Hi, ich bin auch ein Hashi. Bei mir wurde es schon weit vor meinem ADHS diagnostiziert. Mit 14. Meine ADHS Diagnose hatte ich jetzt fast ziemlich genau vor einem Jahr mit 35. Dieses jahr werde ich 37. Ich kann also behaupten, dass ich mittlerweile eine ziemlich lange Reise hinter mir habe, die nie wirklich zufrieden stellend war… Ich nehme zurzeit 112μg L-Thyroxin. Ich bin mit dem Medikinet tagsüber gut drauf. Richtig kacke ist es bei mir morgens beim Aufstehen. Ich komme nicht hoch, obwohl ich gut schlafe und ab 16 uhr könnte ich schon wieder pennen. Ich würde es ja auf einen Rebound schieben, hätte ich nicht noch andere Symptome, wie eine starke Gewichtszunahme (mal wieder
) trotz Sport und guter Ernährung. Starke Kälteempfindlichkeit, Haar- und Nägelbruch, augen trocken und jucken, Brainfog, Herzstolpern, mein Tinnitus ist stärker, meine Regel ist sehr viel stärker usw. Teilweise sind das halt klassische Unterfunktionssymptome. Nebenher hab ich auch Probleme mit meinem Eisenspeicher und Vit D. Alles nicht so Optimal. Mein noch Endo hatt mich mittlerweile massiv reduziert mit meinem t4, will mir aber auch kein t3 als Kombi geben, weil ihm meine Werte zu überfunktionell aussehen. Aktuell ist mein TSH bei 0,04 mU/. Meine freien werte sind aber beide mittlere Norm. Er schaut sich aber immer nur den TSH an und stellt danach ein. Meine Symptome interessieren ihn nicht. Er meint, ich könne ja Depressionen haben… wurde bereits 2 x abgeklärt. Meine Psychaterin sieht mich nicht in einer Depression. Und ich mich auch nicht. Ich weiß dass mein Körper, meine Hormone spinnen und nicht meine Seele. Meine Antikörper sind momentan auch wieder sehr hoch.
Ich habe jetzt am Montag einen Termin bei einem neuen Arzt, in der Hoffnung, dass er mich unterstützen will und kann. Vorallem habe ich das Gefühl (weil auch meine Mama das hat) dass ich eine Schwierigkeit habe T4 in T3 umzuwandeln, bzw. Dass das T3 nicht dort ankommt, wo es soll. Das kann dann im Blut noch so schön aussehen, wenn der Körper das aber nicht in die Rezeptoren bringt, bringt mir dies gar nichts.
Hashis haben einen stärkeren Hang zur Fettleber, auch wenn sie sich gesund ernähren, haben oft Probleme mit Eisen und Vit D. Denn Eisen brauch Schilddrüsenhormone, um gut aufgenommen werden zu können, ebenso Vit D.
Umgekehrt aber genauso. Die Umwandlung von t4 zu t3 funktioniert auch nur richtig gut, wenn die Leber gut funktioniert und genug Eisen und vit d vorhanden ist.
Ist also oft ein Teufelskreis, den es erstmal zu durchbrechen gilt.
Was auch sehr stark vernachlässigt wird, ist das rt3. Praktisch der “böse” Bruder vom t3. Das wird nähmlich aus dem t4 gebildet, wenn irwie stress herrscht. Das rt3 setzt sich, wie das t3, an die Rezeptoren und belegen diese, so dass das aktive sd - hormon t3 dort nicht mehr andocken kann. Das sorgt halt auch für Unterfunktionssymptome. Auch wenn die Werte gut aussehen. In den meisten Praxen wird auf diesen wert aber absolut nicht geachtet, geschweige denn gemessen.
Seufz…. 
Mein Vorhaben ist wie gesagt jetzt, dass ich mir erstmal einen Arzt suche, der mich unterstützt und nicht ausbremst. Der mich ernstnimmt und nicht wieder alles auf die Psyche schiebt.
Dann sind Nahrungsmittel halt wichtig. Selen, Eisen + vit c, Vit D + K2, Magnesium schadet auch nicht, weil das von Vit d gezogen wird, Zink auch, weil das von Eisen gezogen wird, mit Eisen im Wechsel alle 2 Tage.
