Audhs ADHS und Autismus - richtige Medikation

Heute war es auch wieder etwas sprunghaft.

2 Stunden nach Einnahme war seine Laune etwas schlechter. Es gab aber noch keine Wutanfall oder Ähnliches.

3 Stunden nach Einnahme: Laune bessert sich etwas

4 Stunden nach Einnahme: erster kleiner Ausraster, weil wieder eine Kleinigkeit nicht geklappt hat.

5 Stunden: Redet viel, wissbegierig und kuschelbedürftig (ungewöhnlich aber positiv :blush: ), sehr gut zugänglich.

6 Stunden: Kleiner Wutanfall, Haut mehrfach auf Tisch vor Wut, versteckt sich dann kurz und beruhigt sich wieder

7 Stunden nach Einnahme : verweigert jegliche einfache Anweisungen. Großer Wutausbruch, wird sogar mir gegenüber übergriffig mit treten. Das war dann wohl schon der Rebound.

Um kurz nach 15:00 Uhr (8 Stunden nach Einnahme) ging er dann sauer und weinend in sein Zimmer und wir haben ihn ca. 2 Stunden nicht gesehen. Er wollte uns auch nicht sehen und hat uns weg geschickt. Zumindest hat er nicht geweint, sondern gespielt. Er wollte wohl einfach nur seine Ruhe.

Immer noch besser als der Tag vorgestern. Aber gut war das nicht. Die Rebounds am Nachmittag sind einfach echt heftig. Die Wirklücken wären für den Kindergarten auch einfach nicht tragbar. :enraged_face:

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Ja das ist wirklich suboptimal.

Vielleicht wären dann doch doch Equasym, Concerta und Kinecteen noch einen Versuch wert.

Dieses Lückengestopfe, das @Kathy - für mich sehr plausibel klingend - vorschlägt, ist natürlich gut gemeint, aber auch real wahrscheinlich überhaupt nicht umsetzbar.

Erstens, weil Kita Erzieherinnen nicht ständig Medikamente verabreichen können, da das ja auch immer dokumentiert werden muss. Und zweitend wird das Kind das auch recht bald leid sein.

Insofern - bittet um ein neues Rezept und einen weiteren Versuch mit einem längerwirksamen Präparat.

Die oben genannten haben jeweils recht unterschiedliche Retardierungen - da sollte doch dann hoffentlich etwas Passendes dabei sein…

Erst mal zuhause schauen ob es bei 10 mg Ritalin LA bleibt oder auf 20 mg geht und ob ohne was zu machen es sich nicht nach 1 Woche durch Gewöhnung bessert

zu viele Experimente mit Medikamente haben irgendwann genug Kinder dazu gebracht gar keine Medikamente mehr nehmen zu wlllen.

Kinder sind keine Bayerversuchskaninchen. Kinderseelen brechen schneller als das alle wahrhaben wollen!

Dann kommt das geheule sas das Kind dich weigert überhaupt noch was zu nehmen weil zu viel zu oft zu schlimm durch Experimente mit Medikamenten die Nebenwirkungen nur noch als schlimm empfunden wurden.

Gerade kleine Kinder sind da sehr empfindlich…
Nono komm und hör dir an was passiert weil Mütter und Ärzte zu viel experimentiert haben und das Kind dann alle Medikamente dauerhaft verweigert hat und erst als 40 Jahre nach Verweigerung das Leben so geschrottet wurde das nichts mehr vor und zurück geht ein zaghafter Versuch aus extremer Verzweiflung mit Medikamenten versucht wird.

Hab ich mehrfach schon in den Gruppen gehört und auf ADHS Tagungen noch viel öfter gehört.

Das hatte sich so 'Horror eingebrannt" das diese Personen wissend wirklich mehrfach das Leben voll geschrittet haben… .

Das hatte auch das Vertrauen in absolut jeden Arzt geschrottet und sie wurden für Lügner, Betrüger und Menschenseelenfänger gehalten - ob berechtigt oder nicht war gleich weil es sich so extrem ins Gedächtnis gebrannt hatte… und das ist meist weder rational und wahrscheinlich auch nie so real gewesen - ABER EXTREM REAL EMPFUNDEN mit der Eigen- und Fremdwahrnehmungsstörung durch Adhs…

und diese realen Gefühle lenken dann ein ganzes Leben… seufz

Ja also aus der Ferne finde ich es auch schwer zu sagen, was nun von einem sehr jungen Kind als „schlimmer“ empfunden wird bzw was es genau als „schlimm“ empfindet.

Sind die Aufs- und Abs schlimmer?

