Du meinst Du könntest ohne Emotionen hyperaktiv sein? Ich wette Du warst in Deinem Leben seltenst irgendwann mal völlig emotionslos. Ich habe Depersonalisation erlebt über 13 Jahre. Da ist von den Emotionen die Hyperaktivität auslösen gar nichts mehr übrig. Du würdest Dich wahrscheinlich wundern wie viele Emotionen Du in einem Moment hast die Dir gar nicht bewusst sind wenn Du mal Depersonalisation erlebst. Ich bin zu 100% überzeugt, dass Depersonalisation ADHS quasi abschaltet, die Symptomatik verschwindet mit Emotionen. Depersonalisation fühlt sich an als ob man nicht richtig da wär, man erlebt alles unterkühlt, man hat kein Interesse an anderen Menschen oder sich selbst (habe wie ein Messie gelebt, Hygiene vernachlässigt, jetzt 8 Zähne ziehen lassen wegen mangelnder Zahnhygiene, hat mich alles nicht gestört im Zustand der Depersonalisation, da war meine Logik: Ich nutze einfach die Zähne die ich habe ab, bis ich die Dritten bekomme. Hab jetzt die Notbremse gezogen und bin mitten im Zahnarzt-/Kieferchirurgen-Marathon). Man lebt für NICHTS, plant nicht voraus, man hat gar keine Richtung oder Interesse daran ob man mit dem eigenen Leben zufrieden ist und macht NICHTS dafür, dass sich was ändert, weil einen kaum etwas stört. Da Du ja Depressionen hast: Stell Dir vor keine Glücksgefühle wie bei schwerer Depression, aber auch nicht die negativen Emotionen von Depressionen. Einfach leer. DAS ist emotionslos. Das kann man sich nicht vorstellen was das heißt wenn man das nicht mal erlebt hat. Seit dem ich das überwunden habe fühlt sich JEDER Moment den ich lebe sooo… lebendig an. Es gibt keine Momente in denen ich nichts fühle. Das wäre anders, ich weiß wie. Ich gehe davon aus das bei JEDEM Menschen mit ADHS Emotionen der Antrieb sind. Einige neuere Forschung die ADHS auch nicht als Krankheit betrachtet habe ich gefunden, die in diese gleiche Richtung geht. ADHS ist einfach komplett Emotionsgetrieben. Es wird HOFFENTLICH einen Paradigmen-Wechsel in der ADHS-Forschung geben.
Das ist keine Krankheit. Ich habe das GEWUSST nachdem sich die Depersonalisation bei mir gelöst hat, dass was “emotionale Dysregulation” genannt wird kein problematisches Symptom von ADHS ist, sondern der Antrieb, der Motor von jedem Menschen mit ADHS. Der war bei mir 13 JAHRE LANG komplett aus und ist bei mir in einem einzigen Moment wieder angesprungen. Von einer auf die andere Sekunde hatte ich alle ADHS Symptome wieder und NEIN, die sind nicht problematisch.
Das darf man sich nicht einreden lassen, da macht man sich nur selber bekloppt mit, wenn man ständig seine Symptome beobachtet. Das ist kontraproduktiv dafür, wie man mit ADHS leben sollte: Im Moment und quasi auf halbem Autopilot die ganze Zeit alles direkt ausleben! Glaub mir, das kann man lernen, wenn man es noch nicht macht und das hilft. Selbstwertgefühl reparieren (das ist ja bei den meisten gestört mit ADHS, war bei mir auch) und dann ein bisschen drauf scheißen was Andere so von einem ständig erwarten. Die sollen mich akzeptieren wie ich bin sonst such ich mir andere soziale Kontakte. Meine Familie hat mit mir auch was durchgemacht, aber die zeigen mir aktuell sowas von die kalte Schulter und wenig Verständnis, dass das für mich aktuell grad etwas sekundär ist (bis auf meine Mama, die muss sich 13 Jahre lang furchtbare Sorgen gemacht haben, das tut mir Leid, der Rest der Familie hat mich in 13 Jahren vergessen und hält mich für irre oder so). Meine Familie ist aber auch speziell, EXTREM frustrierend und zieht mich regelmäßig runter, dass ich nicht wieder normal mit denen reden kann wie VOR meiner “Erkrankung”.
