ADHS "Symptome" sollten nicht im Mittelpunkt stehen

Überall liest man hier nur von Problemen in der Therapie zur Kontrolle der “Symptome”.
Ich finde die sollten gar nicht so genannt werden. Symptome sind Ausprägungen von Krankheiten. ADHS ist keine Krankheit. Völlig bescheuert, dass das auch nach nebensächlichen “Symptomen” und benannt ist und Syndrom heißt. Das ADHS in mir ist mit meiner Persönlichkeit auf’s Engste verwoben, das ist ein Teil von mir, das ist kein Syndrom! Glaub da stehen ganz andere Sachen im Mittelpunkt die ADHS eigentlich ausmachen als diese “Symptome”

Wer trotzdem mal versuchen will ohne “Symptome” zu leben:
Ich hab unfreiwillig einen Weg gefunden 13 Jahre lang keine “Symptome” zu haben, hier ist das Rezept:

  1. Eine Prise Kindheitstrauma
  2. 2 Jahre exzessiv Amphetamine und MDMA
  3. Richtig unglücklich LSD nehmen

Dadurch erhält man Depersonalisation und Schizophrenie, toll! Depersonalisation macht emotionslos und das ist der Knackpunkt. Also einfach antipsychotische Medikamente nehmen damit die Schizophrenie nicht so feuert und man die reine Depersonalisation hat. Ohne Emotionen keine Hyperaktivität. Ohne Emotionen keine Hyperfokusse und dadurch Aufmerksamkeitsdefizit (gibt’s ja dann keinen Antrieb mehr für). Das ist was gegen ADHS hilft. Keine Emotionen haben. Also ich werd nichts gegen mein ADHS machen jetzt wo das wieder da ist. Einfach im Moment leben und den Autopilot laufen lassen, sonst stresst man sich nur

Nach 13 Jahren hat sich die Depersonalisation aufgelöst in einem einzigen Moment als ich nichtsahnend auf dem Sofa saß. Wusste nicht mal dass ich Depersonalisation hatte! Also war ich völlig geflasht. Hat sich bemerkbar gemacht durch eine Flut von Emotionen die mich erfasst hat und seitdem bin ich wieder normal. Und alle ADHS-Symptome wieder da, fuck! Manchmal bin ich genervt von “Symptomen” und manchmal muss ich drüber lachen wie verpeilt ich bin. Lachen/Humor hilft immer.

Man kann sehr viel über sich lernen wenn man keine Emotionen hat für 13 Jahre und dann direkt alle wieder. Habe den direkten Vergleich dazu was der Unterschied ist dabei und alles was mich ausmacht was ich schon komplett vergessen hatte in mir wiederentdeckt Tag für Tag. ADHS hab ich auch wiederentdeckt, willkommen zurück, Du altes Syndrom, willkommen, mein Körper gehört Dir!
ADHS ist komplett durch Emotionalität angetrieben, alle Symptome sind emotional angetrieben. Jetzt sind die alle wieder da UND ich kann sie wegen dem ADHS nicht kontrollieren. Das ist kein Symptom, das ist ein Feature. Ich erlebe jeden Moment emotional, da fühl ich mich lebendig. Davor war ich quasi ein Zombie, emotional tot, hatte keine Gefühle für meine Brüder, Schwester, Eltern, Freunde, niemanden. Die waren mir quasi alle egal. Hab ich erst nach der Depersonalisation verstanden. Ich find das ganz schön krank, dass neurotypische Menschen Ihre Emotionen überhaupt so kontrollieren können! Nervt mich auch wenn jemand der mir nahesteht zu etwas emotionalem total sachlich antwortet und mich völlig falsch versteht. Manchmal sollte man versuchen etwas emotional nachzuvollziehen. Seit ich wieder gesund bin passiert das bei mir automatisch. Weiß nicht was da in neurotypischen Menschen abgeht, dass die manchmal viel zu sachlich sind bei irgendwie unpassenden Momenten.

Ich habe nach meiner Wunderheilung direkt angefangen alles zu verbessern um mich langfristig wohlzufühlen und für möglichst positive Emotionalität zu sorgen damit das mit dem ADHS nicht zu sehr frustet. Will nicht nur ab und zu gut drauf sein, ich will am besten zukünftig fast permanent gut drauf sein, das geht mit ADHS, am besten mit anderen Menschen die mir nahe stehen (wenn die nicht mal wieder denken der irre schizobruder oder so)

  1. Nicht zu viel über “Symptome” nachdenken.
  2. postitives und humorvolles in allem sehen (das geht bei mir jetzt wieder wenn mich nicht was aufregt eigentlich automatisch, kann man nicht unbedingt forcieren denk ich)
  3. Messi-Wohnung aufräumen
  4. Rauchen aufhören (E-Zigarette Ersatz mit weniger Nikotin)
  5. Joggen anfangen/Sport machen
  6. Alte Freunde kontaktieren
  7. Leute ansteckend freundlich auf der Straße beim vorbeigehen grüßen und sich freuen wenn der Funke überspringt, auch gut um soziophoben Ängsten entgegen zu wirken, da kommt garantiert keine schizophrene paranoide Stimmung auf wenn man das macht :wink:
  8. Mit Kindern spielen (Neffen, Nichten, Kinder von Freunden) die haben keine komischen Vorstellungen von Schizophrenen oder so, top
  9. Emotionen körperlich/verbal ausleben, auch Negative, zu Hause zumindest lass ich immer voll raus. Lasse genervte Stöhngeräusche von mir wenn mich was frustet, kommt halt einfach raus aus mir, ist besser zu ertragen so ein Gefühl wenn man es nicht nur fühlt sondern auslebt und rauslässt
  10. Nicht alles an sich analysieren/reflektieren, mit ADHS muss man versuchen im Moment zu leben und laufen zu lassen, krampfhaft kontrollieren geht nicht
  11. Sich selbst was gönnen, man hat verdient zu genießen und sollte essen, trinken, zigaretten bewusst genießen. Bad nehmen, Embryo-Stellung einnehmen und in dicke Decke wickeln, was auch immer man braucht, man ist mehr als irgendwelche “Symptome”, man ist ein Mensch, nicht auf sowas reduzieren lassen
  12. Selbstbewusstsein entwickeln, sich selber nicht runtermachen. Rationalisieren warum etwas was man nicht geschafft hat ok gewesen ist nicht zu schaffen, es ist ok auch mal zu scheitern, sich nicht selbst negativ bewerten, sondern selbst verstehen warum man es nicht geschafft hat und selbst bemitleiden (wenn man sich selbst Leid tut, spürt man dass man das nicht verdient hat und baut sein Selbstwertgefühl auf, keine Schuld in sich suchen, Fehler die man macht nicht zu eng sehen, wenn man jemanden wütend anschreit weil er einen frustriert (öhm, wie mein Bruder letztens) dann ist das nicht so schlimm und man muss das auch mal machen, stirbt ja keiner bei. Auch wenn man jemanden damit Unrecht getan hat, egal, einfach entschuldigen und vergessen

