ADHSler empfehlen Musik

Welche Musik bringt euch in den Flow, welche Musik berührt euch tief, welche Musik fühlt ihr gern?
Ich schlage vor, dass hier jeder seine Lieder reinschreiben kann und ich fänd es interessant, zu sehen, wie ihr anderen ADHSler diese Musik - mit oder ohne Medikamente - wahrnehmt.
Ich fange dann mal an :innocent:

Also dieses Lied finde ich melancholisch, berührend und ergreifend, es macht mich angenehm traurig. Ich finde es sehr feinsinnig, geschmackvoll und sinnlich arrangiert:

Und euch? Welche Bilder seht ihr im Kopf?

Und dieses Lied ist zwar primitiver Mainstream-Pop, aber vom Gefühl her versetzt es mich direkt in Tanz-Laune und ich kann es gut fühlen, es wurde meiner Ansicht nach sehr gefühlvoll produziert:

Und nun seid ihr dran :grinning:

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Beitrag gelöscht.

das erste Lied macht mich traurig, es kommen Bilder von Tanz der Vampire auf und ich fühle mich als wäre ich in der Rolle des sterbenden jungen Mädchens - das sich dem Tod hingeben will

@Wolfseele beim ersten Lied kommen mir Bilder von kuscheligen Bettbezügen in den Sinn, bei einem anderen Lied von Kate Bush kommen mir Bilder von einer Frau in den Kopf, die in den 80er Jahren durch eine nebelige Straße in Hamburg läuft und stark geschminkt in einem großen Mantel den engen Bürgersteig langläuft. An ihr fahren auf vielen Fahrspuren die vielen Autos der 80er vorbei, die viele Abgase ausstoßen. Auf den typischen hellen Straßenbelägen, die man aus Hamburg kennt. Dazu eine schwere melancholische bedrückende Atmosphäre und eine ungewisse Zukunft. Typisch 80er Jahre halt mit viel zu kleinen Bürgersteigen und Stadtplanung, die viel zu stark auf den Autoverkehr ausgerichtet ist. Das bringt halt so eine unruhige und bedrückende Atmosphäre in die Straße, in der die Frau läuft. Sie ist als Fußgängerin allein, um sie tobt der Autoverkehr im kalten November-Nebel und man ist da noch nicht so weit was ungesunde Stoffe in Abgasen und Make-up angeht… irgendwie sagt der Instinkt der Frau, dass sich das ändern wird, aber sie weiß noch nicht wann und wie…

Das sehe ich immer in meinem Kopf wenn ich das Lied Runming up That hill von Kate Bush anhöre.

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Kate Bush habe ich erst vor etwas mehr als einem Jahr wieder für mich entdeckt. In den 80ern habe ich sie eben mitgehört, war aber nicht mein Favourit.

Aber mittlerweile finde ich ihre Songs großartig und sehr gut zum nachdenken und runterkommen. Außerdem habe ich mich näher mit ihr beschäftigt. Sie hat viel Pionierarbeit geleistet, so ist z.B. das angeklebte Wangenmikro auf sie zurückzuführen. Als Perfektionistin hat sie mit ihrem Toningenieur bereits damals - als sie noch Konzerte gab - daran gearbeitet und dabei ist der Protoyp für dieses Miko entstanden. Außerdem hat sie alle Tanzeinlagen selbst choreografiert und auch alles andere selbst gemanaged.

Des Weiteren geben einige Musikgrößen, wie z.B. Phil Colins an, von ihrem Musikstil inspiriert zu sein.

Wie ich zwischen den Zeilen lesen konnte, ist sie wohl auch hochsensibel und könnte durchaus eine ADHSlerin sein.

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Jamiroquai… I love him
…und noch mehr diese Entdeckung von heute Morgen…unterlegt mit Housebeats!

Flowmusic at its best!

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Ah, letztens auch wieder bei ihm reingehört, funk odyssey ist einfach so ein gutes Album. Sollte auch mal die anderen Alben hören. Danke also für den Remix!

Kate Bush ist für mich immer so die Vorreiterin für Tori Amos. Beide auf ihre Art :ok_hand:

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This is my church
This is where I heal my hurts

Nicht direkt Flow-Musik. Aber ich kann mich nicht wirklich gut konzentrieren, wenn ich Musik höre und erst recht nicht, wenn es Lyrics gibt.
Music for nine postcards ist minimal und zart genug, dass ich es gerne im Hintergrund laufen lasse und nebenher arbeiten, basteln, schreiben, werkeln kann.
Früher habe ich dazu auch Tagebuch geschrieben, dann kam die Katze meiner damaligen Mitbewohnerin in mein Zimmer und hat sich auf meinen Schoß gelegt. Jeden abend. Zeit zum runterkommen für uns beide :slight_smile:

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@theunfedmind

Mein erster Gedanke war: Oh, Musik in Zeitlupe! :wink:

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Es gibt wenig Musik, die mich sehr berührt, aber ein paar DJs schaffen es mit einigen Tracks. Dazu gehören die französischen Electro-DJs Worakls, Joachim Pastor und NTO. Ich mag einfach diese melodischen, ruhigen Tracks. Solche, die zum Träumen anregen.
Hier ein paar Beispiele:

Von Elvis Presley zum Thema Adhs wäre vielleicht der Titel „Steamroller Blues“ nicht so unpassend.