Ich habe in der Vergangenheit auch so meine Probleme gehabt mit Selbstwertgefühl (Kindheitstrauma), sozialen Ängsten, Depressionen, Psychose, Wahnvorstellungen, Depersonalisation, ich habe selber quasi fast alles durch. Und jetzt? Nehme ich keine ADHS-Medikamente und mir geht es bis auf einige Traumafolgen hier und da SUPER. Ich brauch fast nix mehr um gute Laune zu kriegen. Wenn man so viel scheiße erlebt hat, kann man sich einfach daran erfreuen wie friedlich und ruhig der generelle ADHS-Zustand ist, wenn man nicht noch zusätzlich Wahnvorstellungen hat! Überhaupt mal wieder Glücksgefühle haben nach 13 Jahren OHNE, ich brauch kein Luxusleben, Karriere, viel Geld, massenhaft positive soziale Interaktionen (daran arbeite ich, suche mir Freunde mit ADHS, die verstehen mich besser, kann ich nur empfehlen, neurotypische Menschen sind meistens anstrengend, findet man z.B. auf Techno-Parties, meine Generation hat ja meist keine “offizielle” Diagnose, aber die meisten mit ADHS wissen das grob, dass sie das wahrscheinlich haben, machen sich aber keine weiteren Gedanken darum. Ich habe auch keine offizielle Diagnose, hab meiner Psychiaterin bei meinem letzten Termin gesagt, dass mit Ihrer Diagnostik nicht einverstanden bin und daraufhin hat sie ADHS-Test verweigert. Top. Professionell. Ich werde in Deutschland eh schwer eine Diagnose kriegen, weil man hier z.B. Grundschulzeugnisse und dergleichen zeigen muss. Ich habe in der Schule wenn ich wollte nur Einsen geschrieben. Ohne Anzugeben, aber mit IQ von 130 und Hochbegabung fällt man schonmal direkt durchs Raster bei den bekloppten Psychiatern. Da hat man nicht immer die typischen Probleme. Schule war lächerlich einfach. Uni-Studium hab ich 4-mal verkackt und nach 13 Jahren extremer psychischer “Krankheit” habe ich mit 41 Jahren keine Ausbildung.).
Ich weiß von meinem ADHS auch erst quasi seit Kurzem. Wie viele ältere Menschen mit ADHS (bin 41) habe ich keine Diagnose erhalten und bin nur immer mal wieder von anderen darauf hingewiesen worden, ich habe doch bestimmt ADHS oder ich sei ja total hyperaktiv. 13 Jahre lang hab ich mich immer wieder gefragt, wo ist denn diese Hyperaktivität hin? Muss wohl älter geworden sein. Denkste! Fehldiagnostiziert beim Psychiater, Depersonalisation nicht erkannt oder behandelt worden (neben 3 weiteren Fehldiagnosen, nämlich Angststörung (statt eigentlich dissoziativer Psychose), Schizophrenie (auch statt eigentlich dissoziativer Psychose) und bipolare Störung (beliebte Fehldiagnose, kriegen viele die wegen anderer Probleme länger in Behandlung sind zusätzlich irgendwann angedichtet.). Hier mal ein Artikel zu Diagnostik in der psychiatrischen Behandlung. Das ist echt erschreckend was da abgeht. Psychiatrie - Der verirrte Blick in die Seele - Wissen - SZ.de
Meiner Meinung nach ist die komplette psychiatrische Behandlung im Westen völlig daneben. Das psychiatrische Fachpersonal ist lächerlich inkompetent. Denen glaub ich kein Wort mehr. Ich glaube mittlerweile auch, dass ein Großteil der psychiatrischen Forschung totaler Mummpitz ist, vor allem bei ADHS.
