(Prokrastinierend) der Prokrastination auf der Spur...

Leben, lieben, leiden, lachen... Was AD(H)S mit einem macht und was man mit AD(H)S machen kann.
Hibbelanna
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Re: (Prokrastinierend) der Prokrastination auf der Spur...

Ungelesener Beitrag von Hibbelanna » So 24. Mai 2020, 17:32

Elementary hat geschrieben:
So 24. Mai 2020, 17:11
Das ist the real deep shit, @Addy Haller. Ich kann es nicht im Klartext erläutern, jedenfalls nicht im Moment. Das würde das Mitbringsel der Heldenreise entweihen. ;)

Man muss dafür sehr viel prokrastiniert haben. Aber Lehrer, Lektion und Einsicht kommen, wenn der Schüler bereit ist.

Zur Beruhigung: Bill Gates ist nicht involviert.
:lol: :lol: :lol: :lol:
You made my day!

Zu dem von Dir zuvor so bildreich Erläutertem:
Schuldgefühle habe ich keine mehr, da ich ja weiß, woran es liegt und dass meine Einflussmöglichkeiten relativ gering sind. Ich war sogar recht zufrieden bisher.
Macht mometan aber die Panik nicht kleiner. Du hast definitiv recht: ohne Schuldgefühle ist weniger Blockade. Ich arbeite sehr gut, aber deutlich zu spät für ein gutes Ergebnis, das dem zuvor betriebenen Aufwand gerecht würde.

Zuvor hatte ich auch sehr gut gearbeitet, aber zu wenig fokussiert. Resultat: ein Berg.
Jetzt muss der Berg kreißen und wenigstens eine Maus gebären.

Es braucht wie gesagt wohl den Stress des letzten Drückers zum Fokussieren bei mir - ja, das scheint halt mal so zu sein.

Ich werde es mir für die Planung zukünftiger Projekte merken und tatsächlich bewusst prokrastinieren. Auf Sicht fahren sozusagen. Vor 4 Wochen vorher einfach mal keinen Finger krümmen.
Eigentlich stelle ich mir das ganz angenehm vor. Vorher ein bisschen Einlesen oder was sonst so ansteht ...
Ich war in meiner prädiagnostizierten Schlichtheit davon ausgegangen, mit Fleiß etwas ändern zu können :shock: :shock: - wie dumm von mir. :mrgreen:
und vor allem: ich hatte immer angenommen, daran etwas ändern zu können.
Irgendwie ist das auch entspannend. Dann mal. Wenns vorbei ist.
Die Magische Absolution ist also durchaus angekommen...
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Re: (Prokrastinierend) der Prokrastination auf der Spur...

Ungelesener Beitrag von Elementary » So 24. Mai 2020, 17:11

Das ist the real deep shit, @Addy Haller. Ich kann es nicht im Klartext erläutern, jedenfalls nicht im Moment. Das würde das Mitbringsel der Heldenreise entweihen. ;)

Man muss dafür sehr viel prokrastiniert haben. Aber Lehrer, Lektion und Einsicht kommen, wenn der Schüler bereit ist.

Zur Beruhigung: Bill Gates ist nicht involviert.
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Re: (Prokrastinierend) der Prokrastination auf der Spur...

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » So 24. Mai 2020, 14:29

@Elementary
Das klingt alles so, als könnte es für mich sehr wichtig sein.

Aber wieso verstehe ich nix? :cry:
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Re: (Prokrastinierend) der Prokrastination auf der Spur...

Ungelesener Beitrag von Elementary » So 24. Mai 2020, 13:46

@Hibbelanna

Will UlBre nicht vorgreifen. Und ich fass mich (relativ) "kurz" und ohne Link, damit Du zurück an Dein Projekt kannst, (falls Du das überhaupt noch liest vor Abgabe. Du könntest ja auch HIER aussteigen, kommt nichts, was Du nicht weißt. Außer einer magischen Absolution, die Du Dir selbst wohl noch nicht zu gönnen scheinst.)

Einen wesentlichen Teil der Antwort hast doch schon gegeben: "bei einem für mich selbst sehr wichtigen Projekt"

Dieser Aspekt ist - nach meiner Erfahrung (und Gott, bin ich "erfahren" bei dem Thema, fast wie Mitforist OTS im LKW durch Europa ;-) ) nicht das große Rätsel der Blockade-Ursache, sondern deren Lösung.

