6jähriger Verdacht auf ADHS - Verweigert alles

Hallo zusammen.

Ich bin gerade ziemlich verzweifelt. Unser Sohn tat sich im Kindergarten schon immer sehr schwer. Furchtbare Eingewöhnung, Trennung die meiste Zeit nur unter Tränen. Seit Februar 2026 verweigert er den Kindergarten komplett. Nach viel Arbeit zusammen mit einer Ergotherapeutin (online) geht er wieder - allerdings nur wenn ein Elternteil dabei bleibt. Jegliche Versuche dass er allein bleibt scheitern. Die Ergo hat den Verdacht ADHS in den Raum gestellt. Auch im Alltag kamen mir selbst schon die Gedanken ob es bei ihm Richtung ADHS/PDA o.ä. gehen könnte - extreme Wut, Schwierigkeiten bei sozialer Interaktion, geht keinem Hobby nach etc..

Er wird im September eingeschult und sagt bereits jetzt, dass er nicht alleine in die Schule gehen wird.

Mein Mann ist mittlerweile der Meinung unser Sohn hat einfach keinen Bock, ich kann das allerdings nicht glauben.

Die Sorgen sind jetzt natürlich riesig- der Alltag für uns nur schwer zu organisieren da wir beide berufstätig sind.

Erschwerend kommt hinzu dass unser Sohn Arzttermine o.ä verweigert wenn er merkt es geht um ihn oder die Kita/Schulthematik. Bei einem Online Gespräch mit der Ergo hat er einen Wutanfall vom Feinsten bekommen, Sachen durch die Gegend geworfen und wollte den Laptop ständig ausschalten. Am 29.7 haben wir einen Termin in Präsenz bei einer Heilpädagogin mit Spezialisierung ADHS. Ich weiss noch nicht wie ich unseren Sohn bewegen kann dorthin zu gehen.

Kennt jemand diese Problematiken?

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Heilpädagogin ist kein Arzt und wird auch auch kein Dipl. Psychologe sein, die Wahrscheinlichkeit das wenn sie Selbstzahlerleistung Adhs testet und diese Testung bei Ärzten und Kliniken anerkannt wird halte ich für verschwindend gering

Besser im Zweifel über Überweisung mit Dringlichkeitscode vom Kinderarzt ben Facharzt oder eine Klinik zur ambulanten Behandlung und Testung suchen.

Er ist ja schon länger auffällig und da Plätze immer schwerer zu bekommen sind wäre das wahrscheinlich schon vor einem Jahr besser gewesen, da auch bei Erwachsenen Facharzttermine immer, immer schwerer zu erhalten sind.

Eine Freundin hat vor nem Jahre noch alles geschoben und getrödelt um jetzt festzustellen das statt Warteliste derzeit keiner der Ärzte mit Warteliste aufnimmt und sie jetzt Praxen suchen muß die mit und ohne Warteliste nich Neupatienten aufnehmen.

Deshalb zumindest schon mal soweit möglich Termine sichern, denn ich glaube nicht das da in nächster Zeit Besserung in Sicht ist :see_no_evil_monkey::see_no_evil_monkey::see_no_evil_monkey::see_no_evil_monkey:

Eine Überweisung haben wir bereits und es gab auch schon einen Termin - allerdings ohne Kind da er Termine verweigert. Bei Stäb war ich bereits vorstellig aber dafür reicht sein Krankheitsbild nicht aus. Ich bin mir der Wartezeiten etc durchaus bewusst.

Vor einem Jahr und auch vor einem halben Jahr sah noch niemand eine große Problematik - weder Kindergarten noch Erziehungsberatungsstelle oder die Ergo. Bis vor kurzem hat er sich noch riesig auf die Schule gefreut und ist auch nach den Sommerferien 2025 bis Weihnachten 2025 ohne Probleme und Tränen in den Kindi weil er endlich Vorschulkind war.

Wenn er so plötzlich nicht mehr mag: Was hat sich denn geändert? War irgendwas in der Zeit? Irgendwelche Einschnitte?

Dass er nur mehr unter Begleitung in den Kindergarten möchte, ist doch eher ungewöhnlich, oder? Vor allem nun schon monatelang.

