Audhs ADHS und Autismus - richtige Medikation

Hallo,

mein Sohn, 6 Jahre, Diagnose ADHS + Autismus Spektrum Störung hat letztes Jahr einige Medikamente für ADHS bekommen. Leider haben wir noch nicht das richtige gefunden. Ich hoffe hier auf Hilfe.

Zu unserem Sohn: er leidet unter extremer Impulsivität, kann nur schwer Anforderungen folgen, wird schnell aggressiv und damit gefährlich für sich und andere. Er ist extrem reizempfindlich, was meist ebenfalls zu aggressiven Verhalten führt.

Er besucht mittlerweile den dritten Kindergarten. Er ist jetzt in einem heilpädagogischer Kindergarten, aber auch diese Einrichtung ist mit ihm überfordert.

Wir waren in Behandlung bei der Kinder- und Jugendpsychatrie und dort hat man uns auf Grund der Schwere seiner Einschränkung sofort Medikamente empfohlen.

Folgende Medikamente wurden probiert:

Medikinet Retard: Da er keine Tabletten schlucken kann, mussten wir die Kapseln öffnen. Dadurch hat aber selbst 5mg einfach zu heftig gewirkt.

Ritalin Lösung: Hauptproblem war hier der Rebound Effekt. Dann wurde er richtig gefährlich und aggressiv. Nach ca. 3-4 Stunden hat der Kindergarten angerufen. Auch ein nachgeben von einer kleineren Dosis nach 3-4 Stunden hat kaum Milderung gebracht.

Lisdexamphetamin: da verweise ich auf meinen Thread aus dem letzten Jahr. Auch das war eine einzige Katastrophe. Nach 3-4 Stunden extremes Tief und aggressives Verhalten. Ein nachgeben einer kleineren Dosis zu einem späteren Zeitpunkt, brachte auch keine Änderung.

In der KJP meinte man zu uns, wir sollten nicht immer sofort aufgeben. Nachdem dann im Kindergarten während der 3-4 Stunden nach der Einnahme die Stühle und Spielzeuge durch die Gegend geflogen sind, hatte man uns endlich geglaubt, dass dieses Medikament nichts für ihn ist.

Also hat man ihm Risperidon empfohlen. Das hatte auch ganz gut geholfen. Natürlich gab es auch Tage, die nicht so gut liefen aber es war alles tragbar. Auch im Kindergarten und bei seinem Kindersport.

Die Konzentration war natürlich weiterhin ein Problem. Aber er war insgesamt ruhiger und zugänglicher.

Leider gibt es gerade wieder den Rückschlag. Seit ca. 2 Wochen läuft es im Kindergarten jeden Tag nur noch schlecht. Es gibt wieder extreme aggressive Übergriffe.

In seinen Sportgruppe für eingeschränkte Kinder, ebenfalls. Letztes Mal ist es richtig heftig gewesen. Er hat sich nicht an Regeln gehalten, wurde mehrfach darauf hingewiesen. Er hat aber weiter gemacht und gelacht und sich und andere mit seinem Verhalten gefährdet.

Die Betreuerin und ich haben ihn aus der Halle zu zweit rausgetragen. Dann ist er richtig ausgerastet und fing an uns abwechselnd zu schlagen.

So haben wir ihn lange nicht mehr erlebt. Ich hab das Gefühl, das Risperidon wirkt nicht mehr wirklich.

In der KJP und bei seiner Psychologin ist man überfragt, was man ihm hier verschreiben soll, was ihm helfen kann.

Eine höhere Dosierung des Risperidons würde wahrscheinlich wieder dafür sorgen, dass er noch mehr zunimmt. Er ist leider jetzt schon durch das Risperidon übergewichtig geworden.

Irgendwie fürchte ich aber, wir kommen da nicht drum herum.

Oder habt ihr noch ne Idee, ob man ein weiteres Medikament zusätzlich geben kann für Konzentration etc.?