WEIL es gefühlt so wichtig für Dich ist und der Druck so hoch, ist es doch gerade verständlich, dass manche Teile von Dir in die Gegenrichtung laufen: Paula Perfektionistin, Sven Selbstvorwurf, Nina Nicht-Schon-Wieder... all die. Für die sind wichtige Projekte Hochrisikoland weit außerhalb der Komfortzone.

In einem klugen Beitrag, den ich jetzt nicht verlinke, damit sich kein/e Prokrastinator/in ins nächste Kaninchen-Loch liest, steht folgende Addition für das aktuelle Gefühl, sich selbst in eine paralysierende Müllpresse aus Druck manövriert zu haben, gerade bei hyperwichtigen Projekten:

Hyperfokus-Informationsverarbeitung + Angst + Schuldgefühl

Wenn Du das Schuldgefühl jetzt aus der Gleichung trittst, weil Du nicht trotz, sondern wegen der großen Bedeutung (und damit verständlicherweise) so agiert hast, wie es eben zuletzt der Fall war...

dann hält die Müllpresse der energieraubenden Selbstvorwürfe an. Sofort. Weil mit dem Rauskürzen des Schuldgefühls auch die Angst (vor späteren Selbstvorwürfen) kleiner wird. Und Du kannst non-chalante Dein ganzes ehrbar gesammeltes Wissen würdigen, zusammenfegen, priorisieren und abgeben. Und verdammt, das wird reichen. Du könntest es für mich noch in mehr als abgabefähigen Zustand zaubern, wäre ich jetzt in Deiner Lage (Du wärst eine der ersten, zu denen ich in so einer Krise mit meinen Stoffsammlungshäufchen kriechen würde...). Und jetzt erlaubst Du Dir eben selbst, "gut genug" zu sein und es für Dich selbst zu tun.

Das ist unser Weg aus der Perfektionismus-Schuldgefühl-Müllpresse-Blockade. Und Du gehst ihn nicht allein. Wir sind - jetzt gerade - eine ganze Armee.
Hibbelanna
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Re: (Prokrastinierend) der Prokrastination auf der Spur...

Ungelesener Beitrag von Hibbelanna » So 24. Mai 2020, 11:00

Dann prokrastiniere ich hier mal weiter:
Ich hatte das bei mir selbst nicht für möglich gehalten, aber es ist tatsächlich so:
Momentan kann ich bei einem für mich selbst sehr wichtigen Projekt feststellen, wie ich ticke. Zwar habe ich viel dafür gearbeitet, war aber bis zu dem Zeitpunkt, wo es fast nicht mehr fertigzustellen war, nicht in der Lage mich zu fokussieren - entsprechend umfangreich ist das zu bearbeitende Material. Klassiker: ich habe vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr gesehen, konnte wichtiges von Unwichtigem nicht mehr unterscheiden.
Dann kam BÄMM!!! der Stress. Und zwar richtig heftig, denn es ist mittlerweile ausgeschlossen, dass ich das noch in einer angemessenen Qualität schaffe.

Und jetzt - läufts. Ich sortiere nonchalant (!!) aus, ordne ein, reduziere Komplexität... Das macht mich fast - was heißt fast: es macht mich stinkig. Denn: ich KANN es doch, zum Kuckuck nocheinmal!!!! Aber eben immer so spät, dass es so grade noch reicht. Aber meinem Anspruch nicht entspricht. Besonders ärgerlich: 80% von dem vorher hart erarbeiteten Material geht in die Rundablage.

@UlBre kann das sicher erklären. Hat wohl was mit der Hirnchemie zu tun.
Damit schließt sich auch der Kreis zur Leistungsfähigkeit unter Stress.

Eigentlich sollte ja die Medikation den Stress überflüssig machen oder dieselbe Wirkung hervorrufen, tut es aber bei mir nicht. Da hat sich leider überhaupt nichts verbesssert. Außer dass ich früher unter der Arbeitsbelastung des letzten halben Jahres 5-10 kg draufgelegt hätte und drei Nervenzusammenbrüche gehabt hätte.
Und das Blöde ist: früher hätte ich das noch mit Nachtschichten rausreißen könne. Heute ist nach max. 8-10 Stunden (die ich schon das letzte halbe Jahr - teilweise vollkommen ineffektiv, s.o. damit verbracht habe) körperlich und nervlich Schluss, ist halt so nach zwei Burnouts.
Schade.
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Re: (Prokrastinierend) der Prokrastination auf der Spur...

