Abgeschlagenheit (ähnl. Müdigkeit) durch zu geringe Nahrungsaufnahme

Die letzten 10 Jahre habe ich mich immer abgeschlagener gefühlt. Dazu muss ich sagen, Abgeschlagenheit hat körperliche Schwäche wie Müdigkeit man ist aber nicht unbedingt Müde und dazu gehört noch geringes mentales Durchhaltevermögen. Dieser Unterschied ist mir beim Googlen klar geworden :grinning_face_with_smiling_eyes: So kam ich dann auf deutlich bessere Ergebnisse.

Jedenfalls hatte ich keine Erklärung dafür bis ich durch ADXS.org und Blutbild auf geringe Nährstoffversorgung gekommen. Das große Blutbild beim Hausarzt hatte nur diese Mittelwerte die aber nicht angeschlagen haben.

Mir wurde langsam klar das durch den verringerten Hunger als Nebenwirkung von MPH und Elvanse mein Hunger mich zwar täglich dazu gebracht hat etwas zu essen aber einfach viel zu wenig. Jetzt entscheide ich durch Vernunft wv ich esse und nehme dazu noch eine Multivitamin Tablette und bin endlich viel fitter und aktiver. Das ganze korreliert bei auch stark mit Zucker. Zucker lasse ich ganz weg und esse nur wenig Mehlprodukte.

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nimm die Vitamine nicht zusammen mit deinem medikament, Vitamin c bringt das durcheinander

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Das ist ein guter Einwand. Ich muss aufpassen das da eine Stunde zwischen liegt.

du. du brauchst unbedingt Zucker bei methylphenidat (soweit ich das verstanden habe)

1. Kopfschmerzen

Als Nebenwirkungen der Stimulanzientherapie sind sie oft Folge eines Glukose-mangels bei zu geringer Nahrungszufuhr vor der Tabletteneinnahme. Methylpheni-dat stimuliert das Frontalhirn und einige mit ihm zusammenarbeitenden Nervenzentren (Basalganglien), was bei Computeruntersuchungen, wie z.B. im PET (Positronen-Emmissions-Tomogramm) eindeutig und sehr beeindruckend zu sehen ist. Das bedeutet, dass der Glukoseverbrauch unter der Stimulanzienwirkung im Stirnhirn deutlich ansteigt und somit der Blutzuckerspiegel abfällt. Bei zu geringer Nahrungsaufnahme und Mangel an gespeichertem Zucker (die Leber und die Muskulatur dienen dem Körper als Zuckerspeicher) ist dann eine Hypoglykämie mit Kopfschmerzen, Müdigkeit (Gähnen), Blässe, Schwindelgefühl und Zittrigkeit die Folge. Deshalb sollte auf ausreichende Nahrungszufuhr vor jeder Einnahme von Stimulanzien geachtet werden. Kommt es dennoch zu Kopfschmerzen, dann sollten sobald als möglich oder besser noch sofort schnellverdauliche Kohlenhydrate, wie Traubenzucker, Bananen, glukosehaltige Fruchtsäfte, Süßigkeiten u.a. zugeführt werden zum schnellen Ausgleich des Glukosemangels im Blut. Damit lassen sich die Kopfschmerzen beseitigen, vorausgesetzt sie bestehen noch nicht über Stunden. Bestehen dagegen die Kopfschmerzen schon über einige Stunden auf Grund einer Hypoglykämie bei erhöhtem Glukoseverbrauch infolge Stimulanzienwirkung, dann haben sich bereits im Gehirn saure Stoffwechselzwischenprodukte gebildet, die nicht mehr so schnell beseitigt werden können. Es setzt nämlich bei erhöhter Hirntätigkeit und Glukosemangel ein Michsäurestoffwechsel ein, dessen Zwischenprodukte intermittierend zum leichten Hirnödem führen. Dieses Hirnödem löst durch seinen Druck auf die Meningen (Gehirnhaut), die der eigentliche Ort der Schmerzempfindlichkeit im Gehirn sind, die Kopfschmerzen aus.

Deshalb sollte auf eine ausreichende Nahrungsaufnahme während der Zeit der Stimulanzienwirkung geachtet werden. Läßt die Konzentration im Laufe des Schulvormittags trotz Methylphenidateinnahme am Morgen nach, so sollte nicht gleich eine weitere Tablette eingenommen werden, sondern erst etwas essen oder zuckerhaltige Säfte trinken. Viele Kinder und Jugendliche mit Stimulanzieneinnahme vor Schulbeginn berichten: „Bemerke ich etwa nach der 4. Schulstunde ein Nachlassen der Konzentration, dann esse ich sofort. Danach kann ich mich wieder besser konzentrieren“.

