ADHS oder PTBS?

Kann mir jemand sagen, wie man herausfinden kann, ob es angeborenes ADHS ist oder PTBS aufgrund einer traumatischen Geburt? Mein Nervensystem war also immer hyperaktiv und die Sympotme ueberlappen sich. Ich möchte aber wissen, ob es an meinem Geburtstrauma lag oder ob es auch ADHS war. Wenn man schon traumatisch auf die Welt gekommen ist, hat man ja keinen Vergleich zu wie das Nervensystem „vor einem Trauma“ war..

Was versteht man genau unter einem Geburtstrauma? Und war bis zur Geburt und danach alles okay?

Ist evtl. ein Missverständnis, wenn „die eigene Geburt“ gemeint ist und ggf. traumatisch verlief?

Aus Laiensicht könnte evtl. zum Gesamtbild beitragen, Angehörige und Geschwister in den Blick zu nehmen: Wenn die auch Symptome haben - die Mutter zB auch schon vor der (ggf für beide traumatischen) Geburt -, spricht evtl. viel dafür, dass im Gen-Pool der Familie auch ADHS an Bord ist.

Im Übrigen kann es ja auch immer A und B sein statt A oder B.

Ich habe es schon so verstanden, dass die eigene Geburt gemeint ist. Aber auch davor kann ja schon was schiefgehen, z.B. wenn die Mutter raucht, Alkohol trinkt oder Stress hat.

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Richtig, danke Dir. Vermutlich ist das Risiko dafür anderseits bei ADHS auch erhöht, oder?

Bei den unspezifischen Symptomen dreht man sich bei „Huhn oder Ei“ vermutlich schnell im Kreis, wenn man im Familiensystem nicht wirklich als einziger Symptomträger herausragt.

Tipp:

kPTBS ist oft die Begleitstörung von ADHS.

  • Menschen mit ADHS haben ein höheres Risiko, im Laufe ihres Lebens traumatische Erfahrungen zu machen (z. B. wegen Mobbing, Scheitern in Schule/Job, emotionaler Vernachlässigung).
  • Diese Traumas können zu einer kPTBS führen.
  • ADHS + kPTBS verstärken sich oft gegenseitig:
    • ADHS macht es schwerer, mit Stress umzugehen → Trauma wirkt stärker nach.
    • kPTBS verstärkt ADHS-Symptome wie Unruhe oder Konzentrationsprobleme.

Wichtig:
Nicht jeder mit ADHS hat kPTBS – aber das Risiko ist erhöht.

Willkommen HeSe,

bei ADHS ist das Nervensystem nicht hyperaktiv. Hyperaktives Verhalten ist eher eine selbststimulierende Reaktion auf ein in gewissen Teilen unteraktives Nervensystem.

Du müsstest deine Frage wahrscheinlich präzisieren, damit du eine verwertbare Antwort erhalten kannst. Kam es zu Sauerstoffmangel, Frühgeburt, Schlaganfall oder so? Was genau bewegt dich zu deiner Vermutung?

Hallo @HeSe ,

herzlich willkommen im Forum!

Erzähl doch gerne etwas mehr über dich, dann können wir auch besser einschätzen, in welche Richtung du weiter etwas unternehmen solltest.

Hast du denn schon einmal eine ADHS-Diagnostik gemacht?

Wenn ich PTBS und Geburt in einer Suchmaschine eingebe, erhalte ich ausschließlich Ergebnisse, die sich auf Folgen einer traumatischen Geburt für die Mutter beziehen. Das heißt natürlich nicht, dass man nicht auch ein Trauma aufgrund einer traumatisch erlebten eigenen Geburt erwerben könnte, aber ich vermute, das lässt sich eher schlechter erforschen.

Wie auch immer: unglücklich verlaufende Geburten sind häufig, ADHS ist auch häufig. Da wird es schwierig zu spekulieren.

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Hast du denn beides oder eines als Verdacht oder auch als offizielle Diagnose und wenn ja in welchem Kontext wurden wann diese Diagnosen jeweils gestellt.?

Geburtstraumata können beim Säugling meines Wissens nicht solche Probleme auslösen wie ein 4,5,6,7 jähriges Kind produzieren würde das einen Unfall/ eine schlimme Tat direkt erlebt hat.

Das hat was mit der Bewußtseinsebene zu tun, da würde eher
sowas schneller Panikattacken oder grundsätzlich eher Angststörungen entwickeln wenn denn etwas passier. Es werden eher so ne Art präferierte Anlagen gebildet welche allerdings schon bei problematischen Vorkommnissen stärker/ heftig ausgeürägtere psychische Krankheiten oder Symptome entwickeln als es die meisten Kinder ohne ein Geburtstrauma ausbilden würden

Genaueres kann dir wahrscheinlich aber auch nur ein Psychiater oder Psychotherapeut beantworten sofern sie Erfahrung haben oder ggf sich bei Kollegen erkundigen