Ich wurde Anfang August diagnostiziert und habe mit 10 mg Methylphenidat angefangen. Mein Arzt meinte maximal 2 Tabletten täglich. Der nächste Termin ist heute, also über 3 Monate später.
Da ich ziemlich nervös wegen dem Termin heute bin, wollte ich hier etwas über Dosierungen etc lesen. Habe mich bis dato nicht dazu umringen können, mich mit dem Thema ADHS ausführlicher auseinander zu setzten.
Hier lese ich, dass es eher gewöhnlich ist wöchentlich zu erhöhen und dabei variiert, aber ich habe nun 3 Monate eine Dosis getestet, die mir (aktueller Stand) rein gar nichts gebracht hat.
Ich bin verwirrt und habe Angst es bei meinem Arzt anzusprechen. Ist es normal das man 3 Monate eine Dosis testet?
herzlich willkommen im Forum! Ich habe dir ein neues Thema eröffnet.
Und nein, es ist natürlich nicht normal. Vielleicht kennt sich dein Arzt bisher mit ADHS nicht gut aus? Man steigert eher wöchentlich bis es nicht mehr besser wird und geht dann wieder eine Stufe zurück.
Die zweite Dosis am Mittag sollte dann etwas geringer ausfallen als die morgendliche.
Was heißt 10 mg Methylphenidat - ist es eine Kapsel, welcher Markenname?
Eigentlich steigt man schneller. In der Regel wöchentlich.
Die einen steigern zunächst die erste Dosis bis es passt und dann kommt die weitere Tagesabdeckung oder langsames hochdosieren über den Tag
Bei mir war es z.B. Medikinet Adult
5mg/0/0
5/5/0
5/5/5
10/5/5
10/10/5
10/10/10
15 und 20 noch getestet , aber war Zuviel
Man hätte auch zunächst
5/0/0
10/0/0
15/0/0
20/0/0
Machen können und dann auf 10 zurück und weiter mit der Tagesdosis.
Ich kann das voll verstehen warum verwirr bist.
Entweder hat dein Arzt keine Ahnung oder einen triftigen Grund.
Du kannst ihn doch einfach fragen , dass du von wöchentlichen Schritten gehört hast und was er davon hält?
Vielleicht hat er auch keine Kapazität oder Lust auf engere Termine um eher anzupassen .
Es könnte aber auch sein, dass du was falsch verstanden oder nicht mitbekommen hast. Ist mir auch schon öfter passiert . Oder er hat vergessen dir Infos mitzugeben?
Wie läuft das denn mit einem neuen Rezept ab , oder hat er für drei Monate was mitgegeben ,?
Hallo @Nelumba_Nucifera ,
lieben dank für deine Antwort.
Ich bin seit heute hier im Forum angemeldet und erfahre super viele neue und wichtige Infos über das Thema.
Die ersten Tabletten die ich bekommen habe waren Methylphenidat - 1A Pharma 10mg Tabletten. Mein Arzt meinte ich darf bis zu 2 Tabletten täglich nehmen und nicht mehr. Also habe ich es wie folgt eingenommen:
10/10/0
Damals im August hatte ich ein Rezept für 100 Stk. bekommen. Das ist schon lange ausgegangen, aber ich habe keine neues geholt, da ich auf den heutigen Termin abwarten wollte.
Heute hatte ich nun den langersehnten Termin und habe das Thema auch tatsächlich angesprochen. Er kennt diese Vorgehensweise mit wöchentlicher Erhöhung und hat zum Glück nicht direkt abgeblockt, als ich davon erzählt habe. Er ist ziemlich locker (was ja eig gut ist), aber manchmal auch zu locker. er beantwortet mir meine Fragen, aber erzählt nicht wirklich was zu dem Medikamenten, der Dosis, der Wirkung…. Dieses Wissen fehlt mir einfach. Wahrscheinlich ist die Kapazität nicht da sich mehr Zeit zu nehmen in psychiatrischen Praxen.
Auf jeden Fall meinte er für den Anfang wollte er mit einer geringer Dosis starten um sich an das Thema ranzutasten. Die von 1A Pharma haben eine short term Wirkung, habe ich heute gelernt und diese seien für den Einstig ganz gut. Er meinte heute auch, dass ich hätte variieren können mit der Dosis.