Ist ein Wechsel von einem zu einem anderen MPH-Präparat schlimmer?

Mein Sohn durfte erst mit 10 Jahren die Medikation ausprobieren und es war so ein Quantensprung für ihn selber, dass er jegliche Änderungen gut toleriert hat.

Es war aber auch alles besser als „ohne“ und nicht so kompliziert mit solchen Auf-und-Abs.

Die Wechsel waren bei ihm eher deshalb, weil er nicht zunahm und klein war, nicht wuchs.

Mein Sohn hatte sich ja vorher trotz Diagnose jahrelang massiv quälen müssen, weil von unserem SPZ trotz Diagnose ADS nie überhaupt die Rede von Medikamenten war und ich es nicht besser wusste.

Aber was halt schon nerven kann, ist, wenn man durch viele Einzelgaben ständig beim Spielen unterbrochen wird.

Evtl. könnte es als unangenehm wahrgenommen werden, wenn andere das jedes Mal mitbekommen. Die anderen werden evtl. ja auch etwas aus dem Spiel gerissen.

Bei uns hat die Kita ein riesen Theater gemacht, als sie mal vorübergehend im Hort mittags nur eine kleine Dosis Attentin verabreichen mussten.

Oweh, das hat die Leiterin dann höchstpersönlich übernommen. Und nur mit exakter schriftlicher Anweisung des Arztes.

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Ich habe nochmal von oben nachgesehen - zurück zum 12.03.26:

Also das ist ja total bescheuert.

Ja, Atomoxetin baut einen Spiegel auf.

Man merkt halt beim Aufdosieren erst nach 6 Wochen auf der selben Dosis, ob man das Optimum erreicht hat.

Da muss man dann eben früh genug mal mit Aufdosieren aufhören und auf einem Level lönger bleiben.

Es ist schon ein gutes Medikament.

Bei uns war unser Sohn bis auf 50 mg (25 mg - 0 - 25 mg) aufdosiert worden und nach 6-8 Wochen wurde es ganz subtil irgendwie komisch, er kriegte „Sprechdurchfall“.

Wir dachten, es käme vom Medikament und haben ausgeschlichen. Dann hat er aber immer noch viel geredet.

Also wieder eindosiert.

Aber weil ich immer drauf herumgeritten bin, dass der Fokus für die Schule nicht reicht und bitte MPH dazu genommen werden soll, der Arzt aber nicht wollte, sollte lieber nur Intuniv gegeben werden.

Da haben wir dann den Arzt wechseln können, und mit Intuniv plus Concerta war das Gerede weg und der Fokus ausreichend.

Später mussten wir wieder zu Atomoxetin, weil Intuniv nicht erhältlich war.

Dann ging das Gerede wieder los.

Also das Gerede hat er wohl im Laufe der Pubertät einfach so von sich aus entwickelt, das hatte mit dem Medikament wohl gar nichts zu tun.

Dann wieder Intuniv weil Atomoxetin nicht erhältlich war.

Also letztendlich redet unser Sohn auch ohne Atomoxetin jetzt immer viel.

Das Intuniv reduziert es ein bisschen so dass es nicht mehr so krass ist.

Das Aripripazol ist sehr gut gegen „den Rest“.

(Leider kam die Psychotik doch allmählich wieder hervor und das Aripripazol musste sukzessive erhöht werden.)

(Aber jetzt scheint es ohne dass Gegenmittel gegen die Zuckungen in Armen und Beinen zu gehen.
Das Gegenmittel Akineton/Biperiden war wiederum nicht so prickelnd, aber von Aripripazol ist ja bei Euch nicht die Rede und wenn, dann nicht in der Höhe von 15 mg…)

Die Aufs und Abs sind leider auch ziemlich schlimm. Für den Kindergarten nicht tragbar. Er ist dann ja auch überhaupt nicht zugänglich. Jegliche Anforderung wird verweigert.

Man muss dann warten, bis er sich beruhigt hat. Wenn man versucht mit ihm in Kontakt zu treten, mit ihm zu reden oder sowas, wird er auch übergriffig. Wir können zu Hause bei den Aufs und Abs darauf achten und lassen ihn in Ruhe. Im Kindergarten versuchen die Kinder aber trotzdem mit ihm Kontakt aufzubauen und dann wird er wieder aggressiv. Spätestens bei Anforderungen eskaliert es dann. Genau das haben wir ja unter dem Lisdexamfetamin erlebt. Es war jetzt zumindest noch nicht sooo heftig , aber es ging in die gleiche Richtung. Und um so Höher er dosiert war, umso schlimmer wurde es.

