Aufschrecken in der Nacht

Nächtliche Panikattacken durch stress?

Ich weiss nicht ob ihr dass kennt, dies habe ich schon seit meiner Jugend.

Ich war bei verschiedensten Ärzten aber nie wurde etwas gefunden.

Beim einschlafen also sozusagen wenn ich eindöse und dann in den Tiefschlaf falle, genau in diesem Moment schreckt mein Körper hoch, mein Herz rast, ich schwitze, habe das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen bzw zu ersticken, habe das Gefühl ich kann nicht schlucken und würde daran ersticken.

Mittlerweile weiss ich dass es eine Art Panikattacke ist glaub ich.

Vorallem wenn ich mich Tagsüber stark aufgeregt habe oder es stressig war.

zwar kann ich abends auch etwas ruhe finden vor dem Schlaf und gehe jetzt auch nicht gestresst ins Bett, aber dennoch kämpfe ich jede Zweite Nacht mit diesen Attacken , aber nicht nur einmal sondern 10- 15 mal minimum und dies zieht sich über mehrere Stunden. Und dies passiert auch komischer weise nur nachts, sollte ich nachmittags auf der Couch einschlafen passiert dies komischerweise so gut wie garnicht, ist bisher nur einmal vorgekommen.

Dementsprechend KO bin ich dann am nächsten Tag und meine Symptome verschlimmern sich natürlich wo die Medikenit dann auch nicht mehr viel helfen oftmals.

Aber dieses Phänomen habe ich noch nie irgendwie gelesen geschweige gehört dass dies jemand hat.

Ich lese immer nur von Schlafapnoe ( dies kann ich ausschließen) oder nicht einschlafen können weil der Kopf nicht zu ruhe kommt. Dies habe ich zwar auch abundzu aber ist leider auch nicht mein Hauptproblem.

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Ich kenne das sehr gut, quasi lebenslang.
Mein Arzt sagt, es ist so dass bei enormem Stress der Cortisolspiegel auch nachts weiterhin hoch ist und tiefen Schlaf verhindert so dass man quasi mitten im Traum hochschreckt.

Als meine Mum Krebs hatte, bin ich jede Nacht mit hohem Puls und Atemnot aufgeschreckt weil ich dachte die Uniklinik ruft an. Es war furchtbarbar. Ich war monatelang dauer müde und massiv fertig. Insoweit kann ich dich verstehen, das belastet sehr

Da hilft nur der „Klassiker“: Stress abbauen durch zB Sport, Delegieren von Aufgaben im Alltag (das klassische Neinsagen üben) so dass die Last fair verteilt wird in der Familie sowie Sorgen offen ansprechen, nicht unterdrücken. Das hilft sehr!

Nimmst du Medikinet noch spät nachmittags oder abends? Könnte ggf auch einen Einfluss auf den durchgehenden Schlaf haben.

Ansonsten: wenn es dich sehr belastet sprich es beim nächsten Arzttermin an. Es ist auf jeden Fall regulierbar.

:first_quarter_moon_with_face:

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Das habe ich auch schon gehört, aber was mich einfach verwundert ist dass es genauso auftaucht wenn ich einen Ziemlich entspannten und Schönen Tag hatte. Oder auch mehrere Tage entspannt und locker sind.

Wäre es während eines Traums, oder 2-3 stunden später könnte man es wenigstens als Schlafapnoe oder Lebhafte Träume zuordnen.

Es ist immer genau in dem Moment wo ich die Augen zu habe und gerade in den Schlaf falle.

Medikenit damals hatte ich immer nur morgens geholt, und jetzt mit 50mg Elvanse auch morgens.
Und ich habe gottseidank keine Probleme deshalb einzuschlafen.

Belasten tut es mich sehr, in schlimmen Nächten ist es 10 - 15 mal und am ende schlafe ich von den geplanten 8 Stunden nur noch 4 und bin dementsprechend Fit am nächsten Tag.

Ich habe schon mit verschiedensten Ärzten darüber gesprochen aber mehr als Ratlosigkeit oder einen Komischen blick bekam ich leider nicht.

Wie unterscheidet sich das in Deiner Wahrnehmung denn von diesem - m.E. ziemlich verbreiteten - hier (Link) beschriebenen Zucken beim Einschlafen?

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Liebe @Capodecina187 nächtliches aus dem Schlaf Hochschrecken kenne ich auch, zwar bei mir nicht so schlimm dass ich es als Panik Attacke bezeichnen würde, Gott sei Dank nicht, aber als starkes Unwohlsein könnte man das durchaus bezeichnen.
Bei mir hat das mit meiner immer währenden und tief schlummernden Existenzangst zu tun die mich seit meiner Jugend bis heute begleitet, da ich in meiner Jugend sehr oft von Geldnot und Armut betroffen war und leider bis heute finanziell nicht auf Rosen gebettet bin. Deshalb erlebe ich dann in Zeiten grosser Stresssituationen nachts auch solches Hochschrecken, zum Glück aber wirklich nur in Zeiten wo der Stress sehr hoch ist.

