ADHS und Johanniskraut

Hallo liebe Betroffene ADHSler,

freut mich hier mal ein Beitrag zu leisten!

Kurz oder lang zu mir: ADHS anno 1988 geb. 1982 ; ) meine Hyperaktivität hat sich schon damals im Kindesalter bemerkbar gemacht. Danke meiner Mutter, dass sie mir damals kein Ritalin gegeben hat. Eine Kindheit, die eigentlich schön klingt, oder doch nicht.

Zweitgeborener in einer Hippikommune mit verdammt jungen Eltern, die selbst nicht wussten, was das Leben bringt.

Zu weit ausholen möchte ich nicht. Meine Mutter trennte sich von meinen Vater! Er suchte die Wahrheit durch Drogen. Heroin ( Frage ich mich heute imme noch, was Heroin für einen Kick gibt). Wahrscheinlich dieses Gefühl von Geborgenheit..Mutterliebe….Umarmung und Wohlwillkommenheitsgefühl.. dont know…

So hat meine Mutter einen neuen Mann kennen gelernt, der anscheinend “besser” ist und meinen alten Dad weg wirft. Willkommen Harald.

Naja Harald hat doch selbst ein Drogenproblem?! Allerdings nicht so stark anscheinend… er kifft ja nur .Immerhhin machte er es ganz gut mit allem. Somit sind Sabine, Ida, Harald und meine Wenigkeit nun in einer geborgenen Geselligkeit vereint. ; ) Zu diesem Zeitpunkt war ich 3 Jahre alt.

Anscheinend lieben sich meine Eltern und wollen sich ein Haus kaufen. Ein kleines Haus in einem Dorf, dass definitiv nicht viel kostet.

So war das dann. Ida und ich von einem Vater, der uns verlassen hat, mit meiner Mutter und Ihrem neuen Mann.

Da die beiden noch so verdammt jung waren, cest la vie, entstand mein kleiner Stievbruder Theo .

Jetzt mache ich mal einen kleinen Zeitsprung und jeder, der dazu eine Frage hat, kann mich gerne fragen.

Hyperaktivität und mangelnde Aufmerksamkeit war schon immer in meinem Leben präsent..bis heute.

Niemals habe ich dieses geregelte Leben, was Jeder der an Dir vorbeilaufende Zombie, lebt gefühlt! . Irgendwie habe ich das alles geregelt…und gemeistert. Bewegung, Sport,…ADHSler haben übrigens die positive Eigenschaft mit neu kennen gelernten Menschen eine kurze Einheit zu bilden.

Ok. neuer Zeitsprung…wir sind immer noch ADHSler…

44 Jahre. Das Ritalin war absurt…absolut schwächend…eher ekelhft.

Denke dass unser Rezeptoren auf natürliche Weise stimuliert werden können. Und das ist die Natur, oder hochdosiertes Johanniskraut, was SUPER antidepresiv wirkt! Love U Paul

Hallo Pablo!

Ich w/22 habe Laif 900 früher ausprobiert. Bei mir hatte es leider keine große Wirkung.

Du kannst ja mal schauen ob es bei dir funktioniert. Bekommt du ganz normal rezeptfrei in der Apotheke.

Viel Glück!

Zuerst mal die Lehrmeinung

Die Wirksamkeit von Johanniskraut bei ADHS ist nicht ausreichend erforscht. Es wird hauptsächlich zur Linderung von leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt, nicht jedoch als bewährtes Mittel gegen ADHS.

Ritalin (Methylphenidat) ist primär zur Behandlung von ADHS und nicht als Antidepressivum zugelassen. Es kann jedoch bei ADHS-bedingten Symptomen wie Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität helfen, was indirekt das Wohlbefinden verbessern kann, aber es ist kein spezifisches Antidepressivum.

Antidepressiva wie Bupropion und Atomoxetin können bei der Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt werden, insbesondere bei Erwachsenen, die keine Psychostimulanzien verwenden möchten oder können.

Meine Gedanken dazu

Ich bin ein großer Freund pflanzenbasierter Therapie und gerade bei ADHS habe ich aufgrund meiner Suchtvergangenheit gewaltigen Respekt und starke Vorbehalte gegen die zur Therapie eingesetzten Stimulanzien. Das Risiko einer erneuten Toleranzentwicklung ist mir einfach zu groß.

Stattdessen setze ich auf die ausgleichende und entspannende Wirkung von CBD und erreiche damit zumindest, daß ich am Leben teilhaben kann, ohne bei jedem Stolperstein gleich die Flinte ins Korn zu werfen. Natürlich ist mein Hausarzt im Bilde.

Dabei nehme ich gleichzeitig Sertralin/SSRI (also Antidepressiva) weil 50 Jahre unbehandeltes ADHS eben auch zu einer komplexen PTBS geführt haben.

Trotzdem würde ich nicht so weit gehen, meine Wahl der Behandlung als Allheilmittel zu empfehlen. Es ist ein sehr individueller Ansatz, zu dem ich nur durch einen langen Leidensweg und viel Versuch und Irrtum gefunden habe.

Vermutlich trifft das auch auf Deine Erfahrungen mit Johanniskraut zu.

Für mich wiederum ist Johanniskraut keine Option, da ich Blond und Hellhäutig bin - und als Gärtner den ganzen Tag in der Sonne arbeite. Da könnte ich mich auch gleich in Herakleum wälzen :wink:

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Das kann man nicht groß genug schreiben… Hat mir eine „Sonnenallergie“ eingebrockt, weil ich das zwar wusste, aber total unterschätzt habe…

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