Wie steht ihr zu Reggea? Es gibt für mich wohl keine Musik die in mir so eine unruhe stiftet, ich hasse es. Was soll das überhaupt? Ein Akkord von der ein ganzes Musik Genre lebt.

Das halte ich für ein echtes Einzelschicksal. Tut mir Leid für Dich.

Ich bin mal eine Woche in einem Ford-Transit durch UK gereist mit mehreren vollpubertierenden Jugendlichen, von denen ich noch am wenigsten verhaltensauffällig war.

Das einzige mehrheitsfähige Album war „Legend - Best of Bob Marley and the Wailers“. Das lief daher 5 Tage und hat viel Schlimmes verhindert.

Hat sich seitdem immer wieder bewährt in Situationen mit geringer musikalischer Schnittmenge der Beteiligten, Umzüge, etc.

Vielleicht hast Du da auch innere Widerstände als Selbstschutz, weil Du Dich sonst dem „Don’t worry about a thing“-Vibe voll hingeben würdest. Dann würde ich es ernst nehmen und weiter meiden.

Für Bob ist das ersichtlich auch ok: “Some people feel the rain. Others just get wet.” So ist das eben.

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Ich glaube nicht, dass ich irgendein Album in fünftägiger Dauerschleife ertragen würde. Das würde bei mir Schlimmeres erst hervorbringen…

Ich habe da diese konträre Ader, immer schon gehabt. Je größer der Konsens über etwas (natürlich der zwischen anderen Leuten als mir), desto schneller habe ich es über. Zu dem Zeitpunkt, wo ein Song sich in minem Umfeld durchsetzte, war ich meistens schon durch damit, und genau ab da fing er meist an zu nerven. Deshalb habe ich mit 14 aufgehört, den Pop-Charts zu folgen, und lieber Blues und Rock (und ein bisschen Reggae) gehört, vor Allem viel altes Zeug. Davon gab es so unendlich mehr zu entdecken!

Später hatte ich dann mehr mit Rock-Fans zu tun und lernte, dass es da auch nicht viel beser war: Da war dieser unendliche Pool von aufregender Musik, und alle hörten dieselben alten Hits von derselben Handvoll Bands.

Ich bin sehr rastlos, was Musik angeht. Selbst als Oldie-Fan habe ich immer nach neuen alten Platten gesucht, die ich noch ergründen konnte. Ich muss es aber auch in meinem Tempo tun. Ich brauche meine kleine Enklave mit Sounds, die ich selber erkundet habe, ohne dass jemand anders die Richtung und das Tempo vorgegeben hat.

Die Ermüdung von Zu Viel Vorgedudelt Kriegen hat mir auch einige tolle Künstler* verleidet, die ich erst später (und dafür umso mehr) wiederentdecken musste. Hendrix, die Beatles, Talking Heads.

*) Künstlerinnen weniger. Irgendwie werden die seltener so sehr Konsens, das es nervt, jedenfalls nicht im Rock.

"You never know how strong you are until being strong is your only choice.“ - Bob Marley.

Mein Default Mode Network liebt Dauerschleifen. Auch einzelne Lieder.

Irgendwie muss ich gerade an den Witz von dem großen Jazz-Musiker denken, der ins Jenseits kommt. Weil er so viele Mnschen glücklich gemacht hat, aber halt mit „Teufelsmusik“, darf er sich aussuchen, wo er hinkommt. Sie geben ihm einen ganz kurzen Blick in Himmel und Hölle, vielleicht eine Sekunde.

Im Himmel sitzen ein paar Engel und zupfen lustlos an Harfen.

In der Hölle steht die größte Big Band mit allen Großen des Jazz und spielen den fettesten Satz: Bada-WUMM, mehr kriegt er nicht zu hören, aber das reicht ihm. Klar geht er zu der Big Band in die Hölle, reiht sich in das Orchester ein und spielt:
Bada-WUMM
Bada-WUMM
Bada-WUMM
Bada-WUMM
Bada-WUMM
Bada-WUMM
Bada-WUMM

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:carousel_horse: :herb: -

:pray:

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https://www.youtube.com/watch?v=J86zYZGApkc

Steh auf!

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