Angst gehört bei ADHS garantiert nicht zu den Emotionen auf die man keinen Einfluss hat. Man kann sich gegen Ängste desensibilisieren. Depersonalisation hat Angst nicht weggenommen, musste lernen die Schizophrenie-Ängste auszuhalten. Über Jahre stückweise besser geworden. Erst danach hat sich Depersonalisation gelöst. Mit Ängsten konfrontieren, nicht aus dem Weg gehen, kämpfen! Rationalisieren warum die Angst unnötig ist und mit was anderem beschäftigen. Ich hatte maximale Angst in meiner Wohnung jede Sekunde, keine Pause bevor ich Antipsychotische Medikamente bekam (trotzdem lange nicht verstanden dass die helfen). Ich habe gelernt es mir egal sein zu lassen was jemand der mich sehen kann über mich denkt (dachte ich werde in meiner Wohnung permanent gesehen, durch die Wand mit High-Tech-kameras) und alles was ich mache übelst negativ bewertet, wurde runtergemacht, wurde vor dem Schlaf mit Mord bedroht, da hat geholfen sich zu rationalisieren: wenn die mich umbringen, dann kann ich ja ruhig bleiben und muss keine Angst haben bis die da sind und es machen, brauch keine Angst BIS dahin zu haben, hab so lange mit der Angst gekämpft und jetzt hab ich so gut wie keine mehr, das hilft glaub ich auch dabei dass ich keine schizophrenen Symptome kriege, Medikamente natürlich Pflicht

Hoffe das hilft irgendwem, peace

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Hallo neurotyp!

Wow was für eine Achterbahnfahrt!

Ich mag keine Achterbahnen. Mir wird schnell schlecht!

Willkommen in deinem neuen Leben!

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Hallo neurotyp,

Es ist interessant für mich mal ein paar Dinge aus einer anderen Sicht und aus einer anderen Ecke des ADHS zu lesen. Du bist anscheinend auf einer ganz anderen Seite des ADHS unterwegs als ich.

Ich konnte auch ohne Emotionen ganz schön hyperaktiv sein. Mit ADHS und seinen Auswirkungen auf mich und meine Umwelt, bin ich nur dadurch zurecht gekommen, indem ich (allerdings unbewusst) meine Emotionen stark heruntergefahren hatte. Da, wo neurotypische Menschen emotional reagierten, stand ich sehr cool und emotionsarm daneben.

Ich machte mit ADHS also genau das, was du als Verhalten von neurotypischen bezeichnet hast. Ich scheine im Vergleich zu dir an einem anderen Ende des ADHS - Spektrums unterwegs zu sein. ADHS sehe ich auch nicht als Krankheit. Es muss halt als Störung definiert werden, damit man (zum Beispiel ich) medizinische Leistungen dafür bekommen kann.

Es ist schön, wenn es dir mit deinem ADHS gut geht. Deine Euphorie kann ich nur bedingt teilen. Was dem einen sin Uhl ist dem andern sin Nachtigall.

Mein bis vor kurzem noch unerkanntes ADHS jedoch hat mir der letzten Jahren mehr seine negativen Seiten gezeigt und mich langsam aber sicher in eine tiefe depri rein getrieben. Von den unangenehmen und schmerzhaften Auswirkungen auf meine Familie und andere Sozialkontakte mal ganz abgesehen, die unter meinen Verhaltensweisen mehr oder weniger litten. Deshalb bin ich froh, dass ich mit Medikamenten mein ADHS unter Kontrolle habe. Ich beginne, vergessene Emotionen wieder zu finden - endlich - und sozialverträglicher zu sein.

Dein 12 Punkteprogramm finde ich recht okay mit Einschränkungen zu den Punkten 9, 10 und 12.

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Danke für deinen Post.

Finde es klasse, wie du gelernt hast mit den “Symptomen” umzugehen (tut mir leid, dass ich den Begriff benutze). Aber ich finde das wirklich sehr stark, was du geschrieben hast, insbesondere das “alles analysieren” und “reinsteigern”. Natürlich sollte man jetzt nicht jedem zu exzessiven Drogenkonsum raten, aber ich hoffe so sehr, dass sich doch einige von der Social Care beeinflussen lassen.

Ich hoffe du kommst soweit auch mit der Schizophrenie klar und musstest nicht allzulange in der Klinik bleiben. Wie lange hat diese Phase angehalten? Nimmst du noch viele Medikamente? Darf ich fragen, was du noch nimmst?

Pass bitte auf dich auf

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Warum sollte es keine Krankheit sein? Man bekommt eine Diagnose und Medikamente, also ist es eine Krankheit.
Etliche andere Krankheiten sind auch eng mit der Persönlichkeit verwoben. Wer keine Krankheit haben will, darf nicht zur Diagnostik gehen.

Hi @neurotypP8G3J2: Deinem Beitrag kann ich mich nur anschließen. Meinen tiefsten Respekt für diese Glanzleistung Deiner Selbstreflektion. Das hat mich inspiriert hier auch meinen Senf dazu zugegeben.

