Ist Ariprazol nicht erst ab 15 Jahren? Soll sich ja weniger aufs Gewicht auswirken, oder? Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die unserem 6-Jährigen das schon verschreiben, ehrlich gesagt
Ich hatte heute Rückmeldung vom Arzt aus der KJP.
Er empfiehlt weiterhin Risperidon und will ihn entweder höher dosieren oder ein anderes Medikament in Kombination geben. Mit Atomoxetin arbeiten die nicht mehr, weil sich der Spiegel wohl Zu heftig aufbauen würde, wenn das über einen längeren Zeitraum genommen wird.
Er empfiehlt jetzt wieder Methylphenidat. Entweder wieder als Medikinet (akut) oder Ritalin. Dann natürlich in Kombination mit Risperidon.
Wir sind noch am überlegen, ob wir das in den Osterferien mal ausprobieren.
Was haltet ihr davon? Bisher hatte er ja nur Medikinet Retard, bei dem wir die Kapseln öffnen mussten, weswegen es wahrscheinlich zu heftig gewirkt hat.
Medikinet akut würde ja wieder nur einen kurzen Zeitraum wirken.
Ich denke, da würde dann Ritalin LA besser sein.
Darf ich da wirklich die Kapseln öffnen, ohne Angst zu haben, dass es zu heftig wirkt, weil keine Kapsel mehr drumherum ist?
Mein Sohn (9) nimmt Medikinet retardiert. Wir öffnen jeden Tag die Kapseln und er nimmt nur die Kugeln. Ist so vollkommen in Ordnung. Die Kapsel ist nur eine Hülle und hat mit der Retardierung selbst nichts zu tun in dem Fall.
Wird auch so von unserem Arzt empfohlen. Erst hatten wir es auf einen Löffel mit Smothie gestreut, jetzt schluckt er es so mit Wasser.
Interessant. Danke für deine Rückmeldung. Kannst du sagen, wie lange das Medikinet Retard in etwa bei deine Sohn gewirkt hat, wenn ihr die Kapseln geöffnet habt?
Bei uns war damals nach 3-4 Stunden Schluss inklusive extremen Rebound. Ich hab Angst, dass das wieder so wird
steht doch im Beipackzettel das die Kapsel geöffnet und auf Apfelmus gegeben werden kann.
Ich würde Ritalin nehmen.
Medikinet ist Medikinet und wird lt. 2 psychiaterischen Praxen eine Adhs spezialisiert häufig nicht gut vertragen und deshalb gewesen. Mich hat es agressiv im Rebound gemacht und auch sehr unruhig
Also das Medikinet „häufig nicht vertragen“ wird, habe ich in meinen 8 Jahren eifriger Beschäftigung mit ADHS und Medikation bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen so noch nie gehört.
Sehr wohl habe ich gehört, dass Medikinet wie auch Ritalin nicht von Jedermann vertragen werden, und dass dann aber oft das andere von den beiden wiederum gut vertragen wird, wenn auch nicht immer.
Medikinet hat halt den großen Vorteil, dass es auch 5 mg retardiert gibt.
Ich denke, dass mit dem „nie Pause haben“ trifft aber nur auf Stimulanzien zu.
Diese Befürchtung erscheint mir sehr seltsam und eher als ein Zeichen von Ahnungslosigkeit bezgl. dieser beiden viel seltener verschriebenen Medikamente.
Atomoxetin habe ich selber - in sehr niedriger Dosis zwar nur - genommen und es war sehr emotional ausgleichend bei mir, also eher beruhigend.
Weder Atomoxetin noch Intuniv wirkten je antriebssteigernd bei meinem autistischen Sohn, der beide nahm (übr. nie in direkter Kombination miteinander).
Oh, das ist ja total spannend, dass er Aripripazol, und auch noch so viel, in dem Alter bekommt. Ich freue mich sehr für Euch, wenn das so gut hilft.