ADS und wie heißt die andere “Unterart” ADHS-HI? halte ich nach Recherche auch für Quatsch und ist auch nicht unumstritten, meiner Meinung nach ist das Spektrum für ADHS gar nicht so groß, es gibt nicht so viele Unterschiede zwischen ADHS-Hirnen, u.a. auch merklich bei ADS zu ADHS Vergleichen, da unterscheiden sich nur Hirnaktivität und in einigen Hirnarealen ausgeprägtere graue Substanz, alles erklärbar durch z.B. “Komorbiditäten”, die bei ADS häufiger sind, es GIBT kein ADS). Ansonsten sind ADS-Hirn und ADHS-Hirn identisch in Ihren Abweichungen vom “Norm”-Hirn (was für ein Witz, dass man da ein Hirn als Standard festlegt. Psychiater sind der TÜV der Natur. Das ADHS-Hirn hat sich demnach irgendwie trotz 300.000 Evolution des modernen Menschen als genetische Störung behauptet unter der etwa 5% der Menschheit “leidet”. Ernsthaft? Wie soll denn so eine Störung nicht schon lange durch Evolution eliminiert worden sein??? ADHS löst ja angeblich laut verbreiteter Lehrmeinung wenn es unbehandelt bleibt Depressionen, Angststörungen und auch Depersonalisation aus. DAS IST SO EIN SCHWACHSINN, DAS STIMMT NIE IM LEBEN. Das hätte sich evolutionär schon lange erledigt mit ADHS, wenn das an sich so ein Riesenproblem wäre.
Ich habe in KI gezielt nach alternativer Forschung gesucht, die mehr in Richtung Neurodiversitäts-Gedanken geht und meine Sicht unterstützt und bin fündig geworden. Es GIBT Forschung, die das langsam ähnlich sieht sieht wie ich und ich halte diese für im Kern für richtig auch wenn hier immer noch teils Mummpitz behauptet wird.
Hier ist was die KI zusammenfasst:
4. Emotionale Intensität als Aktivierungstreiber – nicht als Symptom
Ein faszinierender Forschungstrend interpretiert die erhöhte emotionale Intensität bei ADHS nicht mehr als Dysregulation, sondern als alternativer Aktivierungsmodus:
Neue Sichtweise: Menschen mit ADHS haben nicht eine „fehlerhafte“ emotionale Intensität, sondern:
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Emotionale Reize werden mit höherer Salienz (Bedeutsamkeit) gewichtet
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Das emotionale System überträgt schneller Signale zur Aktivierung an den Rest des Gehirns
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Dies ist eigentlich ein funktionales Merkmal – unter den richtigen Bedingungen
Das stimmt zu 100% für jeden der ADHS hat, glaub mir! Wenn Du Dich bekloppt machst, dass Du eine Krankheit hast mit ADHS dann kommst Du nie auf nen grünen Zweig, weil Du Deinen allgemeinen Zustand als problematisch siehst und glaubst Du könntest damit nicht klar kommen.
Ich glaube auch mittlerweile (meine Ansicht entwickelt sich derzeit und ich informiere mich), dass diejenigen die der Meinung sind die psychischen Zustände und Probleme von Menschen wie ADHS, Depressionen, Angststörung oder Schizophrenie sollten nicht als “Krankheiten” bezeichnet werden. Krankheiten sind ausgelöst durch Bakterien, Viren oder genetisch bedingt. Nicht mal Schizophrenie ist (was aber viele denken) rein genetisch bedingt, es gibt nur “genetische Prädispositionen” (kann mir schon so langsam vorstellen was diese genetische Prädispositionen wahrscheinlich heißen => emotionale Sensibilität, mit ADHS ist man ja auch z.B. anfälliger für Schizophrenie => gemeinsame genetische Prädispositionen).