Kann er sagen, warum er plötzlich nicht mehr alleine hin will? Dafür muss es doch einen Grund geben.

Ich stimme übrigens zu, dass ihr euch Termine abseits von echter Diagnostik sparen solltet. Es kommt vermutlich ohnehin noch genug auf euch zu…

Übrigens kannst du ihn wirklich nicht zu den Terminen mitnehmen? Meiner zickt auch gern rum, aber irgendwie geht es doch. Und notfalls muss ich halt ein tobendes Kind aushalten. Es gibt echt schöneres, aber es hilft ja nix.

Meistens versuche ich aber mit Motivation (sprich Bestechung) zu arbeiten, wenn es für ihn unangenehme Termine gibt.

Beim Kinderpsychiater gibt’s ein Puppenhaus, auf der fährt er so ab, da flitzt er immer gleich hin und ist dann nicht mehr ansprechbar. Inzwischen gibt’s eine Belohnung, wenn er sich zusammenreißt und erst hingeht, wenn der Arzt es erlaubt und ich noch mit dem Arzt rede. :smiling_face_with_sunglasses: Weil mir war das immer sehr peinlich, wenn er da gleich hin ist und ohne zu fragen gespielt hat, muss ich gestehen. :blush:

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Ich finde beim Kinderpsychiater sollte dir nix peinlich sein. Gerade dort muss das Kind sich ja nicht extra gut benehmen.

Ist mir schon klar, aber ich bin dann dennoch sehr angespannt, muss ich gestehen.

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Hallo, ihr solltet euch unbedingt darum kümmern, dass so schnell wie möglich eine Diagnose gestellt wird. Mein Sohn ist auch 6 und wird im September eingeschult. Ist hyperaktiv und impulsiv (bereits auffällig im Kleinkindalter ) und wir haben die Diagnose und medikamentöse Einstellung mit 5 begonnen, um im Hinblick auf die Schule, ihm hoffentlich einen guten Start zu ermöglichen. Er ist jedoch nicht ängstlich, sondern unkontrolliert in seinen Handlungen.

Viele Grüße

Eine Heilpädagogin darf in der Regel keine endgültige Diagnose stellen. Das darf nur der Kinderarzt bzw. Kinder- und Jugendpsychiater. Heilpädagogen machen - wenn sie Diagnostik machen - in der Regel nur die Diagnostik(Tests) und der entsprechende Facharzt segnet das dann ab.

Ich verstehe nicht, warum das eine Selbstzahlerleistung sein soll. Soweit ich weiß zahlt (zumindest in Bayern) der Bezirk für heilpädagogische Behandlung bis zum Grundschulalter. Aber vielleicht ist das in anderen Bundesländern anders. Ich lasse mich gerne korrigieren.

Heilpädagogin finde dich trotzdem eine gute Idee. In der Regel haben die einen guten Blick dafür und können - auch wenn sie keine offiziellen Diagnosen vergeben dürfen - unterstützen und Tipps geben. Wenn sie sich entsprechend auskennt und ihre Pflicht ernst nimmt.

@SunnyDay dir und deinem Sohn wünsche ich alles Gute und dass ihr bald zu einer passenden Diagnose und vor allen Dingen Lösung kommt.

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Hmmm :thinking: , also ja ich kenne das Problem, zumindest in einer ähnlichen Form, wenn vielleicht auch nicht gleich.

Jedenfalls habe ich mit einem meiner Kinder erlebt das es von Anfang an weder wirklich gerne in den Kindergarten gegangen ist, noch nachher gerne in die Schule gegangen ist.

Und ganz ehrlich gesagt, habe ich persönlich mein Kind von Anfang an auch total verstanden warum das bei ihm so gewesen ist.

Und das obwohl ich bis heute tatsächlich nicht genau sagen kann „warum“, auch wenn ich das fast selbe Unbehagen wie meine Transtochter in meinem inneren verspürt hatte, als ich damals meine Transtochter in die Schule schicken musste.

Heisst mein Kind damals in eine Situation schicken musste, bei der ich in Wahrheit von Anfang an „gespürt hatte“, dass das alles meinem Kind „schaden würde“.

