Anfrage aus dem bundesweiten Forum der Psychotherapeuten und dem „Aktionsbündnis Psychotherapie“

Ich leite hier eine Anfrage aus dem bundesweiten Forum der Psychotherapeuten und dem „Aktionsbündnis Psychotherapie“ weiter:

Wer kennt jemanden, der sehr lange schon nach einem Therapieplatz für sein Kind sucht oder gesucht hat?

Die bundesweite Aktion der Psychotherapeuten und das ZDF möchte in einer Doku die Betroffenenperspektive darstellen und suchen Menschen, die schon lange nach einem Therapieplatz für ihr Kind suchen und nichts finden.

Ziel ist es, der Politik klarzumachen, dass die Versorgung für Kinder und Jugendliche im Autismus Spektrum aber auch bei ADHS unterirdisch ist und den Druck zu erhöhen, dass die Versorgung besser werden muss, dass die Stellen die 1999 festgelegt wurden, heute auf keinen Fall ausreichend sind, der Bedarf eigentlich ausgebaut werden muss und nicht gekürzt!

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Das ist ein wichtiges Anliegen allerdings haben die meisten Eltern mit Kindern mit ADHS oder ASS, die persönlich kenne keine Probleme einen Termin bei Psychotherapeuten bekommen. Das Problem, das ich da mehr sehe ist, dass es nur wenige Psychotherapeuten mit der entsprechenden Fachkompetenz in diesen Bereichen gibt und darüber hinaus sind nur wenige Therapieformen wirklich wirkungsvoll bei ADHS oder ASS, auch wenn das immer etwas anders dargestellt wird. Gleiches gilt auch für Fachärzte.

Jetzt wird auf politischer Ebene alles versucht, um ein 12 Milliarden-Defizit zu stopfen, mal wieder auf Kosten der Schwächsten.

Mein Vorschlag: Leistungen für Tiefenpsychologie und Homöopathie streichen, denn die kosten die Gemeinschaft sehr viel Geld und sie sind weder medizinisch wirksam noch wissenschaftlich.

Hier darf sich die Zunft der Psychotherapeuten auch selbst einmal hinterfragen.

An anderer Stelle wird momentan im Bundestag über die Streichung der Kostenübernahme von individuellen Schulbegleitungen und ähnlichen Leistungen debattiert.

Hintergrund ist hier die allgemein schlechte finanzielle Lage vieler Kommunen.

Auch die Herrschaften im Bundestag sollten da „etwas“ hinterfragen, aber es ist natürlich bequem bei behinderten Kindern zu sparen.

Sie predigen Wasser und trinken Wein.

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Unglaublich!!!

Dabei wäre ein Sonderschulplatz viel teurer.

Da werden die Kosten aber von Land und Landkreis getragen und ihr Betrieb muss meistens trotzdem gewährleistet werden.
Die Diskussion ging wahrscheinlich in Richtung größere Förderschulklassen, mehr Kosteneffizienz in Hinblick auf Personalaufwendungen und weniger Individualisierung, was besonders Nachteilhaft für Kinder mit ADHS, LRS, ASS sein dürfte.

Und bis man dann ausreichend Förderschulplätze etabliert hat, fallen alle diese Kinder aus dem Sicherheitsnetz „Recht auf Teilhabe“.

Mir graut es jetzt schon davor.

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