Ich bin ehrlich gesagt, nicht sicher, ob ich die richtige Spate für dieses Thema ausgesucht habe, wusste aber nicht wohin.
Dass Ernährung eine wichtige Rolle spielt, habe ich schon gelesen.
Nun habe ich aber gerade gelesen, dass das ADHS Gehirn noch mehr Omega 3 benötigt, als von anderen Menschen und wie wichtig das Omega 3 dafür ist, dass das Gehirn überhaupt Leistung erbringen kann. Auch dass die Allgemeinheit ansich schon viel zu wenig zu sich nimmt.
Da unser Gehirn ja zum Teil wohl viel mehr leisten muss, soll eine ausreichende Versorgung die Grundlage sein. Auch dafür, dass Medikamente ihre Wirkung richtig entfalten können/man diese umsetzen kann.
Ich habe mir den Text darüber hier durchgelesen, aber so richtig klar ist es mir nicht geworden. Nun bin ich irgenwie unsicher. Kennt sich jemand von euch damit aus und kann mir da genauere Infos geben? Oder hat jemand vielleicht schon Erfahrungen gemacht, hier durch Einnahme vor oder Nachteile gemerkt und würde darüber berichten?
Es tut sogar noch weitaus mehr als das! DHA kann allein 20–40 % der Fettsäuren bestimmter Membranphospholipide im Gehirn ausmachen , der obere Rand wird eher mit vernünftiger Supplementierung erreicht. Ich nehme insgesamt 4g reines Omega 3 am Tag. Nachteile gibt es quasi nicht egal ob mit oder ohne ADHS , zählt einfach zur Grundversorgung eines jeden Menschen
Mich würde z.B. interessieren, ob jemand glaubt schon Unterschiede bei der Wirkung von Medikamenten gespürt zu haben. Es gibt bestimmt Berichte , mir würden Erfahrungsberichte von anderen Leuten aber mehr helfen
Ich nehme auch welches. Allerdings hab ich das schon vor der Medikation genommen. Ich sehe subjektiv für mich keinen Unterschied, egal ob mit oder ohne Omega oder mit oder ohne MPH, ich bin allerdings auch jemand, der gut und viel substituiert, weil ich es für sinnvoll halte.
Da muss letzten Endes jede Person ihren eigenen Weg finden - aber grade bei den Fettsäuren kann es auch sehr sehr lange dauern, bis sich ein Mangel normalisiert und anpasst. Da wirst Du nichts erleben, das irgendwie plötzlich einsetzt sondern eher sich über Monate langsam aber sicher verbessert.
Hallo @Calinya , also so lange keine wissenschaftlichen Studien vorliegen die eindeutig beweisen das ein ADHS Gehirn mehr Omega Fettsäuren zum funktionieren benötigen würde als ein Gehirn von einem Normalo.
Würde ich persönlich Dir empfehlen das Du solche Behauptungen einfach am besten wieder vergisst.
Denn wie gesagt, solange solche Behauptungen nicht wissenschaftlich belegt worden sind, handelt es sich bei solchen Behauptungen sehr oft einfach nur um eine Geschäftsidee von sehr cleveren Geschäftsleuten, und die dann mit ihren Produkten sehr erfolgreich sind, und sehr viel Geld verdienen.
ich würde da auch eher für mehr Entspanntheit werben wollen
Ich frage mich immer, wie wir es evolutionär bis hier geschafft hätten, wenn wir all die teuren Supplemente tatsächlich bräuchten? Wir waren noch nie so gut mit Nahrungsmitteln versorgt wie heutzutage. Die meisten Mediziner raten auch dringend davon ab, pauschal irgendwas zu supplementieren. Wenn tatsächlich ein nachgewiesener Mangel vorliegt, ist das natürlich etwas anderes.
Bei Omega 3 machst du jetzt sicherlich nicht viel falsch (außer, dass du vielleicht unnötig viel Geld ausgibst), solange du das nicht übertreibst. Dass wir ausreichend Omega 3 brauchen, ist unstrittig. Aber grundsätzlich ist es doch immer noch am allergesündesten, sich einfach gut und ausgewogen zu ernähren
Wir leben erst seit einem Bruchteil der Evolution in diesen Verhältnissen und vor ALLEM die Nahrung hat sich stark verändert:
Jäger-und-Sammler-Ernährung: rund 288.000–290.000 Jahre, also etwa 96–97 % der Geschichte des Homo sapiens.
Landwirtschaftliche Ernährung: ungefähr 3–4 % der Geschichte.
Industriell geprägte Ernährung: etwa 0,05–0,07 % der Geschichte.
