Hallo zusammen!
Ich weiß nicht genau wie ich anfangen soll, deswegen erst einmal ein paar Punkte zu mir:
Ich bin männlich, 44 Jahre alt und ich habe am 18.12.2025 meine ADHS Diagnose mit schwerer Ausprägung bekommen. Meine Psychotherapeuthin hatte vor ca. 3 Jahren den ersten Verdacht auf ADHS bei mir geäußert und mir geraten mal eine Diagnose zu machen. Ich hatte daraufhin mehrere Stellen angerufen und angeschrieben, allerdings nur Absagen bekommen.
Die Sache war für mich dann erstmal erledigt und ich habe mein Leben weitergelebt.
Seit einem Jahr hat mich das Thema dann aber wieder voll beschäftigt. Aber auch hier wieder nur Absagen oder jahrelange Wartelisten.
Am 30.10 diesen Jahres schickte mir eine Freundin auf einmal einen Link mit einem Termin für den 03.11. um 16 Uhr in Düsseldorf bei einer psychotherapeutischen Praxis die ADHS Diagnose Termine über die Krankenkasse anbieten. Ich habe den Termin sofort gebucht und war dann tatsächlich an diesem Montag beim ersten von insgesamt drei Terminen. Das war “Glück” Nummer 1.
Der zweite Termin war 3 Wochen später und der finale Abschlusstermin mit Diagnose am 18.12. Sie hat mir beim Abschlussgespräch die Diagnose mitgeteilt, was für mich wie ein zweiter Geburtstag war.
Sie hat mir u.A. geraten mich bezüglich einer Medikation bei einem Neurologen oder Psychater vorzustellen.
Vorgestern war ich bei meinem Hausarzt und habe mir eine Überweisung geben lassen, dann habe ich sämtliche Praxen im Umkreis angerufen, bin zur Ambulanz nach Düsseldorf gefahren habe die 116117 angerufen, überall die Aussagen dass keine Neupatienten mehr aufgenommen werden. Ich hätte bei einer Privatpraxis für 400€ ( Diagnose etc.) ein Privatrezept für Elvanse bekommen können, das war mir aber ehrlich gesagt zu teuer.
Wie der Zufall es will hatte meine Freundin an diesem Tag einen Termin wegen einer Nervengeschichte bei einem Neurologen in Gelsenkirchen. Ich habe sie natürlich begleitet und vorher gefragt ob es für sie in Ordnung wäre, wenn sie den Arzt am Ende ihres Termins einfach mal fragt ob er sich denn nicht auch mit ADHS auskennt. Das hat sie auch getan und dann folgte “Glück” Nummer 2, er hat sich mit mir hingesetzt, mit mir gesprochen, sich meine Unterlagen und Diagnoseberichte angeschaut und dann gesagt, dass er mir Medikinet verschreiben würde. Ich war absolut fassungslos, keine 26 Stunden nach der Diagnose hatte ich das Rezept in der Hand!
Er hat mir folgenden Dosierungsplan für Medikinet (nicht adult!!) aufgeschrieben:
1.Woche: Morgens 10mg retadiert, dann um 14/15 Uhr nochmal 10mg unretadiert.
Danach 10 Tage 20mg morgens und ab 14/15 Uhr unretadiert hinterher. Nach weiteren 10 Tagen 30mg usw, bis ich dann nach ein paar Wochen bei 60mg landen werde.
Ich habe die Tabletten gestern Nachmittag abgeholt und heute morgen mit der Einnahme begonnen.
Die Wirkung war deutlich, als wenn der Strom abgeschaltet wird. Es war ruhig und ich fühlte mich etwas wie in Watte gepackt. Drei Stunden später folgten dann leichte, auszuhaltende Kopfschmerzen, sowie leichte Muskelschmerzen in den Beinen und im Nacken?! Die kopfschmerzen könnten auch daher kommen, dass ich sehr gerne Kaffee mit Zucker getrunken habe (Heute natürlich nicht) und dass das jetzt fehlt.
Um 15 Uhr habe ich dann die zweite Tablette genommen.
So ganz einordnen kann ich die Wirkung noch nicht. Es war nicht unangenehm, sondern eher ungewohnt. Jetzt um 22 Uhr ist es so, dass alles relativ “schwer” ist, ich bin müde und habe das Gefühl, dass mein Kopf in Kleister getränkt worden ist
Alles ist irgendwie sehr langsam und ich brauche etwas länger für alles. Ja es ist der erste Tag und ich weiß, dass man erst nach ein paar Wochen genaueres sagen kann ![]()
Ich werde gleich ins Bett gehen und morgen mal schauen wie es dann wird ![]()
Das wollte ich einfach mal loswerden und fragen was Ihr zu der Medikation und der Eindosierung sagt.
Viele Grüße!
D.