Eventuell auch ein Antidepressiva, da seine Grundstimmung im Moment auch einfach nur schlecht ist. Er redet auch oft davon, dass er tot sein will :cry: Kein Wunder, wenn man einfach überall abgelehnt wird.

Im Sommer kommt ja schon die Schule. Da macht man sich natürlich langsam Gedanken. Denn so wird das selbst auf einer Förderschule schwierig werden.

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Gibt es in eurer Nähe eine Autismusambulanz , Beratungstelle oder eine Selbsthilfe Gruppe für Eltern.

Wenn es möglich ist versucht ihn zunächst Medikamentös im Bezug zur impulsivität und den Aggression zu unterstützen. Konzentration ist zwar für die Schule wichtig , aber schulisch kann man später noch immer aufholen. Schwieriger ist es all das was schief läuft zu verarbeiten und ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen.

Bitte doch um ein Gespräch in der Förderschule. Vielleicht können sie dir etwas Sorge nehmen, weil so eine Problematik bekannt ist, oder haben noch eine weitere Quelle an Unterstützung zur Hand.

Schau mal bei ADXS.org was du da noch zu dem Thema und Medikation findest.

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Eine Autismustherapie könnte vielleicht helfen, wenn es in der Nähe die Möglichkeit dafür gibt.

Bei Medikinet Retard wundert mich das nicht, denn ich bin auch sehr impulsiv und in den Wirkphasen und erst recht im Rebound (Wirkende) habe ich genauso reagiert und mich zurückgezogen weil Medikinet das mehr gesteigert hat am Wirkende dafür hatte es auch insgesamt mehr aktiviert.

Lisdexamfetamin war auch bei mir nicht so angenehm wie Ritalin. Bei Methylfinidat kann das an der Retardierung an sich liegen Medikinet hat eine andere Retardierung wie Ritalin, Concerta oder Kinecteen obwohl es der gleiche Wirkstoff ist und wird auch sehr unterschiedlich fast wie ganz andere Medikamente wahrgenommen.

Ich kann mir vorstellen es wäre einen Versuch wert.

Ritalin Lösung kann gerade wo ihr das hier nicht genau mit dem Wirkende benennen könnt schon das Problem sein. I. d.R. wirkt es zwischen 2,5 bis 3/3,5 std manchmal auch nur 2 std. Wird zu spät nachgenommen ist der Rebound nicht mehr abzufangen entsprechend wird die Lösung ca. 30 min zum Anfluten gebraucht haben. Also wirk es 3 std müsdte nach 2,5std nachgegeben werden damit der Rebound eben nicht zustande kommt.

Ich würde Ritalin LA Kügelchen probieren das fand ich mit meiner Impulsivität am besten und hat diese bei mir nicht gefördert.
Nachteil gibt es nur mit 10mg auch zum starten weil 5 mg sofort freisetzend und z mg verzögert freisetzend und bei mir hat es auch deutlich länger als Medikinet gewirkt. Bei mir so um 8 std hier so zwischen 6 bis 7 std eher gewöhnlich und damit auch mit einem größeren Zeitfenster. Beim Rebound wurde ich nicht agressiv oder ähnliches sondern wahnsinnig müde und schlief überall ein, was aber das Personal nicht so überfordern dürfte.

Also Autismus-Therapie erhält er gerade im Kindergarten. Das hatte ich vergessen zu erwähnen. Beim Autismus Zentrum stehen wir auf der Warteliste. Das dauert mindestens noch 1 Jahr.

Er befindet sich außerdem im Therapie bei seiner Psychotherapeutin. Als Eltern sind wir dort einmal im Quartal zur Beratung. Bei Bedarf auch zwischendurch.

Vom Autismus Zentrum erhalten wir regelmäßig Einladungen zu Informationsveranstaltungen.

@Kathy kannst du mir sagen, welches Präparat du da genau hast? Sind das Kapseln, die du öffnest?

