Amphetaminsulfat USP ist bei der Firma Fagron wieder lieferbar.
Nach der Information meiner Apothekerin konnte das durch ein Telefonat in Erfahrung gebracht werden (Nicht jedoch durch Ihre Onlineabgfrage - falls eine negative Rückmeldung eurer Apotheke kommt könnte darauf hingewiesen werden)
erstmal vielen Dank, dass du die Info hier teilst. Ich habe heute drei Apotheken zur Lieferbarkeit von Amphetaminsulfat angefragt und drei negative Rückmeldungen erhalten. Konntest du bei deiner Apotheke dein Medikament beziehen ?
Allgemein: Was ist der Unterschied von DL-Amphetaminsulfat und Amphetaminsulfat USP ? Vielleicht weiß hier jemand bescheid.
Bei mir läuft es immer jeden Paar Jahren so ähnlich ab… Ich muss mich selber immer die Artikel-Nummer aussuchen und dann meine Apotheke geben, da ihre interne Systeme nur bei Caleo, Fagron, etc. unter den alten Artikelnummern nachschauen, welche dann wieder als „nicht lieferbar“ denen angezeigt werden. Wenn man aber die Apotheke die genauen Artikelnummer gibt, dann läuft es plötzlich mal wieder.
Laut meine Wissensstand ist der neue Artikelnummer für den Amfetamin Sulfat mit der CAS Nr 60-13-9 jetzt von Fagron als Amfetamin Sulfat USP unter 720348 gelistet. Der Vorgänger Artikelnummer mit den gleichen CAS Nr aber die Name Amfetamin Sulfat API war 701700, welche aber nicht mehr lieferbar ist.
Mir wurde gesagt, dass die neue Name „USP“ wegen eine US-Lieferanten ist (was auch Sinn machen würde), aber dass es das gleiche Präparat ist.
Bei DL-Amfetaminsulfat stehen die D und L für 50% Linksgedreht und 50% Rechtsgedrehte Moleküle („RACEMAT“). Ich werde das noch mit meine Fachartz prüfen und bestätigen lassen, aber auch selber meine Apotheke jetzt mit den neuen Artikelnummer schreiben.
Meine Apotheke hat sich vor 2 Wochen gemeldet, Amphetaminsulfat wäre wieder lieferbar?
Weiß jemand etwas darüber?
Das wäre ja zu schön, um war zu sein.
Elvanse ist zwar etwas besser als nichts. Aber kaum brauchbar; insbesonder weil die Ärzte aus unerfindlichen Gründen auf die total unzureichende Dosierung von höchstens 7o mg bestehen (Elvanse wohlbemerkt, nicht Amphetamin).
Naja unverständlich ist das nicht. Es ist nunmal die von Hersteller zugelassene und geprüfte Tageshöchstdosis.
Wenn man mehr benötigt, ist das immer Offlabel und da braucht man schon einen guten und erfahrenen Arzt, der bereit ist die Verantwortung dafür komplett auf die eigene Kappe zu nehmen.
Ist halt echt mies, wenn man mehr benötigt, gerade bei der schlechten Versorgungssituation was Ärzte betrifft die überhaupt ADHS Stimulanzien an Erwachsene verordnen.
Aha. Und wie kam der Hersteller in seinem unermesslichenn Ratschluss auf die Idee, eine Tageshöchstdosis von 14,8 mg D-Amphetamin (bei Elvanse 5o) wäre ausreichend?
Mit dieser Dosierung kann man noch nicht einmal ein Hühnerauge behandeln!
Das kann ich Dir nicht sagen. Ich würde vermute eine Mischung aus wieviele Patienten damit ausreichend gut behandelt werden können, bei tollerierbaren Nebenwirkungen und natürlich Kostenersparnis.
Es gab ja früher auch nur die Dosierungen 30/50/70 wobei es ja nicht so ist, dass exakt diese drei(!) Dosierungen für den Großteil der ADHSler, die für sie passende Idealdosis sind.
Wie ist das eigentlich bei Deinem Arzt. Er verschreibt Dir Amphetaminsulfat (was ja auch im höchsten Maße eine Offlabel Verordnung ist) aber eine höhere Dosis als 70mg Elvanse für Dich, macht er nicht mit?
Wieviel Amphetaminsulfat würdest Du von ihm den verordnet bekommen?
Bei mir hat der Apotheke gestern gesagt, dass DL-Amfetamin (Amphetamin) wieder nicht lieferbar ist (seit Monate angeblich).
Also fängt es mit der riesige Versorgungsstress wieder an.
