ADHS Diagnose beim Psychologischem Therapeuten neben der Angsttherapie oder PSychiater?

Hallo. Ich bin gesetzlich versichert und aktuell in Psychotherapie (kombiniert Gruppe/einzel) aufgrund sozialer Angsstörung. Mit der Zeit und aufgrund meines Partners, der die Diagnose ADHS bekommen habe, vermute ich das auch bei mir, vor allem merke ich es, wie ich die Übungen und Sachen die wir regelmäßig anwenden sollen nicht anwenden kann. Da ist noch viel mehr und ich bin auch noch nicht 100% sicher, weil mein Partner gaaaaanz anders tickt mit seinem ADHS als ich (Er redet stundenlang bis er auf den Punkt kommt und ich haaaassssse es wenn jemand nicht auf den Punkt kommt)

Naja da ich das im Laufe der Therapie merkte sprach ich allgemein das an und ich sollte mir ein Psychiater suchen. Mein Therapeut merkte vorher an, er könne auch die Diagnostik machen, das müsse aber natürlich ein Psychiater akzeptieren. NAchdem ist erstmal so einen Platz gesucht habe und schnell merkte, das wird gruselig (9 Monate Wartezeit) hatte ich nochmal mit meinem Therapeuten gesprochen: ICh soll mal Anfragen wann der erste Termin ohne Diagnostik wäre, also wenn ich eine habe und wann der erste Termin wenn ich noch die Diagnostik brauche.

Wenn er die Diagnostik macht (Er macht wohl eh viel ADHS Diagnostik) würde er was geht bei der KK abrechnen, und ich müsste so 400-500€ bezahlen. Auf meine Frage, warum bei Psychiatern das dann die Kasse komplett übernimmt, sagte er er macht eine ausführlichere Diagnostik. Alternativ sagte er was mit zwei Terminen im Juni und Juli.

Ich fragte ihn dann nach der Tendenz zu ADHS und er sagte, es ist auf jedenfall wahrscheinlich aufgrund der letzten Gespräche in der Gruppentherapie wie es mir so ging und so.

Mein skeptisches ich denke aber er will irgendwie nur „verkaufen“. Aber ich bin eh einer ich denke man wird direkt betrogen. Was ich nicht verstehe warum kann er das nicht mit der Kasse abrechnen? Zudem bin ich verwirrt, er würde seine Diagnose an einem, vielleicht zweitem Termin machen und das dauert pro Termin 2-3 Stunden.

Ich weiß nicht weiter, andererseits erhoffe ich mir dadurch schneller weiterzukommen, aber das ist auch ne Stange geld und weiß nicht ob das alles so richtig ist. ICh frage mich auch, ob PSychiater dann auf Kasse bei einer Privatdiagnose Medikamente verschreiben dürfen. Weiterhin frage ich mich allgemein, was nützt einem eine Diagnose (JA für das Verständnis), aber keine Behandlung. Ich konnte ihm aber auch nur so halb zuhören und war in GEdanken immer voranders, deswegen weiß ich nicht ob ich das hier wiedergegeben habe. Vielleicht könnt ihr ja was zu sagen. Danke :slight_smile:

Achso: Habe den Test hier mal gemacht, 27/43 symtome. Könnte adhs sein, könnte nicht. Hyperaktivität habe ich selten, nur auf der Arbeit, wenn ich mal random Weihnachtslieder im Sommer singe oder Tiergeräusche mache xD Komisch das mache ich nur auf der Arbeit

  • DSM 5 Unaufmerksamkeit:
    6 von 9 Symptomen

  • DSM 5 Hyperaktivität/Impulsivität:
    6 von 10 Symptomen

  • ICD 10 Unaufmerksamkeit:
    6 von 9 Symptomen

  • ICD 10 motorische Unruhe:
    2 von 5 Symptomen

Hallo,

das trifft auf viele Psychiater doch auch zu, dass sie Diagnostik nur gegen Bezahlung machen. Oder hast du tatsächlich eine Praxis gefunden, die dich in nur 9 Monaten aufnimmt und dann die Diagnostik komplett auf Kassenkosten macht?