Die heutige westliche Ernährungsweise mit einem hohen Anteil an hochverarbeiteten Lebensmitteln existiert erst seit wenigen Jahrzehnten – das sind weniger als 0,03 % der Geschichte des Homo sapiens.
Vor allem in Bezug auf Omega 3 zu 6 Verhältnis wird das stark bemerkbar :
Früher (Jäger und Sammler): etwa 1:1 bis 4:1 (Omega-6 : Omega-3)
Heute in westlichen Industrieländern: häufig 10:1 bis 20:1, teilweise sogar 25:1 oder höher
Der Unterschied liegt vor allem daran, dass wir heute deutlich mehr Omega-6-reiche Lebensmittel essen, zum Beispiel:
Sonnenblumenöl
Maiskeimöl
Sojaöl
Fertigprodukte
Fleisch von Tieren, die überwiegend mit Getreide gefüttert werden
Früher war die Ernährung dagegen reich an:
Wildfleisch (mit höherem Omega-3-Gehalt)
Tierisches Fett
Organen (vor allem Leber und Herz)
Fettiger Wilfisch und Meeresfrüchten (je nach Region)
Vereinzelt Wildpflanzen
Nüssen und Samen in natürlicher Form
Wenn man sich so ernähren würde, brauchst du keinerlei Supplemente , nur funktioniert das eben preislich nicht für die meisten .
Ich möchte dir auch auf keinen Fall deine Supplemente ausreden, jeder wie er will. Ich kaufe mir von dem Geld halt lieber gute Lebensmittel, die schmecken dann auch noch gut
(Btw, natürlich meinte ich mit guter und ausgewogener Ernährung ja auch nicht unsere typisch westliche, industriell geprägte Ernährungsweise, ich dachte, das wäre selbsterklärend )
Ich nehme selber garnichts außer Omega 3 ( weil ich nicht an guten fettigen wildfisch komme) und versuche alles über die Ernährung zu decken, wofür ein Großteil meines studentengehalts draufgeht wollte damit nur sagen das vor allem heute Supplemente eine sinnvolle Ergänzung sein können da eben die Preise für hochqualitative Lebensmittel nicht für alle bezahlbar sind und sich unsere Ernährung gesellschaftlich so stark verändert hat. Dann lieber supplementieren als drauf zu verzichten
Das finde ich super! Vielleicht bin ich selbst da auch ein Stück weit die Ausnahme, weil mir gute Lebensmittel eben auch sehr viel wert sind - da sind wir Deutschen ja im europaweiten Vergleich wirklich extrem geizig und geben sehr wenig für Lebensmittel aus.
Dennoch hast du hiermit natürlich völlig recht:
Zumindest in Bezug auf Omega 3 sind die Lebensmittel, die man zur Bedarfsdeckung essen muss, tatsächlich recht hochpreisig, da verstehe ich dein Argument.
Mir war nur wichtig, auch mal noch eine Gegenstimme in die Runde zu werfen, weil mir Supplemente medial viiiiel zu sehr gehyped werden und ich das wirklich problematisch finde, weil in den meisten Fällen dringend davon abzuraten ist, pauschal zu supplementieren, solange kein Mangel festgestellt wurde. Und wie @AbrissBirne auch schon sagte, machen da vor allem die Hersteller sehr viel Geld mit, man selbst produziert meist einfach nur sehr teuren Pipi und hätte für das gleiche Geld Lebensmittel bekommen, die den tatsächlichen Bedarf wunderbar abgedeckt hätten.
(Und nur der Vollständigkeit halber: Natürlich gibt es auch Fälle, wo man unbedingt supplementieren sollte. Als Veganer B12 - keine Frage! Wer wenig an die Sonne kommt, Vitamin D - klar!)
Wobei ich da auch mal einhaken will und erwähnen möchte, dass inzwischen eigentlich alle Leute, ja auch Fleischfresser, B12 Supplementieren sollten. Vitamin B12 wird nicht von tierischen Zellen selbst produziert, sondern von Mikroorganismen, die im Darm von Tieren oder in der Natur vorkommen- da die meisten Tiere heute aber im Stall stehen, produzieren sie selber kaum noch B12. Ob ich jetzt der Kuh das B12 gebe, oder selber einfach als Kapsel nehme…
Ergo nehmen auch Carnivore weniger B12 zu sich, laufen jahrelang mit Mängeln rum weil sie nie ein Blutbild machen lassen, aber labern dann veganer voll iCh bRAuChE FleIScH WeGEn b12 !!!11!
