Hallo, ich bin neu hier und würde mich total freuen, wenn ihr mir helfen könnt, da ich nicht mehr weiter weiß und dringend ein paar Tipps gebrauchen könnte für meine Tochter, 15, die ADHS und Zwangsstörungen hat.
Sie leugnet bzw. verdrängt total, dass sie ADHS und Zwänge hat. Sie will keine Medikamente nehmen, sie will nicht darüber reden, weder mit uns Eltern noch mit ihrer Therapeutin, sie macht jedes mal total zu, wenn wir das Thema versuchen anzusprechen oder sie fragen, wie sie sich fühlt und ich habe das Gefühl, dass das ganze Thema sie tatsächlich so unter Druck setzt oder verunsichert oder beschämt oder ich weiß nicht genau was, da sie ja nicht darüber redet, dass ihre Zwänge nach solchen Gesprächen noch schlimmer werden.
Etwas zum Hintergrund vielleicht noch: ADHS hat sie wohl schon in der Grundschule gehabt -das habe ich aber jetzt erst im Nachhinein verstanden- denn sie konnte das super kaschieren, da sie sehr schlau ist und sehr gut in der Schule war und ich ihr Verhalten immer nur als quirlig, sehr neugierig, nicht so gutes Emotionskontrolle, etc. gesehen habe, aber nie an ADHS gedacht habe.
Aber als dann Corona und Online Schooling zusammen mit dem Schulwechsel kamen, unsere Alltagsstruktur total weggefallen ist und zu Hause viel Überforderung und Streit wegen der ganzen Situation herrschten, hat sie angefangen, langsam und schleichend Zwänge zu entwickeln und sich auch immer mehr zurück gezogen (sie war vorher sehr extovertiert).
Erst nach ca. 2 Jahren waren die Zwänge so, dass wir verstanden haben, dass sie bzw. wir Hilfe brauchen. Und nach einem weiteren Jahr haben wir erst die Diagnose ADHS mit Zwängen bekommen. In dieser Zeit vor der Diagnose und tatsächlich auch danach ist viel falsch gelaufen in der Kommunikation mit ihr aus unserem Unverständnis heraus und weil sie es auch nicht formulieren konnte, was mit ihr ist. Viel Streit, Missverständnisse und viel Geschimpfe waren die Folge. Leider. Ich wünschte, ich hätte es eher verstanden und anders mit ihr umgehen können.
Jetzt ist es wie gesagt so, dass sie sich gar nicht helfen lassen will, auch nicht von ihrer Therapeutin, sagt, dass sie nichts hat, daher keine Medikamente braucht und gar nicht darüber reden will.
Habt ihr irgendwelche Ratschläge für mich aus eurer Erfahrung entweder als Eltern oder selbst als Betroffene, wie ich an sie rankomme und ihr helfen kann aus dieser Verleugnungs-phase in die Akzeptanz zu kommen und damit auch Hilfe zu akzeptieren?
Viele vielen Dank!!