AuDHS Medikation

Das macht es in dem Sinne ja auch etwas schwieriger weil Symptom sich da zum Teil überschneiden und man nicht weiß was von was kommt .

Meine PTBS habe ich erst durch die plötzliche Kontrawirkung meiner ADHS Medikamente richtig erkannt.

Ist was von der PTBS unterschwellig am Werke , dann bedarf mein Stresssystem andere Intervention als wenn es nur dass ADHS ist. Genau diese Intervention benötigen mehr Aufmerksamkeit und Struktur , was mit ADHS ja eh schon schwerer ist und dann ausgerechnet hat es Auswirkungen auf die Medikation.

Damit meine Medis gut wirken muss ich leider viel dafür tun und mehr Ruhe ins PTBS - Stresssystem habe ich eher mit der Therapie bekommen.

Und wenn bei dir kommt ja auch noch AuDHS zusammen, was wiederum ein sensibleres Finetuning in vielen Dingen benötigt.

Schreib doch mal den YouTube Dr per Mail an, vielleicht meldet er sich ja mit einer Möglichkeit?

Obacht, folgende Aussage im Video ist irreführend (und führt zu falschen Schlussfolgerungen)!

„Wenn ADHS mit Autismus überlappt, was abhängig von der Studie in bis zu 80% der Fälle vorkommt,…“

Die angegeben Quellen sind zumindest unsauber recherchiert.
Chara Ioannou hat in 2020 zwei wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht, in denen es um die visuelle Aufmerksamkeit von Kindern mit AuADHS ging. Nur in der Einleitung wird erwähnt:
„Interestingly, ASD and ADHD are frequently co-occurring with an estimated 30%–80% of ADHD in the autistic population and 20%–50% of ASD in the ADHD population.“
Die dazu angegeben Quelle ist eine Publikation aus 2016, in der eine USA weite Telefonumfrage von 2011 mit Eltern zu ADHS, ASS und weiteren Komorbiditäten bei ihren Kindern durchgeführt wurde.

Als Primärquelle für die im Video gestellte Behauptung eignet sich Ioannou nicht.

Das Paper von Tara Stevens et al. aus 2016 konstatiert und das ist wichtig: für Kinder zwischen 6-17 Jahre mit einer Autismus Diagnose:

41% dieser Kinder haben ADHS+Autismus, 17% haben ADHS+Autismus+Intelligenzminderung = 58% aller Kinder mit Autismus haben auch ADHS (mit Korrekturfaktor für die Umrechnung auf die amerikanische Gesamtbevölkerung versehen)

→ Die Aussage lautet also richtig:
60% aller Kinder mit Autismus Diagnose haben auch eine ADHS Diagnose (und weitere Komorbiditäten).
UND NICHT, wie du verständlicherweise abgeleitet hast:
50-80% aller Menschen mit ADHS Diagnose haben auch eine Autismus Diagnose

Ich kenne den Autor des Videos nicht (er soll ein Psychiater sein?). Seine Darstellung ist jedenfalls stark simplifizierend und nimmt durch ihre Ungenauigkeit in Kauf, dass Zuschauer falsche Fakten memorieren.

Für Interessierte:
Zaleski et al. (2025) zeigen aktuelle Zahlen: Real-world evaluation of prevalence, cohort characteristics, and healthcare utilization and expenditures among adults and children with autism spectrum disorder, attention-deficit hyperactivity disorder, or both - PubMed

Und ich bin auch dabei!

Diese innere Dauer Unruhe macht einen fertig und verhindert jegliche sinnvolle Aktivität.

Ich brauche irgendein Medikament dagegen, Stimulanzien haben es eher verschlimmert.

Außerdem ist mein Autismus ganz schlimm, der wird mit Stimulanzien eher schlimmer und ich kann mich nur auf ein Spezial-Interesse fixieren und überhaupt nicht mehr aufhören.

Also den Fokus und die Motivation stärken die Stimulanzien ganz extrem, aber das ist nicht unbedingt immer so hilfreich. Dazu mega Unruhe und Überdrehung

Na ja, schon faszinierend, wie ich Monate bis Jahre mich mit nur einem einzigen Thema beschäftigen kann und parallel so ziemlich kaum was anderes geht.

Es ist zum Heulen. Sehe gerade den nächsten Burnout heraufziehen. Wie kann das nur weitergehen so?

Egal, womit man sich beschäftigt, alles wird zum Zwang und zur Sucht und man muss sich informieren bis zum burnout.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das eher Autismus als ADHS ist oder hat man das mit ADHS auch?

Ich kenne jedenfalls keinen ADHSler, der sich zu jedem Thema Monate lang informiert und kaum was anderes tut.

Ich hab auch das Gefühl, dass mich Stimulanzien eher unruhig machen. Ich hab schon angefangen, an meiner Diagnose (ADS) zu zweifeln…irgendeine Art von Leidensdruck ist bei mir aber definitiv vorhanden, das lässt sich nicht leugnen :confused:

Und das “sich Monate lang (nur) mit einem Thema beschäftigen” kann ich gut nachempfinden. Bei mir sind es meist mehrere Spezialinteressen gleichzeitig zwischen denen ich springe, aber dennoch liegt der Fokus meist nicht dort wo er liegen sollte…

Nach massenweise YouTube bin ich ein wenig schlauer.

Also Stimulanzien werden durchaus nicht von jedem gut vertragen und können zuviel des Guten sein.

Werde jetzt einmal einen längeren Versuch mit Bupropion starten und mein Escitalopram etwas senken.

Atomoxetin ist auch nicht uninteressant. Hatte ich zwar schon, aber es ist weniger für den Fokus geeignet als mehr für Emotionsregulierung und Ausgeglichenheit.

Evtl. auch als Ergänzung.

Fazit ist, es wäre einfach mal toll, wenn sich Ärzte mal auskennen würden, so wie die Ärzte bei YouTube es tun. Wenn man ADHS behandelt, sollte man solche Dinge vielleicht auch wissen und den Patienten darüber informieren.

Sorry, aber bin frustriert.

Bin ziemlich müde vom Bupropion, zumindest einige Stunden.

Aber insgesamt etwas ruhiger hab ich den Eindruck. Na ja, vielleicht ein Anfang.

Ja, so insgesamt klappt alles ein klein wenig besser mit Bupropion. Werde dann irgendwann mal auf 300 mg steigern in ein paar Wochen. Vielleicht wird’s dann ja noch ein bisschen besser.

Endlich nochmal ein Medikament, das ich gut vertrage und das auch was bringt, wie es scheint.

Was war eigentlich die kleinste MPH-Dosis, die du getestet hattest?

Alleine deshalb würde ich jetzt nicht darauf verzichten, auch mal kleine MPH-Dosen zu testen…