Ritalin LA Zulassung Erwachsene und Kinder

Ist Methylfinidat retardiert. Die Zeitverzögerung erfolgt chemisch, was ander wie bei Medikinet nahrungsmittelunabhänig eingenommen werden kann.

Es ist ein Kapsel mit kleinen weißen Kügelchen und gibt es in den Stärken 10 mg, 20 mg, 30 mg, 40 mg.

Seite vom Hersteller leider nur mit 20 mg als Bild. Gibt es trotzdem in 10 mg retard, 20 mg retard, 30 mg retard, 40 mg retard

Wisst ihr eigentlich warum er vor den Medikamenten seine Ausraster etc hatte?

Ich kanns auch nur aus heutiger Sicht reflektieren und meist war und ist das bei mir ohne Medikamente wenn ich mich benachteiligt fühle, das Leute über meine Bedürfnisse und Wünsche gehen, wenn ich mich ungerecht benachteiligt fühle etc.

Bei Adhs und Autismus zumindest bei mir merke ich auch das es Phasen sind und auch heute noch ganz fix hochkocht wenn alte Verletzungen, Zurückweisungen etc. getriggert werden und es dann wirklich so herausplatzen kann. Aber ich bin da auch noch viel am Aufarbeiten weil hat 47 Jahre alles nicht erkannt wurde und ich vieles selber zusammengeklaubt habe bis es dann die Diagnose gab.

Und ich weiß das auch viel meiner Kommunikation mit meinem Umfeld nicht immer optimal verläuft oder aneinander vorbei.

Impulskontrolle und solche Dinge können sehr, sehr stark von Medikamenten beeinflußt bzw. ausgeschaltet werden, zumindest bei mir und wenn ich das bei euch lese habe ich irgendwie schon meine letzten 1,5 Jahre mit Medikamenten gesehen,das erste halbe Jahr lief gut und irgendwann kippte bei mir was, da waren auch viele Belastungen wo ich nicht so bei der Medikamentenwirkung war sondern auf 7 Baustellen und dann wohl genug falsch gesteutet hatte…

Manchmal kann der Grad auch schmal sein, aber ich kann sowas schlecht erklären

Was mir noch einfällt:

Ich konnte vom ersten Tag immer gut steigern und hat im ersten Moment gut funktioniert aber auf längere Zeit nicht könnte es wahrscheinlich wesentlich besser sein ziemlich niedrig zu dosieren.

Hier im Forum wurde immer geschrieben das bei Audhs meist weniger Wirkstoff/ Medikament besser wirken.

Das kann ich so bestätigen, das ich im Moment an schlechten Tagen Microdosen (sehr kleine Dosen) Ritalin nehme. Weil wenn nach dem Aufdosieren sowas wie Depressionen kommen oder weil man meint mehr würde besser helfen doch es hilft nicht besser lieber nochmal eine Pause von Stimulanzien machen und mit der kleinsten Dosis wieder einsteigen und dann einfach Zeit lassen. Lieber schauen ob sich das dann nicht nach ein paar Wochen einpendelt weil das Gehirn Zeit braucht.

Als ich von Elvanse wechselte wurde das nicht richtig rund und war einfach nicht toll oder gut und auch so schwankend. 3 oder 4 Wochen Pause und dann ganz kein wieder rein und das war dann die Wende. Weil Adhs hat ja auch Schwankungen mit denen muß ich für mich leben versuche ich die optimiert auszugleichen tut mir die Medikation nicht gut. Solange mehr gute wie schlechte Tage da sind bin ich damit zu frieden

Mein Sohn kommt am Besten mit Spiegelmedikamenten klar. Es wären Intuniv und Atomoxetin. Atomoxetin gibt es auch als Saft, soll aber scheußlich schmecken.

Aktuell bekommt mein Sohn Antidepressiva, was die Emotionen stabilisiert und Aggressionen mindert. Ich glaube aber, es ist erst ab 8 zugelassen.

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Ansonsten würde ich die Aktivitäten reduzieren. Wenn ich richtig verstanden habe, geht er in den Kindergarten, zum Sport und zur Therapie. Das sind viele soziale Anforderungen und auch Überforderungen.