Das sind keine Krankheiten, die man behandelt wie eine Grippe. Pillen nehmen und gut ist. (Manchmal muss man Pillen nehmen, ich z.B. brauche Neuroleptika sonst werde ich irre, tja, scheiße, aber Pillen nehmen sollte nicht alles sein). Depressionen haben meiner Meinung nach eine Ursache, die man psychoanalytisch ausmachen kann. Psychoanalyse ist irgendwie tot: Meine eigene psychische “Krankheits”-Geschichte habe ich jetzt nachdem ich meinen Verstand zurück bekommen habe (Gott sei Dank! Naja, Gott gibt’s nicht, war an gottlosen Orten mental, da gibt’s keine gerechte Instanz auf höherer Ebene, die aufpasst dass niemandem ungerechtes Leid wiederfährt, aber ich schweif wieder ab…) analysiert.
Vielleicht nicht nach wissenschaftlichen “Standards”, vor allem durch ehrliche Selbstreflektion, teilweise Informierung online und mit KI (toll, ich kann den Inhalt wissenschaftlicher Studien die sonst hinter einer Paywall sind oder gänzlich nicht verfügbar für Nicht-Forscher abfragen mit einfacher Sprache ohne erst ein Studium zu absolvieren, KI ist echt ein mächtiges Tool) und vor allem Berücksichtigung der emotionalen Komponente, die im “wissenschaftlich-rationalen” Umgang meist total unter den Tisch fällt.
Z.B.: Ich bin mir jetzt zu 100% sicher, dass nicht nur MEIN Kindheitstrauma, sondern wahrscheinlich bei den meisten Psychosen Kindheitstraumata oder zumindest irgendwelche Traumata mit Selbstwertgefühlproblemen der ursprüngliche Auslöser für diese sind. Das ist einfach emotional zu naheliegend: Psychotische Ängste sind sowas von offensichtlich Probleme mit dem Selbstwertgefühl! Das weiß ich, weil ich psychotische Ängste und Probleme mit dem Selbstwertgefühl aus der Kindheit KENNE. Ich hab da nicht nur von gelesen wie die Psychiater!
Also meiner Meinung nach haben ALLE die ne Psychose kriegen ein Trauma wegen welchem sie psychotisch werden, egal was bei der Psychose nachher rauskommt (Nichts weiter, Schizophrenie, dissoziative Psychose mit Wahnsinn wie bei mir). Wahrscheinlich sind bestimmte Drogen dann der Auslöser (wie bei mir und fast jedem den ich in der Psychiatrie gefragt habe) für die Psychose (in einem Moment in dem traumatische Ereignisse aus der Vergangenheit Selbstwertgefühlprobleme auslösen, wie bei mir).
Die meisten haben gekifft und nicht nur das: wenn man die fragt WARUM bist Du psychotisch geworden, sagen die meisten Cannabis. Wenn man danach sucht online, macht die Forschung Folgendes: Die fragen psychotische Menschen einfach OB sie Cannabis konsumiert haben. Wahrscheinlich kriegen die nicht sonderlich ehrliche Antworten (psychotische Menschen sind schwierig im Umgang) und daher wird Cannabis als Auslöser unterschätzt (so um die 40% oder so sollen Cannabis konsumiert haben, lächerlich, Dunkelziffer ist viel höher). Die sollten mal die psychotischen Menschen fragen WARUM sie glauben, dass sie psychotisch geworden sind. Die sagen nicht, jooo, also ich hab auch Cannabis konsumiert damals. Ne, die sagen, ich bin WEGEN Cannabis psychotisch geworden. Die WISSEN das. Werden aber größtenteils nicht Ernst genommen oder überhaupt gefragt.
