ADHS-Projekte für Erwachsene

Hallo Zusammen,
ich suche für eine Dokumentation zum Thema ADHS nach unkonventionellen Projekten für Erwachsene, die die Erkrankung mit neuen Ansätzen thematisieren. Also quasi wie die Skate-Aid für Kinder, wobei Kinder mit ADHS ihren Ausgleich beim Skaten finden können, anstatt Ritalin zu nehmen. Gibt es Vergleichbares für Erwachsene und Senioren und Seniorinnen? Etwa einen Club, in dem sich regelmäßig Menschen mit ADHS treffen und ein gemeinsames Hobby teilen?
Ich würde mich sehr auf eure Vorschläge und Anregungen freuen.
Liebe Grüße,
AnnaMo

Hallo @Annamo

Darf ich fragen wer die Produktionsfirma ist bzw. für welchen Sender die Dokumentation gedreht wird?
(Befriedigt einfach nur meine Neugierde und hilft aber vllt auch die „credibility“ Deiner Anfrage zu erhöhen)

Mir ist kein solches Projekt bekannt, aber ich freue mich natürlich immer, wenn Mit-ADHSler gemeinsam einen Weg gefunden haben, wie sie mit dem Trouble umgehen können.
Auch wenn ich selber örtlich bedingt, nicht teilnehmen kann.

Bitte nicht im Zusammenhang mit ADHS von einer Krankheit sprechen. Es wird selbst im medizinischen Kontext „nur“ als Störung bezeichnet. Selbst da haben Experten (nicht zuletzt die, die selber betroffen sind) teilweise abweichende Standpunkte.

Wenn man von „anstatt Ritalin zu nehmen“ schreibt, muss man natürlich immer vorsichtig sein, dass Betroffene und logischerweise die Breite Masse inkl Eltern die sich mit der Materie nicht so gut auskennen, das nicht in den falschen Hals bekommen.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg, auf dass Du Tipps bekommst, wo es evtl. ein solches Projekt geben könnte.

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Meine Therapeutin meint jeweils, obwohl ja Elvanse z.b. nur bis etwa 55J oder so zugelassen ist, dass sie selbst Pensionäre als Patienten hat, die ohne Medis sich das Leben nicht mehr vorstellen könnten.

Sobald die Pubertät durch ist, jedoch ADHS Betroffene nicht seit Kindesalter medikamentös behandelt wurden und zusätzlich Psychoedukarion/MBSR etc stattgefunden hat, kannst gemäss meiner persönlichen Einschätzung vergessen, dann irgendwann im Erwachsenenalter einfach auf die Medis verzichten zu können/wollen.

Hängt klar stark davon ab welcher Typ und Klassifizierung du bist natürlich.

Die Personengruppen die du wahrscheinlich suchst, haben dann wohl eher den Symptomswitch von Jungendlicve zu Erwachsene glücklicherweise gut in die Wiege gelegt gekriegt.

Hast dir schon mal überlegt das Thema umzudrehen und zu untersuchen was für positive Wirkungen Stimulanzien mit sich bringen für ADHS Betroffene?
Gibt nämlich allzu viele Hater in der Gesellschaft die todes gegen Stimulanzien sind aber selber die ADHS Betroffenen und deren Leiden nicht verstehen.
Hier in dem Beitrag allzuviele solche Hate Kommentare als Beispiel.

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Ich kenne kein solches Projekt.

Die Frage, die ich habe: Wie soll der Tenor des Beitrages werden?

Zu oft werden Medikamente in ein schlechtes Licht gerückt. Sie helfen. Und sie sind sehr gut erforscht.
Ich kenne viele Menschen, die aus irgendwelchen Gründen skeptisch gegenüber Medikamenten sind. Selbst, wenn es Blutdruck- oder Diabetesmedikamente sind. Und gerade im Bereich ADHS herrscht viel Halbwissen und viele Vorurteile. Nicht zuletzt auch dadurch, dass die Medikamente falsch dosiert werden oder außer Medikamenten keine Therapie oder Aufklärung über die Störung stattfindet.

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Hi @Annamo
Bei Adhs ist es so, dass ein Defizit an Neurotransmittern bzw Andockstellen für Dopamin vorhanden ist.
Medikamente setzen da an, d.h. sie blockieren u.a. den Abbau des Dopamins so dass es im Gehirn länger verfügbar ist, wie bei neurotypischen Menschen. Das befähigt Adhsler zum bewussten Handeln und hilft Reize zu filtern.

Sport (wie skaten) können helfen, aber das Dopamin was durch Sport ausgeschüttet wird, reicht nur begrenzt. Danach sind die Betroffenen wieder der Reizfilterschwäche, der inneren Unruhe, den Konzentrationsproblemen usw ausgesetzt.

Insoweit sehe ich es immer kritisch, wenn Medikamente nicht verordnet werden. Der Alltag mit Adhs Symptomen kann unbehandelt langfristig grossen Schaden für die Betroffenen anrichten.

Das nur kurz OT :slight_smile:
Zu deiner Frage: leider kenne ich ein solches Projekt für Erwachsene tatsächlich auch nicht

Liebe Grüße an dich!

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Hallo @Annamo , mir ist leider auch kein Projekt bekannt wo ADHS Menschen zusammen bringt, ausser dieses Forum hier, obwohl ich zwar schon davon gehört habe das es irgendwo einen sogenannten „ADHS Stammtisch“ in einer Stadt gibt, heisst wo sich ADHS’ler* regelmässig an einem bestimmten Tag treffen können, wenn sie Lust dazu haben.

Ansonsten ist mir persönlich nichts bekannt, aber tatsächlich finde ich persönlich das sowas wirklich fehlt, denn ohne Zweifel wäre es wahrscheinlich für sehr viele ADHS’ler* schön wenn sie sich gelegentlich irgendwo mit anderen Betroffenen treffen könnten.

Irgendwo im Forum habe ich mal gelesen wo jemand was von einer Idee von „ADHS Spaziergängen“ geschrieben hatte, also eine Idee sich z.B. in einer Stadt zu treffen und gemeinsam einen Spaziergang zu machen.

Die Idee fand ich gut, nur wie setzt man das um, und wie kriegt man sowas mit wenn man nicht in den bekannten Social Media Netzwerken mit machen will, wie z.B. ich selbst wo solche Kanäle vermeidet, weil ich sonst womöglich noch mehr am Handy abhängen würde als ich es eh schon mache.

Jedenfalls, tut mir leid wenn ich Dir da auch nicht weiter helfen kann, was eigentlich Schade ist, denn
z.B. ADHS Mal oder Bastelgruppen, ADHS Spazier Wander oder Velo Gruppen, ADHS Sing Theater oder Tanz Gruppen, ADHS Spiele Gruppen, oder was auch immer sonst noch Adhs’lern* alles Spass machen könnte, sowas wäre ganz sicher etwas tolles für viele ADHS Menschen, besonders für ADHS’ler* wo einsam sind.

Und ohne Zweifel wären auch solche Gruppen wie: „lasst uns heute zusammen putzen“, oder ähnliches, etwas was für Menschen mit ADHS hilfreich wäre.

Ich glaube an Ideen mangelt es nicht, das Problem bei solchen Projekten ist halt oft die Umsetzung. :wink::heart:

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