6 J. mit Verdacht auf ADHS / Enkopresis / Medikinet

Hallo zusammen :blush:

Ich habe zwei Töchter, 4 & 6 Jahre alt, und bin seit bald 3 Jahren alleinerziehend. Die Trennung vom Vater damals war leider sehr unschön und auch heute haben wir teilweise sehr konfliktreiche Übergaben (Beschimpfungen von ihm, bspw. weil die Kinder bei mir Medien konsumieren dürfen). Natürlich alles vor den Kindern.

Meine Töchter sind beide sehr lebendig, die Große zusätzlich sehr impulsiv, emotional, sensibel, früher auch leicht aggressiv (heute nicht mehr, außer sie wird sehr wütend, was nicht mehr so oft vorkommt) und auch sprunghaft. Manchmal kann sie die Grenzen anderer nicht akzeptieren oder einschätzen. Und ich höre oft, dass sie sich selber im Wege steht. Natürlich hat sie auch sehr viele positive Eigenschaften, z.B. sehr empathisch, fürsorglich, humorvoll. :blush:

Und sie hat leider schon lange eine Enkopresis. Sie wurde eher spät trocken, mit 4.5 Jahren. Davor komplette Verweigerung und auch da hatte sie schon mit dem Stuhlgang zu kämpfen. Nach dem Trockenwerden konnte sie gut aufs Klo, aber mit der Zeit nahmen die Probleme zu. Mittlerweile geht sie nur noch für Pipi aufs Klo, sonst verklemmt sie es und hat dann regelmässig Unfälle. Leider sehr belastend für alle Seiten. Ich wechsle die Unterhose teilweise mehrmals am Tag. Sie selber sagt, dass sie Angst vor den Schmerzen hat. Und wertet sich dann selber stark ab (ich werde das nie können, ich bin schlechter als die anderen Kinder, usw.)

Ich bin immer sehr geduldig und mache ihr keinen Druck. Wir machen Toilettentraining mit Stickern, aber das reizt sie gar nicht. Der Vater hat oft mit ihr geschimpft, nach mehreren Bitten meinerseits macht er es nun nicht mehr (sie ist aber sowieso nur alle 2 Wochen übers Wochenende bei ihm).

Aufgrund dieser Problematik habe ich sie vor einem Jahr bei einem psychiatrischen Dienst für Kinder angemeldet. Wir mussten fast ein Jahr auf einen Termin warten. Nun hatte sie bereits 4 Termine. Wir haben bisher keine Diagnose, aber aufgrund der ersten Termine, Rückmeldung & Tests von mir, Rückmeldung aus dem Kindergarten und der Kinderärztin vermutet man ADHS. Die Psychologin kann allerdings noch nicht einschätzen, ob meine Tochter allenfalls ein Trauma hat (Gewalt an mir vom Ex, hat sie leider miterlebt + die teilweise konfliktreichen Übergaben) oder doch ADHS. Die Symptome sind anscheinend ähnlich.

Der Kindergarten meldete, dass sie sehr sozial ist, es keine Konflikte mit anderen Kindern gibt. Aber dass sie schnell abgelenkt ist, nicht immer still sitzen kann und etwas unkonzentriert. Sie es sonst aber sehr gut macht. Und ich beobachte sie im Sozialen auch als sehr offen, sie spielt stundenlang draußen mit anderen Kindern und es gibt nie Streit.

An manchen Tagen komme ich aber an meine Grenzen, wenn sie ein „Nein“ nicht akzeptiert oder komplett überbordet. Oder sie nicht am Tisch sitzen bleiben kann, usw. Dann gibt es aber auch wieder ruhige Tage, an denen es besser funktioniert. Sie war schon seit Baby sehr lebendig, wenig Schlaf, usw. Die kleine Schwester war ganz anders und viel entspannter.

Gestern hatte ich nun ein Gespräch mit der Therapeutin und der leitenden Ärztin bezüglich einer medikamentösen Behandlung. Sie möchten Medikinet geben, obwohl noch keine ADHS Diagnose vorliegt. Zuerst wird eine Traumatherapie gemacht und dann eine ADHS Abklärung. Das Vorgehen sei unüblich, aber in ihrer Situation wollen sie nicht weiter abwarten, weil sich das Problem sonst immer mehr verankert. Sie startet nach den Sommerferien in der 1. Klasse und wollen ihr den Start erleichtern. Ich bin grundsätzlich einverstanden, war zuerst skeptisch, aber langsam an einem Punkt, an dem ich für jede Lösung offen bin.

Wie findet ihr das Vorgehen? Hat jemand Erfahrungen mit ADHS und Enkopresis? Soll ja anscheinend einen Zusammenhang geben.

Ich danke euch. :blush:

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Finde ich sehr gut und richtig.