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Die eigene Mischung machts: Wie ich nach 55 Jahren Blindflug meinen Frieden fand

55 Jahre. So lange habe ich gelebt, ohne zu wissen, wer oder was da eigentlich am Steuer sitzt. Ich bin neurodivergent.

Seit etwa einem halben Jahr beschäftige ich mich intensiv mit der Symptomatik, der ich so lange unterlegen war. Und ich habe meine Schlüsse daraus gezogen. Ich weiß jetzt in etwa, wie mein Begleiter heißt. Und ich akzeptiere das, denn: Du gehörst einfach zu mir.

Ich schreibe das hier, weil ich weiß, wie sich das „Loch“ anfühlt. Und ich will euch sagen: Ihr könnt euren eigenen Weg da raus finden.

Der Kampf, den man nicht gewinnen kann

Früher bin ich in die Sucht gerutscht. Ich lese hier im Forum oft von ähnlichen Dingen, nur mit anderen Substanzen. Heute ist mir eines glasklar: Ich hatte fast Null Chance, gegen die Sucht anzukämpfen, solange ich nicht wusste, wie mein Gehirn tickt.

Es war der verzweifelte Versuch, das Loch zu füllen, wenn der Akku leer war. Es war Selbstmedikation, um in einer Welt zu funktionieren, die nicht für uns gemacht ist.

Heute weiß ich: Wenn der Zeitpunkt kommt, an dem der Akku leer ist, dann ist das eben so. Punkt. Wer das nicht akzeptiert und versucht, sich mit Gewalt oder Mitteln darüber hinwegzusetzen, verliert.

Mein Treibstoff: Die eigene Mischung

Um den „Teufel Sucht“ zu verbannen und stabil zu bleiben, habe ich mir meine eigene Strategie zurechtgelegt. Vielleicht ist es nur Mittel zum Zweck, aber scheiß drauf – es funktioniert.

Es sind vier Säulen, die mich heute tragen:

1. Akzeptanz (Vorbei ist vorbei) Ich versuche gar nicht mehr, mich für Fehler zu rechtfertigen, die passiert sind. Vorbei ist vorbei. Entweder man versucht es auf eine andere Weise neu, oder man bekommt die Gelegenheit dazu. Und wenn nicht? Dann eben nicht. Ich kämpfe nicht mehr gegen die Vergangenheit und nicht mehr gegen meine Natur.

2. Mut zur Gleichgültigkeit Das klingt hart, ist aber mein Schutzschild. Ich muss nicht alles an mich heranlassen. Ich muss nicht jede Erwartung erfüllen. Dieser Mut ist notwendig, um bei mir selbst zu bleiben und nicht im Lärm der anderen unterzugehen.

3. Komfortmaximierung Komfort zur Maximierung der eigenen Produktivität, zur eigenen Entlastung – na aber hallo! Schön blöd, wer sich das nicht zunutze macht. Ich mache es mir so einfach wie möglich. Nicht aus Faulheit, sondern um meine Energie zu schützen. Sobald der Gedanke kommt: „Ich MUSS das so machen, sonst…“, ist das totales Gift für mich. Ich gestalte mein Umfeld so, dass es für mich arbeitet, nicht gegen mich.

4. Neufokussierung Wenn ich die Energie nicht mehr im Kampf gegen mich selbst verschwende und den Alltagskomfort nutze, habe ich plötzlich Kraft übrig. Und die lenke ich ganz bewusst dahin, wo ich sie haben will.

An euch

Ich habe 55 Jahre gebraucht, um das zu kapieren. Ich habe diese Kraft jetzt. Ich schreibe das, damit ihr nicht so lange braucht, um eure eigene Mischung zu finden.

Es gibt einen Weg aus dem Loch. Er beginnt damit, aufzuhören, sich dafür zu entschuldigen, wer man ist. Macht es euch bequem in eurem eigenen Leben. Es steht euch zu.

