Hallo zusammen… ich bin mittlerweile ziemlich verzweifelt was meinen „Partner“ angeht.
Wir sind seit bald 2J. Zusammen, es geht nicht weiter…
Wir haben eine Fernbeziehung (30km Distanz) und er wohnt eigentlich noch in der Wohnung über seiner Mutter im Haus. Der Mann ist über 40!
Vor 1 Jahr habe ich zum ADHS noch ein paar gesundheitliche Probleme bekommen, die durch meine baldige OP aber bald besser werden sollten. Meine Ärzte unterstützen wirklich super. Bald bin ich hoffentlich die Opiate los und damit den lästigen Brain Fog. Diese Mittel haben mein adhs eindeutig verschlimmert…
Nun , dass ich einfach an den Punkt angekommen bin, dass ich massive Probleme hatte einen Raum einzurichten/ Ordnungssysteme zu erschaffen (auf die ich mit meiner Diagnose einfach angewiesen bin)… zum Beispiel hab ich ein paar Sachen umgestellt und mir einen Schreibtisch gekauft und jetzt steht gefühlt 1/2 Raum VOLL… und ich steh mit meiner massiven Denkblockade allein da.
Was macht mein „Partner“ neben der Tatsache, dass er zunehmend genervt ist die Kommunikation vermeidet und nach der Arbeit einfach nur bei mir abhängt und auf sein Handy starrt…:
Er macht mich auch noch blöd an, dass es ja logisch wäre, dass man zunächst einmal den alten Schreibtisch verkauft und dies und das…
Aber er selbst macht keinen Finger krumm.
Ich habe keine Familie, keine Freunde und diese Situation mit der Ordnung überfordert mich einfach absolut!
Ich habe öfter schon gedacht ich brauche einfach einen pers. Ordnungscoach, der mit mir Schritt für Schritt meine 3-Zi Wohnung mit mir gemeinsam „adhs-gerecht“ ordnet, mir Tipps gibt und mich vielleicht auch mal zu Ärzten begleitet. Denn, der Arzt sagte dass mich nach der Narkose jemand abholein Muss. Mein „Partner“ Fehlanzeige, der ist bei der Arbeit oder muss Mutti helfen (was alles ja wichtiger ist als meine Gesundheit).
Ich habe außer meinem „Freund“ niemanden und bin alleinerziehend noch dazu.
Die Versorgung und Erziehung meines Kindes kriege ich einwandfrei hin.
Ich habe selbst einen pädagogischen Studienabschluss und bin immer um die Entwicklung meines Kindes nach der Trennung von seinem Erzeuger bemüht. Ich war bei Elternberatungsstellen und auch noch bei einer Kinderpsychologin und Sie haben mir attestiert eine gute Mutter zu sein und keine Familienhilfe zu benötigen…ich werde das mit der Ordnung schon hinbekommen und kann mir einen Psychologen suchen oder Coach… äh ja… genau…. Ich versuche das seit 2 Jahren und bekomme nirgends einen Platz! Lange nicht so gelacht!
Es wundert mich ja selbst. Ich gehe regelmäßig zur Arbeit, mache Nachweislichgute Arbeit obwohl es ein anspruchsvolles Gebiet ist (Schuldnerberatung) versorge alleine mein Kind,
doch wenn es um Ordnung/ Raumgestaltung (selbiges gilt auch für meine eigenen Akten), das Ausmisten von Klamotten etc. geht dann bin ich wie gelähmt und kann nicht richtig vorwärts kommen !!!Das frisst eine Menge Zeit und Ressourcen und macht mich Körperlich und mental einfach platt. Dann schiebe ich die Themen beiseite weil ich für mein Kind da sein will aber die Themen verschwinden dadurch nicht so…
Ich habe durch mein ADHS und eine depressive Episode einen Behindertengrad von 30 zuerkannt bekommen. Ich hab das beantragt, weil ich erstmal den Plan hatte durch meine Diagnose im Arbeitsleben besser abgesichert zu sein.
Nun habe ich aber gelesen, dass es sowas wie eine Teilhabeassistenz gibt. Also einen Sozialarbeiter der 2-3 Stunden die Woche zu einem Kommt und eben diese Sachen mit einem übt!!! Ganz ohne gesetzliche Betreuung. Und dass man wenn man ein körperliches Handycap hat, welches ich durch meine neue Diagnose dazu bekommen habe, auch 1 Stunde Haushaltshilfe alle 2 Wochen kriegen kann…
Ich dachte das ist eine sinnvolle Sache und hilft mir wahrscheinlich besser als ein Psychologe (der macht mit mir nämlich keine Ordnung und plant keine Haushaltsaufgaben mit mir!) Man muss so einen Antrag ausfüllen und den hab ich mir jetzt runtergeladen. Und bekommt dann eine Bescheinigung für diese Hilfe.
Das wäre großartig! Denke ich. Und ich wäre nicht mehr so gefühlt von meinem „Freund“ abhängig.,Der mich zwar hier und da unterstützt aber das oft mit Entwertung meiner Person gekoppelt ist und blöden Sprüchen. Ich halte das auf Dauer nicht aus. Es hat mich echt Überwindung gekostet mich zu trennen weil ich dann auch erstmal komplett alleine war. Damals hat mir meine Mutter noch geholfen, doch die ist mittlerweile leider Pflegebedürftig und wie Telefonieren weil sie zu weit weg lebt…
Für Transportsachen und Möbelaufbau habe ich auch schonmal ein Paar Studenten bezahlt, die mir geholfen haben. Das ist ja nicht das größte Problem. Nur die Organisation drumherum…
Es ist gerade auch wirklich viel was zusammengekommen ist in letzter Zeit auch emotional (ein paar Krisen) will hier nicht näher drauf eingehen aber es betrifft elementare menschliche Grundpfeiler, die bei mir Angegriffen wurden.
Ich will ein selbstbestimmtes Leben auch in dieser Hinsicht führen, wieder erstmal alleine glücklich werden, meine Wohnung nach meinen Wünschen Ordnen (wobei ich einfach Hilfe brauche!!!) und für mein Kind da sein und irgendwann wieder einen Menschen in mein Leben lassen der mich wertschätzen kann.
Wären meine Umstände anders hätte ich diese Person wahrscheinlich schon längst aus meinem Leben verbannt…betonter Text