Mein damaliger Psychiater (lebt leider nicht mehr) hat für die Diagnostik 200 € genommen, aber das war 2003, seitdem haben sich die üblichen Kosten leider mehr als verdoppelt.

Ähm, ich bin davon ausgegangen :open_mouth: Die können doch ohne Diagnostik nichts verschreiben

Heyho

Ich weiß jetzt nicht, wie viel das in Deiner Gegend so allgemein kostet, aber zumindest für meine Gegend sind 400€ mehr als nötig.

Ich würde dir empfehlen, nochmal rumzufragen, dich ggf. Auf eine Warteliste setzen zu lassen und so.

Falls dir das dann doch zu lange dauert und du die Kosten in Kauf nehmen möchtest, kannst du Ja immernoch das Angebot von Therapeuten annehmen.

Hab selbst meine Diagnose vom Therapeuten (therapiebegleitend) bekommen

Mein Psychiater hat die mittlerweile auch akzeptiert, allerdings hab ich auch keinen Diagnosebericht, was alles etwas komplizierter macht.

und beim Therapeuten brauchst du glaube vom Hausarzt noch eine Bestätigung, dass nichts organisches vorliegt (und n mrt schadet bei dem schritt auch nicht, falls ne Medikation angestrebt wird)

Wenn die laufende Psychotherapie bereits als GKV-Leistung bei einem Vertragspsychotherapeuten erbracht wird, dann ist es naheliegend, dass auch der psychotherapeutische Teil einer ADHS-Diagnostik grundsätzlich innerhalb der vertragspsychotherapeutischen Versorgung abgerechnet werden kann.

Die Psychotherapie-Vereinbarung erlaubt ausdrücklich psychologische Testverfahren nach GOP [35600–35602] auch während einer laufenden bewilligten Psychotherapie.

Da vor Beginn der aktuell laufenden Psychotherapie ein Konsiliarbericht vom Arzt eingeholt wurde, dürfte dieser Teil schon erledigt sein.

Der privat zu zahlende Anteil von 400-500€ klingt für mich daher erstmal seltsam. Man kann sich im Netz zwar in diese ganzen Verordnungen und Gedönse einlesen, aber dabei vielleicht auch schnell mal eine relevante Kleinigkeit überlesen oder falsch verstehen.

Bevor da irgendwas gezahlt wird, vielleicht den Therapeuten vorsichtig um eine kurze Aufschlüsselung bitten:

  • Welche Teile der geplanten ADHS-Diagnostik rechnen Sie als GKV-Leistung ab?

  • Welche Teile privat und warum gehören diese nicht zur vertragspsychotherapeutischen Versorgung?

Gibts darauf keine klare Antwort, scheißte Beweid, wie der Frosch läuft, oder wo die Glocke den Hasen hat :slight_smile:


Und ADHS ist natürlich bissl komplexer als ewig nicht zum Punkt kommen zu können. Im Spektrum variiert das eh.

Einerseits kann ich brabbeln und abschweifen bis der Arzt kommt.

Andererseits bevorzuge ich es von anderen mir gegenüber, wenn sie nicht groß drumherum brabbeln und schnell zum Punkt kommen. Im Kopf vervollständige ich die Sätze des Gegenübers eh immer automatisch - also *hoppi hoppi :adxs_grins:


*Übrigens sagt Sky Guide, dass die ISS hier gleich vorbeifliegt und zu sehen ist. Yippeee :satellite::waving_hand:

Von was bist du ausgegangen?

Bekamst du von einer Praxis konkret die Zusage, nach 9 Monaten Wartezeit eine ADHS-Diagnose auf Kassenkosten zu bekommen? Wäre ja super.

Aber wenn nicht, könnte die 400-€-Diagnostik deines Therapeuten die Eintrittskarte sein, um in 9 Monaten in dieser Praxis eine medikamentöse Behandlung zu bekommen. Wäre auch super (wenn auch weniger billig).

Eines von beidem sollte aber schon drin sein. Frag besser nochmal genau nach, um eine böse Überraschung zu vermeiden.

Ich dachte, die kann man eigentlich in jeder Nacht sehen (wenn es nicht bewölkt ist)?

:horse_face: :cowboy_hat_face: :palm_up_hand: :satellite:

Ich habe die Diagnostik bei einem Psychologischen Psychoptherapeuten gemacht und die Kasse hatte es vollständig übernommen.