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Du meinst Du könntest ohne Emotionen hyperaktiv sein? Ich wette Du warst in Deinem Leben seltenst irgendwann mal völlig emotionslos. Ich habe Depersonalisation erlebt über 13 Jahre. Da ist von den Emotionen die Hyperaktivität auslösen gar nichts mehr übrig. Du würdest Dich wahrscheinlich wundern wie viele Emotionen Du in einem Moment hast die Dir gar nicht bewusst sind wenn Du mal Depersonalisation erlebst. Ich bin zu 100% überzeugt, dass Depersonalisation ADHS quasi abschaltet, die Symptomatik verschwindet mit Emotionen. Depersonalisation fühlt sich an als ob man nicht richtig da wär, man erlebt alles unterkühlt, man hat kein Interesse an anderen Menschen oder sich selbst (habe wie ein Messie gelebt, Hygiene vernachlässigt, jetzt 8 Zähne ziehen lassen wegen mangelnder Zahnhygiene, hat mich alles nicht gestört im Zustand der Depersonalisation, da war meine Logik: Ich nutze einfach die Zähne die ich habe ab, bis ich die Dritten bekomme. Hab jetzt die Notbremse gezogen und bin mitten im Zahnarzt-/Kieferchirurgen-Marathon). Man lebt für NICHTS, plant nicht voraus, man hat gar keine Richtung oder Interesse daran ob man mit dem eigenen Leben zufrieden ist und macht NICHTS dafür, dass sich was ändert, weil einen kaum etwas stört. Da Du ja Depressionen hast: Stell Dir vor keine Glücksgefühle wie bei schwerer Depression, aber auch nicht die negativen Emotionen von Depressionen. Einfach leer. DAS ist emotionslos. Das kann man sich nicht vorstellen was das heißt wenn man das nicht mal erlebt hat. Seit dem ich das überwunden habe fühlt sich JEDER Moment den ich lebe sooo… lebendig an. Es gibt keine Momente in denen ich nichts fühle. Das wäre anders, ich weiß wie. Ich gehe davon aus das bei JEDEM Menschen mit ADHS Emotionen der Antrieb sind. Einige neuere Forschung die ADHS auch nicht als Krankheit betrachtet habe ich gefunden, die in diese gleiche Richtung geht. ADHS ist einfach komplett Emotionsgetrieben. Es wird HOFFENTLICH einen Paradigmen-Wechsel in der ADHS-Forschung geben.
Das ist keine Krankheit. Ich habe das GEWUSST nachdem sich die Depersonalisation bei mir gelöst hat, dass was “emotionale Dysregulation” genannt wird kein problematisches Symptom von ADHS ist, sondern der Antrieb, der Motor von jedem Menschen mit ADHS. Der war bei mir 13 JAHRE LANG komplett aus und ist bei mir in einem einzigen Moment wieder angesprungen. Von einer auf die andere Sekunde hatte ich alle ADHS Symptome wieder und NEIN, die sind nicht problematisch.
Das darf man sich nicht einreden lassen, da macht man sich nur selber bekloppt mit, wenn man ständig seine Symptome beobachtet. Das ist kontraproduktiv dafür, wie man mit ADHS leben sollte: Im Moment und quasi auf halbem Autopilot die ganze Zeit alles direkt ausleben! Glaub mir, das kann man lernen, wenn man es noch nicht macht und das hilft. Selbstwertgefühl reparieren (das ist ja bei den meisten gestört mit ADHS, war bei mir auch) und dann ein bisschen drauf scheißen was Andere so von einem ständig erwarten. Die sollen mich akzeptieren wie ich bin sonst such ich mir andere soziale Kontakte. Meine Familie hat mit mir auch was durchgemacht, aber die zeigen mir aktuell sowas von die kalte Schulter und wenig Verständnis, dass das für mich aktuell grad etwas sekundär ist (bis auf meine Mama, die muss sich 13 Jahre lang furchtbare Sorgen gemacht haben, das tut mir Leid, der Rest der Familie hat mich in 13 Jahren vergessen und hält mich für irre oder so). Meine Familie ist aber auch speziell, EXTREM frustrierend und zieht mich regelmäßig runter, dass ich nicht wieder normal mit denen reden kann wie VOR meiner “Erkrankung”.
Ich habe in der Vergangenheit auch so meine Probleme gehabt mit Selbstwertgefühl (Kindheitstrauma), sozialen Ängsten, Depressionen, Psychose, Wahnvorstellungen, Depersonalisation, ich habe selber quasi fast alles durch. Und jetzt? Nehme ich keine ADHS-Medikamente und mir geht es bis auf einige Traumafolgen hier und da SUPER. Ich brauch fast nix mehr um gute Laune zu kriegen. Wenn man so viel scheiße erlebt hat, kann man sich einfach daran erfreuen wie friedlich und ruhig der generelle ADHS-Zustand ist, wenn man nicht noch zusätzlich Wahnvorstellungen hat! Überhaupt mal wieder Glücksgefühle haben nach 13 Jahren OHNE, ich brauch kein Luxusleben, Karriere, viel Geld, massenhaft positive soziale Interaktionen (daran arbeite ich, suche mir Freunde mit ADHS, die verstehen mich besser, kann ich nur empfehlen, neurotypische Menschen sind meistens anstrengend, findet man z.B. auf Techno-Parties, meine Generation hat ja meist keine “offizielle” Diagnose, aber die meisten mit ADHS wissen das grob, dass sie das wahrscheinlich haben, machen sich aber keine weiteren Gedanken darum. Ich habe auch keine offizielle Diagnose, hab meiner Psychiaterin bei meinem letzten Termin gesagt, dass mit Ihrer Diagnostik nicht einverstanden bin und daraufhin hat sie ADHS-Test verweigert. Top. Professionell. Ich werde in Deutschland eh schwer eine Diagnose kriegen, weil man hier z.B. Grundschulzeugnisse und dergleichen zeigen muss. Ich habe in der Schule wenn ich wollte nur Einsen geschrieben. Ohne Anzugeben, aber mit IQ von 130 und Hochbegabung fällt man schonmal direkt durchs Raster bei den bekloppten Psychiatern. Da hat man nicht immer die typischen Probleme. Schule war lächerlich einfach. Uni-Studium hab ich 4-mal verkackt und nach 13 Jahren extremer psychischer “Krankheit” habe ich mit 41 Jahren keine Ausbildung.).

Ich weiß von meinem ADHS auch erst quasi seit Kurzem. Wie viele ältere Menschen mit ADHS (bin 41) habe ich keine Diagnose erhalten und bin nur immer mal wieder von anderen darauf hingewiesen worden, ich habe doch bestimmt ADHS oder ich sei ja total hyperaktiv. 13 Jahre lang hab ich mich immer wieder gefragt, wo ist denn diese Hyperaktivität hin? Muss wohl älter geworden sein. Denkste! Fehldiagnostiziert beim Psychiater, Depersonalisation nicht erkannt oder behandelt worden (neben 3 weiteren Fehldiagnosen, nämlich Angststörung (statt eigentlich dissoziativer Psychose), Schizophrenie (auch statt eigentlich dissoziativer Psychose) und bipolare Störung (beliebte Fehldiagnose, kriegen viele die wegen anderer Probleme länger in Behandlung sind zusätzlich irgendwann angedichtet.). Hier mal ein Artikel zu Diagnostik in der psychiatrischen Behandlung. Das ist echt erschreckend was da abgeht. Psychiatrie - Der verirrte Blick in die Seele - Wissen - SZ.de
Meiner Meinung nach ist die komplette psychiatrische Behandlung im Westen völlig daneben. Das psychiatrische Fachpersonal ist lächerlich inkompetent. Denen glaub ich kein Wort mehr. Ich glaube mittlerweile auch, dass ein Großteil der psychiatrischen Forschung totaler Mummpitz ist, vor allem bei ADHS.