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Habt ihr euch mal mit PDA als Verhaltensprofil und dem Umgang damit beschäftigt? Vielleicht sind in den letzten Wochen im Kindergarten durch die Vorschule immer mehr Anforderungen und Erwartungen hinzugekommen, die ihn überfordern und zu den Aggressionen führen? Das wäre zumindest eine mögliche Erklärung und würde auch zu grübelns Gedanke passen, dass es zu viele Aktivitäten sein könnten.

Habt ihr eine Integrationshilfe, die ihn im Kindergarten unterstützt?

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Hätte ich auch jetzt erwähnen wollen… dazu habe ich noch keine Standard Link, aber ich habe vor einem knappen Jahr darin hier glaube ich schonmal irgendwas gepostet. Muss ich mal schauen, was es war. (Ich habe leider große Gedächtnisprobleme.)

Bei AuDHS kann es auch sein, dass der autistische Teil vom ADHS-Teil überfordert ist…

Voila:

Guter Punkt - Intuniv wollte ich auch erwähnen, aber es stimmt, an Atomoxetin könnte man auch mal denken.

(Also alles was wir hier erzählen - bitte immer bedenken, dass wir hier keine Ärzte sind. Wir berichten nur von unseren Erfahrungen, in der Hoffnung, dass es für das nächste Arztgespräch hilfreich sein könnte…)

Normalerweise versucht man bei ADHS Symptomen erst Atomoxetin vor Intuniv.

Aber wenn die Impulsivität und emotionale Durchbrüche schon zur Gabe von Risperidon geführt haben, dann würde ich (Achtung, ich bin Laie!) eher gleich zu Intuniv tendieren.

Intuniv hilft gegen emotionale Durchbrüche und Impulsivität, wird gerade auch bei Autisten mit ADHS halt gerne gegeben.

Aber es ist halt leider sauteuer…

Mein Sohn, AuDHS und inzwischen schon18, hat Atomoxetin gut vertragen, aber Intuniv ist noch besser.

Bei ihm war Risperidon auch schon im Gespräch, aber dann hat es mit Intuniv gut geklappt.

Mein Sohn hat zum Atomoxetin wie auch Intuniv noch Concerta genommen bzw nimmt es immer noch.

Vor einem guten Jahr wurde er psychotisch, musste leider ein Antipsychotikum nehmen, aber es kam gut unter Kontrolle damit und jetzt braucht er nur noch sehr wenig davon.

Jedenfalls scheinen gewisse Antipsychotika auch gegen Aggressionen zu wirken.

Problematisch ist natürlich, dass Dein Sohn noch extrem jung ist. Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt Antipsychotika gibt, die zugelassen wären. Wahrscheinlich keine. Diese Medikamente sind wohl auch mit äußerster Vorsicht zu genießen. Wobei ich nicht weiß, wo genau das das Problem ist

Diese Medikamente sind ja logischerweise hier im Forum nicht im Fokus und bei den Terminen mit unserem Arzt haben wie so viele andere Themen, dass ich alles Wissen darüber nur aus den Fachinformationen wie Gelbe Liste und so habe.

Insofern wäre es bestimmt am besten, un Antipsychotika einen großen Bogen zu machen.

Andererseits - sollte jemand damit anfangen, weil es die letzte Möglichkeit wäre, eben genau nachfragen und googeln und nochmal nachfragen…

Hier auch noch ein verwandter Thread

Danke für eure zahlreichen Antworten :blush:

Ja, das PDA-Profil passt total auf meinen Sohn. Ich habe das in der KJP und bei der Psychologin auch bereits angesprochen. Aber da es da ja für PDA alleine keine offizielle Diagnose für gibt, wird da gar nicht weiter drüber nachgedacht. Leider…

Die Förderschule werde ich auf jeden Fall drauf hinweisen. Zum Glück ist das ja extra eine Schule für sozial-emotional schwache Kinder bzw. auch für Autisten. Mit kleinen Klassen, Psychologen vor Ort usw. Aber halt auch ca. 1 Stunde Autofahrt von uns entfernt.