Hallo!

Ich kenne das aus einer Phase bei mir, in der ich mich sehr angreifbar gefühlt und mit einem Bein im Burnout gesteckt habe. Allerdings bin ich hochgeschreckt immer mit bestimmten Gedanken. Dass ich irgendetwas noch nicht erledigt habe und das schlimm sei. Dass eine Aussage, die ich gemacht habe, unter Umständen falsch verstanden werden konnte. Kann aber natürlich nicht ausschließen, dass mein Gehirn nur jeweils Gründe gesucht hat, warum mein hoher Cortisolspiegel mich geweckt hat.

Hatte auch genau das Phänomen, dass ich tagsüber mit leiser Beschallung einfach einschlafen konnte. Also dann, wenn ich nicht schlafen musste. Daraus hat sich bei mir zunächst entwickelt, dass ich zum Einschlafen irgendetwas hören musste (nur Romane oder Serien, keine Sachbücher o.ä.). Mit der Ablenkung einschlafen ging komischerweise.

Es gibt auch bessere Wege, den Cortisolspiegel vorm Schlafen herunterzubekommen. Leichter Ausdauersport, irgendetwas Aktives, das gleichzeitig Spaß macht. Positiver menschlicher Kontakt. Das bringt mich zumindest runter.

Hast Du irgendwelche Gedanken beim Hochschrecken? Oder aktive Entspannung probiert abends an solchen Tagen?

[Hallo, ich bin neu hier. Doktere seit Tagen an einer Vorstellung herum, bin aber noch nicht zufrieden mit meiner Wall of Text -_-; ]

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Also wenn ich aus dem Schlaf Hochschrecke dann muss ich erstmal aufstehen weil die innere Unruhe, dass Unwohlsein so stark ist das ich instinktiv spüre das ich mich wieder beruhigen muss weil sich langsam aufsteigende Angstgefühle sozusagen wellenartig in mir auszubreiten scheinen was ein Gefühl von Beklemmung und Herzrasen auslöst, wahrscheinlich ist das schon in Richtung Panik Attacke, oder kurz davor vielleicht, jedenfalls sehr unangenehm.
Jedenfalls muss ich dann aufstehen und lenke mich sofort mit dem Handy ab, Ablenkung ist sehr wichtig, Hauptsache nicht darüber nach grübeln „warum“ ich aufgewacht bin, denn im Grunde weiss ich ja ganz genau warum ich aufgewacht bin.
Dann nehme ich ein paar Baldrian Tabletten und trinke ein Glas Milch, dass fängt dann meist nach einer halben Stunde an zu wirken, wenn ich dann irgendwas höre mit einer ruhigen angenehmen Sprecher Stimme, denn eine gleichmässige ruhige Stimme hat eine sehr beruhigende Wirkung auf mich, dann kann ich meistens wieder einschlafen ohne nochmals aus dem Schlaf hoch zu schrecken.

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„Oh leck, jetzt ist es vorbei, GameOver, war schön mit euch!“ :grin: dass waren aufjedenfall die Gedanken bis ich realisierte dass ich nicht sterbe und alles ok ist :joy:

Also oftmals hab ich das gefühl ich muss ans Fenster und brauch sauerstoff irgendwie.
Aber ich kann eigentlich immer wieder schnell einschlafen, ausser nach dem Gefühlten 12ten mal, da so oft dann dass Herz am Rasen war, dass glaub ich der Kreislauf auch wieder fit ist.

Kann man über Blutbild den Cortisolwert rausfinden oder ist dass ein extra Test?

Hallo @Capodecina187 was Du schreckst bis zu 12 mal in der Nacht aus dem Schlaf hoch?, dass ist allerdings sehr extrem, hast Du das mal einem Arzt erzählt?, Du solltest Dir in so einem wirklich krassen Fall von Schlafstörungen unbedingt so schnell als möglich Fachärztliche Hilfe holen.

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Dass Du erst mal frische Luft brauchst, hört sich schon ein bisschen nach Schlafapnoe an. Wie hast Du das denn ausgeschlossen für Dich?

So wie mein Hochschrecken scheint Deines nicht zu sein.

Cortisolspiegel zuhause messen ist wahrscheinlich über Speichel am einfachsten. Geht aber auch über Blut oder Urin. (Quelle: Cortisol: Was Ihr Laborwert bedeutet - NetDoktor.de) Entweder mit Unterstützung des Hausarztes, oder über Testkits.

Ärztliche Unterstützung wäre da bestimmt gut.

LG