Überhaupt kann bei zu niedrigem Blutzuckerspiegel das Methylphenidat nicht gut wirken, denn das Stirnhirn braucht Glukose, um arbeiten zu können. Hyperaktive Kinder verbrauchen schon wegen ihres großen Bewegungsdranges viel Glukose. Essen sie dann am Morgen sehr wenig (keine Zeit, keine Aufforderung zum gemeinsamen Frühstück, keinen Appetit), und auch in der Schule aus den gleichen Gründen nichts oder viel zu wenig, so kann es sehr schnell zur Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen, die aber vermieden werden sollte.

quelle :

Helga simchen

Hallo ppaul,

wie in dem Text beschrieben, muss genug Zucker (Glukose) aus der Nahrung aufgenommen werden. Es muss aber kein Zucker als Inhaltsstoff in der Nahrung sein. Ich verzichte auf Zucker als Inhaltsstoff. Und Kohlenhydrate nehme ich nur in komplexer Form oder als Stärke /Kartoffeln zu mir. Aktuell mache ich eine oligoantigene Diät.

Quelle: https://www.adxs.org/adhs-behandlung-therapie/behandlungsmethoden-bei-adhs/nahrungsmittel-ernaehrung-und-diaeten-bei-adhs/

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wenig Zucker find ich generell sinnvoll. du, ich habe keine ahnung vom stoffwechsel, von daher vielen dank für die aufklärung.

Ich nehme an, daß du also zuwenig Glukose produzierst, diese aber brauchst. Da musst wohl mehr Kartoffeln essen.

Nachdem ich auf der Intensivstation künstlich ernährt wurde (mehrere Wochen), konnte und wollte ich überhaupt nichts mehr süßes mehr essen. sämtliche süßigkeiten waren einfach nur ekelhaft für mich. leider brachten mir die leute immer saft, süßigkeiten und kekse mit. ich ließ das alles immer entsorgen, damir die leute nicht zuhörten, und mir trotzdem alles mitbrachten.

ob ich kein zucker bekam, und mich deswegen entwöhnte, oder ob mein geschmacksinn sich erholte durch die abwesenheit des schmeckens (der schlauch war ja im magen), das weiß ich nicht.

Du kannst auch einfach ein paar tabletten dextrose einschmeißen,
das ist glucose. gute idee, ich geh jetzt los und kauf mir welche. heißt auch traubenzucker. danke für den tipp, darauf wäre ich nicht gekommen. da muss ich nicht immer soviele schokoriegel essen. und du musst nicht freveln, indem du den ungesunden industriezucker isst.

Hi Paul, das Problem bei Traubenzucker ist, dass er den Blutzucker sehr schnell ansteigen lässt und dann durch Insulin sehr schnell wieder abfällt was dann in Müdigkeit resultiert. Außerdem merke ich das schwankender Blutzucker bei mir die ADHS Symptome verstärkt. Ich bin deutlich unruhiger, emotional erregbarer, impulsiver und mache dadurch mehr Impulsive Entscheidungen die ich bereue.

Bei komplexen Kohlenhydraten, wie z.B. Linsen, dauert die Aufspaltung zu Zucker (Glukose) deutlich länger. Daher hat man keine Über- oder Unterzuckerung - sofern man nicht zu viel isst. Also von Traubenzucker rate ich ab.

Galaktose ist interessant und der Stoffwechsel ist etwas anders. Galaktose ist der einzige mir bekannte Zucker der kein Insulin braucht, um verstoffwechselt zu werden. Galaktose wird langsam verstoffwechselt. Außerdem lindert Galactose den Heißhunger auf Zucker.

Interessant, das mit dem insulin und Glucose muss ich mir mal genauer durchlesen, weil das mit den Kopfschmerzen ist echt ein problem für mich

Warum warst du denn auf der Intensivstation? Wenn es sonst keinen medizinischen Grund für deine Kopfschmerzen gibt, würde ich dir echt auch empfehlen die Oligoantigene Diät zu machen. Probleme in der Ernährung können die unterschiedlichsten Symptome auslösen, weshalb es zu Fehldiagnosen kommt wenn man zB nach Krankheiten sucht. Ich dachte schon ich hätte die unterschiedlichsten Leiden aber letztendlich scheint bei mir das meiste einfach durch die Ernährung zu kommen.

