Halli Hallo, wie geht’s denn so?
Bin neu hier (und bei allem, was mit ADHS zu tun hat), hab mal n bissl hier gestöbert, aber nicht so viel gefunden, was mir wirklich gut mit exakt dem Thema weiterhilft.
Hab das Problem, dass ich aktuell (seit ein paar Jahren) an der Kasse arbeite neben dem Studium. Das geht an sich auch einigermaßen klar, nur die letzten Monate (seit der Diagnose, juhay -_-) (also bin happy über die Diagnose, aber doof, dass seitdem nix mehr klappt) habe ich das Gefühl, dass der Laden immer lauter und chaotischer wird und dass ich immer mehr Fehler mache (früher nur 2-4 nennenswerte Kassendifferenzen pro Jahr, dieses Jahr mit zwei Monaten Arbeit bereits 3 Differenzen).
Bin aktuell auch in Therapie, aber gefühlt geht in die 50 Minuten nicht genug Stoff rein und es gibt teilweise n paar dringendere Themen (zum Beispiel Studium und Leben irgendwie auf die Reihe zu bekommen, das Chaos lebe hoch).
Ich habe von Anfang an (bereits lange vor dem ADHS Thema) Methoden angewendet, um dem Chaos im Kopf entgegen zu wirken (Summen laut nennen, doppelt zählen, feste Dialoge…) und das hat zu ausreichend Sicherheit geführt, nur irgendwie reicht das seit diesem Jahr nicht mehr, einfach weil alles so viel ist. Nun sind leider meine Regulationsmöglichkeiten stark begrenzt. Ich habe zwar ein Paar Fidgets, die ich nutzen kann, aber das geht natürlich nur zwischen den Kassiervorgängen. Kopfhörer darf ich natürlich keine tragen (Alles smarte ist eigentlich an der Kasse verboten), entsprechend geht Musik hören nicht, habe mittlerweile diese Loop-Ohrstöpsel, die auch ein bisschen was wegmachen (höre das Surren der Kühlschränke weniger dolle), aber leider nur den kleinsten Teil. Und leider sorgen die Ohrstöpsel auch dafür, dass ich die Kunden, vor allem, wenn sie leiser sprechen, nicht gut verstehe.
Bin aktuell dabei, das mit den Medikamenten auszuprobieren, geht aber langsam voran, da ich bei gefühlt jedem Schritt ein neues EKG brauche, weil beim original EKG ein Wert an der Obergrenze war (absolut vernünftig, aber Termine für’s EKG brauchen manchmal). Und außerdem arbeite ich meistens abends (18-Ende), sodass Medikamente ggf. gar nicht die Lösung sind. (Hatte aus Angstgründen zu Silvester mal CBD Tropfen ausprobiert, das hatte vom Unruhegefühl auf jeden Fall geholfen, aber bekomme von CBD häufig was ähnliches wie n Kater, deswegen auf jeden Fall keine Dauerlösung).
Habt ihr sonst noch Tipps und Tricks, oder auch Erfahrungen, die einem helfen können?
Bin auch schon auf der Suche nach einem passenderen Job, der auch im Lebenslauf hilft, aber dank KI brauchen die in der Branche keine Anfänger für die Drecksarbeit mehr.
Viele liebe Grüße :))