Ungelesener Beitrag von Elementary » Do 21. Mai 2020, 23:04

Ich verlinke dann mal besser rüber zum anderen Beitrag, weil Ihr da ja schon weiter gekommen seid: viewtopic.php?f=18&t=922&p=7428&hilit=P ... tion#p7372

Prokrastinatoren aller Threads, vereinigt Euch ;-). Eigentlich hatten wir ja genau dasselbe Ziel: sich auf die Schliche kommen, was blockiert. Und so bessere Kochrezepte finden, wie damit umzugehen ist. Solches Handwerkszeug wird im Laufe des Lebens immer wichtiger. Irgendwann ist die Erschöpfung als Ergebnis des Kreislaufs zu groß für die eigenen Last-Minute-Rettungsaktionen. Man wartet vielleicht gewohnheitsmäßig darauf, dass das Panikmonster irgendwann - gerade noch "rechtzeitig", wie gewohnt - das Steuerrad übernimmt, aber ... Panikmonster kommt einfach nicht mehr, weil es übermüdet unter Deck pennt.

Zum inneren Kampf zwischen Monkey Mind und Panikmonster hatten wir ja in der Anderswelt schon mal einen Dialog, basierend auf diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=arj7oStGLkU
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Re: (Prokrastinierend) der Prokrastination auf der Spur...

Ungelesener Beitrag von Elementary » Do 21. Mai 2020, 22:27

Danke Euch für die Antworten und für den Hinweis auf Deinen Beitrag, @Andromache. Der Beitrag war mir durchgerutscht. Sehr spannend.
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Re: (Prokrastinierend) der Prokrastination auf der Spur...

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Do 21. Mai 2020, 21:49

Elementary hat geschrieben:
Do 21. Mai 2020, 20:18
setze voraus, dass der Betroffene 1. gut mit sich selbst in Kontakt sei
(...)
"Ich fokussiere mich nicht auf [Punkt 1 meiner To-do-Liste], weil..." [bzw. "Ich scheiße auf unsere Scheiß-To-Do-Liste, weil..."]
Ersteres ist bei mir nicht der Fall bzw. ich müsste in so einer Situation erstmal versuchen, Kontakt herzustellen, wie auch immer.

Ich bin mir aber sicher, dass dabei etwa folgendes herauskommen würde:

Ich fokussiere mich nicht auf xyz, weil ich keine Motivation dafür habe - und ich weiß, dass es sehr anstrengend ist, etwas ohne Motivation trotzdem zu tun, also ist aversiv und ich vermeide es lieber.

Aber dann könnte, Kontakt vorausgesetzt, folgender Gedanke folgen:

Wäre es nicht möglich, mich heute wirklich nur auf xyz zu fokussieren und mir danach eine kleine Belohnung zu gönnen? Dann hätte ich für heute mein Soll erfüllt, das sollte doch zu schaffen sein... :)

Stelle gerade fest, dass wohl der Kontakt bzw. das sich bewusst machen der Situation bei mir das größte Problem sein dürfte.
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Re: (Prokrastinierend) der Prokrastination auf der Spur...

Ungelesener Beitrag von Addy Haller » Do 21. Mai 2020, 21:34

Aber mit dem Küche aufräumen und Wäsche waschen hast du dann doch gleich ZWEI Dinge geschafft. Das ist doch wunderbar! :)

Vielleicht hätte ja auch heute NUR Küche aufräumen, morgen NUR waschen, übermorgen NUR xyz aufräumen gereicht, um den Druck rauszunehmen?

Was mir dazu einfällt: Mich entmutigt immer wieder der vermeintliche Berg an Aufgaben, der unüberwindbar scheint, so dass ich letztlich gar nichts schaffe. Ich sollte stattdessen öfter daran denken, mir nur eine Aufgabe vorzunehmen und die dann auch abarbeiten. Verdammte Perseveration!
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Re: (Prokrastinierend) der Prokrastination auf der Spur...

