AD(H)S und Hochbegabung von Helga Simchen

Dieses Buch ist im Oktober frisch erschienen.

Ich kopiere mal die Beschreibung hierher:

Mittlerweile wurde nachgewiesen, dass bei Kindern mit AD(H)S genauso häufig eine Hochbegabung vorliegt wie bei Kindern ohne AD(H)S. Da Kinder mit AD(H)S jedoch im Handlungsteil von IQ-Tests schlechter abschneiden, wird ihre hohe Begabung nicht erkannt und demnach nicht gefördert - die Kinder versagen trotz hoher Intelligenz.

Die Autorin gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen und zeigt auf, wie Hochbegabung bei Kindern mit AD(H)S erkannt und gefördert werden kann. Zahlreiche Fallbeispiele aus der Praxis belegen, wie Schullaufbahn, Selbstwertgefühl und Lebensqualität sich dadurch wesentlich verbessern.

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Vielen Dank für den Hinweis.
Meine Frau beschäftigt sich (und uns) gerade mit dem Thema weil unser 3. Kind beim Legasthenie-Test einen IQ Test mit 145 hingelegt hat und die 3. Klasse wiederholt hat.
Meine Frau glaubt bei mir auch eher an eine verschüttete Hochbegabung als an ADS, - ich glaube das ist ein Wunschdenken.

Vielleicht ist das Buch genau deshalb lesenswert für Dich - mit Blick darauf, dass es nicht „eher … als“ sein muss, sondern auch „sowohl als auch“ sein kann. Mit erhöhten Fehldiagnose-Risiken, etc. , vgl. hier: Hochbegabte/Angehörige - Können macht Spaß

Also Läuse und Flöhe, vielleicht. Und was davon man sich eher wünschen oder wunschdenken würde, weiß man gar nicht, wenn beides an Bord ist. Beides kann Anpassungsschwierigkeiten verursachen und das eine ist evtl. eher unkompliziert „behandelbar“ als das andere.

Weiterer Thread:

Immer wieder gutes Buch übrigens, wenn auch mit Schwerpunkt auf Frauen:
https://www.lesejury.de/wolfgang-schmidbauer/buecher/kassandras-schleier/9783442177240

Darin las ich gerade gestern wieder über „Arbeitsstörungen, die bevorzugt gerade dann auftreten, wenn es darum geht, etwas zu leisten was nützt und die Karriere fördert“ und dachte ohnehin schon an unser beider ähnlich klingende Herausforderungen (siehe den „nur Neues kickt“-Thread)… Und auch die Qual, schlecht moderierte Meetings über sich ergehen zu lassen - wie kürzlich in einem anderen Thread beschrieben -, wird darin 1 : 1 dargestellt, mit der Empfehlung, selbst die Aufgabe zu übernehmen.

Also ja, jucken kann auf Läuse oder Flöhe hindeuten oder eben auf beides. Hilft alles nichts. (Und 145 fällt nicht vom Himmel, sondern wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Wiege gelegt… Auch das läuft bei den Läusen ähnlich wie bei den Flöhen.)

Tut mir Leid, der Cocktail an Weiterverweisungen. Ich arbeite daran, aber neige zum Missionieren an dieser Schnittstelle, weil eben der Leidensdruck bei fehlender „Diagnose“ so hoch sein kann.

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PS: Bei allem „Läuse und Flöhe“-Leidensdruck… Lachenmeier sagt ja, wenn er je in einen Krieg ziehen müsse, dann am liebsten mit einem hochbegabten ADHS-ler an seiner Seite. Motiviert ja dazu, selbst an seiner Seite zu bleiben.

https://www.facebook.com/KollegDATeV/videos/1541476025888273/ ab Minute 34

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