Hallo liebe Community,
ich spreche heute ein Thema an, dass mich seit nun einem Jahr extrem belastet. Vorab: Ich bin sehr dankbar für jeden, der hier versucht zu helfen!
Im Frühsommer 2025 erlebte ich (m/24) einen Burnout. Dieser war wirklich extrem, ich hatte eine dauerhafte Panik in mir, konnte keine Sekunde entspannen, meine Gedanken rasten hin und her - und das für mehrere Wochen bis Monate. Irgendwann legte sich dieser Zustand etwas und ein, in meiner Not aufgesuchter Therapeut stellte erstmals das Thema ADHS in den Raum. So ging die Reise los und ich bekam Anfang diesen Jahres meine Diagnose.
In der Hoffnung das jetzt alles besser würde hatte ich mich leider mächtig geschnitten, da ich unter allen versuchten Medikamenten auf kurz oder lang extrem litt.
Angefangen mit Bupropion (noch vor der Diagnose): Kurzfristig wichtige Lebensqualität, nach einiger Zeit massive Anspannung, die durch mentale oder körperliche Belastung verschlimmert wurde. Konnte nur noch absetzen.
Dann Versuch 10mg Medikinet: Ein Tag genommen, hoher Fokus, aber extrem getrieben, war quasi nicht aufzuhalten, direkt abgesetzt.
Dann Versuch Atomoxetin 18mg: Guter Fokus, auch nicht zu getrieben. Hatte aber stets ca. 3 gute Tage und 4 extrem erschöpfte Tage pro Woche. Immerhin konnte ich meine Arbeit wieder vereinzelt aufnehmen. Nach einiger Zeit kam die massive Anspannung wieder, musste absetzen und sogar 2 Wochen komplett pausieren.
Runter auf Atomoxetin 10mg: Guter, ruhiger Fokus (große Hoffnung), dann nach 4 Tagen war der Effekt komplett verpufft und die Anspannung setzte wieder ein. Es wurde nach Wochen nicht besser. Abgesetzt.
Dann Medikinet 5mg retadiert: Konnte wieder, zumindest situativ Lebensqualität erleben. Hatte auch immer wieder mit Anspannung zu tun, aber man konnte es immerhin mit Belastung etwas steuern - der Versuch unretadierte 2,5mg dazu zu nehmen scheiterte, da die Wirkung irgendwie nie planbar einsetzbar war.
Zu guter Letzt Elvanse: Da ich wohl High Responder bin (der Grund warum Arzt mir Elvanse lange nicht verschreiben wollte), startete ich hier mit 7,5mg und erlebte wirklich erstmals eine absolut positive Konstanz und Fokus, außerdem keine emotionalen Täler mehr. Ich dachte: Das muss es jetzt sein, das tut genau das, was es soll. Und jetzt nach 4 Wochen - wieder die Anspannung seit drei Tagen. Zuvor kam sie nur immer mal wieder.
Habt ihr eine Idee, wie es zu dieser Anspannung kommen kann? Ist das typisch nach einem ADHS-begünstigten Burnout? Ich meine der eigentliche Burnout ist jetzt 16 Monate her und ich kann immernoch nur einen Arbeitstag pro Woche.. da stimmt irgendetwas nicht oder?