Ungelesener Beitrag von Rocco » Do 21. Mai 2020, 20:56

Eigentlich hatte ich mir für heute vorgenommen meine Bude mal richtig aufzuräumen, naja bin erst um 11uhr wach geworden. Dann hatte ich keine Lust. Dann habe ich was gezockt. Dann wollte ich los legen. Dann dachte ich mir doch lieber ein Bad zu nehmen 🙄
Immerhin habe ich es noch geschafft Küche aufzuräumen und meine Wäsche zu waschen und aufzuhängen.
Da kam mir auch der Gedanke warum soll ich mich an freien Tagen unter Druck setzen.

Mein weil war heute, es war so ein entspannter tag, die ganze Woche bin ich angespannt wegen Arbeit, da muss ich mich nicht noch an meinen freien Tagen so unter Druck setzen.
Wenn man sich selbst so Unterdruck setzt geht das auch ganz schön auf das Selbstwertgefühl. Da tut so ein weil mal ganz gut.
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Re: (Prokrastinierend) der Prokrastination auf der Spur...

Ungelesener Beitrag von Andromache » Do 21. Mai 2020, 20:52

Ich hatte neulich ja auch bereits eine Prokastinations-Thread eröffnet und gehe das Thema mal wieder an.

Bei mir habe ich das Gefühl, ich mich da schon ein Stück weit selbst konditioniert habe und jedes Mal, wenn das Thema Überweisungen u.ä. ansteht, ich dann automatisch in dieses (Denk)Muster verfalle, in das ich mich dann regelrecht hineinsteigere.

Ich bin es neulich einfach mal ganz entspannt angegangen und habe mir gesagt: "Mach das jetzt einfach mal....einfach so!"...und irgendwie hat es dann auch geklappt. :-)

Meine These, die deinen Überlegungen gleicht: Man sollte einfach mal versuchen, die eingeschliffenen Glaubenssätze zu durchbrechen. Und das konsequent üben...
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(Prokrastinierend) der Prokrastination auf der Spur...

Ungelesener Beitrag von Elementary » Do 21. Mai 2020, 20:18

Kurze Vorgeschichte: Ich habe heute ein Interview mit einem Philosophen gesehen, der beschrieb:

Oft würde sich in Partnerschaft eine Seite scheinbar unerklärlich zurückziehen, bewusst oder unbewusst, und zum "wahren Grund" vorzustoßen setze voraus, dass der Betroffene 1. gut mit sich selbst in Kontakt sei und 2. zwischen den Partnern ein kommunikativer Schutzraum bestehe, indem man wirklich ungehemmt sprechen könne.

Wären diese Bedingungen erfüllt, könnte es vielleicht ganz "nachvollziehbare" Erklärungen geben wie "Ich will gerade nicht, dass Du mich berührst, weil [Nähe die Verwundbarkeit erhöht und ich will mich jetzt nicht verwundbar zeigen, weil...] Du gestern früh so blöd gelacht hast, als ich mich mit dem kleinen Zeh am Esstisch gestoßen habe."

Jetzt der ADxS-Transfer: Ich habe mich gefragt, ob das für meinen inneren Dialog nicht auch gilt. Ob ich also nicht auch noch in einen kleinteiligeren Dialog mit mir kommen könnte, statt meistens gleich genervt zu denken "Die Scheiß-Aufschieberei liegt am ADxS. Obwohl das hier zu erledigen doch jetzt soooo wichtig wäre. Pech beim Gen-Lotto. Mist, die Medis wirken immer noch nicht perfekt. Unrettbar, usw..."

Also habe ich mal versucht, folgenden Satz zu vervollständen mit dem Versprechen, nicht sauer auf mich zu sein, egal welche Antwort kommt.

"Ich fokussiere mich nicht auf [Punkt 1 meiner To-do-Liste], weil..." [bzw. "Ich scheiße auf unsere Scheiß-To-Do-Liste, weil..."]

In zwei Punkten kamen gerade schon Impulse, die ganz brauchbar sind für weitere Problemlösungsversuche. So in der Art: "weil... XY das und das ja auch zu spät gemacht hat ... und letztes Mal erst nach einer Woche reingeguckt hat ... und weil ich auch immer noch zu müde bin ..." Jeweils in der inneren Stimmlage "beleidigte Leberwurst", also vermutlich belastbar. Vielleicht ja was für den Werkzeugkasten.
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