Sollten wir den Schulplatz bekommen, sind wir da denke ich an der richtigen Adresse. Man macht sich da natürlich trotzdem seine Gedanken, wie das wohl wird. Einen Integrationshelfer haben wir bereits beantragt.

Ich muss auch dazu sagen, wir sind hier im kleinen Ostfriesland und ich habe das Gefühl, hier ist man mit solchen schwierigen Fällen wie mit meinem Sohn einfach überall überfordert.

Wir versuchen die Freizeit für unseren Sohn möglichst reizarm zu gestalten. Einkaufen mache ich zum Beispiel immer ohne ihn. Außer Sport (einmal die Woche und Therapie (alle zwei Wochen) macht er auch eigentlich gar nix. Freunde hat er ja leider auch nicht. Der Sport macht ihm auch Spaß. Das will ich ihm eigentlich nicht nehmen. Er hat es ja schon schwer genug. Sollte das aber weiter so laufen, wie in den letzten Wochen, dann werde ich ihn da wohl doch vom Sport abmelden. Ich hoffe aber auf baldige Besserung…

Danke für die zahlreichen Vorschläge der Medikamente. Ich werde das am Dienstag mal bei der Psychologin ansprechen.

Auf Atomoxetin kam ich auch schon. Die flüssige Form davon heißt glaube ich Straterra?? Ich bin aber nicht ganz schlau geworden, ob das noch lieferbar ist bzw. Noch eine Zulassung In der EU hat?

intuniv klingt auch sehr interessant. Da wurde in der KJP auch mal drüber gesprochen aber ich glaube, die haben sich nicht getraut, ihm noch irgendwas zu verschreiben und waren froh, dass es so einigermaßen mit Risperidon lief. Ich werde da auch mal nach fragen, wenn wir Dienstag den Termin haben.

Jetzt am Wochenende war er sehr ruhig und in sich gekehrt. Dass er so oft erwähnt, dass er tot sein will, hat einen Grund: seine Oma ist 2024 gestorben und er will wieder bei ihr sein. Das hat er leider nie gut verarbeiten können. Sie war wie seine zweite Mama für ihn :pensive_face: im Moment kommt das bei ihm wieder oft hoch.

Ich melde mich nach Dienstag nochmal , wie es nun weitergeht.

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Atomoxetin Präparate von Lilly laufen alle unter Strattera, ist aber der gleiche Wirkstoff.

Die Lieferengpässe sind glaube ich jetzt besser geworden.

Hier kann man immer aktuell nachsehen:

Aktuell tauchen da weder Atomoxetin noch Intuniv auf. Bei MPH sieht das ganz anders aus…

Reizbarkeit und Aggressionen können auch Anzeichen für eine Depression bzw. depressive Episode sein. Das würde auch dazu passen, dass er davon spricht, tot sein zu wollen.

So wie du die Situation beschreibst, würde ich überlegen, eine Klinik mit Eltern-Kind-Station zu suchen und mich da zu bewerben. Die Wartezeiten sind oft lang und falls es ambulant nicht besser oder sogar schlechter wird, könnte das eine gute Möglichkeit sein.

Und falls das in eurer Situation irgendwie möglich ist, würde ich darüber nachdenken, eine Kindergartenpause einzulegen, damit sich die Anspannung wieder etwas legen kann.

Da hilft: mit stark schmeckenden Getränken einnehmen, wenn es mit Nahrung zusammen genommen werden darf. Ich nehme bittere Tropfen mit Cola oder anderer Limo, koffeinfrei und zero-Zucker, damit nicht noch mehr Zucker ins System kommt.

Zucker kann Hyperaktivität befördern. Und ist auch so nicht gesund.

Tropfen auf dem Löffel abzählen und ins Getränk rühren. Kleinen Schluck zum Nachspülen.