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So, jetzt etwas ausführlicher.

Durch die bevorstehende Einschulung ist es ja eilig. Für deine Tochter ist es besser, wenn eine Eindosierung vorher abgeschlossen ist. Sie wird sich durch das Medikament (wenn es wirkt) besser steuern können - die Wahrnehmung verbessert sich, die Impulsivität ist verringert, die Emotionen schwanken nicht mehr so stark, sie kriegt weniger negative Rückmeldungen und sie kriegt besser den Unterrichtsstoff mit.

Und wenn ihr Glück habt, verbessert sich auch die Kontrolle von Darm und Blase.

Früher sagte man schon mal, erst einmal gucken welche Schwierigkeiten in der Schule auftauchen, dann kann man immer noch schauen, ob Medis notwendig sind. Das ist aber, wenn die Impulsivität so ausgeprägt ist wie bei deiner Tochter, zynisch, denn es ist ja viel besser, sie nicht erst negative Erfahrungen bei der Einschulung machen zu lassen.

Die Diagnose ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber ADHS ist bei ihr ja ziemlich wahrscheinlich. Zusätzlich spricht die familiäre Häufung für ADHS - ADHS ist stark erblich, andere Störungen nicht. Du beschreibst sowohl bei deiner kleinen Tochter als auch beim Vater deiner Kinder Auffälligkeiten, die an ADHS denken lassen.

Und bei Konstellationen wie deiner könnte es sogar passieren, dass der Vater sich gegen die Verordnung des Medikamentes an deine Tochter wehrt. Wieso soll sie jetzt Medikamente kriegen, das Kind ist doch ganz normal, so war ich früher auch, :adxs_grins: da soll die Mutter sie eben nicht so oft vor die Kiste setzen, die macht doch eh alles falsch.

Der Vater erlebt deine Kinder ja nur, wenn er Freizeit hat und sich um sie kümmern kann, da ist es leicht, den Medienkonsum einzuschränken. Schwierigkeiten, die Perspektive zu wechseln, ist auch ein Symptom von ADHS.

Also besser nicht groß bei ihm nachfragen, wenn möglich.

Dann fällt mir noch ein, achte darauf, dass sie mit dem Medikament den ganzen Tag abgedeckt ist. Die meisten Kapseln wirken nur ca. 5 Stunden und man muss mittags eine weitere (geringere) Dosis nachlegen, um über den Tag zu kommen. Früher verordneten die Ärzte Methylphenidat nur „für die Schule“, aber das wäre nicht so gut, gerade wenn sie auch zu Hause schwierig ist.

Die bevorstehenden Ferien sind eine gute Gelegenheit, auszutesten, welche Dosis wie gut wie lange wirkt.

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Danke für deine Antwort. :blush:

Also zum Vater: ich sehe das wie du. Ich muss alles alleine tragen, er kümmert sich leider außerhalb seiner 4 Tage im Monat gar nicht um die Kinder. Und ich habe auch nicht den Luxus, die Kinder einfach mal den Großeltern abzugeben. In seiner Situation könnte ich auch auf Medien verzichten. :sweat_smile: Aber ich brauche nun mal auch eine Entlastung zwischendurch. Ich lasse sowas aber auch nicht an mich ran, es ist viel zu viel passiert un mittlerweile bin ich schon viel stärker.

Zum ADHS: ich war anfangs ein wenig „überfahren“, als man direkt mit Medikamenten kam. Es brauchte auch ein wenig Einsicht, dass meine Tochter wohl wirklich ADHS hat. Und gleichzeitig war es auch eine Entlastung, weil ich mir schon öfters anhören durfte, dass ich falsch erziehe, ich meiner Tochter dies und jenes beibringen muss, usw. Und nun weiss ich, dass sie oftmals wohl auch einfach nicht anders konnte und egal was ich gemacht habe, es ging halt einfach nicht. Und das meine Tochter genau richtig ist, wie sie ist.

Ich vermute übrigens, dass das ADHS auch von mir kommen könnte. Habe mich stark eingelesen und vieles trifft zu. Da ich sowieso in Therapie bin (Angststörung, auch aufgrund meiner Situation rund um die Scheidung etc) werde ich das dort thematisieren.

Ich habe wirklich große Hoffnung, dass es ihr beim WC Problem helfen wird. Aktuell ist sie noch in einem geschützten Rahmen, in der Schule ist sie dann allem ausgeliefert. Das macht mir große Sorgen.

Und danke für den Hinweis bezüglich der Wirkungsdauer. Ich werde das auf jeden Fall ansprechen. :blush:

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Das schließt einander nicht aus, im Gegenteil. ADHS-lerinnen heiraten überrepräsentativ ADHS-ler. Gleiche Wellenlänge.