Hi,

ich war auf der Intensivstation weil ich einen sehr schlimmen unfall hatte, aus Unaufmerksamkeit. 2 wochen Koma, 6 wochen Delir, das heißt, Hallizunationen.

So dolle wars nicht. (RW - es war scheiße)

Ich habe die Kopfschmerzen, wenn mein Blutzucker sinkt.

Zuletzt was gegessen, Methylphenidat genommen, 20 km midm Rad eltern besucht, ein Stück Kuchen, wieder 20 km zurück.

bei der Hälfte der Rückfahrt bekam ich brachiale Kopfschmerzen, und Übelkeit.

Zum Glück war da ne Tankstelle, schokoriegel gekauft & gegessen, es war INSTANTAN besser, die Kopfschmerzen verschwanden nach 2 Minuten vollständig.

das merkst du schon wenn du den ersten Bissen nimmst, verlass dich drauf amigo, verdad.

Naja, ich hab dann die spezialistin angerufen, und die Über Zucker, Gluckose, und alles das ausgefragt. die meinte, man soll eiweiß essen.

Ganz egal welcher Zucker, auch glucose, wird zu schnell abgebaut und führt zu diesen fluktuationen die du auch beschrieben hast.

also liegst du mit Linsen absolut richtig.

hab mir jetzt erstmal müsliriegel gekauft, die recht wenig zucker haben.

trinkst du Alkohol?

Ja, das hört sich nach einer Zucker-Problematik an!
Ich trinke nur sehr selten Alkohol. Und wenn dann bereue ich es, weil es mehrere Tage dauert bis ich mich wirklich davon erhole.

Mein Nüchternzucker ist nur leicht erhöht. Selten mal über 100 aber trotzdem schon schwere Symptome.

Ich hatte mal das Problem, dass ich nach der Einnahme von Elvanse total schwach, langsam und verwirrt wurde. Ich war so unkonzentriert, dass ich keinen Klaren Gedanken fassen konnte.

Hat jemand aehnliche Erfahrungen gemacht oder weiss sogar, woran das liegen kann?

Good morning @vice
Meine Erfahrungen sind genau gegenteilig.

Meine Vermutung: entweder bist du über - oder unterdosiert!

In welchen Dosierungen hast du es versucht? Und isst und trinkst du genug am Tag? Ist ne blöde Frage vielleicht, aber „schwach“ und „langsam“ könnten genau davon kommen!

Was hat dein Arzt als Ursache vermutet? Hatte er das gesagt?

Liebe Grüße :hibiscus:

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Hallo @Lea, es war nach ner 50er Elvanse, normalerweise nehme ich immer nur ne halbe und den Rest mittags. Ich hab am Abend davor (6 Stunden) 2 Bier getrunken.

Tatsaechlich wurde es dann nach nem Fruehstueck bei McDonals, 1 Burger und 0,5l Cola, besser.

VG vice

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@Lea Ich verstehe gerade nicht, wieso ueber- oder unterdosierung so viel ausmachen sollte. Ich meine, entweder es wirkt ein bischen zu schwach, so dass man wenigstens einen minimalen positiven effekt hat, oder es wirkt zu stark mit zu vielen Nebenwirkungen? Dazwischen sollte die perfekte dosis liegen?

Anhand der Beschreibung deiner Symptome bin ich auf den Gedanken gekommen, dass es eine Über -oder Unterdosierung sein könnte.
Wenn es perfekt wirkt, merkt man es fast nicht, nur sehr subtil und man fühlt sich eher gut, klar, motiviert, konzentriert und ausgeglichen/ruhiger.

Alle anderen Symptome sind mMn ein Hinweis auf eine nicht perfekte Dosierung, in jede Richtung :woman_shrugging:

Genaueres zu den Symptomen weiss wahrscheinlich auch eher ein Arzt.
Vielleicht fragst du mal nach, was man noch versuchen könnte?

Es wirkt bei mir einfach viel zu daempfend.

Meine Erfahrung ist folgende:
Je weniger daempfend und desto mehr stimulierend, umso besser geht es mir in allen Lebensbereichen.
Ich will diese daempfende Wirkung einfach komplett weg haben. Es macht mich nur dumm, unkonzentriert, hyperaktiv, nervoes, verwirrt, schwach, depressiv, zittrig, unmotiviert, muede… Es macht mich einfach kaputt.

Und ich weiss eben aus Erfahrung, dass ich schonmal ne super Wirkung hatte mit 70 mg Elvanse.

