ADHS „re“Diagnose ohne Labor möglich?

Wird wohl auf den Arzt ohne Blutbild hinaus laufen. Weil ich die Entnahme auch unabhängig der Angst gar nicht will auch wenn sie allgemein bestimmt mal sinnvoll wäre auch wegen Dingen wie Eisen und D3 da ich diese auf gut Glück supplementiere. (Vegetarisch/Vegan und gehe wenig in die Sonne aufgrund der Haut)

Und ja selbst damals war der Arzt schon mein „Feind“ vlt wurden die Medikamente auch deshalb abgelehnt damit man da nicht noch mehr Probleme mit mir hatte. Weil die letzte Blut Untersuchung liegt knapp 24 Jahre zurück. Also effektiv gab’s noch nie eine.

Wenn der Arzt dein Feind ist wirst du auch sowas ausstrahlen wenn du einen für Stimulanzien aufsuchst.

Egal was man denkt verbergen zu können, irgendwie scheint man sowas auszustrahlen und wenn du dann beim Doc weil er was will was du nicht willst ggf. falsch reagieren- und dann können Psychiater extrem bockig werden. Sie brauchen nichts und solche Karten können sie wenn sie sich nicht gewertschätzt fühlen deutlich ausspielen.

Vielleicht arbeitest du an dir und deinem Bild, daß es netter rüberkommt und ein Arzt auch Verständnis hat, weil er wirklich wahrnimmt das du ein Problem mit Blut abnehmen/ Nadeln hast und nicht bockig, trotzig, bestimmend oder machtdemonstrierend rüberkommst, dann hättest du aus meiner Erfahrung die besten Karten das der Psychiater eine Lösung findet, ganz gleich wie die aussieht.
Du kennst ja auch nicht alle seine Medikamente und ggf. schlägt er was stärkeres wie Tavor vor was hilft. Zumindest solltest du dich dann bemüht und gewillt offen zeigen => selbst wenns dann nicht klappt…
Der Arzt kann auch eher mit einem gescheitertem Versuch und ernsthaftem Bemühen leben als wenn einer immer nur nein nicht mit mir sagt.

Der Arzt muß genauso wie du für BTMs Vertrauen haben, denn er steht auch für das Verordnen und einen gewissenhaften Umgang damit gerade aber auch wenn er von der Leitlinie abweicht braucht er ja eine Begründung und ein Versuch mit nem starken Beruhigungsmittel der aus der Panikattcke gescheitert ist ist definitiv eine sehr sichere, eine hinreichende Begründung warum es in diesem Ausnahmefall entbehrlich ist => um den Patienten vor weiteren psychischen Schäden zu bewahren

Ich würde nicht sagen das ich unfreundlich bin aber ich bin sehr bestimmend sag ich mal. Da ich klare Vorstellungen habe und auch bezüglich Pharmakologie relativ gebildet bin habe mich damit die letzen Jahre recht intensiv u. großflächig beschäftigt. Und Verständnisvolle Ärzte existieren? Dann müssen diese um mich mein Leben lang ein Bogen gemacht haben. Da gab’s nur überheblich-arrogante A*******.

Und ja es gibt theoretisch noch alprazolam was aber nicht unbedingt stärker auf die Angst wirkt sondern eher nur etwas mehr sediert. Midazolam klatscht dich halt weg aber dann wirds auch nichts mehr mit dem Heimweg :laughing:. Weil den Luxus das mich Freunde oder Familie mal fahren können habe ich nicht muss immer mit ÖPNV halt klappen.

Letzendlich muss ich halt ehrlich sagen interessiert mich die fachliche Kompetenz des Arztes als solches auch relativ wenig bin da primär am „Rezeptblock“ interessiert wenn man es mal so böse ausdrücken will. Weil es gibt in meinem Kopf halt quasi eine Liste mit Wirkstoffen die ich nehmen würde und welche die ich niemals überhaupt nur testen würde und unbekanntere würde ich eh erstmal tagelang studieren :sweat_smile:. Ich würde mich nie niemals auf ein Arzt verlassen geschweige den blind.

Mit der Einstellung gehg das definitiv nach hinten los.

Ärzte haben Mitgefühl möchten aber nicht benutzt oder zum Verordnen missbraucht werden

Viel Erfolg

1 „Gefällt mir“

Kann das Mitgefühl und Verständnis halt nicht bestätigen bis dato. War immer von oben herab und kein Miteinander.

Ich habe schon beides erlebt! …..neben diesen leider existierenden Arschllöchern ebenso sehr nette , kompetente Menschen, die einem auf Augenhöhe begegnen.

Auch wenn man ein gebranntes Kind ist benötigen Ärzte ein gewissen Vorschuss an Vertrauen , sonst haben die guten keine Chance.