ADS und wie heißt die andere “Unterart” ADHS-HI? halte ich nach Recherche auch für Quatsch und ist auch nicht unumstritten, meiner Meinung nach ist das Spektrum für ADHS gar nicht so groß, es gibt nicht so viele Unterschiede zwischen ADHS-Hirnen, u.a. auch merklich bei ADS zu ADHS Vergleichen, da unterscheiden sich nur Hirnaktivität und in einigen Hirnarealen ausgeprägtere graue Substanz, alles erklärbar durch z.B. “Komorbiditäten”, die bei ADS häufiger sind, es GIBT kein ADS). Ansonsten sind ADS-Hirn und ADHS-Hirn identisch in Ihren Abweichungen vom “Norm”-Hirn (was für ein Witz, dass man da ein Hirn als Standard festlegt. Psychiater sind der TÜV der Natur. Das ADHS-Hirn hat sich demnach irgendwie trotz 300.000 Evolution des modernen Menschen als genetische Störung behauptet unter der etwa 5% der Menschheit “leidet”. Ernsthaft? Wie soll denn so eine Störung nicht schon lange durch Evolution eliminiert worden sein??? ADHS löst ja angeblich laut verbreiteter Lehrmeinung wenn es unbehandelt bleibt Depressionen, Angststörungen und auch Depersonalisation aus. DAS IST SO EIN SCHWACHSINN, DAS STIMMT NIE IM LEBEN. Das hätte sich evolutionär schon lange erledigt mit ADHS, wenn das an sich so ein Riesenproblem wäre.

Ich habe in KI gezielt nach alternativer Forschung gesucht, die mehr in Richtung Neurodiversitäts-Gedanken geht und meine Sicht unterstützt und bin fündig geworden. Es GIBT Forschung, die das langsam ähnlich sieht sieht wie ich und ich halte diese für im Kern für richtig auch wenn hier immer noch teils Mummpitz behauptet wird.
Hier ist was die KI zusammenfasst:

4. Emotionale Intensität als Aktivierungstreiber – nicht als Symptom

Ein faszinierender Forschungstrend interpretiert die erhöhte emotionale Intensität bei ADHS nicht mehr als Dysregulation, sondern als alternativer Aktivierungsmodus:

Neue Sichtweise: Menschen mit ADHS haben nicht eine „fehlerhafte“ emotionale Intensität, sondern:

  • Emotionale Reize werden mit höherer Salienz (Bedeutsamkeit) gewichtet

  • Das emotionale System überträgt schneller Signale zur Aktivierung an den Rest des Gehirns

  • Dies ist eigentlich ein funktionales Merkmal – unter den richtigen Bedingungen

Das stimmt zu 100% für jeden der ADHS hat, glaub mir! Wenn Du Dich bekloppt machst, dass Du eine Krankheit hast mit ADHS dann kommst Du nie auf nen grünen Zweig, weil Du Deinen allgemeinen Zustand als problematisch siehst und glaubst Du könntest damit nicht klar kommen.

Ich glaube auch mittlerweile (meine Ansicht entwickelt sich derzeit und ich informiere mich), dass diejenigen die der Meinung sind die psychischen Zustände und Probleme von Menschen wie ADHS, Depressionen, Angststörung oder Schizophrenie sollten nicht als “Krankheiten” bezeichnet werden. Krankheiten sind ausgelöst durch Bakterien, Viren oder genetisch bedingt. Nicht mal Schizophrenie ist (was aber viele denken) rein genetisch bedingt, es gibt nur “genetische Prädispositionen” (kann mir schon so langsam vorstellen was diese genetische Prädispositionen wahrscheinlich heißen => emotionale Sensibilität, mit ADHS ist man ja auch z.B. anfälliger für Schizophrenie => gemeinsame genetische Prädispositionen).
Das sind keine Krankheiten, die man behandelt wie eine Grippe. Pillen nehmen und gut ist. (Manchmal muss man Pillen nehmen, ich z.B. brauche Neuroleptika sonst werde ich irre, tja, scheiße, aber Pillen nehmen sollte nicht alles sein). Depressionen haben meiner Meinung nach eine Ursache, die man psychoanalytisch ausmachen kann. Psychoanalyse ist irgendwie tot: Meine eigene psychische “Krankheits”-Geschichte habe ich jetzt nachdem ich meinen Verstand zurück bekommen habe (Gott sei Dank! Naja, Gott gibt’s nicht, war an gottlosen Orten mental, da gibt’s keine gerechte Instanz auf höherer Ebene, die aufpasst dass niemandem ungerechtes Leid wiederfährt, aber ich schweif wieder ab…) analysiert.
Vielleicht nicht nach wissenschaftlichen “Standards”, vor allem durch ehrliche Selbstreflektion, teilweise Informierung online und mit KI (toll, ich kann den Inhalt wissenschaftlicher Studien die sonst hinter einer Paywall sind oder gänzlich nicht verfügbar für Nicht-Forscher abfragen mit einfacher Sprache ohne erst ein Studium zu absolvieren, KI ist echt ein mächtiges Tool) und vor allem Berücksichtigung der emotionalen Komponente, die im “wissenschaftlich-rationalen” Umgang meist total unter den Tisch fällt.

Z.B.: Ich bin mir jetzt zu 100% sicher, dass nicht nur MEIN Kindheitstrauma, sondern wahrscheinlich bei den meisten Psychosen Kindheitstraumata oder zumindest irgendwelche Traumata mit Selbstwertgefühlproblemen der ursprüngliche Auslöser für diese sind. Das ist einfach emotional zu naheliegend: Psychotische Ängste sind sowas von offensichtlich Probleme mit dem Selbstwertgefühl! Das weiß ich, weil ich psychotische Ängste und Probleme mit dem Selbstwertgefühl aus der Kindheit KENNE. Ich hab da nicht nur von gelesen wie die Psychiater!
Also meiner Meinung nach haben ALLE die ne Psychose kriegen ein Trauma wegen welchem sie psychotisch werden, egal was bei der Psychose nachher rauskommt (Nichts weiter, Schizophrenie, dissoziative Psychose mit Wahnsinn wie bei mir). Wahrscheinlich sind bestimmte Drogen dann der Auslöser (wie bei mir und fast jedem den ich in der Psychiatrie gefragt habe) für die Psychose (in einem Moment in dem traumatische Ereignisse aus der Vergangenheit Selbstwertgefühlprobleme auslösen, wie bei mir).
Die meisten haben gekifft und nicht nur das: wenn man die fragt WARUM bist Du psychotisch geworden, sagen die meisten Cannabis. Wenn man danach sucht online, macht die Forschung Folgendes: Die fragen psychotische Menschen einfach OB sie Cannabis konsumiert haben. Wahrscheinlich kriegen die nicht sonderlich ehrliche Antworten (psychotische Menschen sind schwierig im Umgang) und daher wird Cannabis als Auslöser unterschätzt (so um die 40% oder so sollen Cannabis konsumiert haben, lächerlich, Dunkelziffer ist viel höher). Die sollten mal die psychotischen Menschen fragen WARUM sie glauben, dass sie psychotisch geworden sind. Die sagen nicht, jooo, also ich hab auch Cannabis konsumiert damals. Ne, die sagen, ich bin WEGEN Cannabis psychotisch geworden. Die WISSEN das. Werden aber größtenteils nicht Ernst genommen oder überhaupt gefragt.