„Wenn es perfekt wirkt, merkt man es fast nicht, nur sehr subtil und man fühlt sich eher gut, klar, motiviert, konzentriert und ausgeglichen/ruhiger.“ - Wenn ich keine Wirkung merken soll, dann waren die 50er das richtige fuer mich. Aber die Wirkung der 70er (naja, die ersten 4 davon) war viel positiver und ich hatte dabei keine Nebenwirkungen einer amphetamin-„typischen“ Ueberdosierung wie Zaehneknirschen, schnelles Reden, ueberdrehtheit, usw. Ich kenne diese Nebenwirkungen aber auch nur von Personen, die offensichtlich Amphetamine missbrauchen. Ich hab das nie versucht. Vielleicht wirkt es bei Personen mir ADHS (Ich hab 3 ADHS-Diagnosen) einfach anders. Ich weiss es nicht…

Ja, das verstehe ich gut. Der „aktivierende“ Anteil ist bei Elvanse eher 1-2 Stunden nach Einnahme zu erwarten, danach fällt die Wirkkurve kontinuierlich ab. Man kann es etwas regulieren durch eine höhere Einzeldosierung, mehrere unretardierte Einnahmen (MPH/ Attentin) oder Splitting der (ggf höheren) Einzel-Elvanse Dosis.

Du berichtest, dass 70mg gut gewirkt haben. Vielleicht kannst da nochmal ansetzen? Oder eine Kombi Therapie mit einem anderen Medikament?

Ich bin garnicht sicher, ob es Medikamente gibt, die dauerhaft & ständig aktivieren? Meiner Meinung nach gibt es das nicht (da sonst der Dopaminspeicher ruck zuck leer gefeuert wäre & der Kreislauf zu sehr belastet würde), bin aber nicht sicher ob das auch so stimmt :wink:

Könnt ihr die Frage beantworten @UlBre & @Falschparker ?

„Ja, das verstehe ich gut. Der „aktivierende“ Anteil ist bei Elvanse eher 1-2 Stunden nach Einnahme zu erwarten, danach fällt die Wirkkurve kontinuierlich ab. Man kann es etwas regulieren durch eine höhere Einzeldosierung, mehrere unretardierte Einnahmen (MPH/ Attentin) oder Splitting der (ggf höheren) Einzel-Elvanse Dosis.“

  • Ich habe diese Nebenwirkungen 5 - 10 Minuten nach der Einnahme, also wenn LDX noch garnicht wirken kann.

„Du berichtest, dass 70mg gut gewirkt haben. Vielleicht kannst da nochmal ansetzen? Oder eine Kombi Therapie mit einem anderen Medikament?“

  • Ich habe vor meiner Medikamentenpause 50 mg Elvanse und 60 mg unretardierstes MPH pro Tag genommen. (Das MPH hat mich extrem depressiv gemacht.)

„da sonst der Dopaminspeicher ruck zuck leer gefeuert wäre & der Kreislauf zu sehr belastet würde“

  • Ja, das kann sehr gut moeglich sein
  • Ich hab die ADHS-Medis auch mal mit L-Dopa kombiniert - verschrieben gegen RLS abends. Da war die Wirkung mit Abstand am besten! (Aber das darf nicht die Loesung sein)

Ich nehme jetzt nach 3 Monaten Pause wieder Elvanse Adult 50mg. Glaub am Anfang war die Wirkung zu start, aber jetzt finde ich sie schon wieder zu schwach.

Hallo, da bin ich überfragt.

Als „dämpfend“ habe ich Stimulanzien noch nie empfunden. Ich glaube eher, man nimmt mit Stimulans vorhandene Müdigkeit wahr, die man ohne nicht bemerkt.

Auch „aktivierend“ müsste man definieren. Meinst du dass man mit Stimulans aktiver wäre als ohne? Das würde ich verneinen, jedenfalls an Aktivität hat es mir auch ohne nie gemangelt.

Im Gegenteil, wenn das Stimulans einem ermöglicht, zur Ruhe zu kommen, ist das ja erwünscht oder jedenfalls in gewisser Weise für die Person auch notwendig.

Oder meinst du motivierend? Das vermisse ich leider schon immer an MPH. Mit MPH habe ich mehr Überblick und bin weniger ablenkbar und kann Dinge erledigen, wenn ich sie denn anfange. Aber mich dazu aufraffen muss ich mich leider selbst, das macht das Medikament jedenfalls bei mir leider zu wenig.