mein Name ist Anna Rünz, ich bin Psychologie-Studentin an der IU Internationalen Hochschule und ich führe innerhalb meiner Bachelorarbeit eine anonyme Online-Umfrage vom 03.11. bis zum 15.11.2025 durch.
Dabei möchte ich die die Interaktion zwischen Menschen und zwischen Menschen und Tieren, insbesondere auch bei Menschen mit ADHS untersuchen. Mich interessiert, ob Menschen mit ADHS bestimmte Muster auch im Umgang mit Tieren zeigen und ob sich diese von der Mensch-Mensch-Interaktion unterscheiden.
Dafür habe ich eine anonyme Online-Umfrage erstellt und suche Teilnehmende, die:
mindestens 18 Jahre alt sind
eine ADHS-Diagnose haben
und regelmäßig Kontakt zu mindestens einem Haustier und/oder Nutztier haben (z.b. eigenes Tier, Tier von Familie, Mitbewohner:innen oder Ähnliches)
Wenn du diese Voraussetzungen erfüllst, würde ich mich sehr freuen, wenn du teilnehmen würdest.
Die Umfrage dauert ca. 15 Minuten, ist anonym und kann bequem am PC, Handy oder änhliches ausgefüllt werden.
Mit deiner Teilnahme hilfst du, besser zu verstehen, wie Menschen miteinander und mit Tieren interagieren und weitere Erkenntnisse für Therapieansätze zu schaffen. Die Ergebnisse werden erstmal nicht veröffentlicht. Möglicherweise wird die Bachelorarbeit (und somit auch die Ergebnisse) in Zukunft veröffentlicht werden.
Ich habe keinen regelmäßigen Kontakt zu Tieren, kann von daher die Umfrage nicht mitmachen.
Aber vielleicht interessiert dich meine Erfahrungen / Gedanken ja trotzdem?
Bei jedem Haustier (Kleintiere) , welches ich in meinem Leben hatte gab es die Phase mit dem Hyperfokus.
Nach einiger Zeit wurde es für mich aufgrund von Stall-, Käfig-, Aquarium- und Terrariumpflege ein exekutive Überforderung dem nachzukommen.
Auch der Kontakt wurde dann eher zur Pflicht, der ich nachkommen musste.
Im Kontakt zu Tieren mal bewegungsreich und aktiv (etwas wilder)
Gerne Quatsch und Tricks beibringen .
Aquarium eigentlich beruhigend, wenn ich es nicht selber pflegen muss.
Ehrfurcht vor großen Tieren (Pferde)
Dauergebelle kann mich ganz schnell überreizen
*manche Hunde/Tiere wirken so als ob die ADHS hätten , dass fährt mich mit hoch.
*manchmal wenn Tiere mich komisch anschauen egal wo und in welchem Kontext möchte ich denen die Zunge rausstrecken oder blöd anbellen oder miauen etc… und muss meine Impulse da schwer steuern
*Tiergeruch / Tierhaare können mich sehr unwohl fühlen lassen , was viel Energie rauben kann .
*diese kleinen Hunde mit ganz platter Nase, die sabbern und schwer Atmen , machen mich etwas „aggressiv“ und würde sinngemäß den mal eben gerne mit der Faust eins auf die Nase
*so kleine süße puschelige Hunde mit großen Knopfaugen bringen mich zum schmelzen
*Kampfhunde machen mir Angst
*in so YouTube Shorties von Tieren kann ich mich unendlich verlieren
Ansonsten reagieren Tiere meist positiv auf mich , wo auch Besitzer sagen, dass er normalerweise z.b bellen würde. (Das macht mich etwas stolz )
Dann kannte ich mal jemanden der einen Therapiehund hatte . Der Hund ging von selbst zu jedem aber seltenst zu mir.
(Vielleicht war ich nicht bedürftig genug)
Und ich kann nicht mal ne Fliege totschlagen. Bringe fast jedes Insekt lebend nach draußen.
Bin Vegetarierin und wäre gern vegan
Affen und Papageien mochte ich immer schon , weil die viel Quatsch machen oder plappern und dass so gewollt ist . Das spiegelt wohl meinen lebendigen ADHS Anteil .
Dann würde ich so gerne mal mit Delfinen schwimmen. Die haben für mich was bedachtes, beruhigendes und zugleich lustig lebendiges und cooles . So gefühlt als ob Delfine eine gesunde Waage zwischen Begabung, Empfindsamkeit, Zurückhaltung und zugleich Lebendigkeit mit im Mittelpunkt stehen, hätten. Ein wenig so wie ich gerne wäre. „Ich so wie ich bin“ aber ohne Einschränkung durch mein ADHS.
Also wenn ich mich so im Bezug zu Tieren betrachte , spiegelt sich mein ganzes ADHS darin wieder.
Auch wenn du nicht an der Umfrage teilnehmen kannst, finde ich deine Gedanken dazu super spannend. Ich danke dir für das Teilen der Erfahrungen und das du dir die Zeit genommen hast, darüber nachzudenken und das hier aufzuschreiben
Wie schön, dass Tiere meistens so positiv auf dich reagieren, da scheinst du eine sichere und freundliche Ausstrahlung auf die Tiere zu haben
Würdest du die Ergebnisse hier posten? Ich finde das superspannend.
Mir selbst hilft der Umgang mit Tieren in Sachen Grenzen ziehen / Ansagen machen, Tagesstruktur, aber auch dass sie sich nur bedingt kontrollieren lassen. Das lässt mich lockerer werden.
Andersrum kann ich auf vierbeinige Angsthasen sehr gut eingehen und gewinne schnell ihr Vertrauen (Im Reitstall meiner Teeniejahre gab es ein Pferd mit Gewalterfahrung. Wenn das einen schlechten Tag hatte, war ich die Einzige, die es putzen konnte, ohne dabei von der ersten bis zur letzten Minute gebissen und getreten zu werden.).
Schwäne ist auch verrückt Die sind oftmals von Menschen so gar nicht angetan. Dann hast du Schwäneflüsterei als Superkraft Vielen Dank dir für deine Teilnahme
Ich hoffe, dass ich die Ergebnisse hier nach meiner Bachelorarbeit veröffentlichen kann Dann stelle ich das sehr gerne hier rein.
Spannend und schön, dass dir Tiere einerseits Struktur geben können und dir helfen, deine Kontrolle und Sicherheit zu stärken und gleichzeitig auch Kontrolle entziehen und du auch lernst, besser mit der Abgabe von Kontrolle umzugehen Das geht mir änhlich und finde ich super toll, dass man sowas über die Beziehung mit Tieren lernen kann.
Das du das Vertrauen von verängstigten Tieren schnell gewinnen kannst, hört sich nach einer ruhigen, geduldigen und empathischen Art an, die du den Tieren gegenüber zeigst. Wie schön, dass die Tiere bei dir schnell ein sicheres Gefühl bekommen
Die Umfrage ist geschlossen Es kann nicht mehr teilgenommen werden.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die so zahlreich teilgenommen haben. Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung!