Der Anlass mag vielleicht nicht der sein, den man erwarten würde, aber ich möchte an dieser Stelle einmal mein Herz ausschütten und Fragen, ob es irgendwem ähnlich geht oder ging…
Ich bin seit mindestens einem Jahrzehnt sportbegeistert. Ich schaue viele verschieden Sportarten, eine, die es mir besonders angetan hat, ist Biathlon.
In meiner Jugend dominierten mehrere Biathletinnen den Sport: darunter Tirill Eckhoff, Kaisa Mäkäräinen, Marte Olsbü Roiseland und Laura Dahlmeier.
Aufgrund von Krankheit waren die Olympischen Spiele 2018 die letzten Winterspiele, die ich aktiv verfolgt habe, so auch die drei Medaillien von Laura Dahlmeier. Zweifache Olympiasiegerin…
Die letzten Stunden war ich trotz der Einnahme meines Medikament nicht wirklich „bei der Sache“. Mich hat die Ungewissheit sehr beschäftigt.
Die Gewissheit hat mich aus der Bahn geworfen.
Seit ich von dem Tod Laura Dahlmeiers weiß, weine ich. Ich weiß nicht, ob es andere Menschen nachvollziehen können - schließlich kannte mich dieser Mensch nicht einmal und wusste nicht, dass ich überhaupt existiere.
Jetzt bin ich gerade überhaupt nicht mehr in der Lage dazu, gerade zu denken. Ich bin vollkommen durch den Wind.
Habt ihr manchmal das Gefühl, dass euch bestimmte Dinge und Themen wesentlich mehr mitnehmen als die Leute um eich herum? Meint ihr, sowas könnte am ADHS liegen?
Ich freue mich darauf, von euch eine Rückmeldung zu bekommen.
Aus tiefstem Herzen
wünsche ich den Angehörigen und Freunden von Laura Dahlmeier viel Kraft. Eure Laura bleibt für immer unvergessen!
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Ich würde nicht sagen, dass es an unbedingt ADHS liegt, wenn es Dich mehr mitnimmt als andere.
Ich mag Biathlon auch sehr und schaue mir gerne die Wettkämpfe an. Mich nimmt das auch mit.
Es ist halt nicht „irgendwer“ bei dem Unglück gestorben, sondern eine Person, die Du „kennst“. Mit der Du bei den Wettkämpfen mitgefiebert hast. Über deren Erfolge Du dich gefreut hast. Wenn auch nur aus der Ferne. Da finde ich es eher normal, dass Dich ihr Tod nicht kalt lässt.
Ich erinnere mich an einen Klassenkameraden, der tagelang neben sich stand und sehr getrauert hat, als Freddy Mercury gestorben ist. Für den war das auch ganz schlimm und der ist ziemlich sicher kein ADHSler. Er war ein Fan von Queen und Freddy Mercury und deswegen hat ihn das so getroffen.
Also wenn es Dich traurig macht, dann grüble nicht warum das so ist. Nimm die Trauer an und gib ihr den Raum, den sie braucht. 
Den Hinterbliebenen wünsche ich, dass sie mit dem Verlust ihren Frieden schließen können und irgendwann die schönen Erinnerungen mehr Raum einnehmen dürfen als die Trauer. 
R.I.P. Laura Dahlmeier 
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Laura Dahlmeier kannte ich nur dem Namen nach. Es ist sehr traurig, weil sie noch so jung war, aber sie wusste wohl auch gut, dass ihr Hobby riskant ist.
Claus Peymann, der auch jetzt im Juli gestorben ist, war mir erheblich näher, seine wunderbaren Theaterinszenierungen sind ein prägender Teil meiner Jugend.
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Sorry, natürlich ist der Vergleich unangemessen. Claus Peymann wurde 88 und hat noch bis vor wenigen Jahren Theater gemacht.
Das war nicht unangemessen! Natürlich ist fas mit dem Alter nochmal ein Unterschied, aber das ändert nichts an der Angemessenheit eines Vergleichs 
Ich kenn das voll!
Und ich denke schon, es hat was mit ADHS zu tun - weil Emotionen oft einfach verstärkt sind.
Und man sie schlechter kontrollieren kann (gestörte Impulskontrolle und so).
Mir ging es beim tot der Queen so
ich hab zwar nicht geweint aber war so unter schock, dass ich 1,2 Tage total neben mir stand. Oder jetzt bei Ozzy Osbourne letzte Woche- durch meine Mutter bin ich mit Black Sabbath aufgewachsen und sein tot hat mich letzte Woche auch echt aus der Bahn geworfen.
Habe ich öfters, bei Promis, denen ich mich wegen irgendwas „nahe“/„verbunden“ fühle und wenn die sterben, dann nimmt mich das deutlich mehr mit als die NT´ler in meinem Umfeld, selbst wenn die auch Fan von der Person waren.
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