Beginn Elvanse 20mg. Was fällt mir auf

Hallo,

ich bin 48 und ein Test bei meiner Neurologin ergab ADHS im Erwachsenenalter. Dies war vor knapp 3 Jahren. Ich habe seitdem Bupopion 150mg 1x tgl. konsumiert und hatte definitv eine bessere Stabilität und Konzentration. Leider ist die Wirkung nicht mehr so wie früher und wir hatten es dann höher dosiert aber die Nebenwirkungen waren zu hoch (Augenprobleme, Schlaf, Depressive Verstimmungen etc.)

Nun haben wir Bupopion ca. 2 Monate ausschleichen lassen und seit 1 Woche habe ich jetzt mit ELVANSE 20mk 1xtgl morgens mit dem Frühstück angefangen.

Ich schreibe mir täglich auf was ich spüre und fühle und hätte gerne dazu Eure Meinung.

  1. Die ersten Tage der Starteinnahme war ich megamotiviert, fokussiert und positiv eingestellt.
    Die Nebenwirkungen sind direkt eingetreten: Einschlaf-Durchschlafprobleme, Libido quasi auf 0.
  2. Nach knapp 1 Woche bin ich nun nicht mehr wirklich motiviert. Meine Konzentration ist nicht mehr so hoch, ich bin schnell genervt und verfalle in depressive Momente wo ich kein Bock mehr habe.
    Dadurch das ich die Schlafprobleme habe bin ich zusätzlich natürlich gereizt und müde.
    Normalerweise befriedige ich mich mind. 1x am Tag um Streß abzubauen, aber mich reizt inmoment gar nichts. Klar wenn ich mich dazu zwinge, aber das ich schon echt hart und ich fühl mich schwach.
    Mit Essen habe ich keine Probleme. Hab zwar gerade das Gefühl das es mir das Essen im Hals steht aber das kann auch durch meine negative Einstellung sein.

Natürlich haben wir mit 20mg angefangen damit ich schauen kann ob es was bewirkt. Ich wollte jetzt mal 3 Wochen damit ausprobieren und hoffe das meine Schlafprobleme sich wieder legen, da ich normalerweise hervorragend schlafen und träumen kann. Habt Ihr da Erfahrungen ob sich ein normaler Schlaf wieder einstellt?

Libido wäre auch schön wenn die wieder kitzelt, denn die SB hat tasächlich immer ein sinnvollen Streßabbau bewirkt.

Gerne würde ich wieder dieses Gefühl haben wir in der Startphase wo ich einfach voll positiv und motiviert auf alles reagiert habe.

Also meine Idee wäre noch 2 Wochen 20mg dann umstellen auf 30mg und auch hier wieder schauen ob sich was verbessert. ich habe halt nur Sorge das ich diese Schlafprobleme nicht wegkriege. Und Schlaf ist neben einer positiven Grundeinstellung meiner Meinung essentiell um genug Stärke für den Tag zu haben.

Ich nehme schon seit Jahren Tadafil 5mg wegen einer leichten prostatavergrößerung. Das sorgt wenigstens morgens noch für die Morgenlatte, damit man weiß das er noch lebt aber die Libido bleibt davon unberührt.

Grüße

Some

Willkömmchen :waving_hand:

Schau mal bitte in die Packungsbeilage.
Schlafstörungen stehen leider ganz oben auf der Liste.

Amphetamin hemmt nicht nur die Wiederaufnahme von Noradrenalin, es kurbelt auch die Ausschüttung dieses Neurotransmitters an. Der Körper ist quasi im Kampfmodus und wacher.

Die Schlafprobleme sollten sich innerhalb 1-2 Wochen nach Beginn der Medikation aber auch wieder legen.

Notfalls vielleicht mal eine Nacht durchmachen, um den Schlafdruck zu erhöhen und dann zur gewohnten Zeit hinlegen, um wieder in den Rhythmus zu kommen.


Abgesehen von der sogenannten Honeymoon Phase, in der man „Bäume ausreißen“ könnte (der Effekt verfliegt in der Regel nach der ersten Woche wieder), sorgt dauerhafter Schlafmangel wiederum für eine subjektiv schlechtere Wirkung des Medikaments.

Nach so einer Woche ist es natürlich auch plausibel, ausgelaugt und demotiviert zu sein.

Probleme mit der Libido / Erich‘s Sohn Störungen sind ebenfalls in der Packungsbeilage beschrieben.

1 „Gefällt mir“