Unseren Sohn, 18, nur 55 kg, haben 2,5 mg Aripripazol am ersten Tag kreislaufmäßig total umgehauen und wir haben es extrem kleinschrittig erhöht deswegen.
Bei 10 mg war unser Sohn ganz schön „abgeschossen“ und ich bin froh, dass 5 mg ausreichen, um die Psychotik im Zaum zu halten.
Er hat in den mittlerweile 1,5 Jahren damit auch nicht zugenommen. (Dabei wären 1-2 kg mehr gar nicht schlecht.)
Wie hier schon erwähnt, die Wirkungsdauer ist wie mit Kapsel.
Diese Kapsel hat absolut keine Rolle in der Retardierung. Die Retardierung erfolgt rein über die enthaltenen Kügelchen (weiß sofort verfügbar bläulich-lila später).
Mein Sohn isst manchmal gern die Kapsel (frag mich nicht…), die löst sich wie hier beschrieben sofort auf.
Wichtiger für die Retardierung ist - und zwar volkommen egal, ob man mit oder ohne Kapselhülle einnimmt - was man isst vor der Einnahme.
Das ist der einzige Einfluss.
Dann hat uns die Ärztin der KJP ja damals auch was falsches erzählt.
Ich hatte das in der Packungsbeilage von Medikinet Retard auch gelesen, dass man die Kapseln öffnen darf. Deshalb hatte ich es dann ja auch gemacht, als mein Sohn die Kapsel nicht schlucken konnte.
Als wir der Ärztin davon erzählt habe, hat sie die Hände über den Kopf zusammengeschlagen und meinte, wie können wir die Kapseln denn ohne Absprache einfach öffnen. Das würde dann ja viel zu schnell und zu stark wirken. Das wäre dann ja kein Wunder…
Zum Glück ist die Ärztin nicht mehr da…
Anscheinend will die KJP auf biegen und brechen nochmal Metylphenidat ausprobieren, bevor sie über einen anderen Wirkstoff nachdenken.
Dann tendiere ich aber doch erstmal zu Ritalin LA. statt Medikinet.
Es ist jetzt auch fast ein Jahr her, als wir mit Medikinet angefangen sind.
Vielleicht wirkt es ja nun auch sowieso anders…
Gegessen hat er eigentlich immer bei vor der Einnahme von Medikinet. Nur bei der 2. Freisetzung müsste glaube ich nochmal was gegessen haben, so wie ich das verstanden hab. Das kam eventuell zeitlich im Kindergarten nicht ganz hin. Vielleicht lag es daran
Das soll bei Ritalin LA aber ja etwas entspannter sein.
NAja, wenn dir wieder jemand so etwas erzählt, dann verweise mal auf den Beipack, oder frage mal, wie sie meint, dass ein so junges Kind eine Kapsel schlucken soll???
Das einzige, was man bei den Kugeln nicht machen darf ist, sie in irgendeiner Form zu kauen. Man muss sie wirklich so schlucken wie sie sind. Aber das geht gut mit feinem Fruchtmus (wir haben der Einfachkeit-halber diese Smoothie Packs genommen und am dritten Tag wurden die gegessen und nächste Packung) Dann nachspülen mit Wasser.
Oder mein Sohn schluckt sie wie erwähnt inzwischen mit Wasser (er soll kein Fruchtmus mehr essen wegen Fructose). Er weiß, dass er sie nicht kauen/zerbeißen soll.
Auf die Packungsbeilage habe ich verwiesen. Die Ärztin meinte aber trotzdem, dass es definitiv daran gelegen hat, dass er so stark reagiert hat. Er sei ja noch sehr klein und reagiert da dann viel stärker drauf… (er war damals ja ca. 5,5 Jahre)
Wir hatten es damals auch auf einen Löffel Apfelmus getan und direkt gegeben. Also eigentlich alles richtig gemacht.
Achja und die Ärztin war der Meinung, Kinder müssten das ja lernen, Kapseln zu schlucken. Sehe ich ja auch ein, aber es klappt ja nun einmal nicht