Phobien sind eigentlich gut therapierbar, vorausgesetzt, man erwischt einen kompetenten Therapeuten und ist bereit, aus der Komfortzone rauszukommen. Überwinden wird man die Angst nämlich nur, wenn man sie aushält bzw. aushalten lernt. Vielleicht hast du mal Lust, dir diese Sendung anzusehen, wo einige Patienten ihre Erfahrungen schildern:

Ich denke aber auch, dass das einer Diagnostik erstmal nicht im Weg stehen sollte. Ich muss sagen, dass bei mir keiner die Blutwerte gecheckt hat, bevor ich MPH verschrieben bekam. Allerdings gehe ich routinemäßig 1x im Jahr zum Checkup beim Hausarzt.

Du wirst halt im Leben sehr oft in die Situation kommen, dass dir Blut abgenommen werden muss oder du eine Spritze bekommst, und es wird dich dein Leben lang verfolgen, wenn du es nicht angehst. Selbst wenn du die Angst nicht ganz loswirst, aber es mit einer Tavor dann aushältst, ist das ja auch ein Erfolg. Das wird dann mit der Zeit immer besser, weil du lernst, keine Angst mehr haben zu müssen. Ist bei mir ähnlich mit dem Zahnarzt. Ich nehme auch Opipramol und Tavor vor dem Zahnarzttermin und lasse mir dann noch eine Lachgassedierung geben, und bei der letzten Zahnreinigung war ich zum ersten Mal nach Jahren wirklich entspannt. Bis dahin hatte ich auch mit diesem „Vorsorgepaket“ immer noch Angst. Aber wenn man merkt, dass wirklich nichts mehr schlimmes passiert, dann wird es besser.

1 „Gefällt mir“

Hallo Arkenangel,

kurz: eine gute Vordiagnostik, insbesondere als Kind reicht in der Regel auch als Erwachsener aus, dass die Diagnose anerkannt wird. Es sei denn, der Arzt traut dem Befund nicht… aber eigentlich erleichtert dies die Arbeit… Eine Vordiagnostik ist eigentlich die beste Absicherung und “Beweis” zum Vorliegen der Symptomatik in der Kindheit… dann nochmals Erhebung, wie Symptomatik nun im Erwachsenenalter ist und Einschätzung, welche Behandlungsstrategie sinnvoll erscheint…

eine Blutabnahme ist nach Leitlinien bei Methylphenidat und Lisdexamfetamin nicht notwendig. Bei Atomoxetin sollte man die Leber im Blick behalten, aber auch hier ist eine Blutabnahme vor Behandlung nicht zwingend oder rechtlich erforderlich. Meine Erfahrung ist eher, dass es von Arzt zu Arzt abhängt und mit deren Absicherung und Risikobereitschaft zusammenhängt.

ein EKG ist ebenfalls nicht zwingend erforderlich, sofern es anamnestisch keine Hinweise auf entsprechende kardiale Vorerkrankungen gibt. Aber auch dies ist letzten Endes eine Risikoeinschätzung des Arztes.

auch ein EEG ist kein Muss vor medikamentöser Behandlung, sofern es hier auch keine entsprechenden Vorerkrankungen gibt.

Natürlich gilt dies alles vorbehaltlich, dass keine weiteren Vorerkrankungen vorliegen oder anderen Medikamente regelmäßig eingenommen werden. Und letzten Endes haftet der Arzt mit seiner Unterschrift unters Rezept, so dass er abwägen muss, was er braucht…

Viel Erfolg beim weiteren Vorgehen…

3 „Gefällt mir“

Meine Diagnose reichte aus, um Eindosiert zu werden.

Wenn es dir solche Probleme bereitet, wirst du sicher einen Arzt finden, vielleicht erst auf demzweiten Anlauf.

Ich drücke dir die Daumen.

Übrigens bat mich mein Zahnarzt, dass ich mir etwas Verschreiben lassen soll, gegen meine Zahnarztangst. Ich bin kein Fan von Tavor, aber es ist ein Gamechanger. Auch wenn ich hinterher nur noch Schlafe, und ich habe schon die niedrigste Dosis.

Wer selber diese Angst nicht kennt (Angst vor Nadeln habe ich ein Glück nicht), kann diese oft nicht nachvollziehen.

1 „Gefällt mir“

Jup ohne Tavor weigert sich mein Zahnarzt sogar zu bohren weil ich so am zittern bin​:sweat_smile:. Aber wie gesagt ich brauche auch 3-4mg 1h davor das ich ihm nicht vom Stuhl springe. Erstaunlicherweise schaffe ich’s danach aber auch noch sicher mit dem Bus heim. Und ja ich weis die Dosis is sehr hoch.

1 „Gefällt mir“