ich habe als Kind im Alter von 10 Jahren damals ADHS diagnostiziert bekommen. Ich habe dann damals 3-4 Jahre Ritalin genommen laut meiner Mutter hatte dass auch auch ganz ok gewirkt, dann wurde das Medikament abgesetzt, da die Hyperaktivität besser wurde. Ich bin jetzt erwachsen 24 Jahre alt und die letzten 10 Jahre ganz gut ohne Medikamente klargekommen. Ich hatte 2020 einmal eine längere Phase massive Ängste habe dass aber mit Verhaltenstherapie in den Griff bekommen. Bis vor 3-4 Monate war soweit alles gut. Dann jedoch hat es angefangen dass ich massive Gedankenkreise bekommen habe, die extrem schwer zu durchbrechen sind (zb denke ich an was wird morgen auf der Arbeit passieren, dann an irgendein Lied was ich eben gehört habe, dann an eine Serienszene ect..). Es hört teilweise nicht auf und ich komme schwer zur Ruhe. Ich habe zudem Konzentrationsprobleme (hatte ich schon immer aber halt in letzter Zeit schlimmer) und grad Abends/Nachts bin ich viel durch die Wohnung am laufen und ich habe Probleme bis ich einschlafe wegen den net aufhörenden Gedankenkreisen. Zudem sind meine Ängste wieder schlimmer zurückgekehrt. Ich bin mir deshalb wieder einen Therapieplatz am suchen die Wartelisten sind nur ewig lang. Gleichzeitig suche ich auch einen Psychiater, da ich ja mal einen neue ADHS Diagnostik bräuchte und gegebenenfalls auch Medikamente. Nur einen Psychiater findet man aktuell gar nicht alle sind voll. Heißt ich bekomme solange erstmal keine ADHS Medis. Ich hab mich mal im Internet etwas schlau gemacht und habe dann ein paar Erfahrungsberichte bei ADHS mit Ängsten gelesen, wo Opipramol geholfen hat. Kann dass wer bestätigen ? Zu diesen massiven Gedankenkreisen hat dass auch wer wo ADHS diagnostiziert ist und ist es für euch auch so schwer zu Ruhe zu kommen ?
Ich bitte um einige Rückmeldungen und wünsche euch einen schönen Tag
Also ich habe eine Geschichte mit generalisierter Angststörung und Depressionen, Bezug zu evtl. ADS ist noch nicht geklärt. Ich habe auch ganz am Anfang, 2005 oder so, von meinem Hausarzt Opipramol bekommen, das ganz okay geholfen hat zunächst. In der psychiatrischen Klinik später haben sie dann fast mit den Augen gerollt, das Opi rausgeschmissen und mich auf Pregabador gegen die Angst (damals noch “Lyrica”) und Citalopram gegen die Depressionen eingestellt. Gerade mit ersterem bin ich sehr gut gefahren. Wirkung beginnt relativ schnell, meine ich mich zu erinnern, gerade bei anfänglich höherer Dosierung. Vorteil bei Pregabador ist, dass es grundsätzlich auch der Hausarzt verschreiben kann, weil es kein reines Psychopharmakon ist, sondern auch gegen Epilepsie verschrieben wird. Mit Opipramol bin ich nicht mal vom Hörensagen je wieder in Berührung gekommen.
Meine Mutter nimmt es gegen moderate Ängste. Verschrieben vom Hausarzt. Es scheint mir also eher so was wie das Notlösungs-Psychopharmakon der nicht spezialisierten Ärzte zu sein.
Ja danke für die Antwort. Ich weiß grundsätzlich werden ja gegen Ängste und Zwänge (die ich auch leicht hab in Form von zwängigen Gedanken) SSRI gegeben also Sertralin, Escitalopram und sowas. Das Problem ist halt die Medikamente sollen grad in den ersten 8 Wochen zum Teil starke Unruhe vermehrt als Nebenwirkung haben und ich bin ja als wahrscheinlicher ADHS Typ eh schon unruhig, was eher net so gut wäre. Deshalb bin ich im Internet halt auf Opipramol gestoßen. Pregabalin kenne ich auch vom Namen ich glaub dass ist das Medikament was du meinst. Pregabalin hat nur öfters auch einen leichten Abhängigkeitsfaktor von dem was ich so mitbekommen habe und soll ziemlich schwer abzusetzen sein. Wie lange hast du dass genommen und nimmst du dass immer noch ?
Pregabalin ist der Wirkstoff, Pregabador einer der Medikamentennamen. Ich nehme es seit 2012 nahezu durchgängig. Die Wirkung beginnt recht schnell, entsprechend lässt die Wirkung schnell nach, was dann natürlich Angst verstärken kann. Dementsprechend sollte es, wie jedes Psychopharmakon, nicht abrupt abgesetzt werden. Abhängig macht es aber nicht.
Ob Citalopram anfangs unruhiger macht, weiß ich nicht mehr. Bupropion wäre evtl. eine Alternative in dem Fall, das nehme ich mittlerweile statt Citalopram. War eine Idee des Psychiaters, da es auch bei ADHS (-Symptomen) ein wenig helfen soll. Kann ich nicht bestätigen, aber es macht mich persönlich auch nicht unruhig.
Opipramol hat mir zwei Mal quasi das Leben gerettet. Ohne Witz.. Ich hatte das erste Mal mit ca. 26 Jahren so eine massive Angststörung mit brutalen Zwangsgedanken, die einfach nicht verschwunden sind. Plötzlich aufpoppende Gewalttätige Bilder im Kopf, bei dem immer mein Kind tödlich verunglückt. Ich lebte eigentlich in permanenten Schockzustand. Ich wollte nicht mehr weiter leben..(Damals wusste weder ich noch die Ärzte, dass ich adhs habe) Ich bekam Opipramol und, wie ich schon sagte, das Zeugs hat wir wortwörtlich das Leben gerettet. Erst hatte ich ordentlich Nebenwirkungen. War total benommen wie ein Zombie, aber nur die ersten 10 Tage, wenn ich mich richtig erinnern kann. Aber danach war ich ein neuer Mensch! Leider nach ca. 6 Monaten kamen die Ängste wieder, aber ohne die extremen Zwangsgedanken. Ca. 15 Jahre später (vor ca 1,5 Jahren) hat extremer Stress die Zwangs-Angststörung wieder ausgelöst und ich habe wieder Opipramol genommen. Diesmal waren kaum Nebenwirkungen da und ich bin die Ängste wieder losgeworden. Also kann ich das Medikament empfehlen.