Jeder Vegetarier und veganer, den ich kenne lässt Minimum 1x im Jahr ein Blutbild machen. Carnivore Menschen entweder nie, oder erst, wenn es ihnen wirklich schlecht geht. Mein freundlicher Rat hiermit an alle, lasst mal wieder eure Blutwerte checken (Vor allem der Ferritin Wert! Eisen!) Dann findet ihr nämlich auch genau raus, was ihr wirklich Supplementieren solltet.
Es gibt schon einige Untersuchungen dazu möchte ich auch hier anmerken. Ist ja nicht so, als ob die Forschung unendlich Geld hätte…man bräuchte zu so vielen (ADHS-)Themen Langzeitstudien, aber wer zahlt das? Ich möchte einmal auf diese Dissertation verweisen:
"[…] Eine Studie berichtet über
einen positiven Effekt der Nahrungsergänzung mit DHA und EPA bei Kindern
mit ADHS auf die Gesamtleistung im TOVA (Vaisman et al. 2008). Allerdings
beinhaltete dieser Gesamtwert nicht die Anzahl der Auslassungs- oder
Impulsfehler per se, sondern bezog sich auf die Reaktionszeit, die Varianz der
Reaktionszeit sowie die Veränderung der Leistung. Auch in der Studie von
Stevens et al. (2003) in der eine Verbesserung der Leistung im CTP nach einer Nahrungsergänzung mit DHA und EPA bei Kindern mit ADHS registriert wurde, bezog sich diese Verbesserung auf die gemessene Reaktionszeit. Hierbei handelt es sich jedoch eher um ein kognitives Leistungsmaß, als um
ein Kardinalsymptom der ADHS-Erkrankung.[…]
Omega 3 ist kein Wundermittel klar, aber versuchen kann man´s. Es könnte die kognitive Leistung verbessern.
Also ja meine Liebe @CirillaVonCintra , bis zu einem gewissen Grad gebe ich Dir mit Deiner Meinung Recht, aber eben nur „bis zu einem gewissen Grad“, und mehr nicht.
Denn Du hast Recht damit, dass man sogar heutzutage in unseren sogenanntem „westlichen Zivilisationen“, unter den Folgen einer sogenannten Mangelernährung leiden kann, und dass trotz einem Überangebot von Lebensmitteln!.
Und zwar einerseits weil sich viele von uns mit sogenanntem Junk Food ernähren, und weil es andererseits, in Wahrheit, auch kaum noch überhaupt möglich ist, um sich überhaupt noch sogenannt „gesund ernähren“ zu „können“.
Denn unsere Luft, Böden und Trinkgewässer sind mit Giftstoffen und Plastikmüll verseucht, genauso wie das auch unser aller Weltmeere betrifft.
Heisst: in Wahrheit ist sowas wie eine „gesunde Ernährung“, in Wirklichkeit nur noch ein Mythos!.
Und aber eben, trotzdem macht es absolut keinen Sinn wenn man „glaubt“, dass man dank einer nur möglichst hohen Dosis durch eine ausreichende „Multivitamin Supplementierung“, trotz allem auf unserer kaputten Erde, „gesund bleiben würde“.
P.s.
Sorry wenn ich hier vielleicht nicht zu den Leuten gehöre die ständig gute Laune verbreiten.
Aber ich bin nun mal nicht dumm, und ausserdem ein sehr realistischer Mensch, und welcher sich schon immer lieber an Fakten hält, statt an irgendwelche Mutmassungen zu „glauben“.
Es wäre genauso realistisch und vielleicht ein konstruktiveres Nutzen Deiner Zeit, wenn eine erfahrene Kochkünstlerin wie Du hier auf Deine 3 gesündestens Sommer-Rezepte im Forum verlinken würdest, die Du noch dazu so einladend bebildert hast. Kennen sicher noch nicht alle und offensichtlich gibt es hier ein paar neue Foodies mit Interesse an gutem Essen.
Jeder nach eigenem Geschmack, aber diese Rezepte findet man nur hier. Wie verseucht und kaputt vermeintlich alles ist, kann man auch überall sonst lesen. Dafür müsste man sich wirklich nicht hier beteiligen.
@Rodica1919 , Oh okay, also wenn das so ist, dann bin ich hier in diesem Thema definitiv weg, und übrigens, vielen herzlichen Dank für Deinen Sarkasmus mir gegenüber.
Sarkasmus als Zutat hat evtl. Deine Rejection Sensitivity hier gelesen. Ich meinte das völlig ironiefrei. Du kochst toll, ADHS-freundlich und gesund. Warum schreibst gerade Du hier, gesunde Ernährung sei ein Mythos? Warum nicht Deine Talente hier teilen, ggf. neben den Bedenken.
Gleichzeitig habe ich keine Lust, mich zu streiten. Ist ungesund. Da hilft auch kein Omega 3.