Hallo ihr lieben,
ich wollte mich mal kurz mit einem (hoffentlich) kleinen Fazit der ersten drei Tage zurück melden. Tag 1. Hatte ich Euch ja schon berichtet. Nun zu Tag 2. und 3.
Tag 2.
Mir ging es relativ gut. Das dissoziieren nach dem aufstehen war nicht so schlimm, wie den Tag davor. Wir haben im Garten ein Hochbeet aufgebaut, wobei meine Frau und ich zum ersten mal ohne irgendeine Streiterei Hand in Hand gearbeitet haben. Ich musste winzig kleine Muttern und Schrauben zusammenschrauben, was wirklich gut geklappt hat. Vorher wäre sowas undenkbar gewesen. Ich habe zwar nur für max. 3 Stunden mitgeholfen (mit vielen Pausen) aber es war ein gutes Gefühl. Allerdings. Es wurde mir irgendwann alles zuviel und ich war völlig überfordert. Auf Nachfrage der Höflichkeit halber habe ich abgebrochen. Mein Schwager war zum Glück da und die beiden konnten das Projekt Hochbeet beenden. Ich Um es wirklich kurz zu machen eine kleine positiv/ negativ Liste:
Positives:
Nach wie vor kein Tremor, ich habe weiter mein eigenes Tagebuch zur Elvanse Einnahme und meinem allgemeinem Wohlbefinden geführt, keine Streitereien oder unnötige Diskussionen, bessere Laune, kein Kopfgewitter. Arbeiten mit Musik gemeinsam mit zwei Leuten (ging vorher gar nicht. Ich habe immer allein gearbeitet.)Ich hatte absolut nicht mehr dieses Gefühl gleich explodieren zu müssen. Ein recht positiver, wenn auch anstrengender Tag, was ich heute massiv zu spüren bekomme.
Negativ:
Kopf- und Nackenschmerzen, leichter Schwindel, Tinnitus, zum Schluss war ich total Erschöpft.
Tag 3. (Heute)
Es sieht heute alles ganz anders aus.
Für meine Verhältnisse spät aufgewacht aber sehr gut geschlafen. Ich wollte eigentlich mit einem guten Freund telefonieren, was ich aber abgesagt habe und auch ehrlich zu ihm gewesen bin. Sonst habe ich mir immer irgendeine ausrede ausgedacht um nicht mit ihm oder anderen Leuten sprechen zu müssen. (Das gleiche gilt für Termine).
Positiv:
Morgens war die Laune ok, was sich später ein wenig geändert hat Sie wurde zwar nicht schlechter. Ich würde sagen so ein Mittelding. Weiterführen des Tagebuchs, weiterhin keinen drang gleich ausrasten zu müssen, ich bin weiterhin sehr gelassen geblieben, trotz der negativen Dinge, die passiert sind (wenn man überhaupt negativ dazu sagen kann).
Negativ:
Morgens wieder am dissoziieren was auch am frühen Nachmittag wieder gekommen ist. Sehr starke Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Tinnitus (Skala 1 - 10 eine glatte 10 hält bis jetzt an), Sehstörungen alles ist verschwommen. Neurpatische Schmerzen nach wie vor.
Eine Sache hat mich heute für einen Moment komplett aus der Bahn geworfen. Wir waren mit dem Hund im Garten, er hat wiedermal rumgebuddelt und sah aus wie ein kleines Drecksschwein. Meine Frau und ich saßen am Gartentisch und haben Skipbo gespielt. Dann kam er zu meinem Gartenstuhl und hat diesen eingesaut. Ich bin für einen Moment komplett erstarrt und habe es nicht geschafft diese Situation zu lösen. Ich fühlte mich wie komplett erstarrt. Ich habe meine Frau dann um Hilfe gebeten. Aber ich bin trotzdem ruhig und gelassen geblieben. Ka was da mit mir los war.
Ich weiß, das ich geduldig sein muss mit Elvanse und das es gerade mal der dritte Tag ist. Was ich niedergeschrieben habe dient lediglich zur Info und Austausch. Sorry, wenn es zuviel ist oder ich damit störe. Ich fühle mich einerseits ein wenig unbehaglich andererseits fühle ich mich gut, das ich mich traue dies in einem forum schreiben zu dürfen. Vorher war ich immer der Stille Mitleser.
Ich bin gespannt, wie die weitere Entwicklung aussieht.
Vielen Dank fürs lesen.
Ich wünsche allen weiterhin einen schönen Restsonntag.
Liebe Grüße
Rudi