Ich habe nie meine Therapeutin für eine Testung in Erwähnung gezogen und sie nie übetlgze ob sie es zun sollte.

Du hast jetzt schon ein er will mehr Geld erwirtschaften und was ist du bekommst von ihm keine Adhs Diagnose egal mit welcher Begründung?

Wahrscheinlich ist deine Therapie dann für längere Zeit unterbrochen und du bräuchtest ggf. einen neuen Therapeuten wegen vertrauensverlust…

Hatte ich hier auch 2 mal gelesen.

Überlege bitte wirklich gut, ob du es dir überlauben kannst ohne Therapie klar zu kommwn, falls nicht dann ist es der falsche Gedanke der aus Ungeduld dann eine ungewollte Blitzreaktion ggf. mit deutlichen Folgen bedeuten kann…

Aus meiner Sicht muss jede Diagnostik von der Krankenkasse gezahlt werden, denn dafür ist man krankenversichert, und das ist der Job von Ärzten oder Therapeuten. Sonst würden ja Leute, die kein Geld haben, nie eine Diagnose bekommen.
Dieses Abkassieren für Diagnosen neuerdings ist bloß ein Geschäftsmodell. Dann ist man zertifizierter ADHSler mit Urkunde, nur dass die Urkunde nichts wert ist.

Hallo Akana,

in einer idealen Welt - ja. ADHS-Diagnosen müssten von der Krankenkasse bezahlt werden, und zwar so dass die Untersuchenden genug Zeit dafür haben. Und sie müssten überall mit geringer Wartezeit verfügbar sein.

Das Gleiche gilt für Brillen. Auch Zahnreinigungen sind sehr sinnvoll.

Wir leben aber leider nicht in einer idealen Welt, wo alles Notwendige von den Krankenkassen übernommen wird. Demnächst wird offenbar noch die Hautkrebsvorsorge eingespart, und wer weiß was noch.

Dass ADHS-ler für Diagnosen zahlen, ist auch nicht neuerdings so. Ich habe das wie gesagt schon 2003 tun müssen.

Ob die Urkunde etwas wert ist, hängt auch nicht vom Kostenträger ab. Wer bezahlt hat, steht auf dem Gutachten der Ärztin oder der Psychologin gar nicht drauf.

Natürlich gibt es im Gesundheitswesen unseriöse Geschäftemacher, die schlecht arbeiten und viel Geld kassieren. Manche zocken die Patienten ab und manche die Krankenkassen. Und man muss sehr aufpassen bei allen Leistungen, die einem angeboten werden, ja.

Aber es ist doch keineswegs so, dass alles was man selbst zahlt, sinnlos, schlecht oder unnötig wäre.

Ja, das ist leider so. Man braucht nicht nur Geld, um private Leistungen bezahlen zu können, man braucht auch Bildung und Lesevermögen, um etwas über ADHS zu erfahren, und man braucht Selbstbewusstsein, um sich nicht von den erstbesten ADHS-Leugnern abschrecken zu lassen.

So wie die Hilfe für uns ADHS-ler zur Zeit funktioniert, hat sie starke soziale Ausschlussfaktoren. Ich gehe davon aus, dass die am schlimmsten Betroffenen die am schlechtesten Versorgten sind.

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Ich habe mal gegooglet, es ist echt nicht einfach. Scheinbar kann der Therapeut das abrechnen, aber nicht so umfangreich wie der Aufwand wäre. Andererseits habe ich gelesen, dass Psychiater teilweise auch garnicht so eine umfangreiche Diagnostik machen, eher eine einfachere. Mir ist letztendlich eine ultra ausführlichere Diagnostik nicht wichtig, es sei denn es stellt sich raus, es ist nicht ADHS, sondern meine Leiden sind anderer Form. Aber was ich nicht verstehe, hier schrieb jemand auch PSychiater machen Diagnostik nur gegen Geld. Aber müssen Sie nicht die Anamnese machen, bevor sie medikamente verschreiben? Das macht doch ein Hausarzt genauso

Ja, müssen sie. Was bedeutet, dass man keine Medikamente kriegt ohne vorher für die Diagnose bezahlt zu haben.