Auf den B Vitaminen hab ich zur Zeit nicht so den Fokus, weil die bei mir in Ordnung sind.
Dann setzte ich natürlich auch den Fokus auf meinen Lifestyle, die Nahrung ist bei Hashi wichtig. Man sollte gucken, dass man mit Jod nicht übertreibt, gerade wenn das Hashi gerade in einer Schubphase ist. Ganz auf jod verzichten ist aber auch nicht richtig, wie es bei Hashi jahrelang empfohlen wurde. Ich esse viel Gemüse. Kohl sollte in Maßen gegessen werden, und bevorzugt gegart werden, weil dieser stumaförderne Stoffe enthält. Sojaprodukte sollten auch nur verhalten konsumiert werden, weil Soja die Aufnahme der Schilddrüsenmedis hemmt. Ebenso die Jodaufnahme. In Schubphasen sollte Soja wenig bis gar nicht konsumiert werden. Dann gucke ich, dass ich auf mindestens 1,5g Eiweiß auf 1kg Körpergewicht komme. Ist nicht einfach, aber es ist machbar. Und ich versuche auf mindestens 1,5l Flüssigkeit zu kommen. Fällt mir mit dem Medikinet mittlerweile einfacher, weil ich jetzt spüre, wenn ich durst habe. War vorher nicht der Fall.
Dann achte ich auf meine Kalorienzufuhr (ohne das wäre ich wahrscheinlich schon wieder weit über 100kg. Fehlt aber leider auch nicht mehr viel. Ich wiege jetzt 90kg)
Ich gucke , dass ich mindestens zweimal die Woche Sport mache. Einmal Muskeltraining und einmal Kadio. Besser ist natürlich mehr, aber zeitlich komme ich aktuell nicht auf mehr die Woche…
Und ich kann dir empfehlen, versuch dich da richtig reinzuarbeiten, befass dich mit Studien und such dir einen Arzt, der sich nicht nur auf den TSH festbeißt, sondern Ganzheitlich guckt. Einstellung nach TSH klappt meistens nicht. Die Referenzen sind ein Durchschnitt von gesunden, oft männlichen Personen und nicht von kranken Personen mit Medikamenten. Von außen zugeführtes T4, also Thyroxin greift in den Regelkeis ein, daraufhin sagt die Hypophyse natürlich, jo Schilddrüse, brauchst nicht mehr produzieren und fährt damit den TSH runter. Noch wird dein Arzt versuchen, dass dein TSH runter geht, aber die meisten Ärzte halten einen TSH von 2-3 in Ordnung und werden versuchen dich auf diesem Niveau zu halten, egal wie deine freien Werte sind und ob du noch Symptome hast. Natürlich kannst du auch Glück haben, dass dein Arzt nicht so ein TSH-Leitlienien-Lover ist, meine Erfahrung erzählt aber leider anderes…
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Ich wäre bei einem TSH von 2 - 3 Scheintod. Außer in meiner Anfangsphase von der Unterfunktion, bin ich nie wieder über 2 gekommen mit dem TSH. Seit dem krebse ich mit diesem Wert immer zwischen 0.01 und 1. Je nachdem wie ich eingestellt bin. Unter einer t3 Therapie kommt es sowieso nich häufiger vor, dass der TSH subrimiert ist. Also werde ich da, wenn es dazu kommt, wieder sehr viel reden und agumentieren müssen. 

Naja… mal schauen, was der Montag bringt. Schlimmer als jetzt kann es zum Glück nicht werden…
Ich wünsche dir alles Gute.
Ich möchte hinzufügen, dass ich natürlich keine Ärztin bin, mich mit dem Thema aber sehr viel beschäftige, aber ich nicht auf die Richtigkeit meiner Schilderungen poche. Es sind meine eigenen Erfahrungen, Empfindungen und Teile, die ich aus Studien und aus Vorträgen von ganzheitlichen Ärzten habe, die sich zur Zeit sehr viel mehr mit dem Thema zu beschäftigen scheinen, als der normale Niedergelassene Arzt, der sich mit der normalen Schulmedizin befasst.
Liebe Grüße