzten – alles Leute die sich angeblich mit ADHS auskennen – doch bekam keine Hilfe.
Der Grundtenor war inzwischen „weil ihnen so lange Niemand geholfen hat haben sie offensichtlich kein ADHS. Wir müssen jetzt die wahre Krankheit finden“. Man hat mich in der Folge als Narzisst, als Autist, als Schizophrenen, als Drogensüchtigen und als Depressiven diagnostiziert. Immer war der Arzt restlos von seiner Diagnose überzeugt. Nie konnte man mir erklären wie die jeweilige Krankheit für meine Probleme verantwortlich sei. Jedes mal sah man meine Kritik als Bestätigung an dass der Arzt recht habe und stellt mich vor die Wahl entweder eine Therapie gegen eine Krankheit zu machen die ich nicht habe oder mich zum Teufel zu scheren.
Man wollte mich in ein Behindertenheim stecken. Man wollte mich mehrfach in die Psychiatrie einweisen um mir Antipsychotika zu geben. Man verlangte von mir einen stationären Drogenentzug zu machen. Mehrfach speiste man mich mit Antidepressiva ab (welche ich inzwischen kategorisch ablehne weil absolut wirkungslos) und wenn man mich überhaupt mal gegen ADHS behandeln wolle dann nur mit Psychotherapie. Leider wirkt die bei mir nicht.

Nur ein mal hatte ich in den letzten zehn Jahren Glück als ich an einen jungen Arzt an einer Institutsambulanz geriet: Es ließ mich einen Qb-Test machen und glaubte mir sofort dass ich ADHS habe. Wie man es behandelt wusste er aber auch nicht. Er probierte nur nach Schema-F alle Medikamente durch (Medikinet Adult, Attentin, Elvanse). Mein Ergebnis im Qb-Test verbesserte sich stark, konzentrieren konnte ich mich trotzdem nicht. Nach zwei Jahren verließ er dann die Klinik und ich durfte zum Chefarzt: Wieder Jemand der null Ahnung hatte und der mir als Therapie allen ernstes empfahl mir eine Stelle beim Rewe als Regaleinräumer zu suchen. Ich ging dann nicht mehr hin.

Auch 14 Jahre nach meiner Diagnose ist nichts geschehen. Ich bin EU-Rentner, hohle mir Medikamente vom Hausarzt die mir nicht helfen während mir von allen Spezialisten in meiner Umgebung eine Behandlung verweigert wird. Die Selbsthilfegruppe die ich ein halbes Jahr lang besucht habe sagte ich sei selbst schuld weil ich mir nicht helfen lasse und verglich mich mit einem Alkoholiker der nicht mit dem Saufen aufhören will. Ich bin der Meinung dass mir Psychotherapie nicht hilft weil ich mich nun mal nicht zusammenreißen kann. Nie habe ich irgend einen Beleg dafür gesehen dass Labertherapien gegen Konzentrationsstörungen auch nur die geringste Wirkung haben. Ich kann mich nicht zusammenreißen und damit aufhören. Die ganzen guten Ratschläge (Listen machen, sich eine Uhr stellen u.s.w.) helfen mir überhaupt nicht weil ich einfach nichts tun kann, weil ich nicht anfangen kann, weil ich nichts lesen kann weil die Dinge einfach durch mein Gedächtnis hindurchfallen. Ich kriege einfach nichts mit aber mir glaubt Niemand.
Ärzte sehen in ADHS entweder eine Kinderkrankheit die man nicht behandeln muss oder eine Persönlichkeitsstörung die man dem Patienten aberziehen muss. Ich warte auch Heute noch auf irgend Jemanden der mir glaubt dass ich eine enorme Konzentrationsstörung habe gegen die ich nichts tun kann aber weil ich nicht der typische ADSler bin wird mir zur Strafe jegliche Hilfe verweigert.

Irgend welche Ideen was ich noch tun kann?
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