Und ich aber aufgrund der allgemein gültigen „Schulpflicht“, dazu gezwungen war um mein Kind seinem nachfolgendem Mobbing auszusetzen, und zusehen zu müssen wie mein Kind dort fertig gemacht worden ist.

Und dann, wie gesagt, während der ganzen Schulzeit mitansehen musste, wie mein Kind während seiner gesamten Schulzeit von anderen Kindern übelst gemobbt worden ist.

Und ich all das nicht verhindern konnte, weil mein Exmann nicht auf meiner Seite gestanden ist.

Heisst nicht zu unserem Kind und mir gestanden ist, heisst nicht bereit dazu gewesen ist um unser Kind von dieser damaligen Mobber Schule runter zu nehmen, und dann z.B. stattdessen auf eine geeignete Privatschule zu schicken.

Und das obwohl es finanziell nicht unmöglich gewesen wäre für meinen Exmann, sondern er einfach nur zu geizig gewesen ist, und ausserdem völlig verbohrte und veraltete Ansichten hatte.

Jedenfalls, und wie auch immer, dass was wirklich traurig ist, ist die Tatsache das WIR, oder besser gesagt mein Exmann, etwas hätte unternehmen „können“ um unserem Kind in seiner furchtbaren Situation weiter zu helfen, aber nicht getan hatte.

Und wie gesagt, weil mein Exmann, vor lauter Geiz, und seinen veralteten Ansichten, nicht dazu bereit gewesen ist, und ich dann alleine dagestanden bin, war da niemand der meinem Kind und mir damals in dieser Zeit irgendwie weiter geholfen hatte.

Jedenfalls, wenn Eltern nicht am selben Strang ziehen um ihren Kindern das bestmögliche auf ihrem Lebensweg zu bieten, dann zeigt sich spätestens dann das eine Paarbeziehung, oder Ehe, nicht das ist was man selbst vielleicht anfangs mal geglaubt hatte.

Nicht umsonst habe ich mich dann später auch scheiden lassen, und obwohl auch das eigentlich nur 1 Grund von vielen anderen war, warum mein Exmann und ich nie wirklich zusammen gepasst haben.

Ich hab keine Kinder für Erwachsene außer durch spezielle Tarife ausgeschlossen oder ich kenne auch manch privat Versicherten

Nein es war absolut nicht absehbar dass es sich so extrem entwickelt. Es war von einem Tag auf den andern ohne Veränderungen. Auser dass er halt schon immer ungern gegangen ist - wobei wenn er ist hat er augenscheinlich Spaß auser dass die Erzieher null mit seinem Temperament umgehen können und eigentlich nur gemeckert wird.

Er selbst sagt meist er kann den Grund nicht benennen. Er hat ein komisches Gefühl im Bauch. Manchmal sagt er, die Kinder sind zu viel.

Die Heilpädagogin vom Kindergarten sagt er sei sehr sensibel und reizoffen.

Bestechung möchte er eigentlich bei jedem Arztbesuch aber es wäre auf jeden Fall einen Versuch wert. Irgendwie müssen wir ja voran kommen.

Ja, Belohnung (aka Bestechung :grin: ) bei unangenehmen Terminen kann gut helfen. Ich erkläre dann, warum wir dort hin müssen und dass ich weiß, dass es schwierig für meinen Sohn wird. Und letzten Widerstand kann man oft mit einer Belohnung gut bearbeiten.

Kann er das Gefühl im Bauch näher beschreiben. Wo sitzt es denn, wie fühlt es sich an.

Ich weiß, dass bei mir so ein bestimmtes Gefühl im Bauch z.B. Angst ist. Ich denke, man kann außerdem auch Wut im Bauch spüren. Oder auch Überanstrengung. Vielleicht versuchst du da noch etwas nachzufragen.

Ich kann mir vorstellen, dass du ganz schön unter Druck aktuell stehst. Die Einschulung steht bevor, eine eventuelle Diagnose und dann noch die Ängste, wie das alles wird.

Eine spätere Einschulung wäre keine Option? Nicht, dass ich davon eine Freundin bin, aber wäre eine Option zu prüfen, ob er wirklich schulreif ist. Kognitiv sind die Kinder meistens reif, aber sozial emotional fehlt noch etwas und das ist vor allem in der Volksschule schon ein sehr großes Thema.