Eig sagte er nicht mehr als 2 Tabletten am Tag, aber vllt habe ich das auch falsch verstanden beim letzten Termin.
Nun habe ich ein neues Medikament erhalten. Methylphenidat Zentiva 20mg Hartkapseln. Ich soll zwei am Tag nehmen und sie haben eine long term Wirkung. Das wären dann ja 20/20/0.
Wenn du sagst 15 und 20 waren zu viel, ist das dann ein großer Sprung bei mir von 10/10/0 auf 20/20/0?
Ich werde es testen und dann mal schauen. Ich bin heute in der Praxis angekommen und habe bei der Anmeldung direkt einen Termin für Mitte März 2026 erhalten. Ich weiß nicht was ich davon halten soll…
Wenn ich mit dem Medikament und der Dosierung nicht klar komme, melde ich mich denke ich schon früher in der Praxis.
Das war ja 1. bei den Long Term und 2. in meinem individuellen Fall
Du hast 10mg Short Term vertragen und 20 mg Long Term sind umgerechnet ungefähr 2x 10mg Short Term die hintereinander freigesetzt werden .
Also müsste es eigentlich so bei dir passen .
Und wenn du es nicht verträgst dann einfach beim Arzt melden .
Kann es sein, daß dein Arzt denkt, daß alles super ist, weil du nicht bei ihm aufgetaucht bist und um eine Erhöhung gebeten hast, nicht mal als du vermutlich ein neues Rezept abgeholt hast?
Vielleicht ging dein Arzt davon aus, daß du dich bei ihm meldest und eine Dosisänderung erbittest weil du nichts spürst, weil die Dosis nicht reicht bzw. nicht mehr passt etc.
Oder könntest du überhört haben, daß du damit starten solltest und dann wöchentlich bzw. alle 14 Tage erhöhen sollst bist du eine passende Dosis gefunden hast? ? ?
nein, denn 20 mg Kapsel ist ungefähr dieselbe (!) Dosis wie 10 mg Tablette. Das heißt, wenn du morgens und mittags eine 20-er Kapsel nimmst, ist das genauso viel wie 4x 10 mg Tabletten.
Die Tabletten wirken nämlich ca. 2 bis 3 Stunden, die Kapseln 5 bis 6. Und da die Kapseln doppelt so lang wirken, stehen auch doppelt so viel Milligram drauf.
Die Kapseln sind natürlich praktischer, weil man nicht so häufig nachnehmen muss. Aber was nicht so praktisch ist, du kannst nicht so gut die Dosis variieren.
Denn ich hätte dir jetzt geraten, bei der Einzel(!)dosis so vorzugehen, dass du ein paar Tage 1 1/4, dann ein paar Tage 1 1/2 Tabletten nimmst usw. Das geht mit den Kapseln aber leider nicht, und der Sprung zu zwei Kapseln (Einzeldosis meine ich) ist ziemlich groß.
Ich habe auch bei Medikinet mit 10mg begonnen und hab nicht viel gemerkt. Die Therapeutin hat mir an die hand gegeben, wenn mich das nicht abholt, soll ich erstmal Nachmittag noch mal 10mg nehmen und klappt das nicht, 20mg morgens. Das war jetzt im 1 wochen Rhythmus. Die 20mg merke ich endlich. Da ich aber hin und wieder einen starken Rebound habe, nehme ich seit Montag auch noch mal 10mg am Nachmittag. Da waren jetzt knapp 6 Wochen zwischen. Bei meiner Psychaterin kann ich jederzeit in die Offene Sprechstunde, wenn was ist und da können wir auch schnell ändern.
Man stellt ja bei dem Medikament eigentlich recht schnell fest, ob es was bringt oder nicht, deshalbnist es vielleicht auch sinnvoll dann nicht so lange abwarten zu müssen.
Auch bei meiner Tochter, die eine andere Psychaterin hat, haben wir im 1 wochen Rhythmus erhöht. Auch dort sind wir im stehten austausch und können schnell anpassen.
Sonst sprich doch mit deiner/ deinem Psychiater:in darüber, dass sie/ er dir vllt einen Fahrplan an die Hand gibt, damit du nicht erneut so warten musst.