ADHS + Autismus/Asperger: kaum Freude außer bei starken Reizen – Dopaminproblem?

Hey, ich habe ADHS und Autismus bzw. eine Asperger-Diagnose und frage mich gerade, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
Ich habe schon verschiedene ADHS-Medikamente ausprobiert: Methylphenidat/Medikinet, Lisdexamfetamin/Elvanse und Attentin, aktuell bzw. zuletzt Attentin 2×20 mg am Tag. Bei Medikinet und Elvanse hatte ich eher eine depressivere Stimmung. Bei Attentin war das nicht ganz so schlimm, aber ich habe mich den Tag über eher aufgedreht, wacher und innerlich aktivierter gefühlt.
Ich frage mich, ob bei mir irgendwas mit Dopamin bzw. dem Belohnungssystem nicht richtig funktioniert. Ich merke nämlich, dass mich normale Dinge kaum wirklich fröhlich machen. Wirklich „lebendig“ oder gut fühle ich mich eher bei starken Reizen, zum Beispiel Geld bekommen, Frauen, Adrenalin, Risiko oder wenn" Menschen nicht langweilig sind", im sinne von dem her was man gemeinsam macht.
Ich suche mir auch oft eher „sketchy“ oder chaotische Leute raus, weil normale Leute für mich schnell uninteressant wirken. Ich bin inzwischen auf einer normalen Schule, aber dort gibt es kaum jemanden, mit dem ich wirklich etwas unternehmen möchte. Ich denke mir dann oft: Was soll ich mit diesen Leuten überhaupt machen? Es fühlt sich alles irgendwie leer oder langweilig an.
Ich sitze hier imgrunde nur rum und freue mich zurück ins normale umfeld zu kehren sobald es dann wieder möglich ist.
Deshalb meine Fragen:
Kann das bei ADHS/Autismus normal sein, dass man so stark nach Reizen sucht und normale Dinge kaum Freude machen?
Könnte das eher ADHS-Reizsuche, depressive Stimmung/Anhedonie, Unterstimulation oder eine Nebenwirkung/Rebound von Medikamenten sein?
Gibt es überhaupt Medikamente oder Behandlungsansätze, die dauerhaft auf Dopamin bzw. Motivation/Freude wirken, ohne dass man einfach nur stärker stimuliert wird?
Ich will keine Dosierungsempfehlung, sondern eher wissen, ob jemand das kennt und was man sinnvoll mit einem Psychiater ansprechen könnte.
Jedoch könnt ihr mir ebenfalls gerne Dos1er & Med1kamenten Tips geben ganz egal welche!!

Ja

auch möglich

Du könntest zB. genau das bei deinem Psychiater ansprechen was du hier geschrieben hast. :four_leaf_clover:

Hast du dich überhaupt gefunden?

Klingt nach Kriesen aus schlechten Zeiten wo ich gesucht hatte zu welcher Gruppe ich gehöre, warum ich zu „vernünftigeren“ Menschen nicht passe etc.

Gelegentlich kommt sowas auf, doch dazu habe ich dann andere Antworten oder keine und nehme das dann erst mal so an weil es gibt für mich aktuell keine Alternative

Kenne ich sehr gut, genau so würde ich mein Hauptproblem beschreiben. Bevor ich von ADHS gehört habe, hatte ich immer gedacht, ich habe einfach nicht so viele Glückshormone wie andere Menschen. Und irgendwie stimmt das ja auch.

Auf der anderen Seite bin ich bei manchen Dingen übertrieben begeistert, kriege mich gar nicht wieder ein - wenn es denn mal passt.

Ich glaube, an der Frage ist was dran, im Sinne von „den eigenen Weg, die eigene Richtung finden“.
Es fühlt sich an, als könnten alle einem breiten ausgetretenen Weg folgen, der sich für sie gut und richtig genug anfühlt, ok eben und ich muss ziemlich orientierungslos meinen Weg durchs Dickicht schlagen, weil dieser ausgetretene Weg definitiv nicht meiner ist, sich falsch anfühlt.

Also bei mir müssen es nicht unbedingt stärkere Reize sein, sondern eher sehr spezielle - genau die richtigen Menschen, genau der richtige Job, genau der richtige Ort zum Leben - alles andere ist zu langweilig und zu anstrengend gleichzeitig.

Ich glaube das aktuell dein Kopf dein Problem ist, der extrem viel will und fordert - vielleicht gerade besonders viel mehr => selbst keine Lösung bzw. Lösungsmöglichkeiten kennt. Das hatte ich auch extrem so ich meine von 20 bis 28 Jahren und hatte damit extrem mein Umfeld überfordert, Bemühen der anderen nur schwer anerkannt und war recht nörgelich => ich habe in dieser Zeit auch ganz viel Party in Benelux gemacht zbd wirklich alles aufgesaugt. Erfüllt war ich aber in der Zeit nicht wirklich und Bekanntschaften waren oberflächlich.

Du wirst wahrscheinlich einen Weg mit dir selbst finden müssen, dem was dir wirklich wichtig ist und ggf. mehr Tolleranz mit Beschäftigungen in deinem Kopf mit dir aushandeln müssen, die du dann quasi gegen dein inneres ich durchsetzen musst, in dem du dem erklärst, daß viele nicht/nicht so langweilig ist wie das innere ich behauptet und versuchen etwas mehr Tolleranz zumindest zum Anschauen und Kennenlernen anderer Menschen mit für dichvznbekannten aber vermeindlich langweiligen Aktivitäten- wenn du das etwas gegen das innere ich durchgekämpft bekommst hast du halt ne Chance mehr kennen zu ler nen und vielleicht auch andere Meinungen zu bilden und anderes zu erleben.

Das meiste habe ich damals gegen mich selbst gekämpft und wirklich fast alle Vorurteile und schnelles bewerten und „abstempeln“ abgewöhnt und ein sehr offenes wertungsfreies Herangehen. Deshalb nervt mich oft wenn ich als bewerten abgestempelt werde oder wenn ich kritische Fragen stelle, das ich negativ sei. Mest stelle ich solche Fragen weil ich ja das Gegenüber zum Nachdenken/überdenken/ noch mal neu auf Dinge schauen bringen möchte und nicht weil ich denke

Geduld lernen, aber auch schlau sein und mit sich selbst umgehen können will ubd muß leider gelernt werden nach meinen Erfahrungen