Ja wir stehen unglaublich unter Druck - Homeoffice bei mir nur eingeschränkt möglich, bei meinem Mann gar nicht mehr.

An eine Rückstellung habe ich auch schon gedacht allerdings hat er sich bisher schon richtig auf die Schule gefreut und braucht es kognitiv definitiv auch. Sozial-Emotional bin ich ganz bei dir, aber er würde auch definitiv kein Jahr mehr in den Kindergarten gehen und wir könnten dies auch kein ganzes Jahr mehr so in dem Rahmen begleiten. Das Thema mit ihm zu besprechen ist aber auch richtig schwierig, sein bester Freund wird eingeschult, der Schulranzen steht im Schrank.

Manchmal weiss ich auch nicht ob es ein Fehler war quasi eine neue Eingewöhnung im Kindi zu starten die ja jetzt stagniert und wir sitzen hier immer noch. Wir erklären zwar ständig dass das so in der Schule nicht möglich ist aber davon will er nix hören. Oder ob es ein Fehler war ihn die letzten 3 Jahre immer mit „Gewalt“ im Kindi abzugeben. Vll hat das viel kaputt gemacht? Fragen über Fragen und man will ja eigentlich nur dass es dem Kind gut geht.

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Was ihr braucht, ist eine psychometrische und evtl. apparative Diagnostik, um abzuklären, ob er wirklich vom Stirnhirn her überfordert ist oder ob vielleicht doch etwas anderes dahintersteckt.

Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, dass ihr eurem Sohn rechtzeitig Hilfe zur Verfügung stellt.

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Ich denke ein Gespräch mit dem Kind wäre dennoch gut.

Ich würde ihn fragen, ob er im Herbst in die Schule gehen möchte und er sich das alleine zutraut. Ich an deiner Stelle würde ihm ganz klar sagen, dass ihr als Eltern ihn nicht in die Schule begleiten könnt. Das würde ich als unumstößlichen Fakt erklären. Denn rumreden bringt ja nichts.

Im weiteren würde ich, wenn er sagt er will in die Schule, probieren ihm zu erklären, dass ihr dann mal schon jetzt im KiGa versucht kurz rauszugehen als Test - wie in einer normalen Eingewöhnung. Und ihm auch sagen, dass ihr dann als Ziel habt er nach der Zeit X (müsst ihr euch überlegen) alleine im Kindergarten verbleiben kann.

Klarerweise wäre das gut noch mit jemandem „vom Fach“ zu besprechen. Aber ich würde es mal so versuchen.

Wegen kognitiv reif und sonst nicht: Ja, das Thema kenne ich zur Genüge. Ist bei meinem Sohn defintiv so, dass er sozial emotional hinten nach ist (wie oft bei ADHS) und bei der Einschulung hat ihm im Nachhinein betrachtet doch einiges gefehlt… in gewisser Weise rächt sich das jetzt, da für ihn die Schule echt ziemlich schwierig ist.

In Zweifelsfall versuche ihn in eine Vorschulklasse (gibt es das in D?) zu bekommen.

Auf jeden Fall klingt er für mich nicht schulreif (da er nicht alleine in der Klasse bleiben kann aus jetziger Sicht) und ihr braucht eine Lösung. Du musst da wirklich schauen, dass ihr an Hilfe kommt…

Gibt es bei euch eine Schulspychologische Beratungsstelle?

Was sagt denn der Kindergarten? Haben die mal an ein AOSF gedacht? Also daran, den Sonderpädagogischen Förderbedarf zu klären?

Mein Sohn war tatsächlich von Tag1 in der Schule an anti. Er wollte auch vorher nie.

Er war grade eben 6 Jahre alt und ist während Corona eingeschult worden.

Anfangs war noch alles halbwegs ok, kognitiv war es z.T. schwierig (Klassenlehrerin in M leider extrem schnell durchgegangen, viel zu früh den 10er Übergang, alles musste ich zuhause nachholen, zumal während Corona ständig Homeschooling war).

Das hat sich leider alles extrem zugespitzt, bis ich ihn die 3. habe wiederholen lassen auf Antrag (nicht, weil die Noten das nötig gemacht haben). Dann ist es richtig schlecht geworden, wir hatten auch schon eine Schulbegleitung gesucht monatelang.

