Absetzen von Elvanse

Gibt es denn hier Erfahrung was das Thema betrifft? Bin jetzt gerade von 100mg Atomoxetin auf 10mg angelangt. Muss sagen das ich so gut wie keine Probleme beim absetzen hatte. Bis auf einmal wo ich zu schnell von 60 auf 40 runter bin. Das einzige was sich aktuell wirklich bemerkbar macht ist das ich um so mehr ich das Atomoxetin reduziere ich umso unruhiger schlafe und früher wach bin.

Das ich ja jetzt den Umstieg auf Elvanse wagen möchte würden mich hier Erfahrungswerte interessieren?

Gruß Tonucia

Ich verstehe deine Frage nicht. Du willst doch Elvanse nicht absetzen, sondern ansetzen??

Und wie ich dir schon am Samstag in einem anderen Thread schrieb: Es ist gar nicht notwendig, Strattera ganz abzusetzen, bevor du mit Elvanse beginnst.

Außer wenn dein Arzt das verlangt, dann hast du natürlich keine Wahl. Du schreibst etwas mehrdeutig, er sei nicht begeistert. Was heißt das genau, will er dir nun Elvanse verordnen oder nicht?

Ich hoffe, ich verstehe das Anliegen richtig (, habe gerade nicht alle Deine Beiträge vor Augen):

Du fragst eher präventiv, ob Du Dich

  • im Fall eines bevorstehenden Umstellens auf Elvanse

darauf verlassen könntest,

  • bei dann ggf. wieder erfolgendem Absetzen (warum auch immer)

auch keine Probleme zu haben, richtig?

Wenn das so passt, kann ich zumindest meinen - ja immer subjektiven - Eindruck beitragen: Ich habe schon mehrere Elvanse-Pausen eingelegt, auch mehrtägige. Die waren nicht beschwerdebedingt, sondern weil sich die äußeren Umstände bei mir sehr verändert haben. Ich wollte auf der Basis eine Art aktuelle „Null-Linie ohne alles“ für mich festlegen können.

Ich hatte beim Absetzen nie Probleme, selbst von Tageshöchstdosis auf Null. (Bin kein Arzt, usw. Zu Risiken und Nebenwirkungen frage natürlich trotzdem Deine Begleiter. Habe ich auch gemacht.)

Was sich einstellt, ist schnelle Müdigkeit und - bei ausreichender Wachheit dann andererseits wieder - innere Unruhe.

Bei bloßen Wochenend-Unterbrechungen (auch bei Medikinet) war mein Eindruck immer, dass ich durch die Medikation vielleicht doch unmerklich meine normalen Erschöpfungsgrenzen verschiebe. Und in Pausen holt sich der Körper das dann wieder durch mehr Schlafbedürfnis. Falls das die Ursache ist, scheint das aber eine Sache von 1, 2 Tagen. Was sich nach diesem Schlafdefizitauffüllen auftut, scheint mir wieder der unbehandelte „Urzustand“ (Müdigkeit und innere Unruhe im Wechsel, wie beschrieben).

Zu Deiner anderen Frage: Nein, Gewöhnung habe ich auch nicht beobachtet. Allenfalls die oft beschriebene noch einmal erforderliche Dosissteigerung mehrere Monaten nach gefundener Zieldosis. Eigentlich habe ich eher den Eindruck, wenn Psychoedukation, etc. parallel erfolgt, könnte man zum Ausgleich mit der Dosis nach einer Weile etwas runtergehen. Solchen Erwägungen folgen eben auch meine Auslassversuche.

Ich möchte Elvanse evtl. ab nächster Woche ansetzen. Daher will ich mich vorher etwas informieren was das Thema absetzprobleme, gewöhnungseffekte etc. angeht. Mein Arzt will nicht das ich beides nehme. Entweder oder. Die Frage für mich ist jetzt halt will ich den neuen Weg jetzt weitergehen mit Elvanse, anstelle mit Atomoxetin.

Richtig genau das ist der Plan :+1:

@Tonucia Da Elvanse, im Gegensatz zu Strattera… kein Spiegelmedikament ist, muss es auch nicht langwierig wieder ausgeschlichen werden, wenn man es wieder absetzen will/muss. Die dann ausbleibende Wirkung würde ich jetzt nicht als Absetzsymptom bezeichnen, sondern als logische Konsequenz… :wink:

Ich habe Strattera damals von einem auf den anderen Tag gegen Elvanse getauscht… und hatte damit keinerlei Probleme. Allerdings hatte ich Strattera da erst 20 Tage lang genommen, (war bei 85mg oder so) ein richtiger Spiegel konnte sich da wohl noch nicht einpegeln. Da du mittlerweile mit deiner Dosis schon so weit runter bist, brauchst du dir da aber glaube ich auch keine Sorgen machen. Ich habe den Wechsel seitdem noch keinen Tag bereut :smiley:

Einen Gewöhnungseffekt hatte ich bei Elvanse nicht, nehme es jetzt über 2 Jahre… im lezten Jahr habe ich die Dosis sogar etwas reduziert, weil ich durch rumprobieren gemerkt habe, dass es mir mit weniger besser geht.

Wenn du zum finalen Wechsel nur noch einen kleinen Schubser brauchst, nimm doch diesen::arrow_lower_right:[size=50]kleiner Schubser[/size] ::sunglasses:

Liebe Grüße, Andreas

Ach so, jetzt verstehe ich das. Dein Arzt möchte erst Elvanse verordnen, wenn das Strattera komplett abgesetzt ist. Dann musst du diese Reihenfolge natürlich einhalten.

Die Vor- und Nachteile, die Elvanse bei dir haben werden (im Vergleich zu Strattera), musst du am Ende selbst herausbekommen. Jetzt bist du ja schon kurz davor, und es wäre nicht sehr geschickt jetzt einen Rückzieher zu machen, dann wirst du dich jahrelang fragen wie es wohl gewesen wäre.

Und wie schon von Anderen hier gesagt: Stimulanzien (Ritalin oder Elvanse) müssen nicht erst einen Spiegel aufbauen und müssen auch nicht ausgeschlichen werden, das heißt eine Rückumstellung (falls nötig) von Stimulanzien zu Atomoxetin ist voraussichtlich viel einfacher als das was du jetzt machst.

So stubser angenommen :grin: heute mal so eine 30 er Elvanse genommen. Muss sagen war echt überrascht. Dachte das Amphetamin haut mehr rein wie das Atomoxetin. Aber ist sogar eher umgedreht der Fall :thinking: das einzige was da heute zu bemängeln wäre sind die Kopfschmerzen. Aber so von der Wirkung an sich sehr angenehm und beruhigend muss ich sagen.

Kopfschmerzen sind ein relativ häufige Eindosierungsnebenwirkung.
Geht nach ein paar Wochen wieder weg.

Risiko von Eindosierungsnebenwirkungen liesse sich meines Erachtens durch langsamere Eindosierung (Kapseln öffnen und teilen) reduzieren.