Liebe Freunde,
ich bedanke mich schon mal dafür, dass ihr das hier lest. Den Problemen eines Fremden über das Internet zuzuhören, ist absolut nicht selbstverständlich. Deshalb werde ich mich so kurz wie möglich halten.
Seit ca. einem halben Jahr nehme ich Lisdexamfetamin, momentan 40 mg/Tag.
Wenn ich LDX eingenommen habe und eine Mahlzeit einnehme, überkommt mich eine starke Müdigkeit, die bis zum Ende der Wirkungsdauer von LDX anhält. Wenn ich mich hinlege, kann ich einschlafen, und wenn ich nach 1,5 Stunden aufwache, sind die Müdigkeit und die Effekte von LDX verschwunden.
Möglichkeiten, die ich bis jetzt in Betracht gezogen habe, sind:
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Prädiabetes → LDX steigert Blutzucker + Mahlzeit steigert Blutzucker → System zieht Notbremse
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Parasympathisches System durch Mahlzeit aktiviert → „Tauziehen“ mit dem sympathischen System (aktiviert durch LDX) Lösung: Leicht verdauliche Mahlzeiten → Dextrose, Flüssigkeitsmahlzeiten, kleine Mahlzeiten
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Nicht genug Glucose → Fehlt die Energie zur LDX-Verarbeitung Lösung: Dextrose essen
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Nicht genug Proteine → Fehlen die Bausteine zur LDX-Verarbeitung
Eher unwahrscheinlich (bzw. selten):
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Orexinabfall durch Verdauung
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Tryptophan → Tryptophan wird zu Serotonin und dann zu Melatonin
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Reaktive Hypoglykämie (übermäßig viel Insulin → Unterzuckerung nach dem Essen)
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Mahlzeit reguliert Dopamintransporter (DAT) hoch → überschreitet LDX-Wirkung
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Übersäuerter Urin → schnellerer LDX-Abbau
Zu meiner Historie:
Meine Psychiaterin und mein Hausarzt sind beide ratlos. Nach einigen Bluttests haben sie festgestellt, dass es nicht an einer Schilddrüsenunterfunktion, einem Eisenmangel, Vitamin-D-Mangel oder sonstigen herkömmlichen Problemen liegt. Es wurde auch ein Nüchternglucosewert genommen, der aber bei ca. 44 % der Prädiabetiker nicht anschlägt. Der Grund hierfür war, dass ich ähnliche, aber deutlich langfristigere Symptome (mehrere Tage) (möglicherweise auch im Zusammenhang mit Mahlzeiten) bei MPH (Medikinet 50 mg/Tag, für ein Jahr) hatte, wobei die ersten Beschwerden erst nach ca. einem halben Jahr eingesetzt haben. Beim Absetzen jeglicher ADHS-Medikamente habe ich natürlich keine der Beschwerden. Die ersten merklichen Symptome hatte ich, als ich das erste Mal ein Antihistaminikum eingenommen habe (Lorano), was jedoch Zufall sein kann.
Habt ihr Vorschläge für mich? Jegliche sind willkommen, weil ich mittlerweile wirklich verzweifelt bin. Gibt es andere Sachen, an denen es liegen könnte? Was sollen meine nächsten Schritte sein? Was haltet ihr für am wahrscheinlichsten, oder habt ihr ähnliche Symptome?
Ich bedanke mich schon mal im Voraus. LG, euer Felix