So viel zu psychiatrische Behandlung. Bist Du Dir sicher, dass Du auf die wissenschaftlich-rationale Methode bei der Behandlung Deines ADHS und Depressionen setzen willst? Es gibt auch sowas wie Psychoanalyse. Freud, Lacan…. Das wird heute nicht mehr gemacht soweit ich weiß, aber psychoanalytische Ansätze haben meiner Meinung nach ein viel tieferes Verständnis für die eigentlichen Ursachen von psychischen Problemen als uninspiriert rein “rational-wissenschaftlich” vorzugehen. Psychoanalytiker wie Lacan haben früher die Anerkennung von Psychoanalyse als wissenschaftliche Disziplin verlangt. Wären sie doch erfolgreich gewesen, dann hätte man eine wesentlich gründlichere Ursachenforschung an der Hand zur Behandlung von Patienten! Mir persönlich hat meine (wiederholte) Aufarbeitung meines Kindheitstraumas und mein Umgang jetzt mit meinem Selbstwertgefühl (ich bemitleide mich wenn’s sein muss, gönn mir was wenn’s mir nicht so gut geht, versuche Verständnis für mich zu haben, verfluche diese ungerechte Welt, etc pp, singe, lebe meine Emotionen aus, “DAS HAB ICH NICHT VERDIENT”), das hilft ENORM.
Zu Deinen Depressionen. Bei Depressionen würde ich bevor ich Pillen nehme erstmal alles in die Wege leiten um mein Leben so anzupassen, dass ich darin glücklicher sein kann. Es gibt garantiert ne andere Ursache für Deine Depressionen als “Ist ne Folge von ADHS, kann man nichts machen”. Bei Dir klingt durch, dass Du auch Selbstwertgefühlprobleme hast. Du siehst Dich als PROBLEM für Deine Familie. Meine Familie hat garantiert in meinem Fall auch darunter gelitten, dass ich Probleme hatte und ich war ein Problem. Das heißt aber nicht, dass Du das Schuld bist und Du Dir das anlasten musst, dass Du ein PROBLEM bist. Ein Mensch ist nicht einfach ein Problem. Da fühlt man sich doch minderwertig wenn man sich ständig als ein Problem mit seinem ADHS für andere Menschen fühlt.
Also meine Probleme sind auch auf ADHS zurück zu führen. (Zwei Brüder mit sehr ähnlichem Kindheitstrauma wie ich haben ohne ADHS weniger Probleme bekommen. Sagt einer der Brüder mir auch: Du hast damit ja größere Probleme gehabt. Tja, ADHS. Aber es liegt nicht am ADHS selbst, sondern an den Erlebnissen in der Kindheit, die ich MIT ADHS schlechter verkraftet habe.)
Wenn Du mal Dein Leben durchgehst und Du Dich ständig nur als Problem für Andere in der Vergangenheit gesehen hast, dann frag Dich mal: Sind vielleicht die Lebensumstände in der modernen Gesellschaft mit seinen eigentlich unnatürlichen angelernten gesellschaftlichen Konventionen für Menschen mit ADHS nicht kompatibel? In der Steinzeit hatte man bestimmt nicht so viel zu organisieren oder Verhaltensregeln an die man sich halten muss und die Stärken von ADHS (Kreative Vorstellungskraft meiner Meinung nach) haben evolutionär dafür gesorgt dass ADHS bestehen geblieben ist.
Ich gehe auch davon aus, dass ADHS schon seit längerem ausstirbt. Viele mit ADHS die ich kenne, haben und werden keine Kinder kriegen. Wenn man sich überlegt wie schwierig gesellschaftliche Konventionen und Lebensumstände in der Vergangenheit waren (Meine Fresse, diese uralte “Kinder wie Erwachsene” behandeln und disziplinieren mit Gewalt (Ich hab’s auch ein bisschen noch abgekriegt, Disziplin und Ordnung standen bei meiner “Erziehung” im Fokus)), dann denke ich dass Menschen mit ADHS schon LANGE nicht mehr zurecht kommen in der Gesellschaft. Also kriegen Menschen mit ADHS wahrscheinlich schon länger eher weniger Kinder oder? Das ist die nächste Stufe der Evolution in der Menschheitsgeschichte. Die Gesellschaft wird neurotypisch optimiert bleiben, da ändert sich nicht drastisch was glaub ich. Mal schauen, aber ich sehe eher schwarz. Wir sterben aus. Andere neurodivergente Menschen wahrscheinlich auch. Wer weiß seit wann “neurotypische” Menschen überhaupt erst in der Mehrzahl sind? Vielleicht war das mal ausgeglichener. Die sind mit ihrem Hirn einfach besser geeignet für diese Gesellschaft, für diese moderne Zivilisation.
