Adhs als eltern

Sind hier vielleicht noch andere Eltern, die adhs oder selber Eltern mit adhs haben?

Mein mann ist nicht diagnostiziert, aber er ist zu 100%adhsler. Ich bin diagnostiziert und nehme elvanse. Trotzdem ist unser Alltag ganz schön chaotisch​:sweat_smile::see_no_evil_monkey: und wie das wird, sollten wir es an unsere Tochter veerbt haben, will ich gar nicht denken​:rofl: Zb wollen wir aufräumen, keiner kriegt es hin, anzufangen und dann kommt ne unnötige Diskussion von “steh doch mal auf” “steh du doch auf” “steh du zuerst auf”:rofl::woman_facepalming:t3::woman_facepalming:t3: Oder wenn wir beide vergessen, dass die kleine mal was zu essen bräuchte. Wie sieht das so bei euch aus?

Meine Mutter hats ebenfalls, aber erst sehr spät festgestellt. Als Kind wars für mich eigentlich normal, das sie quasi immer irgendwas gemacht hat und nie einfach mal sitzen und nicht tun konnte. Sie war aber trotzdem super organisiert und hat eigentlich alles gut hinbekommen.

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Also bei uns haben auch alle ADHS, ich, mein Mann (noch nicht diagnostiziert) und unser Sohn. Es hat den Vorteil, dass unser Sohn schneller selbstständiger geworden ist (selbständig zum Fußball fahren, sich auch mal selbst was zu essen machen). Und wir schaffen es immer ganz gut, unsere Fehler gegenseitig zu kompensieren, z.B. und an Termine zu erinnern. Bisher nimmt noch keiner von uns Medikamente, meine Diagnose ist erst ganz frisch und bei unserem Sohn waren wir diesbezüglich noch unaufgeklärt und hatten Vorurteile, wollen das jetzt aber auch angehen.

Wie alt ist eure Tochter denn?

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Unsere Tochter ist erst 1,5. Da kann, und will, ich noch nichts in irgendwas reininterpretieren. Die Wahrscheinlichkeit bei zwei Elternteile ist dennoch hoch. Das süsse is, das sie gerne für mich den ganzen Kram vom Boden in ihrem Puppenwagen sammelt und ich es leichter aufräumen kann🤣

Ich selbst bin dazu noch Autistin, wo meine Mutter gerne mal parallele zieht…

Bezüglich Medikamente würd ich immer erstmal schauen, wie es in der Schule funktioniert. Ein bekannter hat mit 6 welche bekommen und sagt selber, er hätte die Schule niemals ohne geschafft. Also verteufeln würd ichs aufjedenfall nicht. Das gute ist ja, das es schnell wieder ausm Blut raus is und man das eigentlich gut ausprobieren kann.

Meine nichte hat sehr ausgeprägtes adhs, die Eltern aber nicht (wobei ichs bei meiner Schwester nicht ausschließen würde). Sie kann sich in die kleine leider überhaupt nicht hineinversetzen. Kein eigenes Zimmer, keine Möglichkeit einfach mal zu sagen “das ist mein Zimmer, hier kommt keiner rein, wenn ich meine ruhe brauche”. Dazu ist sie 100% gegen medis, was ich ebenfalls kritisch sehe, da sie extreme Schwierigkeiten in der Schule hat und die Schule auch überhaupt keine Erfahrung mit dem Thema hat. Da ist es vielleicht sogar nen Vorteil, wenn mans selber hat, und sich gut in das kind hineinversetzen kann.

Wenn ihr euch so gut ergänzt, ist das doch toll. Wir versuchen aktuell noch, unseren Weg zu finden. Haben Pläne, die wir aber irgendwie noch nicht umsetzen, weils immer wieder vergessen wird😅 durchs Kind ist es aber tatsächlich besser geworden, den Alltag zu strukturieren. Und trotzdem ist es aktuell extrem chaotisch.

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es wird zu 80% vererbt und wenn ihr beide das habt läge das glaube ich bri 100 lder annähernd 100%

Tatsächlich kommt mein Sohn ganz gut in der Schule zurecht, er ist auch hochbegabt und liebt es, der Schnellste bzw. der Beste zu sein, das spornt ihn an, mitzumachen und zu zeigen, was er kann. Ich selbst war da ähnlich in der Schule. Lob und “Gewinnen” bringt ja auch einen Dopaminkick.