Als es stabil gewirkt hat (gestern nach 5 Stunden) war es super. Er war super lieb, zugänglich, konzentriert und ist Anweisungen gefolgt.

Das war aber ja leider nur ganz kurz :woman_shrugging:t3: Vorgestern ja etwas länger, allerdings gab es da auch keine großartigen Anforderungen.

Beim Anfluten und Abfluten wirkt er auch total gestresst und vom Rebound brauchen wir gar nicht reden :sweat_smile:

Ich gehe man davon aus, dass der Arzt einfach nochmal sehen wollte, dass MPH nicht funktioniert. Denn vorher hat uns ja auch eine andere Ärztin betreut. Ich hoffe jetzt wirklich auf Einsicht, dass er uns ein anderes Medikament verschreibt. Wer weiß, vielleicht würde dann ja sogar Atomexitin alleine reichen und wir können Risperidon weg lassen :sweat_smile: irgendwas muss es doch geben, was ihm hilft.

Aber ich sehe es ähnlich. Ich habe auch Angst, dass er Medikamente irgendwann verweigert. :cry: das haben wir dem Arzt auch schon mehrfach gesagt.

Wir müssen jetzt erstmal abwarten, was der Arzt sagt.

Das wird sicherlich wieder ein paar Tage dauern, bis wir da eine Rückmeldung bekommen. Melde mich auf jeden Fall nochmal.

Heute haben wir ihm nix gegeben und er ist super drauf. Nur halt wieder sehr aufgedreht, sprunghaft und unkonzentriert.

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Also kein Ritalin, nur Risperidon?

Ja. Nur Risperidon​:wink:

Ich habe vorhin mal angefangen, Deinen Lidesamphetamin Thread zu lesen. Aber ich konnte nicht so schnell alles lesen.

Ich frage mich, weshalb Ihr nicht echtes Elvanse probieren durftet letztes Jahr?

Hier im Forum habe ich ganz oft gehört, dass die Generika nicht so toll sind.

Ich würde empfehlen , dass das evtl. auch nochmal überlegt wird: echtes Elvanse und dann mit 2,5 mg einsteigen und in 2,5 mg Schritten alleein, zwei Wochen steigern.

So habe ich es bei mir selber gemacht und von Tag Eins auch eine angenehme Wirkung auf die Emotionen gespürt. Bei den etwas höheren Dosen kamen dann auch andere erwünschte Wirkungen hinzu.

Bei mir - und auch meinem Sohn - hört die spürbare erwünschte Wirkung von Elvanse etwa 4,5 Stunden nach der Einnahme auf.

Man könnte ggf. nach 3-4 Stunden eine zweite Dosis und evtl. später noch eine dritte versuchen. Wenn man in so einem niedrigen Bereich ist, ist das ja etwas völlig anderes.

Das wären meine Tipps zu Elvanse…

Eine Idee wäre noch, die 5mg nochmal zu halbieren und im Abstand von 30min zu geben (2.5/2.5mg), um die Wirklücke zu vermeiden und vielleicht wäre damit sogar der Rebound etwas sanfter?

Ansonsten gegen den Rebound 30min vor dem Rebound eine Viertel-Tablette von 5mg MPH unretardiert (gibts glaub von Medikinet?).

Concerta wäre eigentlich auch eine gute Option, aber geht wohl nicht wenn er jetzt 5mg retardiert hat, so wenig gibts nicht bei Concerta (startet bei 18 mg, was 10mg Ritalin retardiert entspricht…).

Was war eigentlich die kleinste Elvanse-Dosis, die ihr hattet?

Bei so niedrigen Dosierungen könnte man vermutlich auch Bupropion nehmen. Das würde einige Probleme ersparen.

Bupropion gibt es glaube ich nur als Tabletten, oder?

Die Therapeutin hatte das Thema Elvanse auch nochmal angesprochen. Sie hielt es aber für wenig Sinnvoll, weil er auf das Lisdex so krass reagiert hatte. Dann hatten wir ja erstmal Ritalin LA ausgewählt. Keine Ahnung ob das beim Original sooo viel anders sein kann?? Meint ihr das wirklich??

Die niedrigste Dosis beim Elvanse lag bei 5mg und auch da kippte seine Stimmung extrem ins negative. Und zwar genau nach 3-4 Stunden. Und die Stimmung blieb dann auch den restlichen Tag einfach nur schlecht.

Wir haben noch 5mg Medikinet Retard liegen. Ich überlege mir mal, ob wir das am Wochenende nochmal testen (mit aufgeteilter Kapsel, also 2,5mg/2,5mg.

