Außendienstler - Mitnahme von ADHS-Medikamenten in Europa

Moin, ich werde kommendes Jahr eine Vollzeit-Stelle im Außendienst anfangen, bei der ich regelmäßig tagelang Kurzaufenthalte in EU-Ländern verbringen werde, teils auch in Nicht-EU-Ländern wie Großbritannien. Das werden sowohl Autofahrten aus DE raus, innerhalb des jeweiligen Landes und Flüge sein.
In meiner Internetrecherche bin ich auf folgenden Link gestoßen:

Was mich etwas stutzig macht sind mehrere Sachen:

Muss ich a) alle 30 Tage eine neue Bescheinigung beglaubigen lassen (das kostet sicherlich Geld?) und b) jede einzelne Reise immer angeben, was teils schwer möglich ist, da es auch spontan Außendienst-Aufträge geben kann, wo ich nicht einfach schnell mal zur Landesbehörde und meinem Psychiater gehen kann und meine Geschäftsreise melden kann.

Die Geschäftsreisen situativ mal ohne Medis anzugehen ist grundsätzlich möglich und hat in der Vergangenheit (aktuell Teilzeit) auch nicht für arg große Schwierigkeiten gesorgt meinem Job nachzugehen - aber es ist mit Medis einfach deutlich einfacher. Daher würde ich schon gerne einen vernünftigen Weg finden, meine Medis auch auf den vielen Geschäftsreisen nehmen zu können.

Gerne Ratschläge und eigene Erfahrungen teilen. Ich freue mich über eure Anteilnahme.

Eigene Erfahrung?

Ich habe weder für mich noch für meinen Sohn jemals eine Bescheinigung ausstellen oder beglaubigen lassen (Dänemark, Tschechien jeweils mit dem Zug). Ist mir zu viel Aufwand für den äußerst unwahrscheinlichen Fall, deswegen Ärger zu bekommen.

Und wie soll das auch gehen, wenn man sich von einem auf den anderen Tag zu einer Reise entschließt? Was machen die Leute in Flensburg oder Saarbrücken, wenn ihnen morgens einfällt, mal eben was drüben zu besorgen?

Natürlich machen die das und natürlich nehmen die alle ihr Medikament mit, was denn sonst.

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Ich kenne leider auch nur die offiziellen Seiten, wie die oben.

Von Praxiserfahrungen in solch besonderen Fällen habe ich hier (meine ich) auch noch nicht gelesen.

Hier wäre es wahrscheinlich am besten, das sowohl mit dem verordnenden Arzt zu besprechen, als auch bei der Gesundheitsbehörde nachzufragen, ob und wie das geregelt werden soll. Also diejenigen, die mit dem Schengen-Formular zu tun haben bzw. am Ende ihren Otto druntersetzen :four_leaf_clover:

UK fällt zwar theoretisch nicht darunter, aber mit Dokumentation von Arzt und Behörde wäre es wahrscheinlich auch da weniger ein Problem - sollte es überhaupt mal hart auf hart kommen.

Hab diese Seite im Kopf, wenn ich das Thema lese..

Die Praxis hat sich die Mühe gemacht, sogar anfragen an Botschaften geschickt.. ich war selbst 2016-2020 mehrmals beim Gesundheitsamt um das Schengen Dokument für Auslandsreisen zu stempeln (UK, Ägypten etc..)

Viel Spaß beim lesen :wink:

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Cool, dass sich da jemand die Mühe gemacht und versucht hat, die Infos an einem Ort zusammenzufassen :+1:t2:

Doof, dass sowohl das Schengen Formular, als auch das Formular für Reisen in Nicht-EU Länder max. 30 Tage gilt.

Wer beispielsweise 3 Monate verreist müsste theoretisch monatlich zurück ins Heimatland fliegen, nur, um sich vom Arzt und der regional zuständigen Gesundheitsbehörde ein neues Formular zu besorgen und beglaubigen zu lassen.