Mir hilft das gut.

Ich verstehe ehrlich gesagt noch nicht ganz, ob man Straterra denn nun mischen darf oder nicht, wenn das so scheußlich schmeckt. Laut Packungsbeilage steht ja drin, dass man es nicht mischen soll, da die Gefahr besteht, dass es nicht ganz ausgetrunken wird bzw. den Geschmack verändert.

Wenn man jetzt aber etwas findet, was damit gut schmeckt und er das auf jeden Fall auf trinkt(zum Beispiel in einem Schnapsglas, wie wir es auch mit Risperidon machen), sollte das doch kein Problem sein, das zu mischen. Oder?

Mein Sohn hatte den Sirup zum Aufdosieren und - ehrlich gesagt - nie über den Geschmack geklagt. Er hat ihn direkt aus der Spritze in den Mund genommen und geschluckt.

Er war da ca 11-12 Jahre alt.

Ich denke, wenn es wirklich nicht anders geht, sollte es ok sein, wenn man den Sirup in eine möglichst kleine Portion von etwas mischt, einen Esslöffel oder so - das wies es ja auch ganz aufgegessen.

Wenn man es jetzt in ein Müslischälchen untermischt, dann könnte ja tatsächlich was im Schälchen bleiben. Und das ganze Müsli würde dann ja vielleicht auch nicht mehr schmecken.

Der Sirup ist ja auch sehr teuer… wir hatten nur eine Flasche davon.

Im Übrigen muss ich warnen, dass auf der Dosierspritze ml angegeben sind und nicht mg des Wirkstoffs. Im Beipackzettel steht ja nicht genau jede Dosis umgerechnet drin, sondern wieviel ml wieviel mg entsprechen. Das muss man dann umrechnen.

Anfamgs habe ich meinem Sohn einmal viel zu viel auf einmal gegeben, weil ich so müde war und mal wieder morgendliche Hektik und so. Da habe ich ml mit mg verwechselt. Er fand es aber nur angenehm :sweat_smile: keine unerwünschten Effekte.

Wollte mich nochmal kurz zurückmelden.

Viel Neues habe ich noch nicht. Nur, dass die Psychotherapeutin meines Sohnes jetzt nochmal mit der KJP sprechen will, wie wir die Medikation am besten umstellen.

Sie hatte mir noch erzählt, dass Risperidon eigentlich auch nur “vorübergehend“ geplant war und die KJP gehofft hat, dass er dann etwas zur Ruhe kommt und es dann auch wieder ohne Risperidon geht.

Zeigt mir leider nur wieder, dass die KJP den Ernst der Lage nicht begriffen haben. Er ist doch Dauerüberdordert… dann brauchen wir doch eine Dauerlösung.

Außerdem erhält er das Medikament Risperidon jetzt schon seit Ende August/Anfang September 2025. Vorübergehend? Hmm… :face_with_raised_eyebrow:

Die Psychotherapeutin war eher nicht für Atomoxetin oder Intuniv, da es ja Spiegelmedikamente sind und sein Körper ja so nie eine Pause hat. Sehe ich etwas anders, da der Rebound Effekt bisher ja gerade den Stress bei ihm ausgelöst hat. Wenn immer ein gleicher Spiegelt aufrecht erhalten wird, kommt er doch viel mehr zur Ruhe. Aber mal schauen, wie der Oberarzt der KJP entscheidet.

Halte euch auf dem laufenden.

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Mein Sohn, 8 Jahre, AuDHS, 38 kg, nimmt Medikinet ret 40 mg und Aripiprazol 10 mg. Risperidon hat bei ihm nicht geholfen, und er hat stark zugenommen. Als Alternative dazu erwäge ich Methylphenidat und Guanfacin/Intuniv, falls die akutelle Medikation nicht mehr weitergeführt werden könnte. Es dauert einige Wochen, bis der Wirkspiegel bei Aripiprazol erreicht ist.

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