So viel zu psychiatrische Behandlung. Bist Du Dir sicher, dass Du auf die wissenschaftlich-rationale Methode bei der Behandlung Deines ADHS und Depressionen setzen willst? Es gibt auch sowas wie Psychoanalyse. Freud, Lacan…. Das wird heute nicht mehr gemacht soweit ich weiß, aber psychoanalytische Ansätze haben meiner Meinung nach ein viel tieferes Verständnis für die eigentlichen Ursachen von psychischen Problemen als uninspiriert rein “rational-wissenschaftlich” vorzugehen. Psychoanalytiker wie Lacan haben früher die Anerkennung von Psychoanalyse als wissenschaftliche Disziplin verlangt. Wären sie doch erfolgreich gewesen, dann hätte man eine wesentlich gründlichere Ursachenforschung an der Hand zur Behandlung von Patienten! Mir persönlich hat meine (wiederholte) Aufarbeitung meines Kindheitstraumas und mein Umgang jetzt mit meinem Selbstwertgefühl (ich bemitleide mich wenn’s sein muss, gönn mir was wenn’s mir nicht so gut geht, versuche Verständnis für mich zu haben, verfluche diese ungerechte Welt, etc pp, singe, lebe meine Emotionen aus, “DAS HAB ICH NICHT VERDIENT”), das hilft ENORM.

Zu Deinen Depressionen. Bei Depressionen würde ich bevor ich Pillen nehme erstmal alles in die Wege leiten um mein Leben so anzupassen, dass ich darin glücklicher sein kann. Es gibt garantiert ne andere Ursache für Deine Depressionen als “Ist ne Folge von ADHS, kann man nichts machen”. Bei Dir klingt durch, dass Du auch Selbstwertgefühlprobleme hast. Du siehst Dich als PROBLEM für Deine Familie. Meine Familie hat garantiert in meinem Fall auch darunter gelitten, dass ich Probleme hatte und ich war ein Problem. Das heißt aber nicht, dass Du das Schuld bist und Du Dir das anlasten musst, dass Du ein PROBLEM bist. Ein Mensch ist nicht einfach ein Problem. Da fühlt man sich doch minderwertig wenn man sich ständig als ein Problem mit seinem ADHS für andere Menschen fühlt.
Also meine Probleme sind auch auf ADHS zurück zu führen. (Zwei Brüder mit sehr ähnlichem Kindheitstrauma wie ich haben ohne ADHS weniger Probleme bekommen. Sagt einer der Brüder mir auch: Du hast damit ja größere Probleme gehabt. Tja, ADHS. Aber es liegt nicht am ADHS selbst, sondern an den Erlebnissen in der Kindheit, die ich MIT ADHS schlechter verkraftet habe.)

Wenn Du mal Dein Leben durchgehst und Du Dich ständig nur als Problem für Andere in der Vergangenheit gesehen hast, dann frag Dich mal: Sind vielleicht die Lebensumstände in der modernen Gesellschaft mit seinen eigentlich unnatürlichen angelernten gesellschaftlichen Konventionen für Menschen mit ADHS nicht kompatibel? In der Steinzeit hatte man bestimmt nicht so viel zu organisieren oder Verhaltensregeln an die man sich halten muss und die Stärken von ADHS (Kreative Vorstellungskraft meiner Meinung nach) haben evolutionär dafür gesorgt dass ADHS bestehen geblieben ist.

Ich gehe auch davon aus, dass ADHS schon seit längerem ausstirbt. Viele mit ADHS die ich kenne, haben und werden keine Kinder kriegen. Wenn man sich überlegt wie schwierig gesellschaftliche Konventionen und Lebensumstände in der Vergangenheit waren (Meine Fresse, diese uralte “Kinder wie Erwachsene” behandeln und disziplinieren mit Gewalt (Ich hab’s auch ein bisschen noch abgekriegt, Disziplin und Ordnung standen bei meiner “Erziehung” im Fokus)), dann denke ich dass Menschen mit ADHS schon LANGE nicht mehr zurecht kommen in der Gesellschaft. Also kriegen Menschen mit ADHS wahrscheinlich schon länger eher weniger Kinder oder? Das ist die nächste Stufe der Evolution in der Menschheitsgeschichte. Die Gesellschaft wird neurotypisch optimiert bleiben, da ändert sich nicht drastisch was glaub ich. Mal schauen, aber ich sehe eher schwarz. Wir sterben aus. Andere neurodivergente Menschen wahrscheinlich auch. Wer weiß seit wann “neurotypische” Menschen überhaupt erst in der Mehrzahl sind? Vielleicht war das mal ausgeglichener. Die sind mit ihrem Hirn einfach besser geeignet für diese Gesellschaft, für diese moderne Zivilisation.