Ob es dafür eine Ober-Sonderregelung gibt, findet man im Netz vielleicht eher nicht, aber wenn jemand Erfahrung damit haben sollte, dann die Gesundheitsbehörde :crossed_fingers:t2:

Vielleicht im Zielland etwas regeln, um bei der Rückreise ins Heimatland (nach über 30 Tagen) im äußersten Härtefall safe zu sein.

Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass man bei einer Zollkontrolle am Flughafen unnötig festgehalten würde, solange man nachweisen kann, dass es sich um ordnungsgemäß verschriebene BtM Medikamente handelt - also eine illegale BtM Einfuhr ausgeschlossen werden kann.

Das sollte trotz abgelaufener Bescheinigung (>30 Tage) und Dank zusätzlicher Rezeptkopie möglich sein.

Würde man die Bescheinigung um die Chargen Nummer des Präparats erweitern - dann erst recht. Man soll diese Medikamente ja eh in der Original Verpackung mitführen :man_shrugging:

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hast du dor mal die Formulare angeschaut?

Gilt jeweils für 1 Reise die max 30 Tage dauern darf in 1 EU/Schengenstaat darf

Das Formular ist eine Vereinheitlichung und Vereinfachung im Schengen bzw. EU Raum weil du dadurch nicht die Bestimmungen des jeweiligen Landes beachten mußt. Für den EU Raum reicht es das Formular ausgefüült vom Hausarzt oder Psychiater und dann mit Rezeptkopien und Unterlagen zum Gesundheitsamt zum beglaubigen.

Ich fahre/ fliege schon lange Problem machst du es nicht hättest du es dringendst gebracht und es wird unangenehm hast du es getan wird es oft nicht gebeaucht.

Du bist ohne diese Dokumente quasi immer auf die Laune der Zönner angewiesen mit gibt es ganz klare Regeln, auch später bei Kontrollen in dem Land

Gesundheitsamt ist halt lästig und die sind schon recht arrogant arrogant zuletzt habe ich was um 20 Euro bezahlt.

Für alles ausserhalb der EU wie GB gelten die Gesetze von dem Land in das du einreist und die Art in der die das belegt haben möchten und das ist nicht einheitlich geregelt

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Und die ganze Prozedur ist außerdem ziemlich teuer.

Angenommen du musst dir alle 30 Tage eine Bescheinigung für das BTMG holen, dann kosten dich allein die Bearbeitungsgebühren ca. 240,00 € im Jahr

Für mich als jemand mit zwei Kindern kam folgendes Sümmchen zusammen:
Zwei Kinderreisepässe= 75,00 €
Zwei Passbilder=11,90 €
Zweimal Antragsgebühren= 36,00 €
Insgesamt ca. 74 km, weil alle Dokumente persönlich abgeholt werden müssen=65,12 € ergibt für einen einzelnen Auslandsaufenthalt ca. 188,00 €. Hinzu kamen lange Wartezeiten beim Kinderpsychiater, beim Gesundheitsamt, im Bürgeramt und in der Apotheke, weil die Rezepte kopiert und beglaubigt werden sollten, alles zudem zu Öffnungszeiten, die für Arbeitnehmer mit den Arbeitszeiten nicht zu vereinbaren sind.

Was soll man dazu noch sagen?

Und das alles für Dokumente, die kein Mensch sehen möchte?

Erst einmal danke für die Eindrücke und Anteilnahme.

Die Bearbeitungsgebühren sind natürlich albern und auch der Zeitaufwand ist es mir nicht wert.

Ich werde die Medikamente auf Reisen einfach in der Originalverpackung im Kulturbeutel mitführen und ein Foto des Rezepts auf meinem Handy abspeichern, falls ich in eine Kontrolle gerate und die Medikamente irgendwie zur Sprache kommen sollten.

Am besten genau abgezählt für diese Zeit mitnehmen .

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