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Wahrscheinlich habt ihr schon Kinderlax oder ähnliches gegen die Enkopresis versucht…das macht den Stuhl weicher und dadurch das Abführen nicht so schmerzhaft. Viel trinken ebenfalls. Kannst du sehen, wenn sie eigentlich auf Toilette müsste, es aber verklemmt? Hilft es, mit ihr zu gehen, Hände zu halten, deine Hände fest drücken?

Tatsächlich wurde das Einkoten/leichtes Einnässen durch ADHS Medikamente und mit zunehmendem Alter besser. Aber ich muß sie teilweise immer noch dazu überreden, „jetzt“ auf Toilette zu gehen. Früher mußte ich immer Hände halten, jetzt macht sie oft Rollo runter und laut Musik an und keiner darf sie stören, alle müssen weit weg vom Bad sein.

Kostet sie denn auch im Kindergarten ein oder nur zu Hause?

Liebe Grüße

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Ja das ist schon lange ein Begleiter. Nützt leider nicht viel, die Angst bleibt. Eine Zeit lang konnte ich sie nehmen und direkt aufs Klo setzen, aber mittlerweile geht auch das nicht mehr. Sie schreit dann panisch und weint. Und ich bin extrem vorsichtig, weil ich das Problem nicht verstärken will. Der Papa hat ihr als Strafe bei jedem Einkoten Windeln angezogen, das hat sie dann komplett verstört. :weary_face:

Im Kindergarten gibt es eigentlich nie Unfälle, maximal Spuren in der Unterhose. Nur einmal gab es einen Vorfall, da hat die Lehrerin (die übrigens ebenfalls einen Sohn mit ADHS hat und soo verständnisvoll ist) sie frisch gemacht und ihr dann frische Unterhosen und Hosen angezogen. :heart:

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Daß sie nicht im Kindergarten einkotet, ist doch erstmal gut (auch perspektivisch für die Einschulung), weil sie dann nicht noch Hänseleien ausgesetzt ist.

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Ich habe hier noch was zum Thema gefunden, vielleicht steht was hilfreiches drin. :slightly_smiling_face:

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Das schliesst sich ja ebenfalls nicht aus.

Bei unserem Sohn hat das Einnässen (v.a. nachts) praktisch von einem Tag auf den anderen beim Start der Medikation aufgehört. Ist aber natürlich ein bisschen ein anderes Thema (rein physiologisch, kein Angst-Thema/Trauma dabei).

Ansonsten unterschreibe ich gerne alles was Falschparker oben geschrieben hat.

Ich denke, das Thema Enkopresis muss vermutlich trotzdem separat angegangen werden, aber die Medikation kann sicher dabei helfen. Ich erlebe meinen Sohn unter der Medikation rationaler, weniger von Emotionen überwältigt, was in Situationen, in denen man etwas tun sollte wo man zB Angst davor hat aber man rational weiss, dass man es tun sollte (zB Zahnarzt / Arz-Situationen, Impfungen) eine grosse Hilfe ist.
Ohne Medis → komplette Verweigerung.
Mit Medis → „ok, wenns sein muss“.

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Oh nein, das tut mir so leid. Meine Tochter hat das Problem auch schon seit sie ganz klein ist. Sie braucht für das große Geschäft seeehr viel Ruhe, seeeehr viel Zeit und natürlich geht’s nur Zuhause, ansonsten geht sie halt tagelang nicht und dann tut’s richtig weh und dadurch kommt Angst vor den Schmerzen dazu.

Wir haben deshalb immer Trockenpflaumen im Haus. Davon isst sie zwischendurch immer mal ein paar, seitdem geht es. Vielleicht wäre das für deine Tochter auch eine Option.