Ich mache einen auf Aussteiger, werde enge Freunde sehr vorsichtig auswählen langfristig (bisher kann ich nur sagen, Menschen mit ADHS und anderen marginalisierten Menschen kann man eher trauen, neurotypischen Menschen NUR wenn sie auch mal selbst massiv Probleme gehabt haben. Meine alten Freunde von früher, die in der Zeit als ich krank war Familien gegründet haben, sind total penibel geworden, der kleinste Streit ist Ihnen zu viel, selbst wenn man sich zurückgehalten hat und das ist einfach…. Mir fehlen die Worte. Da ist eine jahrzehntealte Freundschaft beendet worden, quasi wegen einem lächerlichen Streit von (vielleicht 15 bis 30 Minuten) der mir so unwichtig war, dass ich den Inhalt nicht mal mehr weiß. Auf solche Freunde verzichte ich in Zukunft. Neurotypische Menschen, die selber mal Probleme gehabt haben (lernt man in der Psychiatrie kennen, heidewitzka, hört man da üble Schicksale, jaja, nene, Krankheiten, Pillen rein und gut) sind deutlich angenehmer im Umgang und pissen sich nicht wegen irgendwelchen Kleinigkeiten an.

Ahjo, das noch: Zu Deinen Depressionen. Mach doch Folgendes, verbessere diese Sachen wenn noch nicht geschehen und DANN erst Antidepressiva oder ADHS-Medikamente nehmen:

  1. Vitamin D nehmen oder in die Sonne gehen
  2. Gesund und ausgewogen ernähren
  3. Bewegen, am besten sportlich, halbe Stunde joggen alle zwei Tage reicht
  4. Positive soziale Interaktionen haben wo man KEINE Belastung für jemanden ist
  5. Natürlich auch berufliche Situation checken: Ist der Job den Du hast zufriedenstellend? Menschen ohne ADHS stecken es wesentlich besser weg unerfüllende Arbeit zu verrichten.

Die meisten vernachlässigen diese Sachen zumindest teilweise. Ist auch nicht einfach sowas in nem depressiven Kopf anzugehen, daher vielleicht langsam: Erst nur Joggen anfangen und Vitamin D nehmen und schauen ob’s besser wird und tendenziell immer versuchen optimistisch zu sein! Ist auch schwer depressiv, aber geht mit der Zeit immer besser.
An Deiner Stelle würde ich auch was an Deinem Selbstwertgefühl arbeiten. Da brauchst Du keinen Psychotherapeuten für. Der versteht mit seinem 1,0-Abi, Studium und Zusatzausbildung als Psychotherapeut, Leben in Wohlstand ohne große Probleme eh nicht was Dein Problem wirklich ausmacht. Das kann man sich nicht anlesen sowas.

Ist lang geworden. Falls Du gelesen hast: Bitte nimm’s Dir zu Herzen. Mir tut’s echt in der Seele weh online alle diese Menschen mit ADHS zu sehen, die glauben sie haben ne Krankheit und die damit kämpfen.

Übrigens: Ohne ADHS-Medikamente ist das potenzielle Glück was man erleben kann größer. ADHS-Medikamente helfen meiner Meinung nach bei Problemen wie Depressionen, weil man sich besser ablenken kann, aber sie haben einen Preis. Ich nehme keine wenn’s nicht sein muss (Bei mir aktuell nur wenn mich was richtig aufregt oder runterzieht und ich nicht davon runterkomme und auch nur selten oder bei Traumaproblemen). Sonst GENIEßE ich mein ADHS. Muss furzlangweilig sein mit so einem neurotypischen Hirn.

Chapeau, mach’s jut!

Check mal meine Antwort auf User Juilbombom. Da kannste lesen warum das keine Krankheit ist. IST KEINE KRANKHEIT, NIE IM LEBEN!

Hammer Antwort, ganz genau so ist es. 55 Jahre Erfahrung sprechen da. Das kann einem kein Psychiater beibringen sowas, vor allem nicht mit Medikamenten. Für alle die jünger sind und das hier lesen: Hört lieber auf Menschen wie @Perfekter_Chaot , Menschen die selber ADHS haben und ein Leben lang an Erfahrung haben. Die kennen sich aus. Nicht neurotypische Menschen auch wenn es wissenschaftliche Forscher sind.

Ich bin erst 41 Jahre und ich habe es auch erst jetzt verstanden. Ich bin auf brutale Art und Weise auf die Fresse gefallen. Ich hab’s fast nicht überlebt. Jetzt hab ich verstanden, dass das alles mit ADHS zusammenhängt, aber ich es anders machen kann wenn ich mich anders verhalte und mein Leben so einrichte, dass es zu mir passt.

Ich will demnächst unbedingt meine Erfahrung mit meiner Depersonalisation, meiner Erkrankung und meinen Rückschlüssen daraus auf ADHS einem breiteren Publikum (vor allem Menschen mit ADHS die Probleme haben) bekannt machen, weil man glaub ich daraus viel lernen kann.

Ich finde der Neurodiversitäts-Gedanke sollte sich zu einer echten BEWEGUNG auswachsen.
Die Lehrmeinung der aktuellen ADHS-Forschung ist GIFT für junge Menschen mit ADHS, die suggestibel sind und leichtgläubig.
Die moderne neurobiologische ADHS-Forschung wenn man sich die mal genauer anschaut hat was gemein mit Schädelmessungen im dritten Reich. Da werden die Unterschiede zwischen dem ADHS-Hirn und dem “gesunden normalen” Hirn untersucht und das ADHS-Hirn als abartig und krank klassifiziert. Es ist echt unglaublich wie oft Worte wie defizitär und dysfunktional mit Eigenarten des ADHS-Hirns in Verbindung gebracht werden in wissenschaftlichen Texten. Völlig losgelöst von jeder objektiven Vernunft. Psychische Erkrankungen werden “Komorbiditäten” genannt, weil ADHS selbstverständlich schon eine Krankheit sei und diese Komorbiditäten wären einfach eine Folge von unbehandeltem ADHS. Und dann kann man online hier auf dem Forum und auch andernorts (Reddit) überall lesen wie vor allem junge Menschen mit ADHS daran verzweifeln, dass sie eine unheilbare Krankheit in ihrem Kopf haben und diese Menschen fangen an sich selbst zu hassen und fangen an Selbstmord zu idealisieren. Die glauben die sind depressiv oder haben andere psychische Probleme alleine weil sie ADHS haben.
Das macht mich echt extrem wütend was da abgeht! Ich hatte ja keine Ahnung, wie ADHS gesehen wird bevor ich mich mal schlau gemacht habe. Das ist tatsächlich schädlich für Menschen mit ADHS dieses Bild der “Wissenschaft”.
Wir älteren sind meist nie diagnostiziert worden, haben keine Medikamente genommen und haben viel Erfahrung damit, wie man selber seinen Weg findet (oder auch nicht und können sagen was man vermeiden sollte).

