Adhs "Verdacht" - Was nun?

Alles, was AD(H)S spezifisch bei Erwachsenen betrifft, sofern es nicht besser in den medizinischen Bereich passt (z.B. Diagnose). Dieses Forum ist auch für NIchtmitglieder lesbar.
Addy Haller
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Re: Adhs "Verdacht" - Was nun?

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Di 19. Mai 2020, 20:11

Genau.

Am besten, du besorgst dir - wenn möglich - die alte Diagnostik und wendest dich an einen Psychiater, der sich mit ADHS auskennt bzw. an eine Spezialambulanz. Dann wirst du sicher ernst genommen.

Es kommt übrgens sehr häufig vor, dass man erst mit zunehmenden Aufgaben in Familie und Beruf und dem damit komplexer werdenden Leben Probleme bekommt.
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Nelumba_Nucifera
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Re: Adhs "Verdacht" - Was nun?

Ungelesener Beitrag von Nelumba_Nucifera » Di 19. Mai 2020, 20:06

Hallo Anja , herzlich willkommen hier !!

Jetzt gerade Nur kurz und knapp ! aber dein großer "Vorteil" ist , das du damals schon die Diagnose bekommen hast und auch Medikamente und deine Mutter es weiß.
Wenn ihr noch Unterlagen habt nimm die gleich mit.

Zu einer ADHS Diagnostik gehört das es in der Kindheit schon vorhanden war.

LG
Anja
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Adhs "Verdacht" - Was nun?

Ungelesener Beitrag von Anja » Di 19. Mai 2020, 19:38

Hallo ihr lieben,

Ich bin neu hier, weil ich heute glaube die Erklärung für all meiner Probleme und Sorgen gefunden zu haben.

Ich bin nun 31 Jahre alt und habe bereits mit 13 Jahren die Diagnose ADHS bekommen. Allerdings habe ich mich damals geweigert meine Medikamente (Medikinet) zu nehmen weil es mir schwer viel zu akzeptieren dass sie mich verändern. Meine Mutter die zu dieser Zeit selbst sehr depressiv war, hat sich dann irgendwann nicht mehr um die Sache gekümmert, auch, weil sie nicht wollte dass wir ohne Therapie einfach nur medikamentös behandelt werden (der Arzt wollte damals keine begleitende Therapie verschreiben). Also hat sich das ganze schnell verlaufen und ich habe es aus den Augen verloren.

Seit der Geburt meines 2. Kindes scheint aber das Chaos in meinem Kopf oberhand zu nehmen. Das geht so weit dass ich nicht mehr weiß was ich vor 1 Minute gesagt habe oder was mir erzählte wurde, bis hin zu wortfindungsstörungen in starken (emotionalen) Stresssituationen. Ich war völlig am Verzweifeln, wusste nicht was mit mir los ist. Ich dachte immer ADHS sei eine Kinderkrankheit. Ich hab es nie in Betracht gezogen dass das noch mein Problem sein könnte. Heute habe ich einen Bericht gelesen und würde direkt überflutet von Emotionen weil dieser Bericht genau mich beschrieben hat.

Nun habe ich recherchiert und bin sicher dass das ADHS immernoch da ist. Wo soll es auch hin sein?

Nun hab ich das Problem vor allem Angst zu haben. Ich habe Angst dass ich beim Doc nicht ernst genommen werde. Ich weiß nicht an welchen Arzt ich mich wenden soll.

Meine Hausärztin hat mir im März bereits eine Überweisung zum Neurologen mitgegeben, da mache ich mir direkt morgen einen Termin um was neurologische auszuschließen. Aber dann? Brauch ich dann von Hausarzt ein Rezept zur Psychotherapie?

Ich weiß aktuell nicht wo ich anfangen soll. Da prasselt grad so viel auf mich ein - vor allem Emotional - ich weiß nicht wohin mit mir und wo ich anfangen soll 🙈

Danke fürs lese und auch schon mal fürs Antworten!
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