Im übrigen, ich glaube, dass der Dosis bei Elvanze (Vivanse in den USA) so niedrig ist, weil das Medikament tatsächlich nicht für unsere Beschwerden entwickelt wurde, sondern um die Missbrauchspotenzial (snorting Ritalin oder Adderall) zu verringern. So war wurde das mir als es erst auf den US-Markt ca. 2006-2009 raus kam (meine Arzt hat mir darauf von Adderall 2008 umzustellen versucht) mitgeteilt. Durch die Tatsache, dass der Amphetamin-Molekule nur über den Darmtrakt freigesetzt werden können, bedeutet aber auch eine viel langsammere Wirkung mit unbeständige Freisetzungszeitschiene. Wäre der Dosis höher und hättest du plötzlich eine schnelle Verdauungsprozess, dann könntest du plötzlich zu viel Amfetamin in dein Körper freigesetzt kriegen, was dann super unangehmen ist (unter anderem). Mir hat es fast zum Tod gebracht nach ca. eine Woche eindosierung - habe so eine abgekoppeltes Geistiges Zustand gekriegt, dass mir mein Leben oder Tod egal würde. Das hat dann wie Suizid-Gedanken und Verhalten sich ausgedrückt. Danach hat meine Facharzt mir wieder auf Adderall zurück gewechselt.
Das Interessante an das ganze, ist dass ich nicht alleine mit meine schlechte Erfahrungen war. In den ersten Jahr, dem Vivanse auf den Markt war, hat die US CDC eine +400% Anstieg von Krankenhaus-Anmeldungen für Überdosis-Symptome im Rahmen einer medizinische Behandlung bei ADHS-Patienten im Vergleich zu den normalen Anzahl von Krankenhaus-Anmeldungen für Überdosis-Symptome im Rahmen einer Adderall-Behandlung vermerkt.
Naja, dass war damals in den USA, wo es verschreibungspflichtig erhältlich war.
Seit ich in Deutschland wohne, müsste ich auf anderen Medikamente ausweichen, was eigentlich besser ist, da Adderall eine 25-75 Mischung von links- und rechts gedrehte Moleküle der Amfetaminsulfat. Und seit ca. 2010 würde Adderall in den USA hauptsächlich nur als XR (retard hier in Deutschland benannt) erhältlich. Bei den Retard Version hat meine funktionsfähige Dosis Menge mir immer wieder grosse Probleme beim Einschlafen beschert.
Hier in Deutschland ist der Amfetaminsulfat von der Apotheke eigen Rezeptur am ähnlichsten zu den alten US-Adderall ohne retard. Amfetaminsulfat wird hier als 50-50 Racemat Mischung gemacht, was für mich am angenehmsten funktioniert. Bei mir hält der morgen Dosis ca. 8 Stunden, aber bei Müdigkeit kann ich dennoch damit schlafen ohne großes Problem.
Die einzige Schwierigkeit, ist dass es nicht von der Kasse übernommen wird und immer wieder diese „künstliche“ (weil es anscheinend immer wieder Wirtschaftlichkeitsbegründung hat) Engpässe bei der Lieferung an der Apotheken gibt.
Heute werde ich rausfinden, ob Caesar wirklich jetzt wieder meine Apotheke liefern kann. Von Fagron habe ich rausgefunden, dass sie in März den Hersteller-Vertrag mit ihre US-Hersteller gekündigt hatten, um eine neue Hersteller unter Vertrag zu nehmen. Allerdings könnte der neue nicht sofort liefern. Die warten jetzt noch auf die Analysezertifikaten aber gehen davon aus, dass der Amfetaminsulfat-Praeperat erst wieder in Oktober hier in Deutschland erhältlich sein werde. Was ich nicht ganz verstehe, ist wieso die in März gekündigt hatten und keine Überbrückungsbestellungen gemacht haben, obwohl der alte Hersteller noch die Analysezertifikaten mit Gültigkeit bis 2028 hatte - was für mich ein Hinweis wäre, dass sie schon ziemlich weit im voraus produziert hatten.
Ich glaube das Problem ist auch, dass der Amfetaminsulfat als Rohespraeparat an den Apotheken zu verkaufen ist nicht sehr lukrativ, da es nicht von den Kassen als Behandlung anerkannt ist und sowieso hier in Deutschland nicht so bekannt ist. Fagron hat neues Management seit ein paar Jahren, die öffentlich betonnt haben, dass sie sich auf das Profitabilität der einzelnen Produktlinien fokussieren wollten. Seit dann bin ich nervös für die Zukunft.
In den USA war immer das Problem, dass der Basis API (Amfetaminsulfat oder die Ursprungspräparat, aus dem er gemacht wird) regulatorisch nur in bestimmten Mengen hergestellt werden dürfte und deshalb hauptsächlich in den patentgeschützte Medikamente von der Hauptpatenthalter aufgebraucht würde, obwohl diese dann in Vivanse (elvanse) umgewandelt wurde, trotz riesiges Unterschied in der körperliche Abarbeitung bei den Patienten. Daher war es immer schwieriger Adderall überhaupt im Apotheke dort zu finden, und sowieso dann nur Adderall XR am Ende vor ich nach Deutschland gezogen bin.