Es wäre glaube ich wirklich mal an der Zeit, dass Menschen mit ADHS selber zu Wort kommen und Ihre Meinung zu ADHS kundtun, vor allem die Älteren mit Erfahrung. Das Problem ist: In dieser bildungselitären Gesellschaft wird man ohne Uniabschluss nicht Ernst genommen. Gleichzeitig hat kaum jemand mit ADHS einen entsprechenden Abschluss und kann in der Forschung mitmischen.

Ich will etwas ändern. Ich werde ein “Manifest” schreiben, mein Bild davon was ADHS ist und ein Aufruf Widerstand zu leisten und was zu ändern. Ich nenne es das “EDEL” oder “EDEN” Manifest. ADHS ist als Bezeichnung schon als ob man uns Neger nennt. ADHS als Begriff geht gar nicht. AufmerksamkeitsDEFIZIT, HYPERaktivität, SYNDROM. Ich hab kein Aufmerksamkeitsdefizit, meine Aufmerksamkeit hat ja keine Lücken, mit irgendwas ist die schon immer beschäftigt. Ich bin nicht hyperaktiv, ich bin normal aktiv, dass ist auch etwas was sich in der Forschung wie ein roter Faden durch die Studien zieht: Ständig ist irgendwas hyper oder über, z.B. überemotional, überimpulsiv, da kriege ich das Kotzen wenn ich das lese.
ADHS soll abgesetzt werden als Begriff durch einen augenzwinkernd positiveren Ausdruck, entweder EDEL (Energie durch Emotionen Lebensgefühl), dezidiert als Neurotyp klassifiziert oder direkt EDEN (Energie durch Emotionen Neurotyp).
Ich mach ne Website und launche das ganze in den nächsten Monaten hoffentlich (bin schon seit Ewigkeiten am rumschreiben, überlegen wie, an wen gerichtet, wie argumentiert, ich lauf mir hier die Fußsohlen in meiner Wohnung wund (ungelogen, musste Ibuprofen nehmen für ein paar Tage und meine Füße schonen) während ich in Hyperfokussen mein Hirn damit beschäftige). Ich weiß wie man das verargumentieren kann, dass das erstens jeder verstehen kann auch ohne Uni-Abschluss (wichtig damit das bei allen Menschen mit ADHS auch ankommt die keine akademische Ausbildung haben) und trotzdem einen Anspruch auf Gültigkeit behaupten kann ohne nach wissenschaftlicher anerkannten Methoden zu arbeiten. (Ich habe mich jahrelang mit Philosophie und Objektivität und dergleichen auseinandergesetzt, es gibt erstens mehr als nur die “rational”-wissenschaftliche Perspektive und zweitens wird in der aktuellen ADHS-Forschung auch ziemlich lapidar einfach in Worten das interpretiert was die Messdaten so ausspucken, durchsetzt von wirklich lächerlichen Wiederholungen des immer gleichen Mantras mit kaum verstecktem offensichtlichen Hintergrund, dass Ansprüchen der modernen Gesellschaft entsprechen zu können das Maß aller Dinge in der aktuellen Forschung ist um ein Gehirn als gesund oder krankhaft zu klassifizieren. Lächerlich.

Ich bereite was vor, ne Website, ein EDEL bzw EDEN Logo, vielleicht einen YouTube-Kanal, ein Podcast, und evtl eine Seite auf der andere Menschen außer ich mit ADHS ihre Erfahrungen und Ansichten zu ADHS teilen. Hast Du vielleicht Lust dazu was zu Deiner Lebenserfahrung mit ADHS zu schreiben? Du schreibst sehr gut, verständlich und ich denke es wäre ne gute Idee jüngeren Menschen eine Alternative zu bieten abgesehen von dieser “Ich hab eine Störung und werd nie wieder klarkommen!”-Sicht? Quasi eine Hilfe von Menschen MIT ADHS für Menschen mit ADHS, unsere Stimme wird viel zu wenig gehört in der ganzen Diskussion.

Hallo,

ADHS stirbt nicht aus. Soweit ich weiß kriegen Menschen mit ADHS überrepräsentativ mehr Kinder, u. a. wegen der Impulsivität.

Leider wachsen auch überrepräsentativ viele Kinder von ADHSler/innen ohne beide Eltern auf. Viele ADHS-ler haben wenig Probleme, Partner zu finden, wohl aber, Partnerschaften zu halten.

Zwar gibt es auch viele Leute, bei denen es durch ihre ADHS nicht zu einer Partnerschaft oder jedenfalls einer Elternschaft kommt, aber soweit ich weiß wird dies durch den oben beschriebenen gegenteiligen Effekt mehr als ausgeglichen.

Zu deinen anderen Punkten: Man kann selbstverständlich auch ohne Zeugnisse eine Diagnose bekommen.

Und ob man sein Leben genießt oder nicht hat nichts mit Medikamenten zu tun. Ich genieße mein Leben viel mehr, seit ich ADHS-Medikamente nehme. Falls irgendwer dir erzählt hat, ADHS- Medikamente würden die Emotionen einschränken, das stimmt nicht.

Ich bin, seit ich Medikamente nehme, ausgeglichener und zufriedener.

Nicht dass ich dir die Medikamente aufschwatzen will, das ist ja deine Sache.

KI wird oft überschätzt.

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Ich bin ja mehr und mehr der Meinung, dass wir die nächste Stufe der Evolution sind.

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