ich bin neu hier und will mich kurz vorstellen. Mein Name ist Julia, 57 und arbeite als Lehrerin. Meine Diagnose erhielt ich vor Kurzem in einer psychosomatischen Klinik, in der ich wegen meiner Depression behandelt wurde. Mich sprachen verschiedene Therapeuten mit dem Verdacht auf ADHS an. Daraufhin bat ich darum, die Testung durchzuführen. Ich war sehr überrascht, dass die Testung deutlich positiv ausfiel. Im Nachhinein erklärt es einiges in meiner Biografie, da dass ich sehr dankbar bin, dass die Testung gemacht wurde.
Neben der Medikation wegen der Depression nehme ich noch Elvanse (20 mg) und ich merke sehr deutlich die Unterschiede. Mit dem Hinweis der Ärzte, dass ich Elvanse als Besarfsmedikation nehmen kann, habe ich diese auch eine Woche ausgesetzt. Fand ich nicht so toll.
Jetzt bin ich gespannt, wie es ist, wenn das neue Schuljahr startet
Das verwundert mich. Ich lese hier immer wieder, dass Elvanse erst nach ca. 5 Tagen den „Steady-State“ erreicht und es deshalb eben kein Bedarfsmedikament ist, weil es sich langsamer auf und abbaut als viele andere Medikamente. Aber vielleicht kann da jemand mit mehr Erfahrung auchnoch was dazu schreiben (oder du recherchierst auch mal auf der ADxS-Website).
Auf jeden Fall herzlich willkommen. Ich bin auch erst vor kurzem hier eingetrudelt und habe meine Diagnose auch erst seit kurzem - und nehme ebenfalls Elvanse (Nur mir wurde halt das mit dem „da baut sich das Wirkstofflevel im Blut mit der Zeit auf“ gesagt, weswegen ich dir hier jetzt schreibe.)
Das mit Elvanse ist interessant, weil sowohl die Ärzte in der Klinik als meine mich hier betreuende Psychiaterin mir gesagt haben, es sei eine Bedarfsmedikation. Vielleicht aber auch nur in der Kombination mit meiner Antidepressiva. Hierzu muss ich tatsächlich noch recherchieren.
Ich wollte auch schlicht darauf hinweisen, dass sie sich das vielleicht mal anschauen möchte, ich wollte nie behaupten in irgendeiner Form Expertin zu sein oder besonders viel Ahnung zu haben. Nur hatte ich das jetzt eben schon öfter gelesen und habe es als mögliche Ursache für das „habe ich ausgesetzt. Fand ich nicht so toll.“ gesehen - beurteilen kann ich das als Laie und von weitem natürlich nicht.
Das ist wirklich schade, denn ansonsten hast du sicher mehr Erfolg mit den Ärzten gehabt, als manch andere hier.
Es gibt eine Definition für Bedarfsmedikation für Medis, die jetzt genau in diesem Augenblick helfen sollen.
In so einem Fall wie Kopfschmerzen zB., die kommen und gehen. Da ist es ganz selbstverständlich, nur bei Bedarf ein Medi zu nehmen.
Was aber ist mit deiner neuen Diagnose, die ist kein Schnupfen und geht auch nicht wieder.
Adhs ist da und bleibt, es war ja bereits da, als wir noch gar nicht wussten, was es ist, weshalb Dinge für andere anscheinend spielend leicht funktionieren, bloß für uns nicht.
Da stimmt etwas mit der Verdrahtung nicht, in unserem Kopf, und wir haben die Möglichkeit, durch verschiedene Medis, dem ganzen etwas auf die Sprünge zu helfen.
Nun hast du Elvanse kennengelernt und wie ich herauslese, auch bereits schätzengelernt.
Gerade dieses Medi, baut einen Spiegel auf, der Begriff Honeymoon und Steady state wird dir in diesem Zusammenhang hier im Forum häufiger begegnen.
In der Zeit der Eindosierung, also der Findung deiner ganz persönlichen passenden Stärke, ist es nicht von Nutzen, aus bzw abzusetzen, vor allem, wenn du ganz frisch startest.
Ausgenommen natürlich Nebenwirkungen oder andere unvorhergesehene Ereignisse, aber nicht nur weil du denkst, ach heute brauche ich es mal nicht.
Das Medi arbeitet für uns im Hirn, sozusagen wurde eine Baustelle eröffnet, Elvanse ist der Baustoff. Gerade mitten im Schaffensprozess und plötzlich Verknappung bzw Ausfall.
Alte Zustände treten wieder zu Tage, hast du gefühlt, war Mist.
Sicherlich gibt es hier im Forum Menschen, die pausieren auch mal, aber die haben bereits auch länger laufende Baustellen, um bei diesem Bild zu bleiben, das ist wieder eine etwas andere Geschichte.
Kannst du hier alles nachlesen, ich verweise gerne auf die Tagebuchsektion, viele Eindosierungsgeschichten und sonstiges.
Genau das, hinweisen auf, so läuft das. Ich bin auch keine Expertin, manchmal nicht mal für mich.
Aber ich weiß auch noch, als ich hier rein gepurzelt bin, als Späti und erschlagen von den vielen Infos hier und löchriger Aufklärung von außen.
Von daher, du brauchst dich für nichts zu rechtfertigen @ConfusionIsMine du hast nichts verkehrt gemacht, du hast @Julita ein paar Schilder aufgestellt, in welche Richtung es zu schauen lohnt.
Wenn du Kapazitäten hast @Julita in dem grünen Kästchen hier im Anschluss an den letzten Beitrag, tauchen eventuell auch bereits interessante Beiträge für dich auf, ebenso das Kompendium auf adxs.org da gibt es Wissen pur.
Lass dich nicht verunsichern und hey, du bist Lehrerin und hast es bis heute geschafft, Respekt, da bekommst du dieses Kind jetzt auch noch geschaukelt.
Ich möchte die Aussage Korrigieren, richtig wäre, dass die Medikation natürlich zur regelmäßigen Einnahme gedacht ist. Was ich aber von manchen Betroffenen und auch mir weiß, dass diese die Medikation bei Bedarf, mit Erlaubnis des Arztes, Zeitweise erhöhen dürfen.
Bei Frauen gibt es meines Wissens bedingt durch den Menstruationszyklus dazu öfters mal den Bedarf die Medikation zeitweise zu Erhöhen da die ADHS Symptome sich verstärken können.