Die I-Kraft war und ist der absolute Gamechanger bei einem Kind mit diesen Sozial-Emotionalen Baustellen.

Das würde ich bei euch auch für super sinnvoll halten. Die Jugendämter benötigen dafür ein Gutachten von Psychologen oder Psychiater mit dem Hinweis, dass Eingliederungshilfe notwendig ist in Form der Schulbegleitung nach §35a SGB XIII.

Heilpädagogik ist super, ich bin totaler Fan, auch das hat viel bei ihm geholfen. Bei uns sind das Psychologinnen und Heilerziehungspflegerinnen, Sonderpädagoginnen, Ergotherapeutinnen.

Sie machen keine Diagnostik, aber sie sehen die Kinder viel, viel genauer als ein KJP bei den paar Diagnostikterminen, die meist auch die Angestellten machen, je nach Ausbildung.

Die Heilpädagogik wird bei uns vom Jugendamt bezahlt, eben aufgrund der drohenden seelischen Behinderung.

Bei unserem Kleinen sehen alle Experten auch PDA, durch diese extreme „dagegen“ Haltung. Ich persönlich sehe PDA aber nicht unbedingt als Teil des ASS, sondern vielleicht sogar als eigenständige Neurodivergenz. Bin gespannt, was da die Forschung in Zukunft zu Tage fördert.

Ganz unabhängig von den Diagnosen, die ihr vermutlich braucht, um für euren Sohn adäquate Hilfe von außen zu bekommen:

Neben den Medikamenten waren hier Gamechanger, dass wir uns mit Gewaltfreier Kommunikation beschäftigt haben. Und dass wir uns mit Traumapädagogik beschäftigt haben. Auch wenn dein Kind vielleicht kein Trauma hat, so hilft auch da das Wissen, was das Hirn im extremen Stressmodus macht und wie man das ko-regulieren kann. Bei beiden Themen geht es viel um Koregulation und wie das gelingen kann.

Für das Thema kann ich das Buch „Die Kraft der Worte bei ADHS“ empfehlen.

Für die Kita und für die Schule würde ich schon mir eine Sammlung anlegen, was dein Kind braucht, wenn es ihm nicht gut geht. Das können ganz kleine Dinge sein. Was hilft ihm?

Braucht er einen Flucht -/Rückzugsort?

Ein vertrautes Kuscheltuch?

Kontrolle über den weiteren Tagesablauf?

Hallo @SunnyDay :slightly_smiling_face:

für mich klingt das nach einer Reaktion aus dem Gefühl heraus, falsch zu sein, was ja bei ADHS (oder was auch immer es ist) ganz automatisch entsteht.

Ich fand es selbst so unglaublich furchtbar mit dem Kind vor der Ärztin zu sitzen und mit ihr durchzugehen, was denn alles mit diesem Kind nicht stimmt. Meine Tochter hat sich spätestens nach dem 2. Termin völlig verweigert. Aber eine andere Reaktion als kompletter Widerstand hätte ich bei der Demütigung auch eher als unnormal empfunden.

Es war ziemlich schwierig sie dann noch durch die Diagnostik zu kriegen. Ein bisschen geholfen hat, dass ich selbst betroffen bin und ihr erzählen konnte, wie gut die Medikamente helfen.

Es hat aber sehr lange gedauert, bis sie geglaubt hat, dass es nicht ihre Schuld ist, so große Schwierigkeiten zu haben. Ich glaube, ADHS und das Gefühl falsch/ eine Belastung zu sein, schaukeln sich schon bei Kindern gegenseitig ordentlich auf.

Also ich find’s sehr sinnvoll, dass die Termine ohne Kind stattfinden. Vorm Kind übers Kind zu sprechen ist doch einfach Folter. Später wurde nur mit der Tochter gesprochen, dass war auch ok.

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Das mache ich auch immer so. Gespräche mit Ärzten/Therapeuten erst mal allein. Da sage ich dann was alles schwierig läuft.

Und bei einem weiteren Termin findet das Gespräch dann mit dem Kind statt. Da kann der Arzt dann das Kind befragen und ich höre manchmal staunend zu :sweat_smile:

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