erst einmal zu mir,- ich bin 50 Jahre und komme aus Hamburg. Irgend wann hatte mal ein Arzt ADHS diagnostiziert und seid her werde ich medikamentös behandelt. Allerdings scheinen entweder die Medikamente nach so vielen Jahren nicht mehr zu richtig zu wirken oder das ADHS hat sich verschlimmert … Nun bin ich kein Arzt und kann das auch nur Schweer beurteilen. Ich merke eben nur, dass ich zunehmend immer mehr Probleme bekomme.
Nun dachte ich in meinem jugendlichem Leichtsinn, dass ich mir dann halt ne Selbsthilfegruppe suche und mal schaue ob ich nicht von Lösungsansätzen anderer profitieren kann und sich das leben ein wenig einfacher gestalten lässt. ABER.- ADHS scheint ein Trend zu sein Zumindest gibt es keine Gruppe ohne irrsinnige Wartelisten.
Nun einmal die Frage in die Runde: Ist das tatsächlich normal, dass selbst solche Selbsthilfegruppen mit Wartelisten arbeiten müssen? Wie machen das andere?
Also Selbsthilfegruppe im analogen Leben kenne ich nur aus dem Suchtbereich und aus dem Autismus (ich hatte ja zuerst den Verdacht, Asperger zu sein). Beide Genres können über mangelnden Zuspruch nun wirklich nicht klagen, aber ich habe noch nie von Wartelisten gehört. Gerade im Suchtbereich ist es ob der vielen Teilnehmer eher üblich geworden, große Gruppen einfach in Kleingruppen zu splitten.
Ich könnte mir vorstellen, daß Selbsthilfegruppen aus dem ADHS-Bereich - zumal wenn es keine nichtbetroffenen Gruppenleiter gibt - allein schon aus Gründen des Reizüberflungsrisikos die Gruppen klein halten wollen. Und ADHS hat eben auch nicht diese gewachsene Infrastruktur wie beispielsweise Alkoholabhängigkeit.
Ich war auch auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe.
Aber entwender sind die voll oder es gibt schlichtweg einfach keine. Die Energie selbst eine zu Gründen (und moderieren zu müssen) habe ich nicht.
Wartelisten führten die nicht, die ich gefunden hatte. Waren einfach voll und ich denke, wenn da ein Platz frei wird, füllt der sich auch ohne Warteliste schnell.