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Hi,
man kann hier natürlich nur spekulieren, keinesfalls eine Einschätzung geben aus der Ferne.
Aber was mir auffällt:
Du schreibst, sie ist empathisch und hat keine Probleme mit anderen Kindern. Das kann auch eine Traumafolge (Überanpassung) sein. Alles andere was du beschreibst, sind klassische Traumafolgen. Insbesondere die Ängste.
Deshalb würde ich auch in jedem Fall mit der Traumatherapie beginnen. Dabei ist allerdings absolut entscheidend, welche Art Traumatherapie. Ansonsten ist der Therapieschaden vorprogrammiert und Dein Kind nimmt nur mit, dass etwas nicht mit ihm stimmt.
Sollte die ADHS-Diagnose sich bestätigen, empfehle ich zusätzlich eine ausführliche kinderneurologische Untersuchung bei einem Spezialisten dafür. Notfalls, wenn möglich selbst bezahlen. Es ist unglaublich wichtig, die richtige Therapie zu bekommen, weil sonst ganz schnell Verschlechterungen eintreten können.
Was meiner Erfahrung nach sehr hilfreich ist, ist Neurofeedback. Aber, speziell wenn Trauma im Spiel ist, nach der Othmer-Methode. Am besten bemühst du dich schonmal um eine Verordnung. Die Verordnung muss für Ergotherapie sein, genauer psychisch-funktionale Behandlung. Dann suchst du eine Praxis, die das als Ergo abrechnen kann.
Muss der Vater einwilligen, oder hast du freie Hand (alleiniges Sorgerecht)?
Und letzter Punkt: hat sie irgendwelche anderen Meilensteine in der körperlichen Entwicklung verpasst. Auffälligkeiten im Bewegungsmuster, ist sie gekrabbelt, bevor sie zu laufen anfing, usw., konnte sie etwas überraschend viel eher, als gleichaltrige Kinder?
Gab es jemals eine Regression in der Entwicklung?
Ich kenne Toilettenprobleme und diese Form von Ängsten, die du beschreibst überwiegend von Kindern im Autismusspektrum.
Eine korrekte Diagnostik erspart viel Leid, auch wenn es mühsam ist.
Mein Sohn hatte im ersten Schuljahr sechs psychiatrische Diagnosen. Keine davon war richtig. Zwei Jahre qualvolle Therapie, die an der falschen Stelle ansetzte und er war ein Wrack.

Ich wünsche dir ein gute Händchen.

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Vielen Dank für die vielen Tipps. Ich wohne in der Schweiz und hier läuft alles etwas anders, werde mich schlau machen.

Nein, ich habe kein alleiniges Sorgerecht. Aber er ist diesbezüglich relativ offen und legt mir bei dem Thema keine Steine in den Weg.

Am Freitag haben wir das Gespräch bezüglich Medikation und dann erhalte ich auch direkt das Rezept. Das heisst, wir starten am Samstag. Bin schon ein wenig nervös und hoffe natürlich, dass sie gut darauf anspricht.

Zum Thema Entwicklung: meiner Meinung nach war alles altersgemäss, keine Ausreisser. Nur gesprochen hat sie eher spät und undeutlich, aber jetzt auch altersgemäss.

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Ich revidiere meine Aussage, selbst bei dem Thema will er mir Steine in den Weg legen.

Das Gespräch war furchtbar, er hat zwar einige Fragen gestellt, wurde mir ggü. aber mehrfach laut und leicht aggressiv. Er wollte der Ärztin verklickern, dass m nur mit einer „Pille“ nicht einfach alles gut wird, sondern auch die Ursache angeschaut werden muss. Ich meinte darauf, dass sie ja schon in Therapie sei. Und er sagte dann, dass er mich damit meine. Dass sie bei mir unbegrenzt Medien konsumieren und sie deshalb so sei. Er erziehe ganz anders und bei ihm sei sie auch nicht so. Musste mich echt beherrschen. Die Ärztin meinte dann, dass unterschiedliche Erziehungsstile nicht immer schlecht sind und ausserdem ist es eine ganz andere Hausnummer, ein Kind mit ADHS zu erziehen. Hat mir also den Rücken gestärkt.

Wie auch immer: ich konnte heute die Medikamente abholen und morgen starten wir.

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Das habe ich befürchtet, siehe oben.

Und es ist irgendwie logisch. Wenn ein ADHS-Medikament etwas brächte, müsste er seine bisherige Sicht (du bist schuld, er ist der bessere Elternteil) in Frage stellen. Und er stünde sogar vor der Frage, ob nicht er selbst ADHS hätte und das zu eurer Trennung beigetragen haben könnte.

Für ADHS kann niemand was. Trotzdem ist es unangenehm, sein bisheriges Leben neu zu bewerten.

Das passiert unbewusst, es ist aber trotzdem sehr schlimm, wenn deswegen deine Tochter die sehr dringende Hilfe nicht bekäme.

Ich hoffe sehr, dass du dafür nicht über das Familiengericht gehen musst. Wenn ja, solltest du jedenfalls nicht davor zurück schrecken. Um auf diesem Weg Erfolg zu haben, bräuchte deine Tochter aber die Diagnose.

Er hat vor Ort behauptet, dass er selber ADHS hat und nie Hilfe bekam. Es schwierig in der Schule war. Dabei hat er nie eine Diagnose erhalten. Fand ich schon speziell. Und noch spezieller, dass er seiner Tochter die Hilfe verweigern wollte.

Und ja, er will sich immer als das bessere Elternteil hinstellen, ich könnte Romane darüber schreiben, was alles schon gesagt wurde und passiert ist. Aber das tut hier nichts zur Sache. :slight_smile:

Er hat am Ende aber eingewilligt und heute war die erste Einnahme. Medikinet 2.5mg für 5 Tage, danach wird es erhöht, jeweils im 5 Tages Rhythmus. Habe heute aber nichts bemerkt, weder positiv noch negativ.

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