Im Moment ist er sooo gut drauf. Ich will das eigentlich nicht kaputt machen :see_no_evil_monkey::sweat_smile:

Ja, Bupropion gibt’s hier nur als retard Tabletten. Sie wirken 24 Stunden und viel sanfter als Stimulanzien.

Und ist kein Betäubungsmittel.

Tabletten kann er aber ja nicht schlucken :pensive_face: wir haben es auch nochmal geübt mit TicTac. Nicht einmal die bekommt er runter.

Es gibt - leider relativ teuere - Tabletten-Umhüllungen mit Zitrusgeschmack. Die kosten in der großen Packung pro Tablette ca 30-50 Cent, je nachdem, ob eine Umhüllung nur für eine Kapsel reicht oder ob man es hinbekommt, mit so einer Umhüllung zwei Kapseln zu umhüllen.

Abet vielleicht könnte damit dann sogar allmählich das Schlucken ohne die Umhüllung geübt und geschafft werden…?

Ich hatte mal eine kleine Packung gekauft, weil ich ein paar riesige Tabletten zu schlucken hatte, die irgendwie immer bei mir so komisch im Hals kleben blieben, die „rutschten“ einfach überhaupt nicht.

Ich fand die genial und auch sehr lecker :grinning_face:

Also irgendwie wenn ich das alles so lese, finde ich das was da bei euch passiert echt nicht toll für den Kleinen. Das erzeugt bei mir leider so ein Versuchskaninchen Bild und euer Kind scheint total durcheinander zu sein. Hier frage ich mich auch, wo sind die Ärzte, wo die Begleitung für euch?

Ja mir geht es auch so.

Aber mir ging es mit meinem eigenen Kind genauso.

Wir müssen aufpassen, die Außensicht nicht zu stark zu werten.

Ich sehe aber auch den stark verunsichernden Faktor, dass die Medikation so ungleichmäßig wirkt.

Hier muss @Linda89 ihr Bauchgefühl einsetzen, aber auch immer mal die Fachleute offen darauf ansprechen, worauf hier zu achten wäre.

Andererseits können die Fachleute nur das wissen, was Linda mit ihren Worten wiedergibt.

Und das, was sie in der Zeit eines Termines beschreiben kann, ist wahrscheinlich rein zeitlich schon sehr begrenzt, je nachdem, wie lange so ein Termin ist.

Deshalb kann sein, dass schon die Frage an sich dann die Ärzte vielleicht dazu treibt, übervorsichtig zu antworten, um ja nicht „Schuld“ an irgendwas zu sein.

Es ist wahnsinnig schwierig, abzuschätzen, wann ein schneller Wechsel mehr schützt als das „Warten darauf, dass/bis/ob/inwieweit sich die Nebenwirkungen legen - und dann ob sie ganz weg sind oder nicht.

Ja…

Also …

@Una Dein Hinweis ist einerseits völlig richtig.

Aber @Linda89 sollte es nicht als Kritik oder einen Druck auffassen.

Wir hier kriegen zwar das Getippte vielleicht ausführlicher mit, aber wir kennen weder @Linda89 in echt, noch ihr Kind, noch den Arzt.

Insofern können auch wir eben nur unseren äußeren Eindruck hier wieder geben, es muss aber mit diesem Vorbehalt versehen werden.

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Das sollte gar keine negative Kritik an die Eltern sein. Die Eltern wollen ja erstmal vir allem Besserung für die wirklich schwierige Situation und das ließt man ja auch raus. Nur manchmal ist es auch so, wenn man selbst in einer belastenden Situation ist, dass man sich verrennt und es am Ende anstatt besser, schlimmer wird, eventuell weil eine Art Tunnelblick entsteht.

Ich könnte mir halt vorstellen, dass die Familie mit besserer professioneller Hilfe, bessere Ergebnisse erzielen könnte und sich die Schwierige Situation dadurch entlastet. Hier scheint der Fall einfach sehr komplex zu sein. Daher denke ich, es könnte hilfreich sein, wenn die Eltern nicht experimentieren, sondern sich eventuell in eine gute Klinik mit dem Kind begeben, wo er Schrittweise eindosiert werden kann und eventuell könnte man auch noch Hilfe für zu Hause bekommen um die Verhaltensbesonderheiten besser verstehen zu können und einen stress freieren Alltag hinzubekommen und das ist kein Vorwurf von mir an die Eltern. Sondern manche Situation sind einfach mit Unterstützung besser umzusetzen.