Er ist dafür zuhause aber emotional unausgeglichen, ist schnell frustriert und bekommt seine Trotz-/Wutanfälle (auch das war bei mir genauso). Im Umgang mit anderen Kindern oder Lehrer*innen kommt das tatsächlich nicht so häufig zum Vorschein.

Hallo und herzlich willkommen,

das ist sogar sehr häufig, dass erwachsene ADHS-ler selbst Eltern sind.

Hallo Kleinekatze,

du kannst jetzt noch gar nichts absehen. Aber ich möchte vor einem warnen: Wenn eure Tochter ADHS hat, ist es nicht unbedingt richtig, den Schuleintritt abzuwarten, sondern lieber die Dosiseinstellung mit Medikamenten vorher gemacht zu haben. Also spätestens ein Jahr vor der Einschulung bei der Kinderpsychiaterin vorstellig werden.

Natürlich nicht bei ganz leichten Symptomen, das ist klar.

Bei uns war der große Sohn der erste, bei dem die ADHS auffiel, drei Jahre später dann auch bei mir (damals 37). Als unser kleiner Sohn geboren wurde, wussten wir über ADHS schon gut Bescheid und wir dachten im ersten Jahr, er scheint ja gar keine ADHS zu haben, so ein angenehmes und ausgeglichenes Baby.

Das änderte sich dann aber im zweiten Lebensjahr.

Auf jeden Fall ist es sehr gut, nicht überrascht zu werden. ADHS-Eltern wissen, was kommen kann, ein ganz großer Vorteil!

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Hallo Kleinekatze,

bei uns haben alle Kinder und ich ADHS, aber meine Frau nicht. Bei ihr sind zwar ein paar „traits“ vorhanden, z.B. Prokrastination, Ungeduld usw., aber keine ADHS.
Wie ist es denn mit dem Schlafen, Durchschlafen, Dauer des Schlafes bei eurem Kleinkind?

Ich dachte tatsächlich, die Medikamente seien erst ab 6 Jahren. Also Schulbeginn (idr)

Vorher zu therapie/Psychiater würden wir aber aufjedenfall gehen.

Am Anfang war der Schlaf fürchterlich. Ich glaube, sie hatte Angst, etwas zu verpassen.

Seid letztem jahr ist sie abgestillt, seiddem schläft sie sehr viel. Von ca 18:30 bis 10/10:30 und mittags nochmal 2-3 Stunden. Manchmal macht sie aber auch keinen mittagsschlaf, weils mit dem einschlafen einfach schwierig ist. Ich selbst habe als baby/Kind aber auch extrem viel geschlafen und am besten, wenn wir unter Leuten waren und es laut war😅 das ist bei ihr anders. Sie kann nur im bett, mit abgedunkeltem Raum und ohne Ablenkung schlafen.

So ähnlich war es bei mir früher auch. Ich bin allerdings auch Autistin.

Danke für deine Antwort. Ich höre mich im Moment um, wie lange die Babys und Kleinkinder mit ADHS schlafen, weil unsere Kinder sehr wenig schlafen und auch oft zwischendurch wach werden.

Zu deiner Anmerkung: Die meisten Psychiater sind nicht bereit MPH vor dem sechsten Lebensjahr zu verschreiben, es sein denn im Rahmen eines stationären Aufenthalts, aber es gibt bestimmt auch Ausnahmen. Trotzdem sollte man ein Jahr vor der Einschulung anfangen, weil die Diagnostik auch ein ganzes Jahr lang dauern kann.

Vielleicht liegt es auch eher am Autismus🤷🏼‍♀️ meine nichte, adhs und Autismus, hat auch immer sehr viel geschlafen.

Mit der diagnostik aufjedenfall, mit medis würde ich persönlich trotzdem warten.

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Ich weiß nicht ob es da ne „Norm“ gibt. Ich habe als Baby z.B. zu viel geschlafen und ich musste immer geweckt werden , damit ich nicht verhunger.
Dann rutschte es ins Gegenteil…“Abends nicht rein und morgens nicht raus“

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Diese Zeitverschiebung gibt es bei uns auch.

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Genauso wars bei mir auch. Bzw hat meine mutter mich dann einfach durchschlafen lassen, da sie sowieso nicht stillen konnte. Muss ich ein einfaches Baby gewesen sein​:thinking::rofl:

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