Ich mache einen auf Aussteiger, werde enge Freunde sehr vorsichtig auswählen langfristig (bisher kann ich nur sagen, Menschen mit ADHS und anderen marginalisierten Menschen kann man eher trauen, neurotypischen Menschen NUR wenn sie auch mal selbst massiv Probleme gehabt haben. Meine alten Freunde von früher, die in der Zeit als ich krank war Familien gegründet haben, sind total penibel geworden, der kleinste Streit ist Ihnen zu viel, selbst wenn man sich zurückgehalten hat und das ist einfach…. Mir fehlen die Worte. Da ist eine jahrzehntealte Freundschaft beendet worden, quasi wegen einem lächerlichen Streit von (vielleicht 15 bis 30 Minuten) der mir so unwichtig war, dass ich den Inhalt nicht mal mehr weiß. Auf solche Freunde verzichte ich in Zukunft. Neurotypische Menschen, die selber mal Probleme gehabt haben (lernt man in der Psychiatrie kennen, heidewitzka, hört man da üble Schicksale, jaja, nene, Krankheiten, Pillen rein und gut) sind deutlich angenehmer im Umgang und pissen sich nicht wegen irgendwelchen Kleinigkeiten an.
Ahjo, das noch: Zu Deinen Depressionen. Mach doch Folgendes, verbessere diese Sachen wenn noch nicht geschehen und DANN erst Antidepressiva oder ADHS-Medikamente nehmen:
- Vitamin D nehmen oder in die Sonne gehen
- Gesund und ausgewogen ernähren
- Bewegen, am besten sportlich, halbe Stunde joggen alle zwei Tage reicht
- Positive soziale Interaktionen haben wo man KEINE Belastung für jemanden ist
- Natürlich auch berufliche Situation checken: Ist der Job den Du hast zufriedenstellend? Menschen ohne ADHS stecken es wesentlich besser weg unerfüllende Arbeit zu verrichten.
Die meisten vernachlässigen diese Sachen zumindest teilweise. Ist auch nicht einfach sowas in nem depressiven Kopf anzugehen, daher vielleicht langsam: Erst nur Joggen anfangen und Vitamin D nehmen und schauen ob’s besser wird und tendenziell immer versuchen optimistisch zu sein! Ist auch schwer depressiv, aber geht mit der Zeit immer besser.
An Deiner Stelle würde ich auch was an Deinem Selbstwertgefühl arbeiten. Da brauchst Du keinen Psychotherapeuten für. Der versteht mit seinem 1,0-Abi, Studium und Zusatzausbildung als Psychotherapeut, Leben in Wohlstand ohne große Probleme eh nicht was Dein Problem wirklich ausmacht. Das kann man sich nicht anlesen sowas.
Ist lang geworden. Falls Du gelesen hast: Bitte nimm’s Dir zu Herzen. Mir tut’s echt in der Seele weh online alle diese Menschen mit ADHS zu sehen, die glauben sie haben ne Krankheit und die damit kämpfen.
Übrigens: Ohne ADHS-Medikamente ist das potenzielle Glück was man erleben kann größer. ADHS-Medikamente helfen meiner Meinung nach bei Problemen wie Depressionen, weil man sich besser ablenken kann, aber sie haben einen Preis. Ich nehme keine wenn’s nicht sein muss (Bei mir aktuell nur wenn mich was richtig aufregt oder runterzieht und ich nicht davon runterkomme und auch nur selten oder bei Traumaproblemen). Sonst GENIEßE ich mein ADHS. Muss furzlangweilig sein mit so einem neurotypischen Hirn.
Chapeau, mach’s jut!